Während zuhause die Temperaturen zum Wochenende in die Höhe kletterten, machten sich unsere MJA, WJB und WJC auf den Weg in Richtung der Ostsee, genauer gesagt nach Damp, um dort am internationalen Beachhandballturnier direkt an der Ostsee teilzunehmen.
Abfahrt war für alle Mannschaften samt Betreuer am Freitag, 19. Juni morgens um 7:00 Uhr an der Schäferstadthalle Hungen, wo man sich gemeinsam im Reisebus der Firma Pfann-müller-Reisen auf den Weg Richtung Damp machte.
Gegen 16:00 Uhr kam man schließlich im Sporthotel Schubybeach in Damp an. Dort war Zimmer beziehen gefolgt von einem kurzen Abendessen angesagt, bevor es gegen 18:30 Uhr auch schon das erste Mal Richtung Strand ging, da um 19:00 Uhr die große Eröffnungsfeier anstand.
Angekommen am Strand staunten alle Teilnehmenden nicht schlecht, waren sie doch nur drei der 184 teilnehmenden Mannschaften aus Deutschland und Dänemark, die an dem Turnier teilnahmen. Unter lautem Applaus aller Zuschauenden hatten alle teilnehmenden Vereine die Ehre, an den Strand und auf die Spielfelder einzulaufen.
Gegen 20:40 Uhr war es anschließend auch so weit, das erste Spiel stand für die WJB auf dem Programm. Mit 17:2 und 20:6 konnte man die erste Partie des Turniers für sich entscheiden und die ersten Punkte einfahren
Anschließend durfte nun auch noch einmal die WJC auf den Sand und ihr Können beweisen, musste sich aber leider gegen den TV Uelzen geschlagen geben. Die MJA durfte sich derweil noch ausruhen, sie starteten erst am frühen Samstagmorgen in das Turnier.
Zurück in der Unterkunft war an Schlaf natürlich nicht zu denken und so wurde entweder der Beachvolleyballplatz noch einige Zeit bespielt oder Gesellschaftsspiele in einer geselligen Runde gespielt. Auch der erste Kontakt zu den anderen Mannschaften, die in derselben Unterkunft unterbracht waren, wurden gesucht und so bildeten sich schnell einige „Turnierfreundschaften“, welche sich über das gesamte Turnier hinweg noch weiter anfeuern sollten.
Am nächsten Morgen gegen 9:00 Uhr stand nun auch endlich das erste Spiel der MJA an, man traf auf die TSG Oberursel. Auch hier musste man sich leider knapp mit 16:15 und 12:10 geschlagen geben, wollte aber unbedingt im nächsten Spiel gegen den HSV Minden-Nord die ersten Punkte holen. Der erste Satz konnte gewonnen werden, während man sich im zweiten Satz deutlich geschlagen geben musste, die Entscheidung fiel also im Shootout, bei dem leider auch der HSV knapp die Nase vorn hatte und mit 4:5 das Spiel für sich entschieden konnte. Nichtsdestotrotz stand dank dem einen gewonnen Satz der erste Punkt auf der Seite unserer Beachtastics!
Im dritten Spiel des Tages traf unsere MJA nun auf einen bekannten aus dem Bezirk Gießen, die JSG Florstadt/Gettenau! Gegen den direkten Konkurrenten aus dem Bezirk wollte man sich auf keinen Fall die Blöße geben und einen Punkt abschenken und so gewannen die Jungs ihr Spiel Nummer drei und Spiel Nummer vier ebenfalls. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bedeutete das am Ende der Gruppenphase Platz 2 und die damit verbundene Qualifikation fürs Achtelfinale! Da der Gegner im Achtelfinale nicht antrat, rückte man ohne zu Spielen weiter ins Viertelfinale am Sonntag.
Für unsere WJB begann der Turniertag erst gegen Samstagmittag. Um 14:40 Uhr wartete ebenfalls der HSV Minden-Nord auf die Mädels und konnte den ersten Satz nach einer schwachen Leistung für sich entscheiden. In Satz zwei zeigten die Beachtastics allerdings ihre Klasse und konnten diesen Satz deutlich mit 17:6 für sich entscheiden. Wie auch bei den Jungs, musste die Entscheidung im Shootout getroffen werden. Ein souveränes 3:0 nach zwei Schützen für unsere Mannschaft ließ die nächsten beiden Punkte auf dem Konto erscheinen. Das nächste Spiel lässt sich auch kurz zusammenfassen, Gegner nicht erschienen, bedeutet nächster Sieg für die Mädels samt Coach. Im letzten Spiel der Gruppenphase ging es nun gegen Holstebro Håndbold 90, welche man auch im Shootout besiegen konnte. Damit stand fest, unsere WJB spielt sich ungeschlagen ins Achtelfinale!
Auch unsere WJC startete besser als am Vortag ins Turnier. Gegen die HSG WaBo konnte im Shootout gewonnen werden und damit auch endlich die ersten beiden Punkte geholt werden. Im nächsten Spiel gegen Nørre Djurs HK musste man sich leider deutlich mit 0:2 Sätzen geschlagen geben, konnte aber direkt im darauffolgenden Spiel gegen den HC Spreewald deutlich mit 2:0 Sätzen gewinnen, was Platz 3 am Ende der Gruppenphase hieß und bedeutete, dass die nächsten Spiele erst wieder am Sonntagmorgen sind.
Für unsere WJB ging es am Samstagabend allerdings noch um den Einzug ins Viertelfinale, Gegner der Partie im Achtelfinale war niemand geringeres als der Gegner der letzten Partie, Holstebro Håndbold 90. Auch in diesem Spiel musste die Entscheidung vertagt werden und so ging es erneut wie in der Gruppenphase auch, ins Shootout. Auch in der Neuauflage des Spiels behielten die Beachtastics die Nerven und konnten das Shootout erneut für sich entscheiden, was die Qualifikation fürs Viertelfinale am nächsten Tag bedeutete!
Am Sonntag morgen ging es munter weiter, nachdem früh morgens schon die Zimmer geräumt wurden und Sachen gepackt wurden, ging es ein letztes Mal an den Strand, um die letzten Spiele des Turniers zu bestreiten.
Für unsere WJC hieß das konkret: Anpfiff um 9:40 Uhr gegen die HSG Nord Edemissen/Uetze II, die man im ersten Satz deutlich mit 12:6 besiegen konnte. In Satz zwei war von dieser Überlegenheit leider nichts mehr zu sehen und so musste man Satz Nummer zwei an den Gegner abgeben, hieß für alle erneutes Shootout, leider mit dem besseren Ergebnis für die HSG Nord Edemissen/Uetze II.
Schon eine Stunde später ging es gegen den nächsten Gegner, den HTV Hemer, auch in diesem Spiel musste man sich leider nach zwei Sätzen geschlagen geben und beide Punkte an den Gegner abgeben. Nichtsdestotrotz hieß die Devise: Nicht den Kopf hängen lassen und in den letzten beiden Spielen des Tages noch einmal sein Können unter Beweis stellen!
Im vorletzten Spiel ging es gegen Snejbjerg Haandbold, erneut einen Gegner aus Dänemark. Nach einem verschlafenen ersten Satz konnte man den zweiten Satz deutlich für sich gewinnen, was erneut das Shootout ins Spiel brachte. In der Verlängerung des Shootouts konnte man nun endlich sein Können unter Beweis stellen und die ersten Punkte des Tages sammeln, was ein gutes Gefühl für das letzte Platzierungsspiel mit sich brachte.
Der Gegner war kein Unbekannter. Man traf erneut auf Snejbjerg Haandbold und wollte auch in der Revanche das Spiel gewinnen. Und so kam es auch, Snejbjerg konnte erneut den ersten Satz für sich gewinnen, diesmal aber deutlich knapper. Satz zwei ging, wie im Spiel davor auch wieder an unsere Beachtastics und so musste das letzte Spiel wie so oft schon ins Shootout gehen. Die Entscheidung fiel auch diesmal erst in der Verlängerung, erneut mit besserem Ende für unsere Beachtastics! Damit stand fest, man sicherte sich Platz 19, eine mehr als beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass die Mädels das erste Mal an einem Beachhandballturnier teilgenommen haben und ausschließlich gegen ältere Jahrgänge gespielt haben und mit Abstand die jüngste Mannschaft innerhalb ihrer Altersklasse waren. Hut ab vor dieser Leistung!
Unsere MJA hingegen war erst am Mittag in ihrem Viertelfinale gefordert. Gegen den VfL Rastede I musste man sich in beiden Sätzen leider deutlich gegen körperlich überlegene Gegner geschlagen geben, was anstatt dem Halbfinale die Platzierungsspiele mit sich brachte. Im ersten dieser beiden Spiele traf man auf einen alten Bekannten, die JSG Florstadt/Gettenau. Wie auch schon in der Gruppenphase konnte man dieses Spiel im Shootout gewinnen, was das Spiel um Platz 5 mit sich brachte. Gegen Hørning Håndbold III musste man sich unglücklich knapp in beiden Sätzen geschlagen geben, damit stand am Ende Platz 6 von 20 Mannschaften für unsere MJA zu Buche. Wie auch für unsere WJC eine beachtliche Leistung, hatte doch auch diese Mannschaft wie unsere WJC nur dreimal trainiert und das erstemal Beachhandball gespielt.
Für unsere WJB hieß es ebenfalls wie für unsere MJA am Sonntag Viertelfinale. Gegner war die HSG Nordau, die man deutlich in beiden Sätzen besiegen konnte, was den Einzug ins Halbfinale mit sich brachte!
Im Halbfinale wartete nun der bis dahin ebenfalls ungeschlagene VfL Meißen I auf unsere Beachtastics. In einem hochklassigen Spiel konnte man sich in beiden Sätzen knapp mit 14:13 und 17:15 durchsetzen und stand somit im FINALE!
Im Finale ging es anschließend gegen die HSG Laatzen Rethen, die bis dato ebenfalls noch ungeschlagen durchs Turnier gingen. In Satz Nummer eins konnten die Beachtastics groß aufspielen und all ihr Können zeigen und diesen Satz deutlich mit 19:12 für sich entscheiden. In Satz Nummer zwei ging es die gesamte Spielzeit über hin und her, keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen und die HSG Laatzen Rethen konnte diesen Satz denkbar knapp mit 17:18 für sich entscheiden. Die Entscheidung in diesem hochklassigen Finale sollte also wieder im Shootout fallen. Während bei den Gästen der HSG Laatzen nur ein Schütze seinen Wurf erfolgreich verwandeln konnte, waren es auf der Seite unserer Beachtastics zwei Schützen, die erfolgreich das Tor trafen. Damit stand fest, unsere Beachtastics gewinnen ihr erstes Beachhandballturnier und bleiben UNGESCHLAGEN!
Dementsprechend groß die Freude bei allen Beteiligten, inklusive Wasserdusche für Coach und Spieler durch unsere anderen beiden Mannschaften!
Nachdem alle Mannschaften nun bei den Siegerehrungen waren, hieß es gemeinsam die Rückfahrt anzutreten. Auf dieser war nun Zeit, das erlebte einzuordnen und die gemachten Erfahrungen der letzten Tage Revue passieren zu lassen. In einer Sache war man sich allerdings schnell einig, es sollte nicht das letzte Beachhandballturnier für unsere Beachtastics gewesen sein! Fest stand zudem auch, dass man den Spielern mit dieser Fahrt eine unvergessliche Erinnerung schaffen konnte, die noch lange in Erinnerung bleiben werden, spätestens dann, wenn man sich den gewonnenen Pokal anschaut.
Ein großes Dankeschön geht zudem an alle Sponsoren, die diese Fahrt möglich gemacht haben: Martin Röhling Steinmetzmeister, Metzgerei Stein, Jakobi Kommunikationssysteme GmbH, Seelhof Systemberatung GmbH, Autohaus Reichold GmbH und Co. KG, Computer – Netzwerktechnik Görtnert und Drogerie Rossmann Hungen.
Des Weiteren gilt ein großer Dank an alle Betreuer und -Coaches, die die Mannschaften über das gesamte Turnier hinweg betreut und gecoacht haben.
Während in Hungen auf dem Marktplatz das Brunnenfest stattfand, machten sich die weibliche B- und A- Jugend auf dem Weg Richtung Hamburg, um dort am internationalen Jugendturnier der HG Winsen teilzunehmen.
Vom 22. bis 25. Mai kamen dort in diesem Jahr zum insgesamt 23. Mal 65 Mannschaften aus Deutschland und Litauen zusammen, um die Sieger des diesjährigen Turniers von der C- bis zur A- Jugend auszuspielen.
Begonnen hat die Reise für die rund 22 Spieler sowie fünf Betreuer unserer HSG Hu/Li am Freitagnachmittag, direkt nach der Schule. Gegen 15:30 Uhr machte man sich gemeinsam in den von der Firma Neils & Kraft zur Verfügung gestellten Kleinbussen auf den Weg in Richtung der Hansestadt. Abgesehen vom Erreichen des Ziels gegen 20:30 Uhr und dem Beziehen der Zimmer sowie einem kleinen Rundgang über das Gelände, stand an diesem Tag nicht mehr viel auf dem Plan, wusste man doch, dass die A- Jugend am nächsten Tag bereits um 8:25 Uhr in das Turnier startet.
Während unsere weibliche A- Jugend am nächsten Morgen um 7:15 mit dem Shuttle in die Sporthalle fuhr, drehten sich die meisten der angereisten Mannschaften noch einmal auf ihrer Luftmatratze um, oder waren mit schläfrigen Augen auf dem Weg zum Frühstück.
Pünktlich um 8:25 Uhr hieß es für unsere WJA nun Anpfiff gegen die HSG Kremperheide/ Münsterdorf I, welche das Spiel am Ende mit 17:11 für sich entscheiden konnten. Der Start ins Turnier war also alles andere als geglückt und so war schnell klar, im zweiten Spiel des Tages sollte ein Sieg her!
Um 9:40 Uhr traf man auf die SG Iserlohn-Sümmern und zeigte sich von einer besseren Seite. Zwar ging auch dieses Spiel denkbar knapp verloren, nichtsdestotrotz konnte man sich gegenüber Spiel Nummer eins deutlich steigern und seine Qualitäten unter Beweis stellen.
Unsere WJB hingegen startete erst gegen den späten Nachmittag ins Turnier, Anpfiff zum ersten Spiel war um 16:40 Uhr. Gegen den Bredstedter TSV wollten die Mädels gleich zeigen, dass sie nicht nur um Spaß zu haben die weite Strecke auf sich genommen haben, sondern zeigen wollten, was in ihnen steckt. Dementsprechend deutlich fiel am Ende das Ergebnis aus, man konnte den Bredstedter TSV mit 14:1 besiegen, jede Spielerin konnte dabei mindestens ein Tor erzielen und Selbstvertrauen für die restlichen Turnierspiele tanken.
Um 18:00 Uhr stand das letzte Spiel des Tages gegen die SG Luhdorf/ Scharmbeck auf dem Spielplan. Auch hier zeigten die Mädels erneut eine fokussierte Leistung und konnten mit 10:4 auch dieses Spiel für sich entscheiden. Damit stand bereits am Ende des ersten Turniertags fest, dass unsere WJB sich mindestens für die Zwischenrunde qualifiziert hat.
Während die eine Hälfte schon gegen 19:00 Uhr müde zurück in die Unterkunft fuhr, beschloss die andere Hälfte, das im Turnier bereits inkludierte Schwimmbad zu besuchen und dort den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen, auch wenn man wusste, dass man am nächsten Morgen bereits um 8:00 Uhr auf dem Spielfeld stehen muss.
Mit einer kühlen und erfrischenden Dusche um 6:00 Uhr am Sonntagmorgen ging es für die Betreuer samt WJB erneut in die Halle. Gegen den Nordhäuser SV zeigte unsere WJB ihre Ambitionen, um den Turniersieg mitspielen zu wollen und gewann auch dieses Spiel deutlich mit 14:5, bevor um 9:40 Uhr das letzte Spiel der Gruppenphase mit der WMTV Solingen II wartete. Solingen war im Gegensatz zu den vorherigen Gegnern ein gleichwertiger Gegner, den man aber auch mit 14:10 schlagen konnte. Somit stand fest, unsere WJB überspringt als Gruppensieger die Zwischenrunde und steht am Nachmittag im Viertelfinale!
Unsere WJA hätte im Gegensatz zur WJB ausschlafen können, da ihr erstes Spiel erst um 12:40 angesetzt war. Letztendlich staunten alle Betreuer nicht schlecht, als man die Mannschaft geschlossen um 8:00 Uhr in der Halle sah, um die WJB gemeinsam anzufeuern!
Um 12:10 Uhr stand nun aber auch für unsere WJA das erste Spiel des zweiten Turniertags an, man traf auf den VfL Geesthacht und wollte die beiden Niederlagen vom Vortag vergessen machen und eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. Dies gelang mit einem Endergebnis von 14:8 auch und so konnte endlich der erste Turniersieg gefeiert werden!
Bereits eine Stunde später ging es für unsere WJB im Viertelfinale an den Start. Gegner war niemand geringeres als der Vorjahressieger aus Litauen, ULA Varena. Trotz großer Nervosität aller Beteiligten konnten die Mannschaft samt Betreuer am Ende aufatmen, durch die mannschaftliche Geschlossenheit und den ein oder anderen taktischen Kniff wenige Sekunden vor Ende konnte man auch dieses Spiel mit 9:7 gewinnen und stand im HALBFINALE!
Zeitgleich konnte auch unsere WJA feiern. Durch einen deutlichen Sieg mit 10:4 gegen die TSG Offenbach-Bürgel in der Zwischenrunde stand fest, auch die WJA erreicht das Viertelfinale!
Die WJB musste nun im Halbfinale an den Start, während die WJA beinahe zeitgleich ihr Viertelfinale spielen musste. Eine Unterstützung der Mannschaften untereinander war somit leider nicht mehr möglich.
Im Viertelfinale traf die WJA nun auf die SV Leonberg/Eltingen und musste sich in einem spannenden und hochklassigen Spiel leider mit 9:11 gegen Ende dem Silbermedaillengewinner geschlagen geben! Damit war nun leider klar, das Turnier ist an dieser Stelle für unsere WJA vorbei, es wird kein Spiel am großen Finaltag in der WIN-Arena geben.
Für unsere WJB hieß es währenddessen im Halbfinale gegen den Vorjahressieger, die HSG Tills Löwen 08, alles zu geben. In einem hochdramatischen, hochklassigen und stets fair geführten Spiel musste man sich am Ende nach 20 Minuten mit 10:11 geschlagen geben. Aus im Halbfinale, die Enttäuschung war groß, sowohl bei den Spielerinnen als auch bei allen Betreuern. Nichtsdestotrotz gab es noch ein Spiel am nächsten Tag in der WIN-Arena, das Spiel um Platz 3, bei dem auch alle Eltern zuhause endlich die Chance hatten, das Spiel durch den Livestream des Finaltags mitzuverfolgen. Abgeschlossen wurde der letzte Abend erneut mit einem gemeinsamen Besuch im Schwimmbad, bevor noch gemeinsam Pizza bestellt wurde und anschließend noch die Koffer gepackt wurden, musste man seinen Schlafpatz am nächsten Morgen doch früh räumen.
Im kleinen Finale um Platz 3 traf man am Montagmorgen schließlich auf den Gastgeber, die HG Winsen I. Dort war schnell klar, dass es ein Spiel voller Nervosität auf beiden Seiten und vieler technischer Fehler werden würde. Angesichts der vollen Zuschauerränge war dies auch verständlich, war es für beide Mannschaften wahrscheinlich das erste Mal, vor solch einer Kulisse spielen zu dürfen. Über den gesamten Spielverlauf hinweg gelang es keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen und eine Zwei-Tore-Führung herauszuspielen, was den Zuschauern Spannung bis zum Schluss bot. Am Ende musste man sich wie im Halbfinale auch im Spiel um Platz 3 leider knapp geschlagen geben. Die HG Winsen I gewinnt mit 8:7 und kann sich Platz 3 vor unserer WJB sichern.
Nach der Siegerehrung hieß es schließlich auch direkt: Abfahrt in Richtung Heimat! Nach drei Nächten machte die Müdigkeit vor niemandem halt und so kam es, dass es während der Rückfahrt in allen Kleinbussen eher ruhig war.
Zurückblickend lässt sich sagen, die WJA hat nach zwei anfänglich schwachen Spielen gezeigt, dass sie auch gegen solche Gegner Spiele gewinnen kann und mehr als wettbewerbsfähig ist. Das lässt positiv auf die Runde blicken!
Für unsere WJB gab es zwei knappe Niederlagen im Verlauf des Turniers. Bis ins Halbfinale gab es kein Spiel, in dem man an einem Sieg zweifeln musste oder auch nur einen Gedanken daran verschwenden musste, einen Punkt abzuschenken, im Halbfinale und im Spiel um Platz 3 verlor man am Ende unglücklich jeweils mit nur einem Tor. Auch das zeigt, unsere WJB kann auf höchstem handballerischen Niveau mithalten und kann sich stets auf ihre individuelle Klasse und einen starken Teamzusammenhalt verlassen.
Für alle Beteiligten war das Elbemasters 2026 in Winsen ein super Ereignis um als Mannschaft noch enger zusammenzuwachsen als man es sowieso schon war und auch, um gegen Mannschaften zu testen, die in einem anderen Bundesland spielen.
Die Planungen für einen erneuten Besuch des Elbemasters 2027 sind schon in vollem Gange, bis dahin freuen wir uns, euch bei dem ein oder anderen Heimspiel unserer WJA und WJB auf der Tribüne begrüßen zu dürfen!
Nun ist es so weit, das Abenteuer Jugendbundesliga ist für die weibliche Jugend A unserer HSG Hungen/Lich vorbei.
Aber von vorne:
Begonnen hat das Abenteuer Schwerin wie so oft an einem frühen Samstagmorgen, genauer gesagt um 8:00 Uhr an der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle in Lich.
Abfahrt für die Mannschaft und einige treue Fans im Reisebus der Fahrschule Noll.
Nach sieben Stunden Fahrt kam man in der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns an.
Kurzes einchecken im Hotel war angesagt und dann ging es auch bereits mit der Stadtführung los. Angeführt von Tourguide Liska Steinruck zog die Gruppe durch Schwerin, um die schönen Orte der Stadt zu erkunden. Besonders unter die Lupe genommen wurde hierbei das Schweriner Schloss, welches heute als Sitz des Landtages fungiert. Aber auch der Schweriner Dom wurde genauer begutachtet.
Nach dieser doch Kräfte zehrenden Stadtführung ging es erneut kurz zurück ins Hotel, um sich für das gemeinsame Abendessen mit den Fans vorzubereiten, bevor am späten Abend, genauer gesagt gegen 23:00 Uhr die letzten vier treuen und etwas verrückten Anhänger (haben sie doch an dem Wochenende fast mehr Zeit im Auto verbracht als in Schwerin) der HuLis von der gesamten Mannschaft herzlich begrüßt wurden, die einen kurzen Zwischenstopp in der Nähe Kassels einlegen mussten, es sich aber nicht nehmen ließen, das letzte Bundesligaspiel ihrer Mannschaft anzuschauen.
Am nächsten Morgen war es schließlich so weit:
Das letzte Bundesligaspiel stand auf dem Programm. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einem Spaziergang ging es für die Mannschaft samt Fans in die Halle.
Angekommen in der Sporthalle Reiferbahn galt es zunächst, das Standard-Aufwärmprogramm zu absolvieren, bevor die beiden Unparteiischen zum Spiel baten.
ANPFIFF
Nach 53 gespielten Sekunden war es schließlich so weit, Merit Schweiger verwandelte per Siebenmeter zum 0:1 für unsere HuLis.
Beim Stand von 5:6 sah sich der Coach aus Schwerin gezwungen, sein erstes Time-Out der Partie zu nehmen, um kleinere Korrekturen vorzunehmen. Es schien zu diesem Zeitpunkt so, als seien die HuLis in all ihren Aktionen einen tick klarer als der SV Grün Weiß Schwerin.
Aber unbeirrt von diesem Time-Out zogen die HuLis infolge von Rike Bohn, Luana Schäfer und einem Doppelschlag von Liska Steinruck auf 6:10 (16. Spielminute) weg. Besonders hervorzuheben war in dieser Phase die aggressive 5:1 Deckung der HuLis, welche Schwerin zu technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen zwang.
Daraus folgend wurde Schwerin zu ihrer zweiten Auszeit gedrängt, die nun die erhoffte Wendung seitens der Heimmannschaft brachte. Mit einem 5:0-Lauf zog der SV beim Stand von 12:10 (28. Spielminute) das erste Mal auf zwei Tore davon. Auch das zwischenzeitliche Time-Out von Trainer Tobias Lambmann konnte den Lauf der Grün-Weißen nicht stoppen.
Rike Bohn überwand die 12 torlosen Minuten aufseiten der HSG Hungen/Lich schließlich und konnte auf 12:11 (28. Spielminute) verkürzen. Durch eine unglückliche zwei Minuten Strafe gegen unsere HuLis und den darauffolgenden Siebenmeter zog Schwerin vor der Pause auf 13:11 davon.
Nach der Halbzeit startete das Spiel erneut so, wie es begann. Die HuLis konnten sich Tor um Tor an Schwerin heran kämpfen und schließlich erneut durch einen Siebenmeter von Merit Schweiger (15:15, 41. Spielminute) ausgleichen. Beim 18:17 durch Julie Baumbach keimte bei allen mitgereisten Fans noch einmal Hoffnung auf, dass in diesem Spiel doch ein Sieg möglich wäre. Mit einem 4:0-Lauf in kürzester Zeit erstickte Schwerin diese Hoffnungen im Keim (22:17, 52. Spielminute). Die letzten acht Minuten dieses Bundesligaspiels gingen hin und her, auf ein Tor von Schwerin konnten Merit Schweiger und Co. immer mit einem Tor beantworten. So hieß es am Ende 26:23 für die Heimmannschaft.
Ein Spiel, in dem mehr drinnen gewesen wäre, wenn man den Beginn und die vergebenen Chancen in der zweiten Spielhälfte betrachtet. Hätten nur vier der zahlreichen Fehlwürfe in Halbzeit zwei den Weg ins Tor gefunden dann … ja dann …
Wie war das noch, das Gefühl bei der ersten Auswärtsfahrt nach Leipzig. Das Gefühl, in den Katakomben der Halle zu stehen und darauf zu warten, endlich einlaufen zu dürfen und den Traum wahr werden zu lassen.
Ein Spiel mit Erinnerungswert in Leipzig. Eine Erfahrung fürs Leben. Sei es das Spiel selbst, oder gar das ganze Ereignis. Zwar wurden diese Gefühle von der doch deutlichen Niederlage etwas gedämpft, jedoch konnte man bei jeder Spielerin spätestens auf der Rückfahrt wieder ein Lächeln auf dem Gesicht erkennen und auch der Satz „ein Hoch auf uns“ wurde mit musikalischer Unterstützung mit voller Überzeugung und Identifikation mit diesem Satz mitgesungen. Das zeugt von Stärke!
Das erste Bundesligaspiel vor heimischer Kulisse in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle. Für alle beteiligten ein großer organisatorischer Aufwand, wenn man aber an die Stimmung und die Atmosphäre in der Halle während des gesamten Spiels denkt, ein Aufwand, der sich gelohnt hat. Starke HuLis mussten sich gegen die TPSG Frisch AUF! Göppingen geschlagen geben.
Das Weiterkommen in die Pokalrunde war rechnerisch noch möglich! Ein Sieg gegen den HC Erlangen war also Pflicht, wenn man um den Pokal mitspielen wollte!
In einem spannenden und gut besuchten Spiel in der Schäferstadthalle Hungen gelang das, was einige Zuschauer während dem Spiel schon nicht mehr für möglich gehalten haben.
15 Sekunden vor Schluss traf Luisa Bayer von Rechtsaußen ins Tor! Spätestens ab diesem Moment hielt es keinen der 600 Zuschauern mehr auf den Sitzen. Ein letzter Angriff von Erlangen, GEHALTEN!
Nun war es sicher, die HSG Hungen/Lich erreicht die POKALRUNDE DER JUGENDBUNDESLIGA! Jetzt gab es kein halten mehr, die Spielerinnen lagen sich in den Armen, das ein oder andere Tränchen wurde verdrückt, aber besonders in Erinnerung wird wohl allen die legendäre Sektdusche für Trainer Tobias Lambmann bleiben. Wie lange die Feierlichkeiten in der Halle andauerten, wissen nur die Spielerinnen und übrig gebliebenen Fans und Unterstützer selbst. Sicher ist nur, dass die Halle für das nächste Spiel am Sonntagmorgen um 10:00 Uhr aussah, als sei nie etwas gewesen. Nur die Anzeigetafel zeigte noch das Ergebnis des Vorabends an und ließ vermuten, dass dort etwas Außergewöhnliches passiert ist.
Die ersten zwei Spiele der Pokalrunde lassen sich schnell zusammenfassen. Es wäre mehr drin gewesen. In beiden Spielen zeigten sich immer wieder kleine Phasen der Unkonzentriertheit, welche beide Gegner gnadenlos ausnutzten. Was passiert wäre, wenn es diese Phasen nicht gegeben hätte, überlasse ich ihrer eigenen Vorstellungskraft.
Mit der Schwerin-Reise endete nun das Abenteuer Pokalrunde für die Mannschaft.
Jugendbundesliga.
Ein Wort und eine Saison, auf die so lange von vielen Verantwortlichen und der Mannschaft hingearbeitet wurde.
In zwei Auswärts- und vier Heimspielen zeigte uns die Mannschaft um Kapitänin Liska Steinruck, was Teamgeist, der Glaube an die eigene Stärke heißt und vor allem, dass sie zurecht in die höchste Liga des deutschen Handballs gehören.
Spannende Spiele, unvergessliche Momente und ein weiteres Kapitel in der Geschichte der HSG Hungen/Lich hat uns diese Mannschaft beschert.
Was davon übrig bleibt?
Viel, sehr viel.
„Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Atmosphäre im Spiel gegen Erlangen. Als die ganze Halle hinter uns stand und für jede gelungene Aktion gejubelt hat, das war schon großartig.“
„Die Rückfahrt aus Leipzig wird für immer in Erinnerung bleiben, als wir alle zusammensaßen und gesungen haben.“
„Mein persönliches Highlight war die Stimmung beim Weiterkommen in die Pokalrunde. Auch die Fahrt nach Leipzig war ein Highlight, auch wenn wir verloren haben, aber das Gefühl des ersten Spiels in der Bundesliga und dann auch noch direkt gegen den Vizemeister, das war schon etwas Besonderes. Auch die Bereitschaft für den Einsatz, die Zeit und den Willen zu spielen. Sich der Situation zu stellen, dass man in der höchsten Klasse Deutschlands spielt.“, um nur einige der diversen Highlights der Mannschaft aufzuzählen.
Erinnerungen an die besonderen Momente, an die erste Bundesliga Saison der HSG Hungen/Lich werden bleiben. Für alle Spielerinnen und auch das Trainerteam unvergessliche Momente, die sie gemeinsam in der Halle und auch abseits auf den zahlreichen Teamevents oder den beiden langen Auswärtsfahrten miteinander erleben durften. Das Gefühl, als Luisa Bayer uns vor heimischer Kulisse in der Schäferstadthalle Hungen gegen den HC Erlangen mit ihrem Siegestreffer in die Pokalrunde warf.
Für viele Spielerinnen ein gelungener Abschluss ihrer Laufbahn im Jugendbereich, auch, wenn ein Highlight noch ansteht. Die Hessenmeisterschaft, bei der erneut die Chance besteht, sich mit dem Titel „Hessens beste Mannschaft“ krönen zu können.
Eine letzte Sache möchte ich noch loswerden, bevor ich sie wieder in ihren Alltag entlasse:
Im Namen der HSG Hungen/Lich bedanke ich mich bei allen Fans, die unsere Mannschaft bei jedem Spiel so großartig unterstützt haben. Euch im Rücken zu haben und vor euch Spiele in der besten Liga Deutschlands austragen zu dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit!
Mit euch haben wir es geschafft, ein weiteres erfolgreiches Kapitel in die Geschichte der HSG Hungen/Lich zu schreiben und jeder einzelne von euch da draußen hat seinen Teil dazu beigetragen. Sei es an der Trommel, dem Verkauf, Eintritt oder einfach nur als Zuschauer in der Halle, der 60 Minuten alles für seine Mannschaft gegeben hat.
In diesem Sinne, bis bald in der Halle, wenn es wieder heißt:
7. Oktober, 14:01 Uhr, Anpfiff zum ersten Bundesligaspiel in der Vereinsgeschichte der HSG Hungen/Lich!
Aber von vorne: Wie lange wurde von allen Verantwortlichen auf diesen einen Moment hingearbeitet? Wieviele Stunden hat unsere weibliche A-Jugend in der Halle verbracht, um sich auf diesen besonderen Moment vorzubereiten?
Nun war er da, dieser eine besondere Moment in der Geschichte der HSG.
Begonnen hat er allerdings schon am Freitagmorgen mit der Abfahrt vom Gießener Bahnhof in Richtung Leipzig. Nach einer entspannten Zugfahrt und der Ankunft am Hauptbahnhof in Leipzig hieß es für die Mannschaft von Trainer Tobias Lambmann anschließend die Zimmer im Hotel zu beziehen, bevor man sich zu einer kleinen Erkundungstour in Leipzig aufmachte und auch dem Leipziger Zoo, besonders den Affen, einen kleinen Besuch abstattete. Nach einer kleinen Pause ging es dann noch ins Restaurant, um den Abend gemütlich bei einem leckeren Abendessen ausklingen zu lassen, bevor der lang erwartete Moment am nächsten Mittag auf die Mannschaft wartete.
Abfahrt des Fanbusses um 7:00 Uhr: Für die meisten Menschen keine normale Uhrzeit, um sich an einem Samstagmorgen aus dem Bett zu quälen. Anders sieht das Ganze bei knapp 30 treuen AnhängerInnen der HuLis aus, welche die vierstündige Busfahrt nach Leipzig gerne antraten, um ihre Mannschaft bei diesem Höhepunkt zu unterstützen. Ein großer Dank geht hierbei an die Fahrschule Noll, welche die Fahrt in den frühen Morgenstunden um einiges angenehmer gemacht hat. Genutzt wurde diese Fahrt für eine Menge an Aktivitäten. Während die einen schon fleißig waren und die Zeit im Bus produktiv zu nutzen wussten, gab es auch den ein oder anderen, welcher die Busfahrt dazu genutzt hat, um seinen Schlaf aus der vergangenen Nacht vielleicht doch noch etwas nachzuholen. Sei es ihnen gegönnt!
Nach knappen vier Stunden Fahrt kam man nun endlich auch an der Sportoberschule des HC Leipzig an. Da noch ausreichend Zeit vorhanden war und weder die heimische Mannschaft noch unsere HuLis da waren, entschied man sich kurzerhand dazu, einen kleinen Spaziergang, am Stadion des RB Leipzig vorbei, zur Leipziger Festwiese zu machen und dort einen kleinen Mittagssnack zu sich zu nehmen.
So langsam stieg auch die Anspannung bei den mitgereisten Fans.
Nach diesem kleinen, aber feinen Mittagsspaziergang, kam man gegen 13:15 Uhr erneut an der Sportoberschule an, wo mittlerweile auch beide Mannschaften eingetroffen waren. Das Standardaufwärmen wurde absolviert und der ein oder anderen Spielerin stand jetzt auch die Nervosität ins Gesicht geschrieben.
14:01 Uhr: ANPFIFF
Nach 42 gespielten Sekunden war es so weit. Luana Schäfer erzielte unter tobendem Applaus der mitgereisten Fans das erste Bundesligator für die HSG Hungen/Lich. Weitere zwei Minuten später war es erneut Luana Schäfer, die die HSG Hungen/Lich das einzige Mal in diesem Spiel in Führung brachte (1:2, 3. Minute). Bis zum 6:4 (11. Minute) für die Hausherrinnen konnte die Mannschaft um Kapitänin Liska Steinruck gut mithalten, musste danach aber leider abreißen lassen. Der HC Leipzig spielte eine extrem gute und aggressive 6:0-Abwehr, was unsere Damen vor große Aufgaben stellte, auf die sie zeitweise keine Antworten fanden. Leipzig konnte sich so über die aggressive Abwehr und treffsicheren Außenspielerinnen bis zur Halbzeit mit 21:10 absetzen. Zu verdanken, dass es zur Halbzeit ein Rückstand mit „nur“ elf Toren war, ist es wohl Anna Czwak im Tor, die etliche freie Chancen und zwei Siebenmeter bravourös parieren konnte.
Halbzeit zwei begann anschließend dort, wo Halbzeit eins aufgehört hat. Leipzig konnte aus einer sehr stabilen Abwehr heraus aufs Tempo drücken und viele leichte Tore per Tempogegenstoß erzielen. Endstand dieser torreichen Partie: 42:24.
Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass alle Spielerinnen ihren Spielanteil bekamen und Akzente setzen konnten, was in dieser Liga nicht selbstverständlich ist! Auch der Teamgeist der Damen muss erwähnt werden. Niemand, wirklich niemand lief mit hängendem Kopf über das Spielfeld, obwohl das Ergebnis dann schlussendlich doch so deutlich war.
„Im Großen und Ganzen bin ich mit der Partie zufrieden.“, so Trainer Tobias Lambmann, „Für meinen Geschmack hätten es einige technische Fehler weniger sein können, dann fangen wir uns auch nicht so viele leichte Gegentore durch das gute Umschaltspiel. Man muss aber neidlos anerkennen, dass uns Leipzig heute vor allem in puncto Physis und Athletik deutlich überlegen war. Viele Spielerinnen absolvieren mehrmals pro Woche bereits in der Schule am Vormittag ein Athletiktrainingsprogramm. Diese Umfänge können wir gar nicht bewältigen. Trotz alledem bin ich sehr stolz, was meine Mädels hier heute geleistet haben! Auch diejenigen, die sonst eher ruhig sind, kamen gestern Abend doch schon etwas aus sich heraus und meinten plötzlich: „Mit der Mannschaft etwas zu unternehmen ist ja doch ganz schön.“ Ich denke, dieser Satz beschreibt unser Wochenende hier in Leipzig ganz gut. Wir nehmen für uns heute wichtige Erkenntnisse mit, die wir nun hoffentlich in den Trainingseinheiten beherzigen werden, um daran weiter wachsen zu können.“
Nach dem Duschen ging es noch zu einem gemütlichen Abendessen mit den mitgereisten Fans ins Paulaner Leipzig, ehe man sich noch einmal kurz die Beine bei einem leckeren Eis in der Innenstadt vertrat, um kurz darauf wieder in den Bus zu steigen, um die Reise in Richtung Heimat anzutreten.
Ein weiteres Highlight der gesamten Reise war die Rückfahrt, ein Hit nach dem anderen wurde im hinteren Bereich des Busses geschmettert und auch die Handytaschenlampen wurden zeitweise herausgeholt.
Man fand das ganze Event sogar so gut, dass man spaßhaft überlegte, ob man nicht das Heimrecht mit einer der zwei verbleibenden Mannschaften tauscht, um solch eine Fahrt nochmals organisieren zu können. Damit ist vermutlich alles gesagt, wenn jemand fragt, wie die Reise nach Leipzig gewesen sei!
Zum Schluss bedanken wir uns noch riesig bei der Fahrschule Noll, welche die Reise mit ihrem Reisebus und den beiden Busfahrern sehr angenehm und sicher für alle Mitreisenden gestaltet hat. Ohne Euch wäre diese Fahrt so nicht möglich gewesen!
Beim zweiten Spitzenspiel innerhalb sehr kurzer Zeit mussten unsere Männer l auswärts bei der HSG Linden auflaufen. Beide Mannschaften standen bis zu diesem Abend mit nur zwei Minuspunkten da, es zeichnete sich also bereits im Vorhinein ein sehr spannendes, umkämpftes und enges Spiel ab.
Der Mannschaft war klar, dass sie es mit einem Gegner zu tun hat, dessen Ziel es ist, aufzusteigen. Dementsprechend motiviert gingen unsere Männer auch in dieses Spiel hinein und hatten immer wieder gute Antworten auf die Tore der Heimmannschaft.
Beim Stand von 9:8 in der 17. Spielminute kam Sebastian Balkhaus erstmals in die Partie und hielt direkt einen Siebenmeter. Erweiterter Tempogegenstoß – Tor HSG Hungen/Lich! Eine Spielminute später, gelungene Abwehrreaktion unserer HSG und Tor durch Johannes Kreß, 9:10 in der 19. Spielminute, erste Führung für die Mannen um Luca Macht!
Bis zur Halbzeit zog Linden begünstigt durch drei Zeitstrafen gegen die HuLi´s auf ein Tor weg. In die Kabine ging es mit einem Spielstand von 16:15, darauf kann man aufbauen!
Die zweite Halbzeit begann ganz und gar nicht nach dem Geschmack der HuLi´s. innerhalb von 11 Minuten zog die HSG Linden auf 24:19 weg – Auszeit HSG Hungen/Lich! Was auch immer das Trainerteam um Thomas Wallendorf und Michael Kümpel in dieser Auszeit zu den Männern gesagt hat, es hat gewirkt!
Innerhalb von acht Minuten war man nach einem verwandelten Siebenmeter von Luca Macht wieder auf 25:24 wieder an Linden dran! Hoffnung keimte bei den gut 70 mitgereisten Hungen/Licher Fans auf, vielleicht wird es doch noch etwas, mit dem Auswärtssieg …
Doch die HSG Linden war an diesem Tag einfach zu kaltschnäuzig und gab in den letzten zehn Spielminuten keinen Ball mehr her. Endstand 31:27.
„Es war kein schlechtes Spiel von uns. Wenn wir unsere technischen Fehler, die wir im Angriff machen, einstellen, die freien Torchancen verwandeln und Linden vielleicht etwas ungenauer in den Abschlüssen ist als heute, geht das Spiel hier ganz anders aus!“, so Thomas Wallendorf. „Wenn ein oder zwei Leistungsträger bei uns nicht funktionieren, wie es heute leider der Fall war, wird es unglaublich schwer für uns so ein Spiel zu gewinnen. Daran müssen wir arbeiten und hoffen, dass wir diese einfachen Fehler bis zu unserem nächsten Heimspiel am 25. November in der Schäferstadthalle Hungen in den Griff bekommen.“
HSG Hungen Lich: Max Krieg (Tor), Sebastian Balkhaus (Tor), Niko Berg (Tor); Max Wolf (7), Luca Macht (6/3), Anton Hahn (4), Niklas Wenzel (4), Paul Dönicke (4), Johannes Kreß (2) Ben Steffan, Jan Anhäuser, Marvin Schmid, Michel Schäfer und Tobias Koppermann.