Hallensperren: Die Stadthalle Hungen ist am 26. und 27. Januar 2022 gesperrt. Die Bepo Lich ist bis auf weiteres für jeglichen Sport gesperrt.

MJB verliert erstes Spiel in der Landesliga

Man mag nicht von einer Negativserie sprechen, aber wieder gelingt es der mJB nicht, in einer fremden Halle erfolgreich zu sein. Gegen Bieberau-Modau gibt es eine 26:33 Schlappe.

Eine defensive Grundausrichtung wurde zu Beginn des Spiels vom Trainerteam ausgegeben, das gut und konzentriert aufgelegte HuLi-Jungs beim Aufwärmen wahrnahm. Die Konzentration hielt genau 14 Minuten. Danach legten die Gastgeber einen 6:0-Lauf hin und zogen auf 14:8 davon. Und – das sei vorweg genommen – diesem Rückstand liefen die HuLis ab der 20. Spielminute dann hinterher.

Eine zu große Fehlerquote, fehlende Bereitschaft 1:1-Situationen für sich zu lösen, eine Unmenge verworfener Bälle, kein gutes Rückzugsverhalten und eine Abwehrarbeit, die dem Gegner eine große Anzahl von sehr einfachen Toren gestattet – so lässt sich irgendwie kein Blumentopf gewinnen. Dies ist in etwa ein Fazit vorab. 

Das Trainerteam zeigt sich etwas ratlos, gewinnt man doch im Training den Eindruck, dass das Team voll bei der Sache ist. M. Schönwetter resümiert die Niederlage wie folgt: „Ohne die Bereitschaft in einer Abwehr Löcher zu reißen und dort hinein zu gehen, wo es auch mal wehtut, werden wir es in der Landesliga schwer haben.“ Auch sein Trainerkollege wirkt ratlos. Körperlich sieht man keinen Unterschied zu den anderen Teams in der Liga. Feststellbar ist aber, dass der Gegner immer wieder leichte Durchbrüche zu Torerfolgen nutzt und die Bälle zu den Außen oder an den Kreis meist umstandslos ihren Mann und von dort aus den Weg ins Tor finden. Sehr zum Leidwesen des wieder einmal gut aufgelegten Luca Schmidt, der nicht wenige solcher freien Bälle zu egalisieren verstand. 

Im nächsten Spiel geht es im Heimspiel gegen Großenlüder/Hainzell. We will see!

MJB startet in die Landesliga

Eine kurze Pause wird unserer männlichen U17 gegönnt. Dann geht es sofort im neuen Jahr an die Vorbereitung auf die Landesliga-Saison.

Die Gegner sind dabei attraktiv: HSG Großenlüder/Hainzell, mJSG Bieber/Heuchelheim, TSG Oberursel, HSG Rüsselsheim/Königstädten/Bauschheim und HSG Groß-Bieberau/Modau.

Nie spielte eine männliche B-Jugend unserer HSG auf Hessenebene. Trotzdem rechnet man sich durchaus gute Chancen aus, um die Spitze mitspielen zu können. Dafür wird ab Januar dreimal pro Woche trainiert.

Daneben ist man stolz, den Physiotherapeuten Gunter Schickstein aus Florstadt für die ergänzende athletische Ausbildung verpflichtet zu haben. Der ehemalige Leistungssportler (Judo) wird das Trainerteam ebenfalls ab Januar ergänzen und sowohl vor Ort in der Halle wie auch individuell die jungen Herren stärker machen.

MJB: Auch keine goldene Ananas

Hessenliga-Qualifikation: TV Gelnhausen – HuLi 33:31 (18:15)

Auch wenn es um nichts mehr ging, hätte unsere U17 gerne das letzte Qualifikationsspiel erfolgreich abgeschlossen. In Gelnhausen ging man mit zwei Prämissen an den Start: 1. Gewinnen 2. Allen viele Spielanteile gönnen. Dass man diesen beiden Vorgaben nicht gerecht werden konnte, lag vor allen Dingen an einer mäßigen Abwehrleistung gegen den Nachwuchs des Drittligisten.

„Never change a (winning) team“ spiegelte sich in der Anfangsformation wider. Man stellte zu Beginn diejenigen auf die Platte, die vor einer Woche in Hüttenberg um Haaresbreite am Sieg gescheitert waren und vor allen Dingen in der Abwehr vollauf überzeugt hatten.

Eine schnelle Führung am Anfang hatte nur kurzen Bestand und der TVG fand mit fortschreitendem Spielverlauf immer besser Lücken in einer Defensive, die nicht miteinander zu arbeiten gewillt war. Gerade gegen die körperlich starken Halb-Angreifer des TVG standen die Abwehrspieler der HuLi’s alleine und vermissten die Nebenleute genauso, wie die Trainer. 

Der Angriff machte indes sein Ding irgendwie. Was fehlte, waren gewonnene Bälle hinten, daraus resultierendes Umschaltspiel und letztlich auch der Willen, unbedingt gewinnen zu wollen.

Immerhin: eine Umstellung in der Abwehr brachte unsere Jungs beim 30:29 noch einmal in die Reichweite von Zählbarem. Da Prämisse 2 jedoch an diesem Tag auch konsequent befolgt wurde (alle viele Spielanteile), reichte es endlich nicht, um das Spiel zu gewinnen.

Fazit: Das erste Ziel des Teams wurde mit der Qualifikation für die Hessenliga erreicht. Einem starken Auftritt bei der HSG Hanau und beim TV Hüttenberg standen drei schwache Spiele gegenüber.

Mit einer Mannschaft, deren Spieler überwiegend dem jüngeren Jahrgang angehören, wäre die Oberliga eine überfordernde Aufgabe, wenngleich einzelne Akteure dieses Niveau zeigen können.

In einem Mannschaftssport geht es aber darum, dass alle Teammitglieder sich entwickeln und an Erfolg wie Misserfolg teilhaben.

Die HSG hat im Vergleich zu dem Jahrgang 2005/2006, der vor zwei Jahren eine gute Rolle in der Oberliga spielte, mit dem alles überragenden Paul Schmischow (jetzt Leipzig und DHB-Spieler) und Bjarne Lierz (TV Hüttenberg) spieltragende Figuren verloren. Zudem fehlt verletzungsbedingt das Herz der Abwehr mit Fritz Kasperkowitz. 

Aufgerückt sind Spieler der ehemaligen C2 die damals in der Bezirksoberliga auf dem letzten Platz gelandet sind. Sie haben sich inzwischen so weit entwickelt, dass sie mit ihrem Team auf Augenhöhe mit Hanau (eine Halbzeit) oder Hüttenberg spielen … Chapeau!

Wir empfinden das ausdrücklich als sehr gute Entwicklung! 

Verständlich, dass Externe oder Eltern der Mannschaft mehr zutrauen wollen. Das spiegelt aber nicht das Bild aus den vielen Trainingseinheiten und Vorbereitungsspielen und schon gar nicht die Kaderstruktur wider. 

Unsere Mannschaft ist in der Landesliga sehr gut aufgehoben! Dort wollen wir oben mitspielen und müssen gerade in Vellmar und Bieber natürlich auch an unsere Grenzen gehen. Das Team als solches wird sich sicher weiter entwickeln. 

Gerade körperlich müssen wir aufholen – das haben wir in dieser Hessenqualifikation erleben „dürfen“. 

Deswegen wird nach den Ferien auch eine feste Athletikeinheit pro Woche stattfinden und die körperliche Entwicklung unter höchster fachlicher Expertise individuell überwacht. In den übrigen drei Trainingseinheiten wird die Abwehrarbeit noch stärker in den Fokus gerückt werden.

Für die HSG spielten in Gelnhausen: Luca Schmidt im Tor, Tim Heckmann, Jan Bastel (2), Jerome Heffe (1), Nico Böhm (1), Jonathan Will (4), Christopher Schönwetter (1), Lasse Schmidbauer, Piet Spall (4), German Kasperkowitz, Leon Becker (14) und Pius Spall (4).

TVH – MJB 26:24 – Schlau, aber zu brav?

In einem spannenden Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg zeigte sich das Team der MJB gut aufgelegt und bot dem Favoriten in dessen Wohnzimmer bis zum Schluss Paroli. 

Nach einer ausgeglichenen Begegnung sah es zu Beginn nicht aus. Die Gastgeber zogen in den ersten vier Minuten auf 4:0 davon. Jedoch fanden die HuLis nach ihrem ersten Treffer besser ins Spiel und legten vor allem den (zu) großen Respekt ab. Keine fünf Minuten später hatten sie den Ausgleich hergestellt. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf mäßigem Oberliganiveau, das sich allerdings durch Spannung auszeichnete. Spätestens mit der ersten Führung wurden die Gastgeber etwas nervöser und zeigten Schwächen im Abschluss. Diese kompensierten sie mit ihrer Athletik und mit einer körperorientierten Abwehrarbeit.

Das Spielgewicht verlagerte sich auch in Halbzeit zwei regelmäßig. Als J. Will in der 45. Minute mit einem 7-Meter die erneute Führung der HuLis erzielte, keimte Hoffnung auf, dass die Begegnung mit einer Überraschung enden könnte. Aber der Favorit aus Hüttenberg rettete sich mit letztlich drei Einzelaktionen ins Ziel. 

„Großes Kompliment an mein Team“, meinte ein sichtlich zufriedener M. Schönwetter nach dem Spiel. „Niemand hätte sich beschweren dürfen, wenn wir als Sieger vom Platz gegangen wären.“ „Man hat heute spielerisch keinen allzu großen Unterschied zwischen dem TVH und den HuLis bemerkt.“ lobte auch I. Deubner sein Team. Jedoch gibt er zu bedenken, dass die Gastgeber ohne Stammtorwart spielten. Darüber hinaus sei auffällig, dass die HuLis, wie so oft, ihr Spiel gänzlich ohne progressive Bestrafungen absolvierten. Ob das Konzept in einer leistungsorientierten B-Jugend Oberliga oder Landesliga erfolgreich sein kann, ließ er offen.

MJB: Hanau überrollt wehrlose HuLis

Die Hanauer waren dem Gastgeber in jeder Hinsicht – in wirklich jeder Hinsicht – einfach überlegen. „Es ist sinnlos heute über einzelne Fehler oder über die Unterschiede zu sprechen.“, erklärt M. Schönwetter nach dem Spiel.

Hanau hatte sich offensichtlich vorgenommen, den im Hinspiel phasenweise geringen Unterschied, richtig zu stellen. Das gelang nicht zuletzt dadurch, dass in einigen Mannschaftsteilen der HuLis das Spielen teilweise völlig eingestellt wurde. Man hatte das Gefühl, dass das Thema Rückzugsverhalten nicht verstanden wurde. Das war auch im Hüttenbergspiel markant.

Gefühlt 75% Konter-Tore sind das Ergebnis von technischen Fehlern, die unmittelbar vor der gegnerischen Abwehr zu Ballverlusten führten. Jede Oberliga-Abwehr bestraft das gnadenlos. Auch dieser Umstand ist allen eigentlich bewusst. 

„Man hat heute gesehen, dass wir einen doch gehörigen Abstand nach oben haben. Das war schon mehr als ein Klassenunterschied.“, resumiert I. Deubner die derbe Niederlage auch mit Blick auf die Zukunft des Gesamtpakets, das er im Blick hat. 

Es darf die Frage gestellt werden, ob die oberste Spielklasse ein unbedingter Anspruch für einen Verein sein muss? Denn immerhin stellt dieser im männlichen Bereich von der E- bis zur A-Jugend mindestens ein Team. Und die Anzahl der Vereine, die dies tun, verringert sich. Darüber gilt es nachzudenken.

MJB unterliegt dem Favoriten TV Hüttenberg (zu) klar

Mit einer 28:20-Niederlage beendet die mJB das zweite Spiel in der Hessenliga und besiegelt damit wohl den Verbleib in der Landesliga. Auf den tollen Auftritt in Hanau folgt ein ängstlicher und mutloser in eigener Halle. Recht früh ließen sich die Jungs in Halbzeit 1 den „Schneid abkaufen“. Hüttenberg spielte konzentrierter und zeigte mehr Präsenz im gesamten Spielverlauf. Darüber hinaus gestalteten die Roten ihre Angriffe auch schlauer. Sie gewannen verdient. 

Die HuLi-Abwehr erwies sich ein ums andere Mal etwas zahnlos. Es schien, als seien sie der Dynamik des Hüttenberger Angriffs nicht gewachsen. Aber auch gedanklich liefen die Grauen meistens hinterher. Eigentlich ist es verwunderlich, warum dann nur 28 Tore geworfen wurden. Es reichte offensichtlich. 

In Halbzeit 2 sollte die Anfangsphase entscheidend sein. Ein Vier-Tore-Rückstand kann immer aufgeholt werden. Die Hüttenberger bauten ihren Vorsprung jedoch gerade in dieser Phase kontinuierlich aus, auch weil die geforderte Gegenwehr ausblieb. Unglückliche Aktionen im Angriff brachten den Gegner ohne große Mühen in Ballbesitz und zu Kontern. Damit wurde es unmöglich, das Spiel zu wenden.

„Eine Niederlage ist prinzipiell kein Beinbruch.“, haderte Trainer Ingo Deubner angesäuert nach dem Spiel. Der Auftritt seines Teams hatte ihm nicht gefallen. „Man weiß eben, dass die Jungs besser spielen können, als sie das heute gezeigt haben. Aber es fehlte schon nach dem 0:3-Rückstand in der 1. Halbzeit Mut und Kraft, dem Spiel grundlegend eine Wende zu geben. Das ist viel Kopfsache. Insofern ist es schade, dass sich in Halbzeit 2 kein spannenderes Spiel entwickelte.“ 

„Wir werden uns das Spiel in Ruhe anschauen und dann die nötigen Rückschlüsse ziehen. Das Video lügt nicht. Heute haben Basics gefehlt, die wir eigentlich behoben glaubten. Daran werden wir arbeiten und vermeintlich auch einige Knoten lösen müssen.“ , resumiert Maik Schönwetter das Spiel. 

Im nächsten Spiel gegen Gelnhausen kommt ein Gegner, der seit Jahren eine tolle Jugendarbeit leistet. Wir dürfen gespannt sein, wie die HuLis diese Aufgabe lösen.