Hallensperren: Die Stadthalle Hungen ist vom 26.–29.8. und am Mo. 5.9., Di. 20.9., Fr. 23.9. sowie am Mo. 26.9.2022 gesperrt. Die DBS ist vom 21.7. bis 11.8.2022 gesperrt. Die GesaHu (groß und klein) ist vom 25.7. bis 11.8.2022 gesperrt.

Osterferien – Der Spielbetrieb ruht – eine kleine Zwischenbilanz

Teil 1 – die aktiven Mannschaften

Dass die Saison für die Männer in der Landesliga kein Zuckerschlecken werden würde, war nach der Corona bedingten vorgezogenen Meisterschaft in der Bezirksoberliga jedem Kenner der Materie eigentlich klar. Aber die Trainer Carsten Schäfer und Hennig See haben das Abenteuer zusammen mit den Jungs angenommen und es den Umständen entsprechend gut gemeistert. Jetzt geht es in die Abstiegsrunde. Und da, so ist wenigstens meine Meinung, alles möglich. Wie oft hat David dem Goliath in den Allerwertesten getreten.

Die erste Damenmannschaft hingegen muss nicht nach unten schauen, sondern erhobenen Hauptes nach oben. Verlustpunktfrei hat die junge Truppe um das Trainerteam Brian Whisnant und Tim Straßheim die Gruppenphase bravourös gemeistert. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Mannschaften aus der anderen Bezirksoberliga-Gruppe nicht auch in die Schranken verwiesen werden könnten. Doch wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Keine gegnerische Mannschaft darf unterschätzt werden!

Das Sorgenkind im aktiven Bereich heißt Männer II. Der Wille ist da, ein Trainer scheinbar nicht mehr, da die Verantwortung bei jedem Punktspiel von einem anderen getragen wird. Das kann nicht gut gehen. Das Ziel, die C-Klasse als Unterbau für die erste Männermannschaft nach oben zu verlassen, kann ersatzlos gestrichen werden. Die Mannschaft kann mehr, kann besseren, kann erfolgreicheren Handball spielen. Es fehlt ganz allein jemand, der den erfahrenen Herren mit den Nachwuchskräften gehörig … und das hatten wir schon einmal … in den Allerwertesten tritt. Neuer Angriff kann deshalb nur die neue Saison 2022/2023 sein.

Vom Kellerkind zum plötzlichen Mitfavoriten für die Meisterschaft in der Bezirksliga A der Frauen: Unsere zweiten Damenmannschaft. Marcus Jung und seine Damen müssen allerdings auf die Mithilfe gewisser Mannschaften hoffen, wenn die Sektkorken nach dem letzten Spieltag durch die Luft zischen sollen. Dabei dürfen die selbst zu erzielenden Punkte bei den restlichen Spielen der Rückrunde nicht abgegeben werden. Machbar! Ist aber kein Muss. Die „zwote“ Damenmannschaft hat bisher überzeugt und mit spannenden sowie überragenden Spielen die Zuschauer begeistert. Weiter so!

Männer II ohne Glanz aber mit zwei Punkten gegen Tabellenletzten

Mit 25:24 bezwang die zweite Männermannschaft, die nach wie vor mit einigen personellen Ausfällen zu kämpfen hat, den Tabellenletzten von der SG Rechtenbach.

Die Gäste gingen zwar zu Beginn der Begegnung in Führung, doch die Mannen um David Rudek konnten immer wieder antworten. Die Chancenauswertung lies aber zu wünschen übrig. Zum ersten Mal gingen die Hausherren in Minute 18 mit 6:5 (Paddy Eckhoff) in Führung. Jetzt schien es, als ob Hungen/Lich das Zepter in die Hand genommen hätte. Immerhin konnten Michael Kümpel und Co. den Vorsprung auf 13:9 (28. Min.) ausbauen. Neun Sekunden vor Pausenpfiff erzielte Rechtenbach noch das 13:10.

Wer gedacht hatte, dass die Männer, die diesmal von dem Langzeitverletzten Marvin Müller betreut wurden, endgültig das Kommando über dieses Punktspiel übernehmen würden, musste sich eines besseren belehren lassen. Immerhin stand es in Minute 49 21:17 (Maximilian Bär). Rechtenbach kämpfte sich wieder heran. Ab dem 25:22 in Minute 58 (Mike Schad) hätten die Gastgeber eigentlich „Beton in der Deckung anrühren müssen“, aber der Schlendrian mit dem Gedanken an den sicheren Sieg, ließ Rechtenbach noch einmal gefährlich heran kommen. Beim Abpfiff waren nicht nur die Zuschauer froh, dass diese, nicht immer interessante, Partie zu Ende war. Die zweite Männermannschaft kann einen viel besseren Handball spielen. Manchmal müssen auch knappe oder die sogenannten „schmutzigen“ Siege ausreichen.

Momentaner Tabellenstand, Bezirksliga C, Gruppe 2: 4. mit 11:11 Punkten.

HSG Hungen/Lich: Kai Roth (Tor 1.-30. Min.), Dominik Platzdasch (Tor 31.-60. Min.), David Rudek (1), Max Mitzkat (1), Marcel Hensel, Andre Ihring (1), Mike Schad (2), Maximilian Bär (10), Lukas Block, Peter Leipold (2), Michael Kümpel (3/1) und Patrick Eckhoff (5).

Männer II: Torhüterduell … und mit einer Einwechselung kam die Wende

Das letzte Heimspiel am Samstag in der Stadthalle Hungen bestritt die zweite Männermannschaft gegen die erfahrenen und abgezockten Herren vom TSV Griedel (3. Mannschaft). 

Die HSG ging zwar mit 1:0 in Führung (2. Maximilian Bär), doch das war es auch schon für sage und schreibe zwölf Minuten. Zum 2:4 netzte wieder Maximilian Bär ein. Zuvor und auch später zeigten beide Torhüter, Kai Roth auf Hausherrenseite, als auch der „Keeper“ aus Griedel, ganz hervorragende Leistungen. Besonders der gegnerische Mann zwischen den Pfosten konnte einige Würfe der „HuLi’s“ entschärfen. Erst als zur 16. Minute (Spielstand 2:8) der Langzeitverletzte und wieder genesene Michael Kümpel die Platte betrat, kam langsam der Spielwitz und der Siegeswille der Heimmannschaft zurück. Mit kleinen Schritten konnte der schlechte Zwischenstand verbessert werden. Erst in der 24. Minute erzielten diesmal die Gäste ein weiteres Tor (8:9). Die restlichen Minuten bis zur Halbzeit gehörte dann wieder dem TSV Griedel III. Halbzeitergebnis 9:12.

Wer gedacht hatte, die zweite Halbzeit würde wohl der Ersten gleichen, stand aber total auf dem falschen Bein. Die Mannen von Coach Matthias Platzdasch konnten den Hüter des gegnerischen Kastens öfters überwinden. Die „alten“ Haudegen setzten ihre „jungen“ Mitstreiter immer wieder zu erfolgreichen Gegenstößen ein (51. Min., 18:17, Benjamin Gorr). Die erste Führung des bisherigen Spiels wurde notiert und nicht mehr abgegeben. Andre Ihring, Benjamin Gorr und nicht zuletzt Michael Kümpel führten mit Hilfe ihrer Mannschaftskameraden die „Zwote“ zum knappen Sieg (23:21). „Player of the game“ wurde Torhüter Kai Roth. Mit vielen tollen Paraden war er der absolute Rückhalt der Zweiten an diesem Abend.

HSG Hungen/Lich: Kai Roth (Tor), Leo Eichenauer (Tor, n.e.); Michael Kümpel (4/2), David „Roggisch“ Rudik (2), Benjamin Gorr (3), Maximilian Mitzkat, Marcel Hensel (2), Andre Ihring (6), Simon Linhart, Maximilian Reinwald, Mike-Andre Schad, Maximilian Bär (5) und Patrick „Paddy“ Eckhoff (1).

Top Team, aber zu wenig Motivation

Bereits im April und Mai startete die Zwote mit Online-Training und einer eigenen Challenge in die Saisonvorbereitung. Einige Spieler waren schnell fit und ließen auch im Training mit dem Ball erhoffen, dass dieses Jahr der nächste Schritt für das Team möglich ist. Doch schon im Juni/Juli lag die Trainingsbeteiligung unter 50 %. Einige Spieler zählen auch zu den ungezählten Corona-Opfern, nicht erkrankt, aber für die Öffentlichkeit nicht mehr zu haben.

August und September liefen dann etwas zäh und machten deutlich, dass die Frühform aus dem Mai verflogen ist. Mit Michael Kümpel und Marvin Menges stoßen zwei Spieler aus der Bezirksoberliga-Aufstiegsmannschaft zu uns und verstärkten das Team. Der kurzfristige Abgang von Tobias Anhäuser schmerzt jedoch und reißt eine Lücke ins Team und insbesondere in unser Angriffsspiel. Die Youngster aus der männlichen Jugend A haben schnell fußgefasst und lassen viele Tore erhoffen, dabei haben Benjamin Gorr und Max Bär schon die ersten Tore im Landesligateam erzielt, auch Leo Eichenauer hat schon Erfahrungen im Training der ersten Mannschaft gesammelt, als Torwart braucht es aber gewohnheitsgemäß ein wenig länger. Aber sehr positiv ist hier die Verbindung zwischen Max Krieg und Leo zu erwähnen, der den Youngster gleich unter seine Fittiche genommen hat.

Die Brücke zwischen Jugend und der ersten Männermannschaft, das ist die wichtigste Funktion der Zwot und die haben wir begonnen aufzubauen. Der Abstand der Spielklassen ist aber ein wichtiger Baustein in diesem Zusammenspiel und es bleibt offen, ob es uns gelingt uns mit viel Kampf und Einsatz in die Saison zu arbeiten und dann Schritt für Schritt die Entwicklungen nachholen, die wir in der letzten Phase der Vorbereitung bisher verpasst haben.

Tendenz Mittelfeld – Ziel Top 3

Für die Saison 2020/2021 müssen andere Ziele gesetzt werden

Nachdem Matthias Platzdasch im Jahre 2019 die Regie bei der „Zwot“, Bezirksliga C, übernommen hatte, änderte sich so manches in der Spielweise der damaligen sogenannten Bezirksoberliga-Reserve. Die Abwehr stand sicherer, das Umschalten auf Angriff wurde schneller umgesetzt und die Offensive beendete die Truppe konzentrierter, nicht überhastet. Trotzdem konnten die Mannen um Paddy Eckhoff nicht das obere Drittel der Tabelle erreichen.

Für die neue Saison 2020/2021 müssen andere Ziele gesetzt werden, da es nun Landesliga-Reserve heißt.

Als neuer Co-Trainer steht dem Chef seit dem 1. Januar 2020 Thomas Tuschter zur Seite.

Matthias Platzdasch: „Wir wollen uns besser als Team finden. Priorität während der Trainingseinheiten nach Lockerung der Corona-Regelungen war und ist unser Angriffsspiel zu beschleunigen. In der Deckung müssen wir mehr im Kollektiv arbeiten. Unsere sehr guten Torhüter dürfen nicht mehr, wie es in der Vergangenheit oft war, allein im Kasten stehen!“
Der wichtigste Punkt für diese Mannschaft ist jedoch, Schritt für Schritt die männliche Jugend ins Team zu integrieren. Erste positiven Ergebnisse sieht man bereits im Training. Bis zu sieben Spieler der A- oder B-Jugend trainieren schon fleißig mit.

Sie haben sich gefunden, die „erfahrenen Haudegen“ und die „jungen Hüpfer“. Diese Mischung zwischen alt und jung kann einiges erreichen, wenn das mit der Disziplin auch funktioniert. Bei Feierlichkeiten rund um den Handball, die auch sehr wichtig sind, gibt es keine Probleme. Die Jungs verstehen sich.

Zugänge: Alex Schweizer (reaktiviert) und Tim Gorr (HSG Grünberg/Mücke)
Abgänge: Chris Weiser, Nils Krüger und Kai Österling (alle Handball-Pause)
Tor: Kai Roth, Dominik Platzdasch und Lars „Hexer von der Horloff“ Becker
Außen: Marcel Hensel, Tom Beck, Max Mitzkat, Lukas Block und Robert Findt
Kreis: Mike Schad, Alex Schweizer, Patrick „Paddy“ Eckhoff und David „Roggisch“ Rudek
Rückraum: Max Reinwald, Till-Bennet Engelage, André Ihring, Marvin Müller und Peter Leipold
Trainer: Matthias Platzdasch und Thomas Tuschter