Beide Spiele unserer C-Jugenden am Wochenende leider ohne Sieg

Heimspiel unserer C1 gegen TSV Södel

Am Sonntag, dem 3. November 2024, traf unsere C1-Jugend in der Schäferstadthalle in Hungen auf den TSV Södel. Leider mussten wir uns gegen einen starken Gegner mit 22:35 geschlagen geben. Trotz des Endergebnisses zeigte die Mannschaft einen bemerkenswerten Zusammenhalt und viel Mut auf dem Spielfeld.

Unser bester Werfer war David Bender, der mit sechs Treffern zum besten Torschützen unseres Teams wurde. Insgesamt trugen sich erneut neun verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein – ein Zeichen für die Breite und Tiefe unseres Kaders.

Das Spiel gestaltete sich für uns jedoch schwierig. Im Angriff hatten wir oft nicht die nötige Schnelligkeit, sodass sich die gegnerische Abwehr gut formieren konnte und unsere Aktionen effektiv störte. Vor allem zu Beginn der ersten Halbzeit fiel es uns schwer, in unser Spiel zu finden. Wenig Bewegung ohne Ball, wenige Kombinationen und einige ungenutzte Chancen machten es schwer, den Rückstand aufzuholen.

Trotz der Schwierigkeiten muss man unseren Jungs ein großes Kompliment machen: Sie kämpften bis zum Schluss mit vollem Einsatz. Die körperliche Überlegenheit der Gegner – die mit mehreren Spielern des Jahrgangs 2010 antraten, während wir ohne 2010er spielten – brachte ihnen natürlich einen Vorteil, dem wir nichts entgegenzusetzen hatten.

Verbesserungspotenzial:

In der Abwehr: Den Gegner früher attackieren und das Angriffsspiel stören, insbesondere durch das Unterbinden der Pässe.

Im Angriff: Schneller ins Spiel finden und die zweite Welle konsequent und sicherer spielen. Wenn die Abwehr sich formiert, sollten wir unsere Kombinationen sauberer durchspielen und die Bewegung ohne Ball verstärken.

Unsere beste Phase hatten wir kurz vor der Pause, als wir den Rückstand auf vier Tore verkürzen konnten. An diese Spielweise wollen wir im nächsten Spiel anknüpfen!

Ausdrücklich möchten wir uns trotz der Niederlage bei unserem Hallensprecher Andreas Kümpel bedanken, der durch seinen Einsatz auch dazu beigetragen hat, dass es wieder etwas Besonderes war, bei uns ein Heimspiel zu bestreiten. Andi – vielen Dank dafür!

Nächste Woche geht es auswärts gegen die HSG Kleenheim-Langgöns – und wir hoffen, dort wieder einen Schritt nach vorne zu machen und den nächsten Sieg einzufahren.

Auswärtsspiel unserer C2 gegen HSG Mörlen

Am Samstag, dem 2. November 2024, trat unsere C2-Jugend auswärts gegen die HSG Mörlen in Bad Nauheim an. In einem hart umkämpften Spiel mussten wir uns leider mit 24:18 geschlagen geben. Die Mannschaft zeigte jedoch einige positive Ansätze und besonders in der zweiten Halbzeit eine starke Phase.

Hervorzuheben sind Mirko Seliger und Alexander Rzesnitzek, die jeweils fünf Tore erzielten, sowie Noah Schäffer mit vier Treffern. Auch Phil Leipold, Henrik Österling und Paul Tetzlaff trugen zum Ergebnis bei und zeigten, dass wir in der Breite gut aufgestellt sind.

Trotz der Niederlage gibt es viel Potenzial, insbesondere in der Abwehrarbeit und im Angriffsspiel. In der Defensive müssen wir die Gegner früher stören und aktiver verteidigen, um ihnen nicht zu viel Raum zu geben. Im Angriff gilt es, die Kombinationen präziser durchzuspielen und die Geschwindigkeit ohne Ball zu erhöhen, um mehr Chancen zu kreieren.

Unsere beste Phase hatten wir direkt nach der Pause, als wir den Rückstand von 6 auf 3 Tore verkürzen konnten. Wenn wir an dieser Spielweise anknüpfen, sind wir optimistisch, dass wir im nächsten Spiel gegen die mJSG Heuchelheim/Bieber II bei unserem Heimspiel am kommenden Wochenende erfolgreich sein können.

Weiter so, Jungs! Wir sind stolz auf eure kämpferische Leistung und arbeiten weiter an den Details, um die nächsten Spiele für uns zu entscheiden.

Eure Trainer – Sebastian Schliwa/André Zenker/Nadja Schmalhaus/Bettina Stein

Frauen III: Verdienter Heimsieg nach einem tollen Spiel

In der Schäferstadt-Halle in Hungen begrüßte am Sonntagnachmittag die dritte Damenmannschaft der HSG Hungen/Lich die zweite Riege vom VfB Driedorf. 

Die Mannschaft aus dem hessischen Westerwald hatte sich fest vorgenommen, den „HuLi’s“ ein Bein zu stellen. Doch die Gastgeberinnen, betreut von Julia Schweiger und Lisa Geller, ließen sich von der jungen Gästemannschaft nicht beeindrucken. Den viel zu wenigen Zuschauern (zur gleichen Zeit spielte die erste Damenmannschaft beim TV Hüttenberg) wurde eine Partie von beiden Mannschaften geliefert, die mit der 2. Bezirksklasse nichts zu tun hatte. Mindestens zwei Klassen höher hätte der neutrale Zuschauer diese Begegnung einstufen können.

Nina Träger zeichnete mit ihrem 1:0 den Weg zum Sieg, zumal beim Gegenangriff der erste Strafwurf von Alesia Grieb im Tor entschärft wurde. Das 2:0 durch die überragende Steffi Will deutete bereits an, welchen Tempohandball die Gastgeberinnen spielen wollten und auch taten. Driedorf konterte und machte es Hungen/Lich schwer, sich weiterhin abzusetzen. Erst nach der Hälfte der ersten Halbzeit konnten die Hausherrinnen den Spielverlauf noch besser gestalten. Über ein 12:6 in Minute 20 durch Samantha Winterkorn bis hin zum 14:8, erzielt von Marie Truckenmüller, sah es nach einer Vorentscheidung aus. Aber nein, Driedorf holte etwas auf, da die Konzentration und die Chancenauswertung (Kreistore) bei Hungen/Lich ein wenig nachließ. Zum Pausengespräch stand es dann nur noch 15:13.

Driedorf ließ sich auch anfangs bis Mitte der zweiten Halbzeit nicht abschütteln.

Erst nach 50 Minuten Spielzeit schaffte es die HSG Hungen/Lich die Gäste konditionell nieder zu laufen (24:21). Jetzt gelang Driedorf nicht mehr viel. Sie mussten dem Tempohandball ein wenig Tribut zollen. Hungen/Lich zog davon und baute den Vorsprung immer weiter aus. Auch Dank zweier guter Torfrauen, die so manchen Torwurf locker entschärften. Lisa Fuhr war es dann acht Sekunden vor Abpfiff des gut leitenden Unparteiischen vorbehalten, den Schlusspunkt in Höhe von 29:23 zu setzen. Zwei verdiente Punkte für die HSG Hungen/Lich III nach einem rassigen Spiel.

Für die HSG Hungen/Lich erfolgreich: Alesia Grieb und Lisa Ritterhoff im Tor; Lisa Fuhr (1), Steffi Will (9), Laura Tauchmann (1), Kim Laureen Macht (1), Lara Kehm (1), Leonie Henrich (4), Jeanette Schilling (2), Kaja Lück, Marie Menne (1), Marie Truckenmüller (3/2),  Nina Träger (2) und Samantha Winterkorn (4).

Zeitstrafen: 1 – 3; Strafwürfe: 2/2 – 4/2

Frauen II: Mit knappem Personal Auswärtshürde genommen

Durch berufliche- und krankheitsbedingte Ausfälle konnte Marcus Jung, Trainer der zweiten Frauenmannschaft, am vergangenen Samstag beim schweren Auswärtsspiel in Rabenau bei der HSG Lumdatal II nicht mit vollem Kader antreten. Gerade zehn Spielerinnen, darunter eine Torfrau, standen ihm zu dieser Bezirksliga-Begegnung zur Verfügung. Anders auf Heimmannschaftsseite: Volle Bank.

Diese Tatsache kümmerte die Mannschaft in keiner Weise. Ab Minute eins ging die HSG Hungen/Lich voll konzentriert zur Sache. Erst nach sechs Minuten Spielzeit gelang den Gastgeberinnen der erste zählbare Erfolg (1:3). Die Antwort folgte jedoch sofort von den Gästen (1:4), die mit Simone Walther nach überstandener Krankheit eine wertvolle Verstärkung in ihren Reihen hatten. Lumdatal kam danach besser ins Spiel, konnten aber den Vorsprung der „HuLi’s“ nicht mehr einholen. Im Gegenteil. Im Laufe der ersten Halbzeit führten Leonie Henrich und Co. meist mit vier Toren. Kurz vor der Pause erzielte Simone das im Nachhinein vorentscheidende 12:17. „Trotz der Personalnot ging meine Mannschaft volles Tempo, auch im Rückzug zur anschließenden guten Abwehrarbeit. Dazu stand eine glänzend agierende Nadja Schmalhaus zwischen den Pfosten,“ so die lobenden Worte vom Coach.

Zum zweiten Abschnitt kam Lumdatal ein klein wenig besser aus der Kabine (16:18 – 34. Spielminute). Doch Simone Walther, Marlen Wolf und die ebenfalls frech aufspielende Celine Thiel nahmen dies nicht hin. Spielstand in Minute 37: 18:22. Simona Laurito erhöhte sogar noch auf 18:23, bevor Nadja Schmalhaus im Tor durch einen wuchtigen Kopftreffer für den Rest des Spiels aussetzen musste. Ob der Wurf gezielt oder ungezielt war, bleibt ungeklärt. Die Schützin bekam „nur“ eine Zweiminuten-Zeitstrafe. Für die benommene Torhüterin stellte sich die selbst reaktivierte Anna-Lena Diehlmann zwischen die Pfosten. Und sie erfüllte ihre Aufgabe bestens bis zum Ende der Partie. Hungen/Lich spielte trotz des Ausfalls von Nadja zielstrebig weiter. 15 Minuten vor Abpfiff führten die Bier- und Schäferstädterinnen sogar mit 21:28. Es folgten, so Marcus Jung nach dem Spiel, die obligatorischen typischen 15 Minuten. Die Konzentration ließ etwas nach, sodass Lumdatal noch einmal bis auf vier Tore herankam. Fast mit dem Abpfiff erzielte Simona Laurito das endgültige 26:31.

„Dies war bisher das beste Spiel von meiner Mannschaft in dieser Saison, obwohl sie noch nie so zusammengespielt haben. Alle haben 100% gegeben. Ich möchte eigentlich niemanden zusätzlich loben, doch Simone nach der Verletzung, Simona mit ihrer Erfahrung und das Auge für die Mitspielerin und Celine mit ihren Gegenstößen gehört ein klitzekleines Sonderlob,“ erklärte Marcus Jung sichtlich stolz nach dieser heißen sportlichen Auseinandersetzung.

Für die HSG Hungen/Lich auf der Platte: Nadja Schmalhaus (Tor 1.–38. Minute), Anna-Lena Diehlmann (Tor 39.–60. Minute); Simona Laurito (4), Celine Thiel (7), Julia Schug, Leonie Henrich (6/4), Marlen Wolf (1), Simone Walther (7), Rike Bohn (4) und Maria Kreß (2). Betreuerin: Nina Träger.Zeitstrafen: 2 / 0 (!); Strafwürfe: 5/4 – 4/4 (!)

Frauen I: Derby-Sieg in Hüttenberg

Im Derby der Handball-Regionalliga der Frauen setzte sich die HSG Hungen/Lich mit 26:20 (12:6) beim TV Hüttenberg durch. In der Tabelle festigten die Damen von HSG-Trainer Paul Günther damit den zweiten Tabellenplatz, während der TVH mit nun mehr vier Niederlagen auf Rang neun feststeckt.

Es war wahrlich nicht der Tag vom TVH, der das Spiel bereits in der ersten Halbzeit abgab. Die Gäste legten einen konzentrierten Start hin und nötigten Hüttenbergs Coach Marc Langenbach bereits nach sieben Minuten in seine erste Auszeit. Kurz vorher hatte Hungen/Lichs Annalena Knoblauch zum 4:0 getroffen, doch die Ansprache verpuffte. Die Gäste erhöhten durch Emma Niebergall in der 13. Minute auf 7:0, ehe Lisa Tietböhl kurz darauf der erste Treffer für Hüttenberg gelang.

Die HSG setzte den Gegner mit einer konzentrierten 6:0-Abwehr unter Druck und machte Stress. Der TVH produzierte etliche Fehler, die Hungen/Lich mit gut vorgetragenem Tempospiel in der ersten und zweiten Welle bestrafte. „Hungen/Lich hatte von Anfang an Bock, wir hatten so lala Bock“, erklärte Langenbach. „Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht umgesetzt.“

Bei Hungen/Lich lief es hingegen bis zum 8:2 nach einer Viertelstunde wie am Schnürchen. In der Folge fand Hüttenberg etwas besser ins Spiel und profitierte von einigen Wellen im Spiel der Gäste. „Wir haben zeitweise zu schnell die Entscheidungen gesucht, zu schnell den Ball weggeworfen“, bemängelte Günther. Auf der Mittelposition kam Niebergall für Aimée Mitzkat zum Einsatz, die nach einer Erkrankung noch nicht fit war. Zudem agierte die HSG im Mittelblock erstmals mit Knoblauch und Liska Steinruck. „Das war eine Bauchentscheidung und hat einwandfrei funktioniert“, erklärte Günther. „Ich habe mit einem Rückraum angefangen, der letztes Jahr noch in der A-Jugend gespielt hat.“ Steinrück, Niebergall und Selina Lotz wuppten das Spiel der Gäste – kleine Dellen inbegriffen.

6:12 zur Pause – das hat Langenbach überhaupt nicht gefallen. „Ich habe in der Halbzeit gefragt, ob ich eine andere Sprache spreche. Ich musste erstmal einen Grund finden, warum es nicht läuft.“ In der zweiten Halbzeit konnten seine Damen das Spiel zumindest ausgeglichen gestalten. Hungen/Lich ließ sich von den verbessert auftretenden Hüttenbergerinnen jedoch nicht aus der Ruhe bringen und transportierte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

Und während Günther mit der Leistung seiner Damen zufrieden war, rumorte es in Langenbach. „Mit der Einstellung bin ich echt unzufrieden, keine Körpersprache, das muss man nicht schönreden. Das war einfach nicht für die Regionalliga tauglich. Wir haben das Spiel verdient verloren. Wir waren in allen Belangen die schlechtere Mannschaft.“

TV Hüttenberg: Plutzas; Engel (6/4), Tietböhl (4), Seipp, L. Naumann (6/1), Happel (1), Neidel, Kiethe (1), Lauer, J. Naumann (1), Saul (1), Agirtas, Schicketanz und Braun.

Hungen/Lich: Neuheuser, David; Knoblauch (2), Lotz (4), Schneider (2), Schweiger, Neuheuser, Weber (1), Steinruck (2), E. Nau (3), Niebergall (5/4), Staub, G. Nau (1) und Bohn (6).

Schiedsrichter: Hartmann/Thomsen; Zuschauer: 200; Zeitstrafen: 10:8 Minuten; Siebenmeter: 7/5:4/4.

Männer II: Spitzenspiel der „Zu-Null-Mannschaften“ erfolgreich gestaltet

Das letzte Punktspiel vor den Herbstferien bestritt die zweite Männermannschaft in der Schäferstadt-Halle gegen die ebenfalls bisher verlustpunktfreie MSG Florstadt/Gettenau II. Für die 2. Bezirksklasse – Gruppe 2 – beobachteten relativ viele Zuschauer diese handballerische Auseinandersetzung. 

Nach dem anfänglichen Abtasten während der ersten fünf Minuten der Partie (3:3) stellte sich Hungen/Lich auf die erfahrenen Gegenspieler besser ein. Der offene Schlagabtausch wurde durch konzentriertere Deckungsarbeit vorerst beendet. Dazu stand Kai Roth im Gehäuse der Hausherren, der einige Würfe entschärfte. Aus einem vorläufigen Unentschieden entwickelte sich ein kleiner Vorsprung zu Gunsten der HSG. Trotzdem bekamen die Männer um das Betreuer-Drei-Gespann Andre Ihring, Ole Schmidbauer und Maximilian Reinwald die MSG aus dem Nachbar-Landkreis nie richtig in den Griff. Die Chancenauswertung hätte zu diesem Zeitpunkt auch etwas besser sein können. Halbzeitstand: 15:12.

Nach der Pause konnte sich die HSG zunächst nicht weiter absetzen, da die Deckungsarbeit der Gäste etwas härter zur Sache ging. Spätestens ab der 40. Minute war der Bann gebrochen. Tolle Einzelleistungen der U21-Spieler aber auch der älteren Kempen zwangen Florstadt/Gettenau den Weg auf die Verliererstraße zu nehmen. Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, tolle Zusammenspiele, aber auch der Weg, bei dem es eventuell weh tut, zwangen den Coach der Gäste zur Auszeit in der 43. Minute beim Stande von 25:18. Nach dieser kleinen Pause begann erst recht das Spiel der „offenen Scheunentore“. Die „HuLi’s“ erzielten zwei Tore, worauf die MSG mit einem antwortete. Ein Treffer schöner oder gewitzter erspielt, als der andere. Fazit: Mit 39:28 mussten die Gäste ihre erste Saisonniederlage einstecken. 

Erkenntnis 1: Die jungen Männer, welche bei der ersten Männermannschaft teilweise nur wenige Spielanteile erhalten, konnten hier zeigen, was für ein Potenzial in ihnen steckt. Erkenntnis 2: Der Sieg war auch durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überaus verdient.HSG Hungen/Lich: Kai Roth (Tor); Benjamin Heck, Fynn Behle (8), Sebastian Schliwa, Leo Eichenauer (3), Marcel Hensel (3), Ben Steffan (7), Nico Böhm (5/1), Jonathan Will (3/1), Jannis Pitz (5), Piet Spall (2), Lukas Block (1) und Patrick Eckhoff (2).

Frauen II: Deutlicher Sieg gegen HSG Mörlen

Am frühen Sonntagnachmittag empfing die zweite Frauenmannschaft die Bezirksliga-Konkurrentinnen von der HSG Mörlen. Bevor die Partie überhaupt losging gratulierte die Mannschaft ihrem Hallensprecher zum 66. Geburtstag mit einem Kuchen und brennender Kerze sowie anderen Leckereien. Aus einem externen Lautsprecher klang sogar ein bekanntes Geburtstagslied.

Zum Spiel: Ein einziges Mal führte die HSG Mörlen mit 0:1 und das in der ersten Minute der Begegnung. Danach drückte die ohne Leonie Henrich antretende Mannschaft den Wetterauerinnen ihren Spielstempel auf. Bei voll besetzter Bank, jede Spielposition konnte doppelt besetzt werden, begann das Tempospiel von der ersten bis zur letzten Minute. Mörlen konnte zunächst noch einigermaßen mithalten. Die Gegenwehr bröselte aber bereits nach zehn Minuten Spielzeit beim Stande von 10:5 zusammen. In allen Belangen waren die Gastgeberinnen den Gästen überlegen. Der Coach von Mörlen ahnte fürchterliches, als er bereits nach 15 Minuten beim 15:6 seine Auszeit nahm, um den Spielfluss von Hungen/Lich zu unterbrechen oder zu stören. Dies gelang nicht. Marcus Jung, Teamverantwortlicher, der mit Co-Trainerin Julia Schweiger und Betreuerin Lisa Geller die Geschicke der Mannschaft von der Seitenauslinie verwaltete, gönnte seinen Spielerinnen die eine oder auch andere Ruhepause. Das Aus- und Einwechseln störte in keiner Weise den Spielfluss seiner Mannschaft. Ein Rädchen griff ins andere. Nach 30 Minuten waren die Gäste, die nur mit neun Spielerinnen angetreten waren, beim Stand von 25:8 schon sanft unter die Räder gekommen.

In Abschnitt zwei des Spiels ließ die HSG Hungen/Lich anhand des bereits vorentscheidenden Spielstands die Zügel ein wenig schleifen. Trotzdem bauten Laura Spieker und Kameradinnen den Vorsprung immer weiter aus. Schnelle Gegenstöße, kämpferische Einzelleistungen sowie Spielzüge führten zum Erfolg. Phänomenal dann die Partie ab der 52. Minute, als die Anzeigentafel ein 40:12 anzeigte. Sage und schreibe sechs Minuten erzielte keine der beiden Mannschaften ein Tor. Reihenweise wurden die Chancen, besonders die von den „HuLi’s“, entweder am Gehäuse vorbeigezimmert, oder ungenau platziert, sodass die verständlicherweise lustlos wirkende Torfrau aus Mörlen doch noch einige Würfe parieren konnte. Die Kollegin auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes ließ ebenso nichts zu. Erst zwei Minuten vor Abpfiff erlösten Merit Schweiger und Selina Lotz die Zuschauer von ihren „So-Lange-Torlos-Gesichtern“. Mit einer Tordifferenz von plus 30 Toren, also 42:12, endete die Packung für Mörlen, auch Dank zweier guter Torfrauen im Kasten der HSG Hungen/Lich.

HSG Hungen/Lich: Alesia Grieb (Tor 1.–30. Min.), Nadja Schmalhaus (Tor 31.–60. Min.); Marie Truckenmüller (1), Stefanie Will (7), Simona Laurito (5/1), Luana Schäfer (3), Laura Spieker (5), Julia Schug (1), Kim Laureen Macht, Nina Träger (2), Gretha Nau (4), Liska Steinruck (1), Selina Lotz (3) und Merit Schweiger (10/1).