von Andreas Kümpel | Feb. 28, 2025 | Aktuell, wJA I
Zum vorletzten Spiel der Saison begrüßte die weibliche Jugend A in Hessens höchster Spielklasse (Regionalliga) in der DBS den GSV Eintracht Baunatal. Bevor es jedoch um die zwei Punkte ging, wurde der scheidende Trainer Tobias Lambmann offiziell vom ersten Vorsitzenden der HSG Andreas Nau verabschiedet. Leider interessierten sich wieder recht wenig einheimische Zuschauer für diese Begegnung.
Schreck während der Aufwärmphase: Anna Czwak verletzte sich am rechten Knöchel. Sie konnte aber dank eines Verbandes, der von Betreuerin Vanessa Gensterblum professionell angelegt wurde und das Gelenk stützte, zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen.
Ohne die langzeitverletzten Merit Schweiger und Luana Schäfer, sowie ohne Sina Franz und Annika Reichart, aber mit Amelie Knoblauch, begann die HSG, mit Maren Neuheuser im Tor, recht forsch. Nach zwei Torerfolgen von links außen durch Josephine Chilla konnten die Gäste erst in der dritten Minute zum eigenen Erfolgserlebnis einnetzen. Nach dem 2:2 und 3:3 zog die HSG leicht davon. Gestützt durch eine gut reagierende Maren Neuheuser zwischen den Pfosten und einer Rike Bohn, die an diesem frühen Abend ihre Durchschlagskraft deutlich zeigte. Auch Jana Büschel nutzte jede Lücke in der Deckung von Baunatal. So stand es nach 30 Minuten bereits vorentscheidend 17:12.
Während der zweiten Halbzeit konnten sich die Spielerinnen von Baunatal noch so anstrengen, es gelang keine Wende des Spiels. Sie kamen zwar auf vier Tore Unterschied heran, doch Julie Baumbach und Co. hatten immer wieder die passende Antwort parat. Mit nur einer Auswechsel-Feldspielerin auf der Ersatzbank kamen die Gastgeberinnen gut zurecht. Der Zuschauer hatte nie das Gefühl, dass anhand der Personalnot die Kondition nachlassen würde. Jede Spielerin bekam zwischendurch ein paar Minuten Zeit, um sich zu erholen. Dies störte aber nicht den Spielfluss. In der 46. Minute führte die HSG sogar mit acht Toren Unterschied. Baunatal holte wieder etwas auf. Der Abstand blieb aber mindestens bei vier Toren. Zum Ende der Partie durfte sogar wieder Anna Czwak das Tor hüten. Am Ende trennten sich die Mannschaften mit einem verdienten 28:23 zu Gunsten der HSG Hungen/Lich.
HSG Hungen/Lich: Anna Czwak und Maren Neuheuser (Tor); Amelie Knoblauch, Fabienne Will, Marlen Wolf (2), Julie Baumbach (3), Rike Bohn (13/2), Jana Büschel (7) und Josephine Chilla (3).
von Andreas Kümpel | Feb. 25, 2025 | Aktuell, Frauen II
Am späten Sonntag-Nachmittag empfing der Tabellenletzte in der Bezirksliga der Frauen, die HSG Mörlen, den Tabellenzweiten HSG Hungen/Lich II. Weiterhin ohne Abwehrchefin und Top-Kreisläuferin Laura Spieker, sowie ohne Julia Schug als auch Marlen Wolf, aber mit Lina Richter. So wollten die Schützlinge vom leider scheidenden Coach Marcus Jung die eigentlich flache Hürde in der Frauenwaldhalle Nieder-Mörlen überwinden. Dies gelang dann auch, da Mörlen ebenfalls ohne gewisse Leistungsträgerinnen antreten musste.
Der erste Abschnitt des Spiels wurde von beiden Mannschaften sehr torarm gestaltet. Es dauerte allein schon ca. zehn Minuten (!), bis Hungen/Lich das erste Mal einnetzte. Dies war auch die obligatorische schwache Viertelstunde, die Trainer Marcus Jung schon seit Rundenbeginn versucht abzustellen. Alesia Grieb, Torfrau der Gäste, hielt alles, was die eigentlich kompakte Abwehr, organisiert von Simona Laurito, zuließ. Alesia war in der ersten Halbzeit diejenige, die nichts, die den Gastgeberinnen aber auch gar nichts gönnte. Dann kam die Angriffsmaschinerie der „HuLi’s“ so langsam in die Gänge. Die Chancen wurden wieder genutzt und so stand es nach 30 Minuten 2:10. Die wenigen Tore entstanden auch dadurch, dass der Unparteiische die Passivspielregel bei den Damen der HSG Mörlen äußerst großzügig auslegte. Dies nicht nur in der ersten Halbzeit, sondern auch nach der Pause.
Jetzt kamen die Bier- und Schäferstädterinnen in Torlaune. Fast im Minutentakt fielen die Tore. Es wären mehr Tore gefallen, wenn, ja wenn der bereits erwähnte Unparteiische nicht beim Angriffsspiel der lustlos aufspielenden Wetterauerinnen fast eingeschlafen wäre. 4:11 stand es in Minute 35. 4:18 neun Minuten später. Nach schnellen Angriffen von Hungen/Lich, plätscherte dann im Gegenangriff die Sache vor sich hin. Geduldig wurde seitens der Gäste gewartet, bis der Mörlen-Angriff meist weniger positiv abgeschlossen war und schon ging die Post ab in Richtung Tor der Hausherrinnen. Immerhin konnte das Tabellenschlusslicht neun Tore erzielen. Leonie Henrich und Kolleginnen nutzten die Chance, um das Torverhältnis ein wenig zu verbessern. Plus 20, also 29 „Buden“ standen zum Schluss auf der Habenseite, auch dank einer im Vor- und Rückwärtsgang schnellen Celine Thiel.
HSG Hungen/Lich: Alesia Grieb (Tor, 1.–30. Min.), Nadja Schmalhaus (Tor, 31.–60. Min.); Lina Richter (2), Leonie Henrich (4/1), Simona Laurito (4), Julia Schweiger (1), Celine Thiel (9/1), Shana Appel (2), Marie Menne (1), Anna Birkholz (5), Marie Truckenmüller (1) und Maria Kreß.
von Andreas Kümpel | Feb. 19, 2025 | Aktuell
Am kommenden Samstag, dem Tag vor der Bundestagswahl, tritt die weibliche Jugend A zum letzten Heimspiel der Saison 2024/2025 in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle Lich an. Außerdem wird dies auch das letzte Heimspiel des scheidenden Trainers Tobias Lambmann sein. Bereiten wir dieser A-Jugend mit Betreuern einen schönen Abschied von der Hungener/Licher Handballbühne. Zu Gast wird der GSV Eintracht Baunatal sein. Anpfiff 18:00 Uhr. Die Gäste sind dafür bekannt, dass eine recht große Anzahl an Schlachtenbummler mit Lärminstrumenten mit von der Partie sein wird.
Es wäre wunderschön, wenn einmal mehr als nur die paar sonstigen Zuschauer dieser Regionalliga-Partie beiwohnen.
Zeigen wir unseren Gästen, dass Handball bei der HSG Hungen/Lich gelebt wird, und zwar mit all seinen Nebenerscheinungen, wie Freude, Spaß, Emotionen, Erfolg aber auch Misserfolg.
Schenkt diesen beiden Mannschaften an diesem Samstag Eure vollste Konzentration in der DBS Lich und nicht zu Hause vor dem „Liveticker“.
Ab 18:00 Uhr geht es los. Es freut sich auf ein paar Zuschauer mehr.
Euer Hallensprecher Andreas Kümpel
von Jonathan Will | Feb. 19, 2025 | Aktuell, mJE I
Auch im zwölften Pflichtspiel in Folge behält die HSG ihre weiße Weste gegen die Gegner aus er zweiten Garde der HSG Wettenberg und darf so dem nähernden Meistertitel entgegenfiebern.
„Am Samstag trudelten dann noch die letzten Absagen rein, sodass wir letzten Endes zu siebt spielen mussten“ berichtete Will. Ohne Auswechselspieler machte sich die Truppe angeführt von Elias Schweiger ans Eingemachte.
Die erste Hälfte verlief weitestgehend gut und ein fast alle Spieler konnten sich bereits in die Torschützenliste eintragen. Die Pass- und Abschlussquote war jedoch stark ausbaufähig. Zudem war nicht jedermann bewusst, dass Handball ein Bewegungssport ist und demnach mangelndes Freilaufen dem Team schadet. Nichtsdestotrotz konnten Abwehr und Torhüter ein ums andere Mal glänzen, was für eine doch recht deutliche Führung sorgte.
In Hälfte zwei profitierte die HSG Hungen/Lich von ihrem Tempospiel nach vorne und konnte auch den letzten fehlenden Schützen in das Spielprotokoll eintragen. Am Ende stand zwar ein deutlicher Sieg auf der Anzeige, doch auch Hälfte zwei lief nicht reibungslos. Passivität in der Abwehr, mangelndes Zurücklaufen und das Betreten des gegnerischen Torraums brachten den heimischen Trainer auf die Palme, sodass auch rund drei Minuten des Spiels in Unterzahl gespielt wurde. Letzten Endes konnte man sich über die gewonnenen Punkte freuen und möchte für die letzten Partien dieser Saison an den Fehlern des vergangenen Samstags arbeiten, um weiterhin die Siegesserie nicht reißen zu lassen.
von Tobias Weyrauch | Feb. 17, 2025 | Aktuell, Frauen
Mit einer Energieleistung haben sich die Damen der HSG Hungen/Lich in der Regionalliga bei der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden durchgesetzt. Mit nur neun Feldspielerinnen holte sich die Mannschaft von Trainer Paul Günther mit einem 28:25 (13:12)-Erfolg die nächsten beiden Punkte und schiebt sich auf den dritten Tabellenplatz vor.
HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden – HSG Hungen/Lich 25:28 (12:13)
Den hatten vor der Partie noch die Gastgeberinnen inne, die im ersten Durchgang lediglich beim 10:9 in der 23. Minute einmal die Führung herauswarfen. Hungen/Lich setzte fort, was bereits im Heimspiel gegen Gedern/Nidda letzte Woche geklappt hatte. Mit einer stabilen, beweglichen Abwehr und zwei gut aufgelegten Torhüterinnen machten die Gäste dem letztjährigen Meister das Leben schwer. „Wir haben wieder als Kollektiv agiert“, freute sich Günther über die Fortschritte seines Teams.
Weiterstadt forderte die Gäste mit wechselnden Deckungsformationen, die vor allem offensiv ausgerichtet waren. 4:2, 3:3, 3:2:1, 5:1 bis hin zur 6:0-Abwehr – die Gastgeberinnen versuchten alles, um ihren Gegner in Schwierigkeiten zu bringen. „Ich habe meinen Mädels vor dem Spiel gesagt, dass wir schlau spielen müssen, und das haben sie gemacht“, erklärte Günther. Der Ball wurde im Angriff lange in den eigenen Reihen gehalten und es wurden kaum technische Fehler und Fehlwürfe produziert. Hungen/Lich legte immer wieder auf ein, zwei Tore vor und ging mit einer 13:12-Führung in die Pause.
Nach Wiederanpfiff nutzte Weiterstadt eine kurze Schwächephase der Gäste um mit 18:16 (40.) in Führung zu gehen. Günther unterbrach den Lauf sofort mit einer Auszeit, auch in der Gewissheit, „dass so ein bisschen die Kräfte schwanden.“ In der Folge nutzte Gretha Nau zwei Fehler von Weiterstadt und glich mit einem Gegenstoß-Doppelpack zum 18:18 aus. Katharina Weber stellte mit ihren zwei Treffern nacheinander in der 49. Minute auf 23:19 für die HSG Hungen/Lich. Es sollte die Vorentscheidung gewesen sein, denn die Gäste spielten die letzten zehn Minuten ruhig und konzentriert herunter. Weiterstadt gelang beim 22:24 (55.) und 23:25 (56.) zwar noch zweimal der Anschluss, zu mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen.
„Das war eine überragende Mannschaftsleistung, zumal Weiterstadt in dieser Saison noch nie zu Hause verloren hat“, freute sich Günther.
HSG Weiters./Braunsh.Worf.: Manger; Januschkowetz (1), Weber, Scholz (4), Hess, Ille, L. Lopez (2), Susic (1), Krause (13/8), Eilers, J. Lopez (1), Kappelar, Beck (3) und Lotze.
Hungen/Lich: Liebich, David; Mitzkat (3), Lotz (7/2), Schneider (1), Weber (4), Steinruck (3), Walther, Henrich, Nau (8) und Bohn (2).
von Andreas Kümpel | Feb. 16, 2025 | Aktuell, Frauen II
Ohne Laura Spieker und Nadja Schmalhaus musste die zweite Frauenmannschaft am vergangenen frühen Samstagnachmittag beim Bezirkslige-Punktspiel gegen die FSG Gettenau/Florstadt auskommen. Dafür wirkten aber Maren Neuheuser aus der A-Jugend und Nina Träger (3. Frauenmannschaft) mit.
Die von Julia Schweiger und Chefcoach Marcus Jung betreute Mannschaft begann zunächst zurückhaltend, sodass die Gäste mit 0:1 und 1:2 in Führung gingen. Danach erzielten die Gastgeberinnen vier Tore in Folge, ohne dass die Wetterauerinnen eine Antwort parat hatten. Die Zwischenergebnisse hätten für die HSG durchaus etwas deutlicher sein können, da die Abschlussquote nicht besonders gut war. Dafür stand die Abwehr besser. Den vorsichtigen Weg auf die Siegerstraße gab es für die HSG, als Maren Neuheuser in Spielminute 24 beim Stand von 7:7 für die unglücklich agierende Kollegin Alesia Grieb im Tor einen Strafwurf vereitelte. Geduldig, mit Toren geizend, wechselnden beide Mannschaften mit 11:9 die Seiten.
Anfangs des zweiten Abschnitts baute Hungen/Lich zunächst den kleinen Vorsprung etwas aus. Die Gäste konnten aber dann kleine Schwächephasen der „HuLi's“ nutzen. Sie gingen sogar noch einmal in der 44. Minute mit 16:17 in Führung. Marlen Wolf, Simona Laurito und Celine Thiel drehten die Partie vorläufig auf 19:17. Jetzt waren noch neun Minuten zu spielen. Auszeit Gettenau/Florstadt. Auch eine zweifache „Manndeckung“ der Gäste gegen die HSG-Rückraumspielerinnen nutzte nicht mehr viel, da die anderen Mitspielerinnen die entstandenen Lücken in der gegnerischen Deckung suchten und fanden. Zum Ende der Begegnung legten Leonie Henrich und Co. noch einen höheren Gang ein und gewannen vollkommen verdient mit 25:21. Die Revanche zur Hinspielniederlage war also geglückt.
„Heute hat eine fast reine zweite Damenmannschaft, ohne viel prominente Hilfe aus Frauen I oder A-Jugend, ein tolles Spiel auf die Platte gelegt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Gettenau/Florstadt lag schließlich nur zwei Punkte hinter uns auf dem dritten Rang“, so die lobenden Worte des Trainers nach Abpfiff des Spiels.
HSG Hungen/Lich: Maren Neuheuser, Alesia Grieb; Simona Laurito (5/1), Celine Thiel (4), Julia Schug, Anna Birkholz (3), Nina Träger (1), Marlen Wolf (3), Shana Appel (1), Leonie Henrich (7/3) und Maria Kress (1).