Hallensperren: Die Stadthalle Hungen ist am 10.6., 23.6. und 29.6.2022 gesperrt.
Männer I: Letztes Spiel vor heimischer Kulisse und emotionsvolle Verabschiedungen

Männer I: Letztes Spiel vor heimischer Kulisse und emotionsvolle Verabschiedungen

Am Mittwochabend zur ungewöhnlich späten Stunde (20:30 Uhr) empfing die erste Männermannschaft in der Landesliga zum vorletzten Spiel der Saison die HSG Goldstein/Schwanheim. Bereits beim Warmlaufen deutete sich etwas Außergewöhnliches an: Die Hausherren trugen ein besonderes Warmlauf-Shirt, welches auf der Vorderseite den scheidenden Trainer Carsten Schäfer in einer „coolen“ Pose zeigte. Auf der Rückseite standen die Meisterschaften, die der Trainer mit der Mannschaft in all den vielen Jahren errang. Vor Spielbeginn wurde von den Mannen um Alexander Diehl noch ein riesiges Banner ausgebreitet, auf dem der Dank der Mannschaft an Carsten kundgetan wurde. Selbst aus der Entfernung konnte man dem Trainer die Rührung anmerken.

Zum Spiel: Das einzige Mal führten die Gastgeber mit 1:0 durch einen Treffer von Anton Hahn. Danach nahmen die Gäste das Heft in die Hand. Der absolute Favorit aus Goldstein/Schwanheim spielte flüssiger, zielstrebiger und hatte mit dem Mann zwischen den Pfosten den nötigen Rückhalt. Max Krieg im Kasten der „HuLis“ konnte auch einige Torwürfe der Gäste entschärfen. Da aber die Abwehr der Heimmannschaft oft etwas löchrig war, stand es bis zur 15. Minute bereits 5:10. Auszeit Hungen/Lich. Dies fruchtete ein wenig. Bis zur Halbzeit konnte Hungen/Lich den Torunterschied halten. Mit 11:16 wurden die Seiten gewechselt.

Wer von den zahlreich anwesenden Zuschauern gedacht hatte, das Blatt würde sich wenden, befand sich leider auf dem Holzweg. Erzielten die Hausherren einen Treffer, konnte der Gast antworten. Den Gästespieler mit der Nummer 5, Heiko Stade, bekamen die „Nochschützlinge“ von Henning See und Carsten Schäfer nicht in den Griff. Mit neun Treffern wurde er erfolgreichster Torschütze von Goldstein/Schwanheim. In Minute 55 stand es 24:29 (Max Böhm). Bis zu diesem Zeitpunkt sah das Zwischenergebnis auf der Anzeigentafel noch einigermaßen erträglich aus. Die Gäste legten in den letzten fünf Minuten noch ein wenig zu und erzielten vier Tore in Folge. Endergebnis der Begegnung: 24:33. Dies durfte wohl der Abstieg der ersten Männermannschaft der HSG Hungen/Lich aus der Landesliga bedeuten.

Zur vorangekündigten Verabschiedung von Carsten Schäfer, Henning See und einigen Spielern der HSG verließ kein Zuschauer die Halle. Selbst die Gästespieler verweilten weiterhin auf der „Platte“ und lauschten den Worten, die zunächst vom Hungener „heimlichen Star“ Roland Macht folgten. Dieser erwähnte noch einmal die Erfolge mit Carsten und Henning sowie die überaus gute Zusammenarbeit während der letzten Jahre. Danach übernahm Cataldo Parise als Teilpräsident der HSG Hungen/Lich das Wort. Dabei erhielten die beiden Ex-Trainer ein nachhaltiges Präsent in Form von verschiedenen Pflanzen, die sie an die HSG erinnern sollten und auch werden. Anschließend bedankte sich Carsten bei der Handballspielgemeinschaft und bei den Fans für die sehr gute Zusammenarbeit und die andauernde Unterstützung. Zum Schluss der rührenden Veranstaltung wurden vom Langzeitverletzten Luca Macht die Mitspieler, die den Verein verlassen, wie u.a. Alex Diehl, Marc „Euro“ Stania, Alex Böhm ebenfalls mit einem kleinen Erinnerungs-Geschenk verabschiedet. Auch dankte er dem Nachwuchstalent Leon Becker für seine fotografischen Beiträge.

Die Weichen für die neue Saison in der Bezirksoberliga werden noch oder sind gestellt, wie zum Beispiel mit einem ehrgeizigen neuen Trainer und weiteren Mitspielern. Und so, wie es im Moment ausschaut, werden wir Carsten Schäfer mit seiner neuen Mannschaft bald wiedersehen. Er wird mit weit geöffneten Armen in seinem alten Wohnzimmer empfangen. Das steht jetzt schon fest!

HSG Hungen/Lich: Im Tor Max Krieg (1.-45. Min), Sebastian Balkhaus (46.-60. Min.), Jan Anhäuser (4), Max Böhm (4), Marvin Schmied (1), Alex Diehl (1), Paul Dönicke (1), Michael Kümpel (2/2), Tobias Koppermann, Niklas Wenzel, Anton Hahn (4), Johannes Kress (7) und Patrick Eckhoff.

Männer I klebt das Pech an den Händen

Am frühen Samstagabend empfing die erste Männermannschaft den Tabellennachbarn aus der Landesliga-Abstiegs-Runde den TV Idstein. Voll motiviert gingen beiden Mannschaften ans Werk. Gleich zu Beginn zeigten die Gäste die flüssigere, die bessere Spielweise in der Offensive. Beide Mannschaften schenkten sich bei der Abwehrarbeit nichts und so ging es ordentlich zur Sache. Die bereits angesprochenen Vorteile der Gäste im Angriff führten dazu, dass sie einen kleinen Vorsprung immer mehr ausbauen konnten und schließlich zur Pause mit 11:16 führten. Sehr gute Leistungen zeigten die Torleute auf beiden Seiten.

Die Halbzeitpredigt von Trainer Carsten Schäfer, der wie immer von Henning See und dem Langzeitverletzten Luca Macht unterstützt wurde, fruchtete zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ein wenig. Die Gäste aus Idstein konnten ihren Fünf-Tore-Vorsprung nur einmal auf sechs Tore ausbauen. Mitte der zweiten Halbzeit wurde auf Gastgeberseite der unglücklich agierende Sebastian Balkhaus durch Max Krieg im „Gehäuse“ ersetzt. Hungen/Lich kämpfte sich heran, ließ sich auch nicht durch die rote Karte der leider überlasteten Unparteiischen gegen Niklas Wenzel aus der Ruhe bringen. Mit dem erfolgreich eingenetzten 7-Meter von Michael Kümpel (21:26) in der 52. Minute begann die von den einheimischen Zuschauern unerwartete Aufholjagd. Den Ausgleich (28:28) erzielte in Minute 58:39 wieder Michael Kümpel durch einen Strafwurf. Die Gäste gingen 25 Sekunden später wieder in Führung. Spannung ohne Ende. Carsten Schäfer nahm die letzte Auszeit der Hausherren, um die Strategie zum erhofften Ausgleich festzulegen. Doch der Plan ging leider nicht auf und Idstein konnte glücklicherweise die zwei so wichtigen Punkte aus der Sporthalle der Gesamtschule Hungen entführen. Kommentar eines Zuschauers: „Wenn du schon kein Glück hast, kommt Pech auch noch dazu!“

HSG Hungen/Lich: Sebastian Balkaus und Max Krieg im Tor; Maximilian Böhm, Jan Anhäuser (2), Marvin Schmied (2), Niko Martschenke, Alexander Diehl (2), Paul Dönicke (4), Michael Kümpel (3/3), Marc Stania (3), Niklas Wenzel (2), Anton Hahn (5), Johannes Kress (5) und Patrick Eckhoff.

Die „zwote“ Damenmannschaft nimmt weitere Hürde

Auch die zweiten Frauenmannschaft musste am letzten Mittwochabend beim Nachholspiel in der Bezirksliga A gegen die FSG Kirchhain/Neustadt auf einige Stammkräfte krankheitsbedingt oder aus beruflichen Gründen verzichten. Dafür durften regelkonform zwei junge Damen aus der ersten Mannschaft aushelfen. Zwei Ziele hatten sich die Schützlinge von Marcus Jung vorgenommen: 1. Die herbe Hinspielniederlage vergessen zu lassen 2. Die Siegesserie fortzusetzen. Beides gelang, holprig, für die Zuschauer spannend gestaltet, jedoch erfolgreich.

So richtig absetzen, um dem Spiel einen Stempel aufzudrücken, konnten sich die Hausherrinnen nicht. Dafür unterliefen ihnen zu viele Abspiel- und Fangfehler. Die FSG war aber auch nicht fehlerfrei. Nach zehn Minuten führten die „HuLi’s“ mit 6:4 (Anabel Nitzsche). Ein Fehlschuss auf der einen Seite, wurde mit einem technischen Fehler auf der anderen Seite beantwortet. Nach 20 Minuten konnten die Gäste das erste Mal ausgleichen (9:9). Keine der beiden Mannschaften gelang es, sich bis zum Pausentee hervorzutun. Sie neutralisierten sich, sodass nach 30 Minuten die Seiten bei einem Spielstand von 12:12 gewechselt wurden.

Typisch für diese Begegnung der weitere Verlauf während der zweiten Halbzeit: Kaum hatte sich Hungen/Lich einen kleinen Vorsprung mit zwei oder drei Toren erarbeitet, antwortete Kichhain/Neustadt, holte auf, und konnte sogar in der 48. Minute mit 18:19 das einzige und letzte Mal in Führung gehen. Ohne Nervosität überstanden Steffi Will und Co. diese kleine Schwächephase. Ein 4:0-Lauf und gute Torfrau-Reaktionen lautete die Antwort (22:19, 54. Min.). Diese Phase war für den letztendlichen Sieg ausschlaggebend. Hungen/Lich ließ sich die Wurst nicht mehr vom Brot nehmen und siegte eigentlich sicher mit 23:21.

Mit diesem Sieg kletterte die zweite Frauenmannschaft auf den zweiten Rang der aktuellen Rangliste in der Bezirksliga A. Zwei Spiele stehen jetzt noch aus. Am Mittwoch, dem 4. Mai 2022, muss die sympathische Truppe beim 7., der HSG Marburg/Cappel II, antreten, was kein Zuckerschlecken sein wird. Das absolute Spitzenspiel findet dann am 20. Mai 2022 in Ehringshausen gegen die HSG Dilltal statt, die im Moment mit einem Minuspunkt und einem Spiel weniger auf Rang drei lauern. 

HSG Hungen/Lich: Lisa Geller, Rika Schneider (Tor); Anabel Nitzsche (3), Steffi Will (3), Lisa Fuhr (2), Laura Tauchmann, Laura Spieker (4), Lea Momberger, Julia Geller, Julia Schweiger (1), Carmelina Mulch (6), Nina Träger, Samantha Winterkorn (1), Nina Marek (3/3), Shana Appel (Betreuerin) und Marcus Jung (Trainer).

Männer I: Ohne mehrere Stammkräfte unglücklich verloren

„50 Minuten haben die Jungs mit ihre beste Saisonleistung abgeliefert – und das trotz fehlen des halben Stammrückraums. Schließlich war der Tabellenführer der Abstiegsrunde SG Kastel zu Gast“, so die Meinung eines Fachmanns aus den Reihen der HSG Hungen/Lich.

Zunächst ließen beide Abwehrreihen zusammen mit den Torleuten keinen zählbaren Erfolg zu. Erst in der dritten Minute erzielte Paul Dönicke das 1:0 für die Hausherren. Kastel konnte antworten, leistete sich aber in den nächsten Minuten einige Unkonzentriertheiten. So konnten die Schützlinge von Carsten Schäfer, Henning See und dem langzeitverletzten Luca Macht bis zur 17. Minute das Zwischenergebnis auf 7:3 hochschrauben. Dank einer ausgezeichneten Torhüterleistung von Sebastian Balkhaus und einigen Treffern von Niklas Wenzel während der ersten Halbzeit wurde der Vorsprung zum Seitenwechsel bei 11:9 gehalten.

In der zweiten Halbzeit konnte Hungen/Lich trotz weiterem konzentrierten Spiel den Vorsprung nicht weiter ausbauen. Die Stationen lauteten 16:13 in der 40. Minute, sogar 21:17 in der 48. Minute und schließlich noch 22:20 zwei Minuten später. Max Krieg oder Sebastian Balkhaus im Kasten der HSG agierten unglücklich, während der „Goalkeeper“ im Gästegehäuse sein ganzes Können zeigte. Einige hundertprozentige Würfe, die in der ersten Halbzeit noch das Tor gefunden hätten, entschärfte der Tormann der SG Kastel. Die letzten vier Minuten der Partie reichte den Gästen, um aus einem 24:24 ein 24:26 zu erzielen.

Die Mannen um Paul Dönicke brauchen aber vor den nächsten Quali-Gegnern keinen Respekt zu haben. Wenn sie diesen Willen zum Sieg, diese Kampfkraft, gerade in der Deckung, denn 26 Tore sind nicht viel, wiederholen können, ist mehr drin, als gegen den Tabellenprimus zu verlieren.

HSG Hungen/Lich: Sebastian Balkhaus und Max Krieg (Tor); Max Böhm (4), Marvin Schmied, Niko Martschenke (3), Alexander Diehl, Paul Dönicke (5), Michael Kümpel (4/3), Max Bär (n.e.), Marc Stania (2), Niklas Wenzel (5), Anton Hahn (1) und Patrick Eckhoff (n.e.).

Osterferien – Der Spielbetrieb ruht – eine kleine Zwischenbilanz

Teil 3 – die männlichen Jugenden A bis E sowie die weibliche Jugenden D und E

Männliche Jugend A – Bezirksoberliga, Gruppe 2: Unterstützt von den großgewachsenen B-Jugendlichen konnte sich die A-Jugend, trainiert von Tim Gorr und Maik Schönwetter, uneinholbar auf den Meisterschaftssessel dieser Gruppe breit machen, obwohl noch ein Spiel aussteht. Blitzsaubere Spiele aber auch grottenschlechte Begegnungen bleiben dem Autor in Erinnerung, wobei die Schlechten zum Glück weniger zu beobachten waren. Einige Spieler der A-Jugend empfehlen sich für höhere Aufgaben bei der ersten Herrenmannschaft. Die Nachrücker sind auch schon vor Ort. Es wird interessant, denn …

Männliche Jugend B – Landesliga, Gruppe 2: … in dieser Mannschaft entwickelten sich viele Spieler zu fast ausgewachsenen Handballgrößen. Ihr gemeinschaftliches Können zeigt sich in der Abschlusstabelle dieser kurzen und verseuchten Saison wieder. Dritter Rang mit 6:4 Punkten, wobei die davor liegenden Mannschaften nur 8:2 Punkte nachweisen konnten. Auch die B-Jugend wurde durch Spitzenkräfte aus der C-Jugend verstärkt, die auch bereits ihr „Handwerk“ hervorragend beherrschen. Spielwitz, Technik und Können zeichnen diese Mannschaft aus. Die nächste Saison kann kommen.

Männliche Jugend C – Bezirksliga A, Gruppe 2: Die von Tom Beck(ham), wie er liebevoll genannt wird, trainiert wird, ist eine Rasselbande ohne Gleichen. Vom Tormann (der eigentlich noch D-Jugend spielt) bis zum letzten Feldspieler darf man immer wieder Überraschendes auf der „Platte“ erwarten. Nicht umsonst sind die jungen Herren Meister in ihrer Gruppe geworden. Und dies mit Hilfe einiger D-Jugendlichen, da auch hier das eigentliche Personal ein wenig knapp in Zahlen ist. Zwei der Etablierten nehmen sogar eine Doppelspielbelastung in einem Oberligaverein auf sich. Die beiden können das, denn sie sind, wie viele in diesem tollen Verein, „handballverrückt“!

Männliche Jugend D, E, weibliche Jugend D, E: In der höchsten Liga ihrer Altersklasse, der Bezirksoberliga, landete die männliche D auf dem 5. und damit letzten Platz der Tabelle. Ein Spiel wurde sogar gewonnen. Leider kann ich nicht mehr dazu berichten, da ich aus zeitlichen Gründen die jungen Spielerinnen und Spieler unserer HSG nicht beobachten kann.

Noch schwerer hatte es die männliche E. 1:17 Punkte und damit Tabellenschlusslicht. Aber auch hier habe ich mir sagen lassen, sind die Jungs mit Begeisterung am Spiel, obwohl … nun … auch Verlieren können muss gelernt sein. Und dies stärkt den Charakter eines jeden Handballers.

In einem Bericht laß ich bei der weiblichen D: „Große Freude trotz knapper Niederlage“. Leider behielten die Niederlagen die Oberhand, aber auch zwei gewonnen Spiele wurden verbucht. Rang 4 von 5 stand am Ende der Saison in der Tabelle der Bezirksoberliga. Das muss man schon als Erfolg werten – in der Bezirksoberliga! Mädels, kämpft weiter! Die Straße des Erfolgs wird breiter werden … bestimmt!

In der Bezirksliga B, Gruppe 1, spielte die weibliche E um die so begehrten Punkte. Immerhin konnte die junge Truppe fünf von 12 Spielen gewinnen und  den 5. Rang von sieben in der Tabelle erreichen. Aller Anfang ist schwer, aber dieser Anfang ist mit den ersten Erfolgserlebnissen bereits geebnet. Die Mädchen werden ihren Weg machen, wenn sie bei der sportlichen Freizeitbeschäftigung „Handball“ bleiben. Ich hoffe es so sehr.

Das war die kleine Zwischenbilanz! Freuen wir uns auf die noch zu erwartenden Begegnungen bei beiden Frauenmannschaften, den Männern und (!) einigen Jugendmannschaften. Zu den Heimspielen sitze ich wieder hinter dem Mikrofon und am Mischpult. Wir hören uns – und denkt daran: Fair geht vor!