Bereits am vorletzten Spieltag der Hessenqualifikationsrunde sind sowohl die WJA 1 als auch die WJB 1 und die WJC 1 nicht mehr vom zweiten Abschlussrang zu verdrängen und haben damit allesamt die Oberligarunde im neuen Jahr erreicht. Ein neuerlicher Triumph für die weiblichen Jugendteams der HSG Hungen/Lich!
Die A1 hat nach dem erst in der zweiten Halbzeit sichergestellten Sieg gegen den TV Hüttenberg sogar den Gruppensieg sicher.
Dagegen ist die B1 sicher Zweiter. Die schon greifbar nahe Revanche für die knappe Hinspielniederlage in Bieber wurde in den Schlussminuten zwar noch aus der Hand gegeben. Doch das zum weiterkommende ausreichende Remis wurde clever abgesichert und nicht mehr aufs Spiel gesetzt.
Die C1 knackte trotz angezogener Handbremse in Halbzeit Zwei (!) gegen Vollnkirchen erstmals die Marke von 50 Toren. Wegen der unter ganz besonderen Umständen – aber verdient! – zustande gekommenen Niederlage in Kleenheim darf sich das Team im „Endspiel“ gegen Bieber-Heuchelheim aber keine Blöße geben, um auch Gruppensieger werden. Und das ist unser Anspruch!
Die Hanauer waren dem Gastgeber in jeder Hinsicht – in wirklich jeder Hinsicht – einfach überlegen. „Es ist sinnlos heute über einzelne Fehler oder über die Unterschiede zu sprechen.“, erklärt M. Schönwetter nach dem Spiel.
Hanau hatte sich offensichtlich vorgenommen, den im Hinspiel phasenweise geringen Unterschied, richtig zu stellen. Das gelang nicht zuletzt dadurch, dass in einigen Mannschaftsteilen der HuLis das Spielen teilweise völlig eingestellt wurde. Man hatte das Gefühl, dass das Thema Rückzugsverhalten nicht verstanden wurde. Das war auch im Hüttenbergspiel markant.
Gefühlt 75% Konter-Tore sind das Ergebnis von technischen Fehlern, die unmittelbar vor der gegnerischen Abwehr zu Ballverlusten führten. Jede Oberliga-Abwehr bestraft das gnadenlos. Auch dieser Umstand ist allen eigentlich bewusst.
„Man hat heute gesehen, dass wir einen doch gehörigen Abstand nach oben haben. Das war schon mehr als ein Klassenunterschied.“, resumiert I. Deubner die derbe Niederlage auch mit Blick auf die Zukunft des Gesamtpakets, das er im Blick hat.
Es darf die Frage gestellt werden, ob die oberste Spielklasse ein unbedingter Anspruch für einen Verein sein muss? Denn immerhin stellt dieser im männlichen Bereich von der E- bis zur A-Jugend mindestens ein Team. Und die Anzahl der Vereine, die dies tun, verringert sich. Darüber gilt es nachzudenken.
Den zweiten Sieg im zweiten Spiel hat die weibliche Jugend A der HSG Hungen/Lich in der Qualifikation zur Oberliga eingefahren. Beim TV Hüttenberg gewannen die Bierstädterinnen mit 26:21 (13:10). „Es war das erwartet schwere Spiel. Kompliment an die Mädels. Die Partie war für den Kopf sehr anstrengend“, sagte Trainer Tim Straßheim, der mit Rabea Wehrum und Aimée Mitzkat die Mannschaft betreut.
Die Übungsleiter sahen zunächst einen nervösen Start des Gastes. Zwar stand die Deckung, aber vor dem Tor des Gegners zeigten die Talente Nerven. So lag der TVH bis zum 7:5 (16. Minute) vorne, ehe der HSG-Express langsam ins Rollen kam und beim 9:8 die Führung übernahm und diese bis zum Pausenpfiff weiter ausbaute. In den zweiten 30 Minuten durchlebten alle Beteiligten ein Wechselbad der Gefühle. Denn ohne Grund ließ der Nachwuchs aus Hungen und Lich in der Deckung nun nach, was Hüttenberg bestrafte, um beim 16:14 plötzlich wieder alle Trümpfe in der Hand zu haben. Doch plötzlich stabilisierte sich der Tabellenführer wieder und drehte den Spieß beim 17:16 wieder um. Beim 23:18 (56.) war die Frage nach dem Sieger endgültig beantwortet.
„Hüttenberg hat uns mit seiner unangenehmen Abwehr und ständigen Wechseln im Angriff permament vor Probleme gestellt. Aber wir haben dagegengehalten und uns die zwei Punkte verdient“, analysierte Tim Straßheim.
Hungen/Lich: Lilli David, Nele Liebich und Rika Schneider im Tor; Lina Richter, Marie Truckenmüller, Leni Nathes (6), Emma Niebergall (4/3), Selina Lotz (3), Meileen Schäfer (4), Gretha Nau (6), Jil Jackl (1), Livia Gleim (1), Anna-Lena Menne (1) und Rhea Happel.
Mit einer 28:20-Niederlage beendet die mJB das zweite Spiel in der Hessenliga und besiegelt damit wohl den Verbleib in der Landesliga. Auf den tollen Auftritt in Hanau folgt ein ängstlicher und mutloser in eigener Halle. Recht früh ließen sich die Jungs in Halbzeit 1 den „Schneid abkaufen“. Hüttenberg spielte konzentrierter und zeigte mehr Präsenz im gesamten Spielverlauf. Darüber hinaus gestalteten die Roten ihre Angriffe auch schlauer. Sie gewannen verdient.
Die HuLi-Abwehr erwies sich ein ums andere Mal etwas zahnlos. Es schien, als seien sie der Dynamik des Hüttenberger Angriffs nicht gewachsen. Aber auch gedanklich liefen die Grauen meistens hinterher. Eigentlich ist es verwunderlich, warum dann nur 28 Tore geworfen wurden. Es reichte offensichtlich.
In Halbzeit 2 sollte die Anfangsphase entscheidend sein. Ein Vier-Tore-Rückstand kann immer aufgeholt werden. Die Hüttenberger bauten ihren Vorsprung jedoch gerade in dieser Phase kontinuierlich aus, auch weil die geforderte Gegenwehr ausblieb. Unglückliche Aktionen im Angriff brachten den Gegner ohne große Mühen in Ballbesitz und zu Kontern. Damit wurde es unmöglich, das Spiel zu wenden.
„Eine Niederlage ist prinzipiell kein Beinbruch.“, haderte Trainer Ingo Deubner angesäuert nach dem Spiel. Der Auftritt seines Teams hatte ihm nicht gefallen. „Man weiß eben, dass die Jungs besser spielen können, als sie das heute gezeigt haben. Aber es fehlte schon nach dem 0:3-Rückstand in der 1. Halbzeit Mut und Kraft, dem Spiel grundlegend eine Wende zu geben. Das ist viel Kopfsache. Insofern ist es schade, dass sich in Halbzeit 2 kein spannenderes Spiel entwickelte.“
„Wir werden uns das Spiel in Ruhe anschauen und dann die nötigen Rückschlüsse ziehen. Das Video lügt nicht. Heute haben Basics gefehlt, die wir eigentlich behoben glaubten. Daran werden wir arbeiten und vermeintlich auch einige Knoten lösen müssen.“ , resumiert Maik Schönwetter das Spiel.
Im nächsten Spiel gegen Gelnhausen kommt ein Gegner, der seit Jahren eine tolle Jugendarbeit leistet. Wir dürfen gespannt sein, wie die HuLis diese Aufgabe lösen.
Auch in diesem Jahr fand das Camp der Hungener und Licher Handballer unter reger Beteiligung unserer Jugendspielerinnen und Spieler in der zweiten Ferienwoche statt. Über 60 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren freuten sich über vier Tage Spiel und Spaß mit durchaus intensiven Einheiten in Koordination, Beweglichkeit, Athletik und natürlich allen Aspekten des Handballspiels.
Unter Leitung von Nicole Franz-Schröder und Ulli Will wurde in Lich in den Hallen der DBS und der EKS sowie in Hungen in der Halle der Gesamtschule trainiert, wobei der Altersaspekt natürlich Berücksichtigung fand. So spielten die Kinder bis einschließlich der E-Jugend an den ersten drei Tagen in Hungen und die älteren Spieler in Lich. Am vierten Tag gab es dann zur Freude aller ein Turnier in der DBS, bei dem zum Schluss auch die Betreuer einer Tradition folgend ein Spiel gegen die ältesten Camp-Teilnehmer wagten und gewannen.
Alle Altersklassen wurden durch deutlich mehr als zehn Trainerinnen und Trainer sowie einigen Spielern der männlichen B-Jugend, die sich im Nachwuchsbereich schon seit einiger Zeit als Trainer und Schiedsrichter engagieren, bestens in allen Aspekten eines modernen Handballtrainings betreut. Zur großen Freude der Spielerinnen der C-Jugend nahmen sich sogar die beiden Trainer der ersten Frauen- und Männermannschaften Tim Straßheim und Carsten Schäfer die Zeit, jeweils eine Einheit mit ihnen zu absolvieren, wodurch die Nachwuchstalente einen Einblick in die Trainingsmethoden der älteren Jahrgänge bekamen.
Für kulinarische Genüsse zur Mittagszeit sorgte in Hungen die Limes Metzgerei und in Lich die Metzgerei Stein sowie das Restaurant „Peter Pan“. Der Rewe Markt in Lich sponserte noch Gemüse und Obst, das von fleißigen Helferlein unter den Eltern als gesundes Essen für Zwischendurch vorbereitet wurde. Getränke wurden vom Verein zur Verfügung gestellt.Am Ende der vier Tage waren sich alle einig, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein derartiges Camp geben soll, die Vorbereitungen dafür haben schon begonnen.
Neben dem Spaß an der Bewegung standen auch Koordination und Athletik im Vordergrund der Übungen für die jüngeren Camp-Teilnehmer.Beim Turnier am letzten Tag wurde auch ordentlich Stimmung von den Rängen gemacht.Die Betreuer hatten viel Spaß bei der Organisation der verschiedenen Einheiten und Spiele mit den Kindern.