Heißer Herbst für unsere C-Jungs

Heißer Herbst für unsere C-Jungs

Unvermindert aktiv ist unsere Oberliga-Truppe der männlichen C-Jugend.

Nach dem Trainingslager in Thüringen wurden die nächsten Testspiele absolviert. Die Oberliga-B-Jugend des TSV Kirchhain war ein schwerer Brocken und eine knappe Niederlage aller Ehren wert. Eine Woche später reiste man zum TuS Holzheim (Oberliga Süd) und kassierte ersatzgeschwächt und mit dürftiger Leistung eine Niederlage mit fünf Toren Differenz.

In der gesamten Zeit wurde die Belastung etwas zurückgefahren. Mit Unterstützung der teameigenen Reha-Trainerin gelang es, alle Spieler wieder in volle Belastbarkeit zurück zu führen.

Am vergangenen Wochenende konnte dann endlich der Vergleich gegen den amtierenden Bezirksmeister der mJSG Bieber/Heuchelheim nachgeholt werden. Dabei war man erstmals wieder komplett. Lediglich die Gastspieler Ole und Michel wirkten natürlich beim Gegner mit. Torwart Michel Hofmann spuckte dem Team dabei in der ersten Halbzeit gehörig in die Suppe und griff gleich 15 freie Bälle ab. Gepaart mit einer unzureichenden Einstellung zur Defensivarbeit schienen die HuLi’s zur Pause beim Stand von 8:16 schon geschlagen.

Es bleibt ein Geheimnis, was die Trainer in der Kabinenansprache mit auf den Weg gaben – definitiv war es laut und deutlich. So zusammengefaltet kam eine C-Jugend aus der Pause, die alle Anwesenden in der Halle verblüffte.

Nach fünf Minuten und sieben Sekunden des zweiten Durchgangs war der Rückstand Geschichte und es stand 16:16. Nun gelang (mit Ausnahme weiterer Paraden von Michel im Bieberer Gehäuse) fast alles. Die zweite Hälfte ging mit 21:6 an die HuLi’s !

Weitere Leistungstests wie Cooper-Test und funcional movement screening bestimmen den herbstlichen Trainingsalltag und das erste Wochenende der Herbstferien haben die Spieler verdientermaßen komplett frei, auch wegen ansprechender Testergebnisse.

Dann kommt wieder eine heiße Phase:

Dem Rückspiel in Bieber folgt zwei Tage später das Heimspiel gegen den TuS Holzheim und tags darauf beginnt das viertägige Handballcamp in der Gesamtschule. Gleich am ersten Tag des Camps gibt es noch ein „Nachschwitzen“ in Hanau, wo man abends auf die HSG Preagberg trifft. Deren C-Jugend gelang in der abgelaufenen Saison ein deutlicher Erfolg (48:24) gegen unseren ersten Rundengegner aus Bruchköbel. Es wird also spannend in Großauheim !

Am Wochenende nach dem Camp hat man es dann noch in heimischer Halle mit dem Meister des HV Rheinland aus Bad Ems zu tun.

Nach diesem Marathon wird das Trainerteam Schönwetter/Deubner noch die letzten Feinjustierungen vornehmen und dann geht (hoffentlich) die Saison am 24. Oktober 2020 mit dem Heimspiel gegen die SG Bruchköbel los.

mJC: t.t.t – team.trainingslager.thüringen

Coronische Langeweile herrschte bei der mJC in den vergangenen Wochen nicht, hatten Trainer und Spieler sich doch gezielt auf den mutmaßlichen Saisonbeginn am 19. September vorbereitet. In diesem Jahr ist Ausdauer einer der Schwerpunkte, neben einer stabileren und organisierteren Abwehrarbeit. Die ersten “Geh”-Versuche gegen Teams aus der näheren Umgebung zeigten Luft nach oben. Ein Trainingslager sollte nicht nur als Ersatz für das ausgefallene Turnier in Bremen im Juni dienen, sondern den premierenhaften Höhepunkt der Saisonvorbereitung bilden. Ein Meilenstein also!

So verlegte ein HuLi-Tross seinen Aufenthaltsort vorübergehend ins thüringische Bad Blankenburg an die dortige Landessportschule …

die richtige Entscheidung!


… einer, wie sich zeigen sollte, top ausgestatteten Einrichtung. Die relative Nähe zur Heimat, einige vielversprechende Spielgegner aus der Thüringenliga sowie die doch etwas gemäßigteren Corona-Zahlen trugen zur Entscheidung der Trainer bei.

Los ging’s an einem Freitag unmittelbar nach Schulschluss, denn die erste Trainingseinheit begann in Bad Blankenburg schon um 17 Uhr – noch vor dem gemeinsamen Abendessen. Die Jungs wunderten sich über die tolle Ausstattung. Alle Zimmer mit eigenem Sanitär-Bereich. Die Verpflegung in Hotelqualität und der Weg zu den Trainingsorten ein Klacks! Zudem boten sich weitere Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung – 5 Rasenplätze, ein Kunstrasenplatz, Tartanlaufbahn, Beachvolleyballfelder, Krafträume, Turnbereiche und zwei vollausgestattete Hallen … was braucht das Sportlerherz mehr?

Die erste Einheit …

Mediale Präsenz! Dafür sorgte Begleiter Andreas Machura, der das Geschehen filmisch und fotografisch festhielt und viral … ohne Anspruch auf pandemische Auswirkungen, via digitaler Aero(con)sole verteilte.

Um 6 Uhr aufzustehen, um den Tag mit einem guten Frühstück und einem Testspiel gegen eine C-Jugend aus Saalfeld zu beginnen, hört sich für einen Jugendlichen (… und vor allem für die betreuenden Trainer …) auf den ersten “Blick” nicht wirklich ermutigend an.

Aufstehen um 6 Uhr, Frühstück um 6:30 und dann in die Halle zum Spiel

Ein straffes Programm war schon vorgegeben. Das Spiel um 8 Uhr in der Früh’ stellt für beide Teams eine große Herausforderung dar. Unser Team fegte jeglichen Zweifel über die Sinnhaftigkeit eines solchen Vorhabens mit einer “besten ersten Halbzeit” vom Tisch.

Die Gäste aus Saalfeld brachten Kaffee mit … viel Kaffee 🙂

Damit verdienten sich die Jungs eine Verschnaufpause zur nächsten Trainingseinheit am Mittag. Sie wurde dahingehend genutzt, dass das Gelände erkundet und erste Möglichkeiten zum Kicken ausprobiert wurden. Also keine Pause! In der Mittagseinheit wurde das Abwehrspiel weiter optimiert. Die Ausdauereinheiten der vergangenen Wochen, das erkennen die Trainer gut, wirken positiv.

Durch Zufall erhielten die Jungs am Nachmittag die Möglichkeit, dem Testspiel des Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV 06 beizuwohnen. Die kleine Pause bis zum Spiel verbrachten einige im Kraftraum. Die Zweitligisten zeigten dem Gegner aus Bad Blankenburg die Grenzen auf. Mit von der Partie war Jörn Persson, ein 19-jähriger Spieler, der bei der SG Flensburg/Handewitt unter M. Machulla spielte und sich nun in der zweiten Liga Spielpraxis verdient.

Nach dem Abendessen war ein ruhiger Abend angesagt. Ausnahmslos alle Jungs zogen sich zurück … auf den Kunstrasenplatz zum gemeinsamen Kicken. Bei zunehmend kühleren Temperaturen konnte man die Horde lange durch eine gewisse Geräuschkulisse orten. Ein kurzer Check ergab, dass eines der Teams zumindest oben herum in des Kaisers neuen Kleidern spielte. Wahnsinn!

Für ausnahmslos alle Trainer ergab sich Gelegenheit zum Plausch … auch mit Jörn Persson, der sein Kommen in der nächsten Morgeneinheit abwägend wohlwollend zusagte. Eventuell ließ sich ja eine Minitrainingseinheit zur Auslösehandlung der Dessauer Mannschaft initiieren, welche mittags noch mit Begeisterung angeschaut wurde.

Und so kam es dann auch. Nach dem Frühstück am Sonntag wurden die Sachen gepackt und schon einmal verladen. Danach ging es mit dem Tagesgepäck zur letzten Einheit. Natürlich zeigten einige schon erste Anzeichen von Erschöpfung, denn die Einheit dauerte über zwei Stunden.
Zwischendurch schneite die Verabredung in die Halle, um sein Versprechen etwas zu verschieben – auch Zweitligaspieler haben einen Trainingsplan, der eingehalten sein möchte. Privatzusagen sind nachrangig. Also hieß es “Warten in Bewegung”, was länger dauerte. Die Trainer waren schon gewillt, das Training zu beenden, da kam Jörn in die Halle geschlappt. Es habe länger gedauert. Man bitte um Verzeihung. Im Nu waren alle eigentlich erschöpften Jungs wieder wacher – zumindest so wach, dass sie sich in einer kleinen Zusatzeinheit die tolle Auslösehandlung vom Jungprofi erklären ließen.

Nach vier Korrekturen war das Prinzip erklärt und konnte einigermaßen flüssig ausgespielt werden. Ein paar Fotos wurden geschossen und ein Siebenmeter für unseren Torwart durfte auch nicht fehlen.

Trainingsszene …

Natürlich wurde unter den Spielern, wozu ich jetzt Herrn Persson auch mal zähle, schnell Sozialmediengedöns ausgetauscht. Das war der Tag, an dem Jörn Persson binnen einer Minute 12 neue Follower hatte … oder so ähnlich.

Nach einer weiteren Duschpause hieß es dann Aufbruch nach Eisenach, wo der Trainingslagerabschluss mit einem Spiel gegen den Staffelsieger der Landesliga Thüringen, nämlich der mJC des THSV Eisenach. Es war schon imponierend, als unsere fassadenmäßig etwas aus der Façon geratene Jugendmannschaft vor der Halle auftauchte und dort die Unruhe eines Rennpferdes vor dem Start ausstrahlte, während das Team in uniformem Blau und Grau beobachtete, was und wer da vor sich ging.

Nachdem Gäste und Akteure des vorhergehenden Qualifikationsspiels zur Jugendbundesliga die Halle verlassen hatten, durfte die Vorbereitung zum Spiel beginnen. Schiedsrichter Thomas nutze das Wochenende mit Frau Maren, um im gebührendem Abstand zum teilnehmenden Sohn ein Wochenende in Thüringen zu genießen und gleichsam für die Spiele als Schiedsrichter zur Verfügung zu stehen. Großes Kino, dass die Gäste auf ihrer Spielreise einen eigenen Schiedsrichter stellen. Danke Thomas – danke Maren!!

Der Respekt vor der Halle (… eine Ehre dort spielen und pfeifen zu dürfen!!), dem Spiel mit klebenden Händen (Die spielen mit Harz!) und der Anzahl an geworfenen Toren des Gegners (derer 334 in acht Spielen) ließ unser graues Kollektiv, ebenso wie die Anzahl der wöchentlichen Trainingseinheiten (5!), etwas erstarren. Zumindest in der Anfangsphase trafen die Bälle das Ziel nicht. Aber die Abwehr funktionierte nahezu perfekt – und dies wider Erwarten über die gesamte Spielzeit hinweg. So fischte die graue Horde ein ums andere Mal die oft langen Bälle der Eisenacher ab und konterte. 8 oder 9 mal wurde der Gegner sogar passiv gesetzt und somit zu Fehlern gezwungen, die auch im 1 gg 1 nicht zu korrigieren waren. Unsere Torwarte taten, wie üblich, ihr Übriges! Und vor allem: Die neue Auslösehandlung “Dessau linkz” wurde drei mal erfolgreich angewendet. Am Ende stand ein für beide Seiten unerwartet klares Ergebnis.

Danach trat der Tross den Heimweg an.

“Das Trainingslager war ein voller Erfolg!”, resümiert Maik Schönwetter die zurückliegenden Tage und spricht lobend das allzeit soziale Verhalten der Spieler an. “Es hätte gern auch länger dauern dürfen.” “Ich glaube, wir haben es geschafft, dass die Jungs zwischendurch mal nicht an ihre elektronischen Begleiter gedacht haben … “, ergänzt Ingo Deubner. Damit ist eigentlich alles gesagt. Dank gebührt den Eltern, die uns das Vertrauen schenken und gut motivierte Jungs offerieren, Thomas und Andreas, die uns viele der kleinen Probleme abnehmen, dem Landessportbund Thüringen mit seiner tollen Bildungsstätte in Bad Blankenburg, der HSG Saalfeld/Könitz und dem THSV Eisenach für die Bereitschaft zu teilweise fast unmöglichen Zeiten zu spielen (die Impfdosis Kaffee war ausschlaggebend), Jörn Persson (alter Schwede!) für “Dessau linkz”, dem Förderverein der Hammerwaldschule in Hirzenhain für die Leihmöglichkeit des Busses und letztlich unserem Verein samt Förderverein, der HSG Hungen/Lich, der trotz Pandemieauswirkungen ein solches Ereignis maßgeblich unterstützt.

Für den neuen Coach Maik Schönwetter eine herausfordernde Aufgabe

Nach den Meisterschaften der Vorjahre in der D- und C-Jugend sowie der letztjährigen Teilnahme in der Oberliga wurde die C-Jugend für die Saison 2020/2021 ein weiteres Mal in die Oberliga, Gruppe Nord, eingestuft. Für den neuen Coach Maik Schönwetter, einem sehr erfahrenen Mann in Sachen Handballschule und Nachfolger von Ulli Will, eine herausfordernde Aufgabe. An seiner Seite wird, wie letztes Jahr, Ingo Deubner stehen. Neu im Team ist Christina Heckmann, die sich um „Physio“- und eventuell „Reha“-Maßnahmen kümmern wird und eifrig in der Vorbereitungszeit mit den jungen Herren arbeitete. Manch Schweißtropfen kullerte auf die Trainingsunterlagen.

Auch neu in der Mannschaft sind Ole Kneissl und Michael Hofmann, die beide das Zweitspielrecht mit ihrem Heimatverein, der mJSG Heuchelheim/Bieber, in Anspruch nehmen. Aus der männlichen Jugend D der HSG kamen Justus Freitag und Jan Machura zur Truppe. So konnten die altersbedingten Abgänge sowie Vereinswechsel von acht Spielern einigermaßen ausgeglichen werden. Ziel wird es sein, den etablierten Mannschaften der Liga hie und da ein Bein zu stellen. Ausgegebene Erwartungen der Verantwortlichen lautet jedoch in aller Deutlichkeit: „Irgendwo im Mittelfeld!“

Abgänge: Bjarne Lierz (TV Hüttenberg), Piet Spall, Pius Spall, Jonathan Will, Jerome Heffe, Daniel Semmel, Friedrich Kasperkowitz (alle eigene B-Jugend) und Paul Schmischow (SC DHfK Leipzig)

Zugänge: Ole Kneissl, Michael Hofmann (beide Doppelspielrecht mJSG Heuchelheim/Bieber), Justus Freitag und Jan Machura (beide eigene D-Jugend)

Tor: Luca Schmidt und Michel Hofmann

Feldspieler: Tim Heckmann, Lasse Schmiedbauer, Christopher Schönwetter, Paul Gernand, Jan Bastel, Justus Freitag, German Kasperkowitz, Jan Machura, Leon Becker, Nico Böhm und Ole Kneissl

Trainer und Betreuer: Maik Schönwetter, Ingo Deubner und Christina Heckmann
Zwischendurch bemerkt

Ein drittes Top-Talent aus der HSG-Schmiede hat den Weg von der „Real-Schule“ auf die „Hochschule“ des Handballs gefunden. Nachdem bereits aus der weiblichen C-Jugend Rhea Happel nach Thüringen in ein Handball-Internat wechselte, die frisch gekürte C-Jugend-Nationalspielerin Julia Haas letztes Jahr ihr außerordentliches Talent nach Dortmund versetzte, hat nun der Torschützenkönig der Oberliga (männliche Jugend C), Saison 2019/2020, Paul Schmischow, den Sprung zum Handball auf ganz großer Ebene geschafft. Sein Können wird nun in Leipzig weiterentwickelt.

Wir, die Verantworten der HSG Hungen/Lich, alle früheren Mannschaftskameraden und -kameradinnen, Freunde, alle Trainer wie auch Betreuer, sind stolz, drei absolut hochkarätigen jungen Handballern den Weg zur großen Bühne geebnet zu haben. Wir hoffen, dass sie ihre gesteckten Ziele, ob im sportlichen als auch im schulischen/beruflichen Bereich, erreichen. Vielleicht kommen sie irgendwann einmal zu uns zurück, um nicht nur Handball mit ihren alten Freundinnen/Freunde zu spielen. Die Türen in Lich und Hungen sind weit geöffnet. Alles, alles Gute: Paul Schmischow. Seinen Spruch zu gewissen Leuten vor den heimischen Sporthallen werden wir vermissen: „Rauchen ist ungesund“. Recht hat er.

MJC Oberliga: Bleibt alles anders

Die Rahmenbedingungen für die neue Saison sind seitens der Verbände gerade geschaffen, schon zeichnen sich erste Veränderungen für die HuLi-Jungs ab. Sie fallen unter das Motto: Wir betreten Neuland! In der Vergangenheit fanden eher vereinzelt Spieler aus anderen Vereinen den Weg nach Hungen und Lich. Nun aber, im Zeichen der zweiten feststehenden Oberligateilnahme, haben gleich zwei neue Spieler via Zweitspielrecht den Weg zum Team gefunden. Die Überraschung ist groß, zumal die beiden von der Spielgemeinschaft Bieber/Heuchelheim stammen. Der Verein ist bekannt für seine vorzügliche Jugendarbeit. Seit Jahren sind die Kinderteams aus Bieber eine bestimmende Größe, wenn es um die Leistungsspitze im Bezirk geht. Insofern ist es schade, dass die männliche C-Jugend in diesem Jahr nicht in die Beletage des hessischen C-Jugendhandballs eingestuft wurde. Denkbar knapp sei die Entscheidung gewesen, so hieß es. Der amtierende Bezirksmeister der männlichen Jugend C musste einem anderen gesetzten Verein den Vortritt lassen.

Somit nehmen nun Ole Kneissl und Michel Hofmann offiziell das Zweitspielrecht in Anspruch, nachdem die Möglichkeit bei unserem Verein abgeklärt wurde. Unsere Jungs erhalten dadurch eine personelle Verstärkung für die kommende Runde, die sich auch auf dem Spielfeld bemerkbar machen dürfte. Beide Spieler durchlaufen/durchliefen nämlich die Auswahlteams des Bezirks und waren bislang im Hessen-Stützpunkt präsent. Es macht uns stolz, dass die Jungs den Weg zu uns gefunden haben. Das ist eine Ehre für uns, mit ihnen arbeiten zu dürfen., freut sich Maik Schönwetter, der die C-Jugend der HuLis in diesem Jahr verantwortet. Der erfahrene Trainer weiß wovon er spricht. Und dass dies ohne aktive Aquise seitens der HSG Hungen/Lich funktionierte, ist umso erstaunlicher, aber begründbar.

Zur JSG Bieber/Heuchelheim besteht schon lange ein sehr intensives und bei aller Konkurrenz immer freundschaftliches Verhältnis. Die Ausbildung von Grundlagen im Kindesalter bis zur C-Jugend bildet für beide Vereine ein stabiles Fundament. Die geografische Lage bedingt allerdings, dass Abwanderungen der guten Spieler aus Bieber/Heuchelheim an der Jahressordnung sind. Diesen Sog bekam in den letzten Jahren auch das HuLi-Team merklich zu spüren. Es ist schon bedenklich, mit welchem Selbstverständnis mittlerweile selbst bei Ligakonkurrenten nach geeigneten Spielern und Spielerinnen angefragt wird., kommentiert Trainer Ingo Deubner das Wechselgeschehen jeweils vor Saisonbeginn. Er sieht die Fehler in einer zu frühen Leistungsorientierung und folgert: “Das ist allgemein ein schlechter Deal für gutmütig fahrende Eltern.

Umso mehr sind die Verantwortlichen der HSG Hungen/Lich froh, dass sich nun zwei hochkarätige Spieler von sich aus für das graue Kollektiv entscheiden! Die Möglichkeit der Fahrgemeinschaft und ein Trainingskonzept mit anspruchsvoller, systematischer und jugendgerechter Ausrichtung sind Fakten, die einen Versuch allemal wert sind.

Das Erkennen von individuellen Defiziten mit einer ebenso individuellen Förderung mit Hausaufgaben ist dabei nur ein Baustein.

Neu ist die physiotherapeutische Begleitung durch Christina Heckmann, der Mutter eines Spielers. Die ausgebildete Reha-Trainerin kennt die Defizite im Bewegungsapparat von Jugendlichen genau und weiß sie fachlich zu beheben.

Hinzu kommt der soziale Faktor in einem Team, das intern kaum Wettbewerb benötigt und trotzdem immer bereit ist, an die Grenzen zu gehen. Die Chemie stimmte von Beginn an. Das haben die Jungs aus Bieber sofort zu unterscheiden gewusst.

Sie werden nun regelmäßig in Bieber/Heuchelheim und Hungen trainieren unter der Prämisse, dass die beiden Trainerteams für ein halbes Jahr enger zusammenarbeiten und kooperieren. Dabei, so sind sich Schönwetter und Deubner einig, kann ein neues Modell für vereinsübergreifende Zusammenarbeit entstehen, die auf beiderseitigem Geben und Nehmen basiert, ohne dass mühsam aufgebaute Strukturen hüben wie drüben zerschlagen werden.

Trotz der erfreulichen Entwicklung sieht sich das Trainerteam vor einer schweren Saison, die hoffentlich stattfinden kann. Wir ordnen uns eher im unteren Drittel ein, denn die individuelle Qualität in Melsungen, Dutenhofen und Gelnhausen sowie beim TVHüttenberg ist doch erdrückend. Insofern bleibt das graue Kollektiv, wie im letzten Jahr, bescheiden.

Ole Kneissl in Aktion.

Christina Heckmann bei den Übungen.

Männliche C-Jugend 2020/2021 erneut in der Oberliga

Vor einem Jahr konnte sich erstmals eine männliche Jugendmannschaft der HSG Hungen/Lich für die höchste Jugendklasse qualifizieren.

Sie schloss die Runde überaus erfolgreich mit einem ausgeglichenen Punktekonto und auch punktgleich mit dem Nachwuchs der HSG Wetzlar ab.

Damit stellte die Truppe unter Beweis, dass man ausschließlich mit Eigengewächsen mit den Bundesligisten im Bezirk Gießen mithalten kann, die in ihren Reihen überwiegend aus anderen Vereinen zusammengestellte inoffizielle Auswahlmannschaften an den Start schicken mussten.

Eine Qualifikation konnte im Frühjahr nicht stattfinden und die Einteilung der Mannschaften erfolgt auf Basis eines Punktesystems. Da der neue Jahrgang 2006/2007 vor einem Jahr Bezirksmeister wurde und bereits ein Jahr Oberligateilnahme vorzuweisen ist, tritt man nun erneut in Hessens höchster Jugendspielklasse an!

Aus der D-Jugend (die Staffelsieger in ihrer Klasse wurden) rücken nur zwei Spieler auf. Die restlichen Akteure sind alle dem älteren Jahrgang 2006 angehörend.

Die HSG Hungen/Lich stellte bereits zu Jahresbeginn die Weichen für eine weitere Saison mit Jugendhandball auf höchstem Niveau im männlichen Bereich.

Als Nachfolger des scheidenden Trainers Ulli Will, der sich künftig seiner weiblichen Jugend C ebenfalls in der Oberliga ausschließlich widmen möchte, wurde Maik Schönwetter verpflichtet. Er führt das Team zusammen mit Ingo Deubner und war bereits in der abgelaufenen Runde in Trainings- und Spielbetrieb stark eingebunden.

Maik war im Bezirk Wiesbaden fast zwei Jahrzehnte als Lehrwart der MJC/MJB tätig und bekleidet seit 2018 im HHV-Bezirk Gießen das Amt des Beauftragten für das Lehrwesen.

Nach sehr erfolgreichen Jahren im Hochleistungsbereich der männlichen A-Jugend beim TV Wicker wechselte Maik als Trainer in den Aktivenbereich überwiegend in den Bezirksoberligen Wiesbaden, Offenbach/Hanau und Gießen, um sich seit geraumer Zeit wieder ausschließlich dem Kinder- und Jugendhandball im Verband und Verein zu widmen.

Auch unter den besonderen Einschränkungen in Corona-Zeiten wird bereits wieder Vollgas im Training gegeben.

Vollgas heißt für die Jungs ein dreimaliges Training in der Woche, wobei bei der Athletikeinheit, wie bisher, Dr. Thomas Spall unterstützt. Dazu gibt es regelmäßig Torwarttraining durch die HHV-Trainerin Danny Pieth.

Die Runde beginnt (Planung) Mitte September 2020 und das Trainerteam hofft, eine geplante Testspielreise mit Trainingslager in Thüringen kurz vor Rundenstart umsetzen zu können.

Der Kader ist zahlenmäßig nicht so stark wie im Vorjahr, steckt aber voller Talent und Qualität.

Positiv an einem nicht so großen Kader ist natürlich, dass alle Spieler sehr gut individuell betreut werden können, was gerade in dem Alter von 12 bis 14 Jahren optimal ist.

Die Verantwortlichen würden sich auch freuen, wenn talentierte Spieler benachbarter Vereine in den Trainingsbetrieb eines Oberliga-Teams reinschnuppern möchten, um den Jugendhandball auf höchstem Niveau kennen zu lernen.

Dazu besteht auch ohne Voranmeldung immer am Mittwoch von 18:00 bis 19:30 Uhr in der Stadthalle in Hungen Gelegenheit.

Trainerteam: Maik Schönwetter, Tel. 0173-3693445; Ingo Deubner; Dr. Thomas Spall Athletik; Danny Pieth Torleute.

Trainingszeiten: Dienstags 18:00 Uhr in der Halle der Bereitschaftspolizei in Lich, mittwochs 18:00 Uhr in der Stadthalle Hungen und freitags Athletiktraining in der DBS in Lich.

MJC 1: Favorit Oberursel strauchelt

Die Jungs der MJC 1 bieten dem Tabellenzweiten aus Oberursel mit Köpfchen die Stirn und erkämpfen ein letztlich gerechtes Unentschieden 31:31. Der Lucky-Punch blieb aus.

Oberursel war schon im Hinspiel ein Gegner, gegen den die grauen Jungs nur wenig ausrichten konnten. Zu gleichmäßig ist dort der Kader besetzt, als dass ein HuLi-Team sich Chancen ausrechnen darf. Vor allem die stabile 3:2:1-Abwehr war schwer zu knacken. So begann das Spiel entsprechend. Die erstmals in roten Trikots auflaufenden Gäste machten gleich klar, wer an diesem Tag das Spiel vermutlich gewinnen wird. So zog die Taunustruppe in den ersten zehn Minuten teilweise auf sechs Tore davon. Da war Moral gefragt. “Wir haben nichts zu verlieren …”, so die Worte der Trainer vor dem Spiel in der Kabine. Das nahmen sich die Jungs dann mehr und mehr zu Herzen. Eine Aufholjagd folgte, die schließlich im Ausgleich mündete. Von da ab sahen die Zuschauer ein spannendes Oberligaspiel. 17:18 stand es zur Halbzeit.

“Schaffen wir es, das Spiel bis zur 40. Minute offen zu gestalten, ist hier alles drin”, so der Appell zur zweiten Halbzeit. Und so kam es. Die HuLis ließen “nicht abreißen” und setzten durchdacht ihre Angriffe in Tore um. Zehn Minuten vor Spielende setzte sich die Truppe von Trainer Tobias Jockel wieder durch zwei Treffer von F. Hetzel ab. Dass dies für die HuLis kein Grund ist, um den Kopf in den Sand zu stecken, ist selbstverständlich. Sie kämpften sich wieder heran, auch weil die Oberurseler teilweise Nerven zeigten. Ausgleich der HuLis sechs Minuten vor Ende mit einem Schock. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen das graue Kollektiv lässt die Bank erstarren. Eine teure Strafe, denn die Gäste gingen wieder in Führung. Aber auch drei Minuten vor Spielende gab sich das graue Kollektiv nicht auf, glich anderthalb Minuten später aus und kam wenig später sogar in Ballbesitz. Nun galt es kühlen Kopf zu bewahren. Ein Punkt bei diesem Spielverlauf ist mehr, als man erwartet hatte. Eine letzte Auszeit 20 Sekunden vor dem Ende besiegelte das Unentschieden, denn ein Lucky- Punch blieb aus, wäre jedoch auch unverdient gewesen.