Daumen hoch für die HSG am letzten Wochenende

Das überaus erfolgreiche Wochenende der Handballspielgemeinschaft eröffnete am Freitag die männliche Jugend E 1 mit dem einzigen Heimspiel in der Sporthalle der Gesamtschule Hungen. Gegen die im Mittelfeld der Bezirksliga-A-Tabelle angesiedelte HSG Gedern/Nidda wurde der erste doppelte Punktgewinn eingefahren und somit die „rote Laterne“ abgegeben.

Bereits um 10:30 Uhr am Samstagmorgen musste die männliche Jugend C in Friedberg um die Punkte kämpfen. Die Truppe von Kolja Greß und Knut Stieger scheiterten wieder einmal nur knapp am Gegner. Mit 28:25 gewann die TG Friedberg. Mit zwei gewonnenen Spielen, einem Unentschieden und neun Niederlagen zeigt der achte Rang nur eine Tordifferenz von -14 Toren an. Und das in der Bezirksoberliga. Dies muss einmal erwähnt werden.

In Grebenstein, Anpfiff 13:00 Uhr, peilte die männliche Jugend B in der Oberliga, Gruppe 1, ihren ersten doppelten Punktgewinn an. Mit nur sieben Spielern, aber endlich wieder mit Luca Schmidt zwischen den Pfosten, gelang dies auch. Mit 28:30 eroberten die Jungs um den Top-Torschützen Leon Becker beide Punkte und verwiesen die HSG Hofgeismar/Grebenstein auf den letzten Tabellenplatz.

Auch die männliche Jugend D 2 musste auswärts antreten. In Rockenberg wurde die Mannschaft von der HSG Wettertal II empfangen. Mit 11:21 (4:12) hatten die Gastgeber keine Chance. Somit festigte die HSG Hungen/Lich vorerst den ersten Tabellenrang.

Bis nach Kirchhain reiste die männliche A-Jugend, um etwas später die nächsten zwei Punkte mit nach Hause zu bringen. Bei einem für diese Bezirksoberliga-Jugend üblichen „Angriff-ist-die-beste-Verteidigung“-Spiel lautete das Ergebnis: HSG Kirchhain/Neustadt gegen HSG Hungen/Lich – 39:42.

Die weibliche Jugend E (Bezirksliga B – Guppe 1) tat sich in der Weidig-Halle Oberkleen gegen die HSG Kleenheim/Langgöns sehr schwer. Beide Punkte blieben bei den Gastgebern.

Über den Auswärtssieg (16:24) der zweiten Damenmannschaft (Bezirksliga A) in Langgöns gegen die ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen II wurde bereits berichtet.

In der Bezirksoberliga verteidigte die zweite Mannschaft der weiblichen A-Jugend ihren Platz an der Sonne. Austragungsort war die Sporthalle der Brüder-Grimm-Schule in Klein-Linden. Dort gewannen die jungen Damen gegen die HSG Linden deutlich mit 19:31. Herausragende Akteurin war Celine Thiel mit 11/3 „Buden“.

Ebenfalls in Langgöns (siehe 2. Damen) verlor die zweite Männermannschaft (Bezirksliga C – Gruppe 2) gegen die ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen II. Die Mannen um David Rudek unterlagen mit 26:17. Somit verweilt diese Mannschaft weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Einen dürftigen Auftritt legte die erste Männermannschaft in der Weidig-Halle Oberkleen hin. Gegen den Bezirksoberliga-Kontrahenten HSG Kleenheim/Langgöns II gerieten die Schützlinge von Thomas Wallendorf komplett unter die Räder. Endergebnis einer enttäuschenden Partie: 28:20 gegen den Tabellenachten.

Es folgt nun die geballte Frauenpower am Samstag in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle in Lich:

Zunächst besiegte die weibliche Jugend C (9. in der Bezirksoberliga) die TG Friedberg. Völlig zurecht behielten die Mädels gegen den Tabellenachten mit 34:30 die Oberhand. Garant für den Sieg war die junge Frau zwischen den Pfosten. Anna Hoffmann entschärfte viele Torwürfe der Gäste. Somit tauschten die Mannschaften die Plätze.

Weibliche Jugend B, Oberliga, Gruppe 1: Die HSG Hungen/Lich empfing die SG Bruchköbel. Die Heimmannschaft wurde ihrer Favoritenrolle vollkommen gerecht und siegte deutlich mit 39:21. Nach zehn von 14 Spieltagen führt die HSG Hungen/Lich mit weißer Weste die Tabelle an (20:0 Punkte).

Ebenfalls auf Platz eins steht die weibliche Jugend A, die gleichfalls in Hessens höchster Spielklasse (Oberliga) tätig ist. Dieser Spitzenrang wurde in einer torreichen Partie verteidigt. Die TSG Oberursel erwies sich als starker Gegner, den es zu bezwingen galt. Endergebnis nach 60 Minuten Spielzeit: 37:30.

Deutlich, jedoch mit Abschlussschwäche, siegte im letzten Heimspiel des Tages die Landesligafrauenmannschaft der HSG Hungen/Lich gegen die Eintracht aus Frankfurt. Nach einem 16:12 zur Halbzeit hieß es am Ende 31:23. Das Visier beim Torwurf müsste eventuell neu justiert werden. Trotzdem verdient und deutlich gewonnen.

Zwei Heimspiele standen am Sonntag in der nach wie vor unterkühlten Licher Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule auf dem Programm: Zunächst verteidigte die weibliche Jugend D ihren ersten Tabellenplatz gegen die JSG Florstadt/Gettenau. Mit 19:15 wurde der Tabellensiebte bezwungen. Beste Torschützin war mit sechs Treffern Hannah Freitag, vor Leni Rosenkranz (5) und Charlotte Baumbach (3).

Weibliche Jugend B, Bezirksoberliga. Im Spitzenspiel dieser Spielklasse traf anschließend der Tabellenvierte (16:8 Punkte) HSG Hungen/Lich II auf den Tabellenführer (18:2) HSG Dilltal. Während des Spiels schenkte keine Mannschaft der anderen einen größeren Torvorsprung. Das Glück des Tüchtigen ruhte schließlich bei den Gastgeberinnen. 28:27 stand zum Abpfiff auf der Anzeigentafel.

Frauen II: Mit Ersatzcoach zum Auswärtssieg

Ohne den etatmäßigen Trainer Marcus Jung, aber mit dem erfahrenen Fachmann in Sachen Handball und Motivation Michael Kümpel als Coach trat die zweite Damenmannschaft den Weg in die Karl-Zeiss-Halle nach Langgöns an. Dort erwartete sie die zweite Mannschaft der ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen. Wieder musste die HSG ohne einige Stammkräfte, u.a. Mareike Schmied, auskommen. Dafür war aber die A-Jugendliche Celine Thiel und die wieder genesene Steffi Will an Bord. 

Das Tabellenschlusslicht der Bezirksliga A erwies sich zunächst als gleichwertiger Gegner. Bis zur achten Minute führten die Gastgeberinnen mit 5:3. Dann kam der erste große Auftritt von Celine Thiel. Mit einem lupenreinen Hattrick brachte sie die HSG auf die Siegerstraße. Die ESG konnte noch einmal ausgleichen, doch dann begann endgültig der Siegeszug der „HuLi’s“. Zur Halbzeitbesprechung stand es 7:12.

Nach Wiederanpfiff bauten die Bier- und Schäferstädterinnen ihren Vorsprung immer weiter aus, auch Dank einer sehr gut agierenden Julia Schweiger. Am Ende wurde die HSG Hungen/Lich mit zwei Punkten und einem Sieg in Höhe von 16:24 belohnt. Endlich wieder ein doppelter Punktgewinn nach den letzten – teilweise unnötigen – Niederlagen. Mit 12:10 Punkten befindet sich die HSG momentan auf Rang 6 der Tabelle. 

HSG Hungen/Lich: Nadja Schmalhaus, Lisa Geller; Nina Träger, Laura Tauchmann, Shana Appel (1), Helen Toews (1/1), Stefanie Will (2), Katharina Find (2), Laura Spieker (5), Julia Schweiger (5/1) und Celine Thiel (8/2).

Männer I: Mit Maximilian Krieg zum sicheren Sieg

„Was sich reimt ist gut“, krächzte einst Pumuckl durch die Fernseher Deutschlands. So war es auch. Beim letzten Spiel am Sonntagnachmittag in der DBS glänzte der Torhüter der ersten Männermannschaft gegen den Tabellenletzten ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen durch viele entschärfte Torwürfe der Gäste. Da aber seine Kameraden im Angriff auch nicht so recht den Ball im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten, blieb es bis zur 26. Minute (10:9) recht spannend. Luca Macht und Max Wolf schraubten dann zur Halbzeit den Zwischenstand auf 12:9 hoch.

Wer aber glaubte, die zwei Punkte in dieser ersten Bezirksoberligapartie des Jahres 2023 lägen in trockenen Tüchern, befand sich aber auf dem berühmten Holzweg. Die Gäste von der „Erwachsenen-Spiel-Gemeinschaft“ gaben noch nicht auf. Nach Minute 39 der regulären Spielzeit stand es auf einmal 16:15. Jetzt begannen die alles entscheidenden fünf Minuten. Die Schützlinge von Thomas Wallendorf und Michael Kümpel schalteten den Turbo ein und zogen auf 21:15 davon. Die Vorentscheidung. Vollnkirchen/Dornholzhausen kam noch einmal auf 22:19 heran, doch Luca Macht und Kollegen antworteten prompt auf irgendwelche Annäherungsversuche. So endete dieses Spiel 28:22 für die HSG Hungen/Lich.

Was aber in Erinnerung bleibt, ist die Tatsache, dass einige dicke Torchancen vergeben wurden. Hauptsache ist aber, dass nach der Pech- und Pannenserie zum Schluss der Hinrunde wieder zwei Zähler verbucht werden konnten. Trainer Thomas Wallendorf wird mit dieser jungen Mannschaft weiterhin versuchen, die Fehlerchen zu minimieren.

HSG Hungen/Lich: Maximilian Krieg, Sebastian Balkhaus; Tobias Koppermann, Michel Schäfer, Jan Anhäuser, Ben Steffan, Marvin Schmied (2), Johannes Kreß (2), Jannis Pitz (2), Niklas Wenzel (3), Paul Dönicke (4), Max Wolf (4), Luca Macht (5/2) und Anton Hahn (6/2).

Frauen II: Rückrunde begann mit einer herben Niederlage

Am Sonntag, dem 15. Januar 2023, begann auch für die zweite Frauenmannschaft die Rückrunde. Den Start in diese stellten sich Marcus Jung, Trainer und Verantwortlicher, und seine Schützlinge etwas anders vor. Ohne einige Stammkräfte aber mit Verstärkung aus der weiblichen A-Jugend begrüßten die Damen die Mannschaft der HSG Linden. Im Hinspiel gab es noch eine Punkteteilung. Das Rückspiel gestaltete sich aber ganz anders. Zunächst konnte Hungen/Lich den stark auftretenden Lindenerinnen zeigen, wer die Hausherrinnen sind (6:5, 20. Minute). Nach einer Auszeit des Gastcoaches verloren Julia Schweiger und Kolleginnen den Spielfaden und gerieten ins Hintertreffen. Was zur Halbzeit noch aufholbar schien (7:11), wurde von Linden während der zweiten 30 Minuten immer weiter ausgebaut. Die stabile Deckung der HSG Hungen/Lich, die der Zuschauer noch aus der Vorrunde gewöhnt war, schmolz dahin wie ein Päckchen Butter in der Sonne. Die Angriffsaktionen wurden zu oft von der Lindener Torhüterin entschärft. So setzten die Gäste einen Treffer auf den anderen und gewannen die Partie deutlich mit 16:27. 

Jetzt gilt es den Mund abwischen, die Fehler dieses Spiels analysieren, dementsprechend zum nächsten Spiel auszulöschen. Es kann eigentlich nur besser werden.

HSG Hungen/Lich: Nadja Schmalhaus, Irina Zecher; Shana Appel, Livia Gleim, Laura Tauchmann, Katharina Find, Nina Träger (1), Laura Spieker (1), Julia Schweiger (1), Mareike Schmied (3/1), Celine Thiel (3/3) und Leonie Henrich (7).

Alle Achtung, Chapeau, vor dieser HSG Hungen/Lich

Mit dieser Überschrift geht es mir nicht nur um die vielen Mannschaften, die seit dem 11. September 2022 (ein Datum mit Erinnerungsfaktor) fast wöchentlich in den verschiedensten Leistungsklassen und -ligen ihr Bestes gaben. Auch – aber: Ich ziehe meinen Hut vor den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die sich um den reibungslosen Ablauf rund um die vielen Heimspiele kümmern. Es gibt so viele Handballbegeisterte in diesem Verein, die sich um die Organisation, Verpflegung, Logistik, Technik, Finanzen, Information und vieles andere befassen, die nie im Rampenlicht stehen, aber auch einmal in aller Deutlichkeit erwähnt werden müssen. Diese vielen Arbeiten rund um den Handball in Lich oder Hungen sieht kein Zuschauer oder Besucher der einzelnen Spiele. Sie/Er ist aber enttäuscht, wenn es z.B. kein belegtes Brötchen für den kleinen Hunger oder ein Getränk zur Verfügung steht. Dies ist nur ein Beispiel. Kümmert sich keiner um die Technik, bleibt die Anzeigentafel blass, der Liveticker leer und die Homepage ohne Infos. Ohne Werbetafeln keine „Knete“ in den Kassen, denn nur mit den Beiträgen der Mitglieder aus den Stammvereinen oder den Eintrittsgeldern kann sich so eine Spielgemeinschaft nicht finanzieren. Wer handelt mit den Firmen die Werbeverträge aus? Der Ehrenamtliche im Vorstand der HSG. Es gibt noch viele Beispiele, die zum Wohle des Vereins dienen. Die große Reihe der einzelnen größeren oder kleineren Tätigkeiten kann ich nicht aufzählen, da ich sie nicht alle kenne. Aber glaubt mir, es sind Einige bis Viele.

Im Namen aller Freunde und Fans der HSG Hungen/Lich bedanke ich mich bei den vielen Helferinnen und Helfern als auch bei den Vorständen für die geleistete Arbeit der letzten zehn Jubiläums-Jahre sowie der Vorrunde zur Saison 2022/2023.

Andreas Kümpel, Hallensprecher

Apropos Hallensprecher: Udo Jürgens sang einmal: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“. Nun, ich werde nächstes Jahr 65 Jahre alt. Es fällt mir immer schwerer, stundenlang in den Hallen zu sitzen/stehen, stundenlang voll konzentriert auf das jeweilige Spielgeschehen zu achten, stundenlang zu kommentieren. Meine Rekord war an einem Sonntag zehn Stunden Sporthallenpräsenz. Obwohl ich ein altes Hobby von mir neu entdeckt habe, ein sogenannter „Zeitfresser“, die Modelleisenbahn, werde ich noch einmal ein Jahr an den „Kanzelprediger“ hängen. Ich hoffe, dies ist Euch genehm. Ab und zu werde ich auch fehlen, da man(n) auch einmal am Wochenende eine „ruhige Kugel“ schieben darf. Und dies mit Erfolg. Auf die Suche nach einem Nachfolger sollten wir uns aber schon machen.