MJC: Doppelter Punktgewinn

Zu spät zum Frühstück und vielleicht zu früh zum Mittagessen, also um genau 12:00 Uhr, empfing am Sonntag die männliche Jugend C in der kühlen Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle Lich die Bezirksoberliga-Konkurrenten von der HSG Linden. Nachdem das Hinspiel bereits von Hungen/Lich gewonnen wurde, standen die Weichen in der DBS wieder in Richtung Sieg.

Zunächst schenkten sich der Tabellenachte aus Hungen/Lich und der Sechste aus Linden nichts. In einem relativ torarmen Spiel, bei dem beide Torhüter brillierten, führten zunächst die Gäste. Doch dies ließen die Jungs von den Trainern Andreas Nau und Kolja Greß nicht lange zu. Nach zehn Minuten drehten die Hausherren die Zwischenergebnisse und gaben diese Führung erst wieder zum Ende der ersten Halbzeit ab. Beim Stande von 9:10 wurde zum Pausengespräch gebeten. Es gab zwei Punkte, die es bei der Spielweise der „HuLi’s“ zu bemängeln gab. Zum einen die mangelnde Chancenverwertung. Zu oft warfen die Jungs um den Top-Torschützen Anton Schliwa auf die vom Schützen gesehen linke Seite des Lindener Torwarts, also seine Lieblingsseite. Im Gegensatz zum Spiel vor einer Woche gegen den Tabellenführer spielten sie mit zu wenig Bewegung ohne Ball. Die Deckung mit Michel Böcher zwischen den Pfosten stand aber gut.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel an der Art und Weise des Spielaufbaus von beiden Mannschaften. Immer wieder scheiterten beide Mannschaften an den Torhütern des Gegners. Jeweils insgesamt drei Strafwürfe konnten beide Torhüter entschärfen. Je länger diese Begegnung dauerte, umso spannender wurde es für die Zuschauer beider Lager. Zudem vermehrten sich die Fehlentscheidungen der Unparteiischen, welche auf beiden Seiten der Zuschauer für Verwunderungen sorgten. Dies hatte zum Glück nichts mit dem Endergebnis zu tun. Sage und schreibe acht Minuten beim Stande von 17:17 zwischen der 39. und 47. Minute neutralisierten sich die Mannschaften. Jakob Schliwa verwandelte schließlich einen Strafwurf drei Minuten vor Ende der Partie. Eine Spielminute später hielt der überragende Michel Böcher im Kasten der HSG Hungen/Lich nicht nur einen Strafwurf sondern auch noch den Nachwurf. Im Gegenzug der nächste Siebenmeter für Hungen/Lich. Spannung ohne Ende. Jakob Schliwa behielt die Nerven und netzte ein. Sieg! Mit 19:17 blieben beide Punkte bei der HSG Hungen/Lich.

HSG Hungen/Lich: Michel Böcher (Tor, 3 von 3 7m gehalten), Nick Seelhof (Tor); Felix Lüdtke, Hagen Möller, Naim Greß, Bent Stieger, Richard Hildebrand, Silas Mann, Benedikt Peltzer (1), David Bender (1),Jakob Schliwa (3/2), Aaron Stieger (5) und Anton Schliwa (9).

MJC: Dem Tabellenführer alles abverlangt

Wer hätte das gedacht, dass der Tabellendrittletzte HSG Hungen/Lich dem Primus der Bezirksoberliga mJSG Heuchelheim/Bieber im Heimspiel in der kühlen Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle alles abverlangte. Andreas Nau, neuer Chef des Teams, und Kolja Greß hatten ihre Jungs hervorragend auf die schwierige Aufgabe eingestellt. 

Nach dem 1:0 für die HSG (Jakob Schliwa) zeigten die Gäste, dass sie nicht umsonst auf Rang 1 der Tabelle stehen. Über ein 2:5 in der fünften Spielminute und 6:11 (11. Minute) stand es in der torreichen Partie 9:17 nach 18 Minuten. Trotz des zwischenzeitlich hohen Rückstands gaben die Jungs um die Schliwa-Brüder nie auf. Immer wieder konnten sie durch gutes Zusammenspiel oder auch Einzelleistungen die gegnerische sehr offensive Deckung durchbrechen und einnetzen. Mit einem immer noch deutlichen 15:21 endete die erste Halbzeit nach 25 Spielminuten.

Geduldig sowie nicht überhastet startete und spielte die HSG in der zweiten Spielhälfte. Tor um Tor holten Silas Mann und Co. auf. Dazu steigerte sich Michel Böcher zwischen den Pfosten der Hausherren. Einige gute Einwurf-Möglichkeiten der Gäste konnte er entschärfen. Nach 38 Minuten stand es auf einmal 28:28 durch ein Tor von Anton Schliwa. Eine Überraschung lag in der Luft. Heuchelheim/Bieber erholte sich. Ihre körperliche Überlegenheit nutzten sie in den letzten Minuten der Begegnung. Leider gelang der HSG in diesen letzten sechs Minuten des Spiels kein Treffer mehr. So gewann der Favorit aus Heuchelheim und Bieber mit 30:36. Im Hinspiel gab es noch eine 44:29 Klatsche.

Hut ab vor der Moral dieser HSG-Mannschaft. Aufgeben oder den Kopf in den Sand stecken gibt es für diese Truppe nicht!

HSG Hungen/Lich: Michel Böcher; David Bender, Benedikt Peltzer, Aaron Stieger (1), Tom Ritsch (1), Bent Stieger (1), Naim Greß (2), Richard Hildebrand (2), Jakob Schliwa (3), Kilian Morys (3), Silas Mann (7) und Anton Schliwa (10).

MJC: Eine Revanche im letzten Spiel des Jahres.


Mit einem klaren Sieg beendet die mJC das Jahr 2023 gegen das Team aus Marburg. Das Hinspiel ging in Marburg unerwarteter Weise und recht deutlich an die Hausherren. Unzweifelhaft wollte das HuLi-Team im Rückspiel das aus den Fugen geratene Kräfteverhältnis wieder gerade rücken. Und so ließen die „Reds“ klar erkennen, dass sie ihr Heimspiel für sich entscheiden wollten. Das gelang gegen das angereiste 8-köpfige Team aus Marburg bemerkenswert. Die Schiedsrichterin leitete ein äußerst faires Spiel, in dem die Hulis klar und deutlich gewannen, weil sie das spielerisch und kämpferisch bessere Team aufwiesen. Nun geht es in die wohlverdienten Ferien.  

MJC: Zwei Punkte in Wettenberg

Mit einem unerwartet klaren Sieg gegen die HSG Wettenberg beendet die mJC ihre Hinrunde in der Bezirksoberliga. Das Spiel an sich nahm einen unerwarteten Verlauf, denn die Gastgeber spielten bis zur Mitte der ersten Halbzeit eine gute Partie, lagen in den Anfangsminuten in Führung und bereiteten unserer Abwehr Probleme. Nach etwa einer Viertelstunde drehte sich das Spiel und die HuLis erarbeiteten sich mehr Spielanteile. Nachdem die erste 2-Tore-Führung umgesetzt war, nutzen sie die Zeitstrafe der Wettenberger gnadenlos aus und erhöhten ihre Führung binnen zwei Minuten auf fünf Treffer. Danach schien der Wille bei den mutig spielenden Gastgebern etwas gebrochen. Sie kamen vor allem mit der Dynamik von Hagen Möller so gar nicht zurecht. Mit einem 7-Tore-Vorsprung ging es in die Kabinen. Viel musste nicht gesagt werden. Die Trainer warnten allerdings davor, den Vorsprung als komfortabel einzustufen.

Die Jungs nahmen die Worte mit auf die Platte und hielten die Wettenberger auf Distanz. Gegen Ende verließen den Gastgeber die Kräfte. Mit mehreren D-Jugend-Spielern besetzt, wurde der Kampf mit zunehmender Spieldauer ungleich. Das war so nicht absehbar – hatte unser Team bisher in jedem Saison-Spiel einfach mehr Gegenwehr erhalten und wurde teilweise für das fahrige Abwehrverhalten bitter bestraft. Das gelang auch den Wettenbergern, so muss man zugeben, teilweise.

„Der Spielgewinn geht in Ordnung …“, lautet das Trainerresumée, „… doch das Ergebnis ist mit +12 Toren hoch ausgefallen. Das müssen wir im Team relativieren.“ Ein gutes Zeichen ist, dass die Mannschaft kämpferischer auftritt. Die positiven Ansätze der letzten beiden Spiele gilt es mit in die nächsten Spiele bis zu den Feiertagen zu nehmen, um die bisher verkorkste BOL-Saison doch noch ein wenig in anderem – weihnachtlichem Lichte – erscheinen zu lassen. 

MJC: HSG Hungen/Lich TG Friedberg


19.11.: Ein Lebenszeichen

Nach einer intensiven Woche mit einer kleinen Aussprache vor dem Training am Montag und zwei Trainingseinheiten, in denen das Team einen guten Eindruck hinterließ, wurden die Erwartungen für das Heimspiel gegen die TG Friedberg dennoch nicht allzu hoch gesteckt. Das Trainerteam beschränkte sich darauf, dass es das kämpferischere Team sehen wollte, das vor allem in der Abwehr mit mehr Mut agieren würde. Dies gelang gut. Erstmalig in dieser Saison begann das HuLi-Team konzentriert und spielte sich eine Vier-Tore-Führung heraus, die den gegnerischen Trainer zu einer frühen Auszeit zwang. Gegen eine defensiv agierende 3:2:1-Deckung gelangen unseren Jungs auch im weiteren Spielverlauf viele sehenswerte Treffer. Jedoch muss sich das Team aber auch mit den eigenen teils unnötigen Ballverlusten und mit einer weiteren Verbesserung seiner Abwehr auseinandersetzen. „Da ist noch Luft nach oben.“, meinen die Trainer. In die Halbzeit mussten die Jungs wieder mit einem Rückstand hinein, der jedoch mit zwei Toren denkbar knapp ausfiel.

Im zweiten Durchgang rechnete sich das Team eine Chance aus, das Spiel zu drehen. Und so hielten sie den Abstand zu den Friedbergern gering, schafften zeitweise sogar den Ausgleich und erspielten sich sogar die Führung. Aber just zu dem Zeitpunkt, zu dem sie sich auf zwei oder gar drei Tore hätten absetzen können, versagten die Nerven im Abschluss. „Keine riskanten Anspiele!“, war des öfteren zu hören. Die Friedberger verstanden es hingegen durch ihren körperlich starken Rückraum, Lücken in die Abwehr zu reißen. Natürlich ist dies auch den nachlassenden Kräften geschuldet. So blieb das Spiel bis in in die zwei Schlussminuten hin offen und spannend.

Die Niederlage ist kein Beinbruch, zumal das Team bis zum Schluss für einen Erfolg gekämpft hat. Der Unterschied in der Tabelle war zu keiner Zeit zu erkennen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe – eine gute Antwort auf die vergangenen „blutleeren“ Ereignisse. Damit ist schon mal erster Schritt getan. Leider ist die Fehlerquote in der Offensive zu hoch, um ein knappes Spiel zu eigenen Gunsten zu entscheiden. Daran werden die Trainer nun arbeiten.

MJC: HSG Mörlen – HSG Hungen/Lich


12.11.: Ein Spiel zum Abgewöhnen

Die Reisen nach Nieder-Mörlen haben immer einen außergewöhnlichen Charakter. In der Vergangenheit wurden gegen das Team der HSG Mörlen intensive Begegnungen geführt. Team und Trainer waren somit gespannt. Versuchsweise wurde das Team in der Anfangsformation etwas umgestellt. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich jedoch, dass diese Entscheidung ein Fehler war, der umgehend behoben werden musste. Früh nahm das Gespann Ingo Deubner/Kolja Gress eine Auszeit. Die notwendigen Umstellungen bewirkten zwar, dass das Team zumindest besser ins Spiel kam. Eine außerordentlich hohe Fehlerquote und eine zudem fehlende Abwehr ließen den Gegner jedoch mit sicherem Vorsprung (+ 9) in die Kabine gehen.

In Halbzeit zwei legte das Team die Lethargie vor allem in der Abwehr nicht ab. Auch die Fehlerquote blieb gleichbleibend hoch, sodass der Gegner relativ mühelos seinen Vorsprung auf 22 Tore ausbauen konnte. Man kann das Spiel gut als Tiefpunkt der Saison bezeichnen. Für ein Team, das sich nach eigenem Bekunden in der vorderen Tabellenhälfte festsetzen wollte, ist ein solches Spiel keine gute Basis. Das wissen auch die Trainer, die nach dem Spiel ratlos wirkten. „Wir müssen aufpassen, dass die Spieler nicht in ein Loch fallen, und vor allem: Wir müssen unsere Trainingsarbeit in Frage stellen.“, meint I. Deubner sichtlich enttäuscht nach dem Spiel. In der nächsten Woche kommt der Tabellenvierte aus Friedberg zum Heimspiel nach Hungen. Es wird ein ähnlich schweres Spiel werden.