WJA: Sieben-Tore-Führung verspielt – einen Punkt verloren

HSG Wettertal – HSG Hungen/Lich 28:28 (12:19)

Was für ein bitteres Ende für unsere weibliche A-Jugend! Nach einer richtig starken ersten Halbzeit und einer komfortablen 19:12-Führung müssen wir uns am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. 

Unsere Mädels starteten konzentriert und mit viel Tempo in die Partie. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bekamen wir das Spiel immer besser in den Griff und konnten uns bis zur Pause einen Sieben-Tore-Vorsprung erarbeiten. Mit viel Bewegung, schönen Kombinationen und einer guten Einstellung gingen wir verdient mit 19:12 in die Kabine.

Doch nach dem Seitenwechsel kam leider ein völlig anderes Bild. Wir verloren zunehmend unsere Linie, wurden im Angriff statischer und ließen vor allem die nötige Lauffreudigkeit vermissen. Anstatt weiter Druck auf die Abwehr auszuüben, fehlte immer häufiger die Bewegung ohne Ball. Dazu kamen zahlreiche vergebene Chancen, durch die wir es versäumten, den Vorsprung weiter auszubauen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

Besonders ärgerlich war auch unsere Ausbeute von der Siebenmeterlinie. Von neun zugesprochenen Strafwürfen konnten wir lediglich vier verwandeln. Gerade in einer solchen Partie sind das Chancen, die wir unbedingt konsequenter nutzen müssen. 

Auch kämpferisch konnten wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen. Wettertal nahm den Kampf immer mehr an, während wir es nicht schafften, mit der gleichen Leidenschaft dagegenzuhalten. Die Gastgeberinnen kämpften sich Tor um Tor zurück und plötzlich wurde aus einer eigentlich komfortablen Führung eine enge Schlussphase.

Dabei hatten wir den Sieg trotzdem noch selbst in der Hand. Beim 28:26 lagen wir knapp drei Minuten vor dem Ende weiterhin vorne. Doch Wettertal verkürzte, wir konnten nicht mehr nachlegen und 16 Sekunden vor dem Ende fiel tatsächlich der Ausgleich zum 28:28. 

Der Schlusspfiff war entsprechend bitter. Nach einer ersten Halbzeit, in der wir gezeigt haben, was in dieser Mannschaft steckt, geben wir einen Sieben-Tore-Vorsprung aus der Hand.

Zusätzlich mussten wir an diesem Tag auf Lena Witzel, Anni Liebmann und Lotta Braun verzichten, die im vergangenen Spiel noch mit starken Leistungen überzeugt hatten. Gerade in einer solchen Phase hätten uns die drei sicherlich weitere Möglichkeiten und Alternativen gegeben.

Trotz aller Enttäuschung müssen wir dieses Spiel jetzt abhaken und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Die erste Halbzeit hat gezeigt, dass wir Handball spielen und Spiele dominieren können. Jetzt müssen wir es schaffen, diese Leistung über 60 Minuten abzurufen. Mehr Bewegung. Mehr Konsequenz. Mehr Kampf. Und vor allem: füreinander einstehen, wenn es schwierig wird.

Starker Auftakt – WJA startet mit Kantersieg

HSG Hungen/Lich – HSG Großen-Buseck/Beuern 38:8 (18:5)

Was für ein Auftakt! Vor heimischer Kulisse in der Schäferstadthalle Hungen ist unsere A-Jugend mit einem beeindruckenden 38:8-Heimsieg gegen die HSG Großen-Buseck/Beuern in die neue Saison gestartet. Von der ersten Minute an war zu spüren, dass die Mannschaft von Marcus Jung und Selina Lotz hochmotiviert war und sich für den Saisonstart einiges vorgenommen hatte.

Bereits in der Anfangsphase legte die HSG ein hohes Tempo vor. Die Abwehr stand kompakt, arbeitete hervorragend im Verbund und ließ den Gästen nur wenig Raum für klare Abschlüsse. Dahinter war Anna Hoffmann ein sicherer Rückhalt und konnte sich mit starken Paraden immer wieder auszeichnen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torhüterin sorgte für zahlreiche Ballgewinne – und die wurden konsequent genutzt.

Mit viel Tempo ging es nach vorne. Die HSG spielte konzentriert, druckvoll und mit viel Freude am Handball. Egal, wer auf dem Feld stand: Alle Spielerinnen übernahmen Verantwortung und trugen ihren Teil zum Erfolg bei. Besonders schön für das Trainerteam und die Mannschaft war deshalb, dass jede eingesetzte Feldspielerin mindestens einmal ins gegnerische Tor traf.

Schon zur Halbzeit hatte sich die HSG mit 18:5 ein komfortables Polster erspielt. Doch anstatt einen Gang zurückzuschalten, blieb die Mannschaft auch nach dem Seitenwechsel hungrig. Die Abwehr machte weiter Druck, die Torhüterin gab Sicherheit und im Angriff wurde weiter mutig und konsequent auf das Tor gegangen. Tor um Tor wuchs der Vorsprung und die Mannschaft belohnte sich für ihren starken Auftritt.

Ein besonderes Lob verdiente sich Lotta Braun, die auf einer für sie ungewohnten Position eingesetzt wurde. Sie nahm die neue Aufgabe mit viel Selbstvertrauen an, fügte sich hervorragend ins Spiel ein und zeigte eine starke Leistung. Mit fünf eigenen Treffern setzte sie dabei auch offensiv ein Ausrufezeichen.

Am Ende stand ein deutliches 38:8 auf der Anzeigetafel. Ann-Christin Liebmann und Hannah Freitag waren mit jeweils sieben Treffern die erfolgreichsten Torschützinnen. Lia Margarete Lintschnig erzielte sechs Tore, Matilda Solan und Lotta Braun trafen jeweils fünfmal.

Doch am Ende war es vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, die diesen Saisonauftakt so besonders machte. Eine starke Abwehr, eine überzeugende Torhüterleistung, viel Tempo nach vorne und eine Offensive, in der jede Feldspielerin ihren Beitrag leistete – besser hätte der Start kaum laufen können.

Die A-Jugend setzt damit gleich zum Saisonauftakt ein Ausrufezeichen und darf mit viel Selbstvertrauen auf die kommenden Aufgaben blicken. Weiter so, Mädels! 

WJA: Vorbericht auf die Saison 2026/2027

Gemeinsam den nächsten Schritt

Die weibliche A-Jugend der HSG Hungen/Lich schlägt in der kommenden Saison ein neues Kapitel auf. Mit einem neuen Trainerteam, einem verstärkten Kader und großen Zielen möchte die Mannschaft in der Bezirksoberliga gemeinsam den nächsten Schritt gehen. Die knapp verpasste Qualifikation für die Regionalliga war zwar zunächst eine Enttäuschung, hat aber gleichzeitig eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Die Spielerinnen haben sich auf hohem Niveau präsentiert und wichtige Erfahrungen gesammelt, die sie nun mit in den Ligaalltag nehmen möchten.

Ein neues Kapitel beginnt auch auf der Trainerbank. Nach ihrem Engagement in den vergangenen Jahren verabschieden sich Vanessa Gensterblum und Emma Niebergall als Trainerinnen der weiblichen A-Jugend. Die HSG Hungen/Lich bedankt sich herzlich für ihren großen Einsatz und die engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren. Für ihren weiteren sportlichen und persönlichen Weg wünschen wir beiden alles Gute und viel Erfolg.

Mit Marcus Jung als Trainer und Selina Lotz als Co-Trainerin übernimmt ein neues Trainerteam die Verantwortung für die weibliche A-Jugend. Marcus Jung trainierte bis 2025 vier Jahre lang die zweite Damenmannschaft der HSG Hungen/Lich und bringt neben seiner Erfahrung im Aktivenbereich auch eine enge Verbundenheit zum Verein mit. Selina Lotz ist selbst den Weg durch die Jugend der HSG gegangen und gehört heute zum Regionalliga Kader der Damen. Als Eigengewächs kennt sie die Philosophie und Werte des Vereins bestens und kann ihre Erfahrungen aus dem leistungsorientierten Handball authentisch an die Nachwuchsspielerinnen weitergeben. Gemeinsam möchten sie die Mannschaft mit neuen Impulsen weiterentwickeln, die vorhandenen Stärken ausbauen und die Spielerinnen gezielt auf den Übergang in den Aktivenbereich vorbereiten.

Verstärkung erhält die Mannschaft durch die Neuzugänge Lotta Braun, Anni Liebmann, Emilia Döll, Jette Drewes und Leonie Wolf. Mit ihnen gewinnt die weibliche A-Jugend nicht nur an Qualität, sondern verfügt auch über deutlich mehr Möglichkeiten auf allen Positionen. Eine wichtige Rolle übernehmen dabei die beiden Kapitäninnen Lena Witzel und Lia Lintschnig. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Einsatzwillen und ihrer Vorbildfunktion sollen sie die Mannschaft auf und neben dem Spielfeld führen und insbesondere den jüngeren Spielerinnen Orientierung geben. ◊

Die Stärken der Mannschaft liegen vor allem in ihrer hohen Spielstärke, dem schnellen Umschaltspiel und ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Durch die größere personelle Breite verfügt das Trainerteam über mehr Möglichkeiten, flexibel auf unterschiedliche Spielsituationen zu reagieren und Belastungen im Saisonverlauf besser zu steuern. Besonders hervorzuheben ist jedoch der außergewöhn-liche Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Die Spielerinnen unterstützen sich gegenseitig, übernehmen Verantwortung füreinander und haben sich zu einer echten Einheit ent-wickelt. Dieser Teamgeist ist die Grundlage dafür, gemeinsam auch schwierige Situationen zu meistern und in engen Spielen den entscheidenden Schritt mehr zu gehen.

Eine besondere Herausforderung wird die Umstellung nach der Regionalliga Qualifikation sein. Dort wurde mit Harz gespielt, während in der Bezirksoberliga wieder ohne Haftmittel gespielt wird. Gleichzeitig gilt es, die Ideen und Abläufe des neuen Trainerteams kennenzulernen und sich als Mannschaft weiter einzuspielen. Veränderungen brauchen Zeit, bieten aber auch die Chance, neue Impulse aufzunehmen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Mannschaft ist hoch motiviert, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Die Ziele für die neue Saison gehen dabei weit über Tabellenplätze hinaus. Natürlich möchte die Mannschaft attraktiven, schnellen und begeisternden Handball spielen, sich kontinuierlich weiterentwickeln und bis zum Saisonende ein ernstes Wort im Kampf um die Meisterschaft mitreden. Ebenso wichtig ist jedoch die langfristige Ausbildung der Spielerinnen. Bereits jetzt trainieren mehrere A-Jugend-liche regelmäßig in den Damenmannschaften mit und sollen, wenn sich die Möglichkeit bietet, wertvolle Spielanteile in den drei Damenmannschaften der HSG sammeln. So werden sie Schritt für Schritt an die Anforderungen des Aktivenbereichs herangeführt.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Nachwuchsarbeit ist die enge Verzahnung der Jugendmannschaften. Hannah Freitag, die noch der weiblichen B-Jugend angehört, ist bereits fester Bestandteil des Kaders der weiblichen A-Jugend und sammelt dort regelmäßig wertvolle Erfahrungen. Darüber hinaus sollen weitere talentierte Spielerinnen der weiblichen B-Jugend schrittweise an die weibliche A-Jugend herangeführt werden. Neben regelmäßigen Trainingseinheiten werden sie, wenn möglich, auch Spielanteile in der weiblichen A-Jugend erhalten. So entsteht ein fließender Übergang zwischen den Altersklassen, der den Spielerinnen Sicherheit gibt und ihre Entwicklung nachhaltig fördert.

Die weibliche A-Jugend der HSG Hungen/Lich steht damit nicht nur für ambitionierten und attraktiven Handball, sondern auch für eine konsequente und nachhaltige Nachwuchsarbeit. Mit einem motivierten Trainerteam, einem breiter aufgestellten Kader, viel Qualität und einem außergewöhnlichen Teamgeist sind die Voraussetzungen geschaffen, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. Gelingt es der Mannschaft, ihre Stärken konsequent auf die Platte zu bringen, darf sie sich berechtigte Hoffnungen machen, bis zum Saisonende um die Meisterschaft mitzuspielen. Gleichzeitig möchte die weibliche A-Jugend ihrem Anspruch gerecht werden, junge Spielerinnen Schritt für Schritt an den Aktivenbereich heranzuführen und damit den erfolgreichen Weg der HSG Hungen/Lich in der Nachwuchsarbeit konsequent fortzusetzen.

HuLi’s goes Beachhandball

HuLi’s goes Beachhandball

Während zuhause die Temperaturen zum Wochenende in die Höhe kletterten, machten sich unsere MJA, WJB und WJC auf den Weg in Richtung der Ostsee, genauer gesagt nach Damp, um dort am internationalen Beachhandballturnier direkt an der Ostsee teilzunehmen.

Abfahrt war für alle Mannschaften samt Betreuer am Freitag, 19. Juni morgens um 7:00 Uhr an der Schäferstadthalle Hungen, wo man sich gemeinsam im Reisebus der Firma Pfann-müller-Reisen auf den Weg Richtung Damp machte.

Gegen 16:00 Uhr kam man schließlich im Sporthotel Schubybeach in Damp an. Dort war Zimmer beziehen gefolgt von einem kurzen Abendessen angesagt, bevor es gegen 18:30 Uhr auch schon das erste Mal Richtung Strand ging, da um 19:00 Uhr die große Eröffnungsfeier anstand.

Angekommen am Strand staunten alle Teilnehmenden nicht schlecht, waren sie doch nur drei der 184 teilnehmenden Mannschaften aus Deutschland und Dänemark, die an dem Turnier teilnahmen. Unter lautem Applaus aller Zuschauenden hatten alle teilnehmenden Vereine die Ehre, an den Strand und auf die Spielfelder einzulaufen.

Gegen 20:40 Uhr war es anschließend auch so weit, das erste Spiel stand für die WJB auf dem Programm. Mit 17:2 und 20:6 konnte man die erste Partie des Turniers für sich entscheiden und die ersten Punkte einfahren

Anschließend durfte nun auch noch einmal die WJC auf den Sand und ihr Können beweisen, musste sich aber leider gegen den TV Uelzen geschlagen geben. Die MJA durfte sich derweil noch ausruhen, sie starteten erst am frühen Samstagmorgen in das Turnier. 

Zurück in der Unterkunft war an Schlaf natürlich nicht zu denken und so wurde entweder der Beachvolleyballplatz noch einige Zeit bespielt oder Gesellschaftsspiele in einer geselligen Runde gespielt. Auch der erste Kontakt zu den anderen Mannschaften, die in derselben Unterkunft unterbracht waren, wurden gesucht und so bildeten sich schnell einige „Turnierfreundschaften“, welche sich über das gesamte Turnier hinweg noch weiter anfeuern sollten.

Am nächsten Morgen gegen 9:00 Uhr stand nun auch endlich das erste Spiel der MJA an, man traf auf die TSG Oberursel. Auch hier musste man sich leider knapp mit 16:15 und 12:10 geschlagen geben, wollte aber unbedingt im nächsten Spiel gegen den HSV Minden-Nord die ersten Punkte holen. Der erste Satz konnte gewonnen werden, während man sich im zweiten Satz deutlich geschlagen geben musste, die Entscheidung fiel also im Shootout, bei dem leider auch der HSV knapp die Nase vorn hatte und mit 4:5 das Spiel für sich entschieden konnte. Nichtsdestotrotz stand dank dem einen gewonnen Satz der erste Punkt auf der Seite unserer Beachtastics!

Im dritten Spiel des Tages traf unsere MJA nun auf einen bekannten aus dem Bezirk Gießen, die JSG Florstadt/Gettenau! Gegen den direkten Konkurrenten aus dem Bezirk wollte man sich auf keinen Fall die Blöße geben und einen Punkt abschenken und so gewannen die Jungs ihr Spiel Nummer drei und Spiel Nummer vier ebenfalls. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bedeutete das am Ende der Gruppenphase Platz 2 und die damit verbundene Qualifikation fürs Achtelfinale! Da der Gegner im Achtelfinale nicht antrat, rückte man ohne zu Spielen weiter ins Viertelfinale am Sonntag.

Für unsere WJB begann der Turniertag erst gegen Samstagmittag. Um 14:40 Uhr wartete ebenfalls der HSV Minden-Nord auf die Mädels und konnte den ersten Satz nach einer schwachen Leistung für sich entscheiden. In Satz zwei zeigten die Beachtastics allerdings ihre Klasse und konnten diesen Satz deutlich mit 17:6 für sich entscheiden. Wie auch bei den Jungs, musste die Entscheidung im Shootout getroffen werden. Ein souveränes 3:0 nach zwei Schützen für unsere Mannschaft ließ die nächsten beiden Punkte auf dem Konto erscheinen. Das nächste Spiel lässt sich auch kurz zusammenfassen, Gegner nicht erschienen, bedeutet nächster Sieg für die Mädels samt Coach. Im letzten Spiel der Gruppenphase ging es nun gegen Holstebro Håndbold 90, welche man auch im Shootout besiegen konnte. Damit stand fest, unsere WJB spielt sich ungeschlagen ins Achtelfinale!

Auch unsere WJC startete besser als am Vortag ins Turnier. Gegen die HSG WaBo konnte im Shootout gewonnen werden und damit auch endlich die ersten beiden Punkte geholt werden. Im nächsten Spiel gegen Nørre Djurs HK musste man sich leider deutlich mit 0:2 Sätzen geschlagen geben, konnte aber direkt im darauffolgenden Spiel gegen den HC Spreewald deutlich mit 2:0 Sätzen gewinnen, was Platz 3 am Ende der Gruppenphase hieß und bedeutete, dass die nächsten Spiele erst wieder am Sonntagmorgen sind.

Für unsere WJB ging es am Samstagabend allerdings noch um den Einzug ins Viertelfinale, Gegner der Partie im Achtelfinale war niemand geringeres als der Gegner der letzten Partie, Holstebro Håndbold 90. Auch in diesem Spiel musste die Entscheidung vertagt werden und so ging es erneut wie in der Gruppenphase auch, ins Shootout. Auch in der Neuauflage des Spiels behielten die Beachtastics die Nerven und konnten das Shootout erneut für sich entscheiden, was die Qualifikation fürs Viertelfinale am nächsten Tag bedeutete!

Am Sonntag morgen ging es munter weiter, nachdem früh morgens schon die Zimmer geräumt wurden und Sachen gepackt wurden, ging es ein letztes Mal an den Strand, um die letzten Spiele des Turniers zu bestreiten.

Für unsere WJC hieß das konkret: Anpfiff um 9:40 Uhr gegen die HSG Nord Edemissen/Uetze II, die man im ersten Satz deutlich mit 12:6 besiegen konnte. In Satz zwei war von dieser Überlegenheit leider nichts mehr zu sehen und so musste man Satz Nummer zwei an den Gegner abgeben, hieß für alle erneutes Shootout, leider mit dem besseren Ergebnis für die HSG Nord Edemissen/Uetze II.

Schon eine Stunde später ging es gegen den nächsten Gegner, den HTV Hemer, auch in diesem Spiel musste man sich leider nach zwei Sätzen geschlagen geben und beide Punkte an den Gegner abgeben. Nichtsdestotrotz hieß die Devise: Nicht den Kopf hängen lassen und in den letzten beiden Spielen des Tages noch einmal sein Können unter Beweis stellen! 

Im vorletzten Spiel ging es gegen Snejbjerg Haandbold, erneut einen Gegner aus Dänemark. Nach einem verschlafenen ersten Satz konnte man den zweiten Satz deutlich für sich gewinnen, was erneut das Shootout ins Spiel brachte. In der Verlängerung des Shootouts konnte man nun endlich sein Können unter Beweis stellen und die ersten Punkte des Tages sammeln, was ein gutes Gefühl für das letzte Platzierungsspiel mit sich brachte. 

Der Gegner war kein Unbekannter. Man traf erneut auf Snejbjerg Haandbold und wollte auch in der Revanche das Spiel gewinnen. Und so kam es auch, Snejbjerg konnte erneut den ersten Satz für sich gewinnen, diesmal aber deutlich knapper. Satz zwei ging, wie im Spiel davor auch wieder an unsere Beachtastics und so musste das letzte Spiel wie so oft schon ins Shootout gehen. Die Entscheidung fiel auch diesmal erst in der Verlängerung, erneut mit besserem Ende für unsere Beachtastics! Damit stand fest, man sicherte sich Platz 19, eine mehr als beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass die Mädels das erste Mal an einem Beachhandballturnier teilgenommen haben und ausschließlich gegen ältere Jahrgänge gespielt haben und mit Abstand die jüngste Mannschaft innerhalb ihrer Altersklasse waren. Hut ab vor dieser Leistung!

Unsere MJA hingegen war erst am Mittag in ihrem Viertelfinale gefordert. Gegen den VfL Rastede I musste man sich in beiden Sätzen leider deutlich gegen körperlich überlegene Gegner geschlagen geben, was anstatt dem Halbfinale die Platzierungsspiele mit sich brachte. Im ersten dieser beiden Spiele traf man auf einen alten Bekannten, die JSG Florstadt/Gettenau. Wie auch schon in der Gruppenphase konnte man dieses Spiel im Shootout gewinnen, was das Spiel um Platz 5 mit sich brachte. Gegen Hørning Håndbold III musste man sich unglücklich knapp in beiden Sätzen geschlagen geben, damit stand am Ende Platz 6 von 20 Mannschaften für unsere MJA zu Buche. Wie auch für unsere WJC eine beachtliche Leistung, hatte doch auch diese Mannschaft wie unsere WJC nur dreimal trainiert und das erstemal Beachhandball gespielt.

Für unsere WJB hieß es ebenfalls wie für unsere MJA am Sonntag Viertelfinale. Gegner war die HSG Nordau, die man deutlich in beiden Sätzen besiegen konnte, was den Einzug ins Halbfinale mit sich brachte!

Im Halbfinale wartete nun der bis dahin ebenfalls ungeschlagene VfL Meißen I auf unsere Beachtastics. In einem hochklassigen Spiel konnte man sich in beiden Sätzen knapp mit 14:13 und 17:15 durchsetzen und stand somit im FINALE!

Im Finale ging es anschließend gegen die HSG Laatzen Rethen, die bis dato ebenfalls noch ungeschlagen durchs Turnier gingen. In Satz Nummer eins konnten die Beachtastics groß aufspielen und all ihr Können zeigen und diesen Satz deutlich mit 19:12 für sich entscheiden. In Satz Nummer zwei ging es die gesamte Spielzeit über hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen und die HSG Laatzen Rethen konnte diesen Satz denkbar knapp mit 17:18 für sich entscheiden. Die Entscheidung in diesem hochklassigen Finale sollte also wieder im Shootout fallen. Während bei den Gästen der HSG Laatzen nur ein Schütze seinen Wurf erfolgreich verwandeln konnte, waren es auf der Seite unserer Beachtastics zwei Schützen, die erfolgreich das Tor trafen. Damit stand fest, unsere Beachtastics gewinnen ihr erstes Beachhandballturnier und bleiben UNGESCHLAGEN!

Dementsprechend groß die Freude bei allen Beteiligten, inklusive Wasserdusche für Coach und Spieler durch unsere anderen beiden Mannschaften!

Nachdem alle Mannschaften nun bei den Siegerehrungen waren, hieß es gemeinsam die Rückfahrt anzutreten. Auf dieser war nun Zeit, das erlebte einzuordnen und die gemachten Erfahrungen der letzten Tage Revue passieren zu lassen. In einer Sache war man sich allerdings schnell einig, es sollte nicht das letzte Beachhandballturnier für unsere Beachtastics gewesen sein! Fest stand zudem auch, dass man den Spielern mit dieser Fahrt eine unvergessliche Erinnerung schaffen konnte, die noch lange in Erinnerung bleiben werden, spätestens dann, wenn man sich den gewonnenen Pokal anschaut.

Ein großes Dankeschön geht zudem an alle Sponsoren, die diese Fahrt möglich gemacht haben: Martin Röhling Steinmetzmeister, Metzgerei Stein, Jakobi Kommunikationssysteme GmbH, Seelhof Systemberatung GmbH, Autohaus Reichold GmbH und Co. KG, Computer – Netzwerktechnik Görtnert und Drogerie Rossmann Hungen.

Des Weiteren gilt ein großer Dank an alle Betreuer und -Coaches, die die Mannschaften über das gesamte Turnier hinweg betreut und gecoacht haben.

WJA: Deutliches Signal gesetzt

Diese Mannschaft, bis auf eine einzige Spielerin eine reine B-Jugend, hielt bereits am Samstag ihre weiße Weste in der B-Jugend-Bezirksoberliga bei einem Auswärtsspiel in Friedberg mit 15:33 absolut sauber. Einen Tag später, also Sonntag, empfingen die jungen Damen als weibliche Jugend A, ebenfalls in der Bezirksoberliga unterwegs, die JSG Lahntal in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle zu Lich.

Bereits nach 30 Sekunden eröffnete Lena Witzel für die HSG Hungen/Lich den Torreigen. Nach dem 3:0 für die Gastgeberinnen wurden die Gäste aus den Stammvereinen der JSG, Burgsolms und Weilburg, wach und erzielten den Ausgleich zum 3:3. Die Schützlinge von Vanessa Gensterblum, Emma Niebergall und Livia Goll entdeckten danach, Aktion für Aktion, ihr Handballtalent und bauten den Zwischenstand Tor um Tor aus. Nach gut einer Viertelstunde beim Stande von 11:6 nahm der Gästecoach seine Auszeit. Durch diese „Störmaßnahme“ wurde der Torhunger von Lia Lintschnig und Co. nicht gestillt. Durch einige Einzelleistungen, schnelle Gegenstöße aber auch mit Spielzügen und das Auge für die Mitspielerin wurde der deutliche Halbzeitstand gegen die bei weitem älteren Gegenspielerinnen in Höhe von 18:9 erzielt.

Die zweiten 30 Minuten wurden zu einer einseitigen Partie. Die Gäste von der JSG Lahntal besaßen nie ein Rezept, um das erfolgsorientierte Spiel der „HuLi’s“ zu unterbinden. Außerdem stand bei den Hausherrinnen Anna-Marie Hoffmann zwischen den Alu-Pfosten, die während der gesamten Spielzeit sage und schreibe sechs von zehn Strafstößen parierte. Ob die hohe Zahl an Siebenmeter gerechtfertigt war, muss nicht diskutiert werden. Hie und da standen Annas Vorderleute nicht an der richtigen Stelle. Hungen/Lich verwandelte selbst fünf von sechs Strafwürfen. Auch ohne Spielmacherin Hannah Freitag setzten die Spielerinnen der HSG Hungen/Lich einen Glanzpunkt nach dem anderen. Die völlig überforderte JSG Lahntal ging bei der Spiellaune der HSG Hungen/Lich ein wenig unter. Tor Nr. 30 erzielte Rheida Stiehler und Nr. 40 Lia Lintschnig. Endergebnis einer insgesamt tollen Vorstellung der heimischen weiblichen A(B)-Jugend: 40:18. Es war ein sehr faires Spiel, denn der gut leitende Unparteiische zeigte nur eine einzige gelbe Karte. Oft ist es aber so, dass die schwächere Mannschaft glaubt, sie müsste die Differenz zur besseren Mannschaft mit übertriebener Härte oder Unfairness ausgleichen. Dies war aber nicht so. Die JSG Lahntal verließ als fairer Verlierer die Sporthalle.

HSG Hungen/Lich: Anna-Marie Hoffmann (Tor); Sophia Kauder (13/1), Noemi Bender, Lilli Richter (4), Lia Lintschnig (9/4), Lena Witzel (10), Rheida Stiehler (3), Leonie Paul und Sarah Hergenröther (1).

Weibliche Jugend A erringt zweiten Sieg

Die weibliche Jugend A, welche eigentlich, bis auf eine Spielerin, eine B-Jugend ist, empfing am vergangenen Sonntag die Bezirksoberliga-Konkurrentinnen von der HSG Mörlen aus dem Nachbarlandkreis. 

Zunächst gingen die Gastgeberinnen mit 1:0 durch Sophia Kauder in Führung. Mörlen übernahm dann das Kommando und führte nach vier Minuten mit 1:3. So ging es aber nicht weiter. Hungen/Lich holte auf, lag wieder mit einem Tor im Rückstand oder führte nach elf Minuten mit 9:5. 16:8 (Hannah Freitag) stand es sogar nach 22 Minuten. Die Konzentration ließ seitens der Hausherrinnen dann ein wenig nach, die Deckung harmonierte auch nicht mehr, wie es sein sollte, sodass Mörlen ein wenig Ergebniskosmetik betreiben durfte. Halbzeitstand: 19:13.

Während dem zweiten Abschnitt der Partie konnten die „HuLi’s“ ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen. Mörlen holte aber auch nicht nennenswert auf. So lautete das Zwischenergebnis nach 40 Minuten 23:19, nach 50 Minuten 29:23 und zum Abpfiff 34:29. Über den Angriff gab es kaum etwas zu kritisieren. Die Abwehr ließ Torhüterin Anna-Marie Hoffmann ab und zu einmal im Stich, dafür konnte Anna-Marie den einen oder anderen Torwurf der Gäste gekonnt entschärfen. Trotzdem zeigten die Schützlinge von Vanessa Gensterblum, Emma Niebergall und Matilda Solan gegen die älteren Gegenspielerinnen eine insgesamt tolle Leistung und haben wieder Erfahrung für Aufgaben bei der B-Jugend gesammelt. 

Durch diesen Sieg kletterte die HSG Hungen/Lich von 6. auf den 5. Rang hinauf.

HSG Hungen/Lich: Anna-Marie Hoffmann (Tor); Leonie Paul, Sarah Hergenröther (1), Noemi Bender (1), Livia Goll (1), Rheida Stiehler (3), Lia Lintschnig (4/1), Lena Witzel (6), Sophia Kauder (9) und Hannah Freitag (9/1).