Versöhnlicher Saisonabschluss: MJC1 erreicht mit Rang 3 Platz auf dem Treppchen

Die mJC1 schließt die Saison erfolgreich mit 26:10 Punkten und einem Torverhältnis von 608:524 auf Platz 3 ab.

Schon die in der Vorbereitung auf diese Saison gezeigten Ergebnisse, inklusive erfolgreicher Qualifikation für die Bezirksoberliga, weckten im Trainerteam die Überzeugung, dass dieses Jahr eine gute Positionierung möglich war.

Die Saison startete im September mit einem Auswärtssieg bei der im Vorfeld hoch gehandelten HSG Wettertal, bevor am zweiten Spieltag mit der HSG Mörlen der spätere Meister in der Stadthalle Hungen vorstellig wurde. Erwartungsgemäß wurde das Spiel verloren, bei weniger technischen Fehlern der HuL‘is hätte es vielleicht spannend werden können. Auch die nächsten beiden Spiele gegen Hüttenberg II und Heuchelheim/Bieber wurden, nach teils indiskutablen Leistungen, verloren.

2:6 Punkte zum Saisonstart. Krisenstimmung und deutliche Ansprache im folgenden Training.

Ein Moment in dem sich Teile des Trainerteams in Frage stellten.

Als Reaktion zeigte die Mannschaft dann im darauffolgenden Spiel was wirklich in ihr steckt.

Der bis dato punktverlustfreie Spitzenreiter aus Griedel gab in der DBS Lich sein Stelldichein, die Favoritenrolle klar verteilt. Nach spannenden 50 Minuten in denen die HuLi‘s nur mit 0:1 und 4:5 in Rückstand lagen, leuchtete ein 34:31-Heimsieg von der Anzeigentafel. Für einige der Jungs das absolute Highlight der Saison.

Ob die Niederlage gegen Heuchelheim/Bieber oder der Sieg gegen Griedel, vielleicht auch eine Kombination aus beidem, sollte die Initialzündung für eine famose weitere zweite Jahreshälfte sein. Die HuLi‘s verloren keines ihrer fünf Spiele in 2025 mehr. Hervorzuheben waren die Siege gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II (46:24) oder der Rückrundenauftakt zu Hause gegen Wettertal (42:27) in denen die Mannschaft Tempohandball par excellence zeigte. Emotionales Highlight war sicherlich der deutliche 36:23-Derby-Sieg gegen den „Nachbarn“ HSG Pohlheim II.

Zum Jahresauftakt Mitte Januar musste man dann zum ungeschlagenen Spitzenreiter, der HSG Mörlen. Wie schon im Hinspiel war hier nichts zu holen. Egal, weiterhin Platz 4 der Tabelle, mit Anschluss nach oben.

Dann das Rückspiel in Hüttenberg. Die Heim-Sieben, top motiviert, sich der Schwere der Aufgabe bewusst und mit drei bis vier „Fahrstuhl-Spielern“ aus dem RL-Team nach 39:53 Minuten mit 26:23 in Führung. Das Spiel schien für die HuLi‘s gelaufen. Gemäß dem Sprichwort, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte, ein 7:0-Lauf für die Gäste in den folgenden 8:19 Minuten. Trotz zwischenzeitlicher Auszeit der Hausherren, 26:30 nach 48:12 Spielminuten, plötzlich die Führung für die Gäste, die Vorentscheidung und ausgelassene Freude auf dem Parkett. Die Hoffnung, tabellenmäßig nochmal oben anklopfen zu können, am Leben.

Nächstes Spiel gegen Heuchelheim/Bieber. Ein Heimspiel in der Stadthalle Hungen. Die HuLi‘s top motiviert mit dem Ziel die Hinspielniederlage wett zu machen. Nach 0:3 nach fünf Minuten wachten unsere Jungs endlich auf. Beim Halbzeitstand von 16:7 konnte man getrost an eine Revanche glauben. Endstand 34:21, Revanche deutlich gelungen.

Anfang Februar dann die deutliche Rückspiel-Niederlage gegen Griedel. Ein gebrauchter Tag, absolut verdienter Punktverlust. Damit konnte auch die Hoffnung begraben werden, vielleicht doch nochmal im Titelrennen eingreifen zu können.

Die letzten vier Spiele konnten wieder siegreich gestaltet werden. Highlight hierbei der 24:25-Derbysieg in Pohlheim, bei dem unsere Jungs verletzungsbedingt sogar ohne Torwart spielen mussten.

Durch den deutlichen Sieg gegen die Jungs der HSG Grünberg/Mücke am letzten Spieltag, mit gleichzeitiger Niederlage des TV Hüttenberg II in Hinterland konnte noch der dritte Tabellenplatz erreicht werden.

Fazit

Ein versöhnliches Ende einer Runde in der sicher noch mehr möglich gewesen wäre. Da es nichts bringt vergebenen Chancen hinterher zu trauern oder die drei Worte „hätte“, „wäre“ oder „wenn“ zu nutzen, schauen wir auf das Positive:

  • jeder Spieler hat sich positiv weiterentwickelt,
  • der Tempohandball wurde forciert,
  • das Abwehrspiel verbessert,
  • die Jungs sind weiter als Mannschaft zusammengewachsen,
  • bei jedem ist noch weiteres Verbesserungspotenzial vorhanden.

MJC: Revanche im Topspiel des Spieltages geglückt

Am Samstag, dem 24. Januar, zur besten Jugendspielzeit um 14:15 Uhr, empfing die drittplatzierte C-Jugend-Zweitvertretung des TV Hüttenberg die viertplatzierte HSG Hungen/Lich zum Topspiel des Spieltages. Nachdem unsere Hu/Li’s das Hinspiel noch denkbar knapp, durch einen 7m-Strafwurf mit der Schlusssirene, mit 28:29 verloren hatten, hatte man sich einiges für das Rückspiel vorgenommen.

Schon beim Aufwärmen war zu spüren, dass die Jungs, ohne den verhinderten Kapitän Mirko Seliger, das Ergebnis aus dem Hinspiel heute drehen wollten.

Vom Anstoß weg legten die Hu/Li’s los wie die Feuerwehr, sodass nach 1:45 Minuten (!!!) eine 4:1 Führung auf der Anzeigetafel leuchtete.

Vom Zwischenergebnis angestachelt, unterstützt durch den ein oder anderen leichtfertigen Ballverlust der Gäste, robbte sich Hüttenberg immer weiter heran und ging nach 11 Minuten erstmals mit 8:7 in Führung. Diese knappe 1-Tor-Führung für die Heimmannschaft hatte mit 16:15 zum Pausenpfiff immer noch Bestand.

Das es weiter knapp bleiben und noch nichts verloren sei, war Teil der Kabinenansprache. Der Plan, genauso gut in die zweite Hälfte zu starten wie zu Beginn des Spiels, scheiterte allerdings.

Anscheinend hatte das Trainerduo der Hüttenberger die besseren Worte gefunden. Schon direkt nach Anpfiff traf die Heim-Sieben zum 17:15 und konnte diesen Vorsprung über 20:17 bis zum 22:18 nach 32 Spielminuten ausbauen. Als dann 30 Sekunden später noch ein 7m-Strafwurf der Hu/Li’s nicht den Weg ins Tor fand, konnte einem schon fast Angst und Bange um die jungen Hu/Li’s werden. Trotz zeitweiliger Überzahl und besten Einwurfmöglichkeiten gelang in dieser Phase wenig. Unkonzentriertheiten und die beiden solide haltenden Hüttenberger Torhüter trugen entscheidend zum 26:23-Rückstand nach 40 Minuten bei.

Noch zehn Minuten Restspielzeit auf der Uhr, es musste also etwas passieren, um vielleicht doch nochmal rankommen zu können. Um die Räume der Hüttenberger im Angriff etwas einzuschränken, wurde die Abwehr nun auf zehn m zurückgezogen und an das seitliche Verschieben und Aushelfen erinnert.

Der Plan glückte. Durch einige Ballgewinne und daraus resultierende schnelle Angriffe, wurde das Ergebnis innerhalb von zwei Minuten auf 26:26 augeglichen, woraufhin die grüne Karte und damit eine Auszeit der Heim-Sieben gezogen wurde. Auch dadurch ließen sich die Gäste in der Crunchtime des Spiels nun nicht mehr aus dem Konzept bringen und erhöhten den Spielstand auf 26:30. Ein 6:0-Lauf!!! Vier Tore Vorsprung bei noch verbleibenden 1:48 min. Das man in so kurzer Zeit schon einmal vier Tore erzielen kann, haben die ersten Minuten gezeigt. Trotzdem sollte es reichen, die Moral der Heim-Sieben war gebrochen.

In einem fairen Spiel, welches die beiden jungen Unparteiischen souverän leiteten, haben sich die Gäste durchgesetzt und bleiben damit weiter in der Spitzengruppe der Bezirksoberliga.

Für Hungen Lich spielten: Vincent Zenker (Tor), Paul Tetzlaff, Luka Keil, Marinus Plank, Rayk Redetzky, Fiete Schliwa, Alexander Rzesnitzek, Jari Wagner, Bent Stieger, Noah Schäffer und Micah Enenkel.