Hallensperre: Die Stadthalle Hungen ist am 13. und 16. Dezember gesperrt. – Die Bepo Lich ist am 10. Dezember und vom 13. bis 23. Dezember 2021 gesperrt.

TVH – MJB 26:24 – Schlau, aber zu brav?

In einem spannenden Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg zeigte sich das Team der MJB gut aufgelegt und bot dem Favoriten in dessen Wohnzimmer bis zum Schluss Paroli. 

Nach einer ausgeglichenen Begegnung sah es zu Beginn nicht aus. Die Gastgeber zogen in den ersten vier Minuten auf 4:0 davon. Jedoch fanden die HuLis nach ihrem ersten Treffer besser ins Spiel und legten vor allem den (zu) großen Respekt ab. Keine fünf Minuten später hatten sie den Ausgleich hergestellt. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf mäßigem Oberliganiveau, das sich allerdings durch Spannung auszeichnete. Spätestens mit der ersten Führung wurden die Gastgeber etwas nervöser und zeigten Schwächen im Abschluss. Diese kompensierten sie mit ihrer Athletik und mit einer körperorientierten Abwehrarbeit.

Das Spielgewicht verlagerte sich auch in Halbzeit zwei regelmäßig. Als J. Will in der 45. Minute mit einem 7-Meter die erneute Führung der HuLis erzielte, keimte Hoffnung auf, dass die Begegnung mit einer Überraschung enden könnte. Aber der Favorit aus Hüttenberg rettete sich mit letztlich drei Einzelaktionen ins Ziel. 

„Großes Kompliment an mein Team“, meinte ein sichtlich zufriedener M. Schönwetter nach dem Spiel. „Niemand hätte sich beschweren dürfen, wenn wir als Sieger vom Platz gegangen wären.“ „Man hat heute spielerisch keinen allzu großen Unterschied zwischen dem TVH und den HuLis bemerkt.“ lobte auch I. Deubner sein Team. Jedoch gibt er zu bedenken, dass die Gastgeber ohne Stammtorwart spielten. Darüber hinaus sei auffällig, dass die HuLis, wie so oft, ihr Spiel gänzlich ohne progressive Bestrafungen absolvierten. Ob das Konzept in einer leistungsorientierten B-Jugend Oberliga oder Landesliga erfolgreich sein kann, ließ er offen.

MJB: Hanau überrollt wehrlose HuLis

Die Hanauer waren dem Gastgeber in jeder Hinsicht – in wirklich jeder Hinsicht – einfach überlegen. „Es ist sinnlos heute über einzelne Fehler oder über die Unterschiede zu sprechen.“, erklärt M. Schönwetter nach dem Spiel.

Hanau hatte sich offensichtlich vorgenommen, den im Hinspiel phasenweise geringen Unterschied, richtig zu stellen. Das gelang nicht zuletzt dadurch, dass in einigen Mannschaftsteilen der HuLis das Spielen teilweise völlig eingestellt wurde. Man hatte das Gefühl, dass das Thema Rückzugsverhalten nicht verstanden wurde. Das war auch im Hüttenbergspiel markant.

Gefühlt 75% Konter-Tore sind das Ergebnis von technischen Fehlern, die unmittelbar vor der gegnerischen Abwehr zu Ballverlusten führten. Jede Oberliga-Abwehr bestraft das gnadenlos. Auch dieser Umstand ist allen eigentlich bewusst. 

„Man hat heute gesehen, dass wir einen doch gehörigen Abstand nach oben haben. Das war schon mehr als ein Klassenunterschied.“, resumiert I. Deubner die derbe Niederlage auch mit Blick auf die Zukunft des Gesamtpakets, das er im Blick hat. 

Es darf die Frage gestellt werden, ob die oberste Spielklasse ein unbedingter Anspruch für einen Verein sein muss? Denn immerhin stellt dieser im männlichen Bereich von der E- bis zur A-Jugend mindestens ein Team. Und die Anzahl der Vereine, die dies tun, verringert sich. Darüber gilt es nachzudenken.

MJB unterliegt dem Favoriten TV Hüttenberg (zu) klar

Mit einer 28:20-Niederlage beendet die mJB das zweite Spiel in der Hessenliga und besiegelt damit wohl den Verbleib in der Landesliga. Auf den tollen Auftritt in Hanau folgt ein ängstlicher und mutloser in eigener Halle. Recht früh ließen sich die Jungs in Halbzeit 1 den „Schneid abkaufen“. Hüttenberg spielte konzentrierter und zeigte mehr Präsenz im gesamten Spielverlauf. Darüber hinaus gestalteten die Roten ihre Angriffe auch schlauer. Sie gewannen verdient. 

Die HuLi-Abwehr erwies sich ein ums andere Mal etwas zahnlos. Es schien, als seien sie der Dynamik des Hüttenberger Angriffs nicht gewachsen. Aber auch gedanklich liefen die Grauen meistens hinterher. Eigentlich ist es verwunderlich, warum dann nur 28 Tore geworfen wurden. Es reichte offensichtlich. 

In Halbzeit 2 sollte die Anfangsphase entscheidend sein. Ein Vier-Tore-Rückstand kann immer aufgeholt werden. Die Hüttenberger bauten ihren Vorsprung jedoch gerade in dieser Phase kontinuierlich aus, auch weil die geforderte Gegenwehr ausblieb. Unglückliche Aktionen im Angriff brachten den Gegner ohne große Mühen in Ballbesitz und zu Kontern. Damit wurde es unmöglich, das Spiel zu wenden.

„Eine Niederlage ist prinzipiell kein Beinbruch.“, haderte Trainer Ingo Deubner angesäuert nach dem Spiel. Der Auftritt seines Teams hatte ihm nicht gefallen. „Man weiß eben, dass die Jungs besser spielen können, als sie das heute gezeigt haben. Aber es fehlte schon nach dem 0:3-Rückstand in der 1. Halbzeit Mut und Kraft, dem Spiel grundlegend eine Wende zu geben. Das ist viel Kopfsache. Insofern ist es schade, dass sich in Halbzeit 2 kein spannenderes Spiel entwickelte.“ 

„Wir werden uns das Spiel in Ruhe anschauen und dann die nötigen Rückschlüsse ziehen. Das Video lügt nicht. Heute haben Basics gefehlt, die wir eigentlich behoben glaubten. Daran werden wir arbeiten und vermeintlich auch einige Knoten lösen müssen.“ , resumiert Maik Schönwetter das Spiel. 

Im nächsten Spiel gegen Gelnhausen kommt ein Gegner, der seit Jahren eine tolle Jugendarbeit leistet. Wir dürfen gespannt sein, wie die HuLis diese Aufgabe lösen.

MJA gewinnt deutlich zweites Saisonspiel

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit entschied die MJA das Heimspiel gegen die HSG Großen-Buseck/Beuern klar für sich. Der Jahrgang 2005 aus der MJB half aus und zeigte, dass er in der höheren Altersklasse auf Bezirksebene gut mithalten kann. Durch eine unglückliche Überschneidung von Spielterminen musste auch das Trainerteam der MJB mitziehen. 

Großen-Buseck/Beuern spielte in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe und ging anfänglich gar in Führung. Im Angriff suchten die Jungs zu schnell und überhastet den Abschluss. Die Ballverluste wurden vom Gegner konsequent ausgenutzt. Auch die Abwehrarbeit der HuLis bedurfte einiger Korrekturen. „Es ist nicht einfach, ein letztlich unbekanntes Team vom Seitenrand aus zu steuern. Wir haben in der ersten Halbzeit einige Ansätze ausprobiert.“, meint Maik Schönwetter zum Spiel. So gingen die Jungs mit einem denkbar knappen Vorsprung in die Halbzeit. 

In der Halbzeitpause forderten die Trainer eine erhöhte Bereitschaft zum Abwehrspiel und vor allem den Gegner durch eine aktivere Abwehrarbeit zu Fehlern zu zwingen. Das gelang eindrücklich, denn die Jungs erarbeiteten sich eine Menge von Ballgewinnen, die im klassischen Konterspiel in Torerfolge umgemünzt werden konnten. Auch im Angriff vor dem gegnerischen Tor waren die Jungs geduldiger und erfolgreicher. Mit Zunahme der Spielzeit schlug sich auch die Kondition nieder. 

Letztlich ging der Sieg aufgrund einer sehr guten Leistung in der zweiten Halbzeit völlig in Ordnung. „Spieler und Trainer haben wieder etwas dazu gelernt“, resümierte Ingo Deubner. Somit startet die MJA mit zwei Siegen in die neue Saison. Das gibt Selbstvertrauen.

MJB: Dankbarkeit nach anderthalb Jahren Stillstand

MJB: Dankbarkeit nach anderthalb Jahren Stillstand

Endlich, so hört man aus zahlreichen Äußerungen aller Gäste und Beteiligten, endlich wieder mal ein Spiel unter richtigen Wettkampfbedingungen. Dem Aufatmen und Durchatmen folgte ein Spiel, das einem hinsichtlich der Spannung den Atem stocken ließ. Auf Augenhöhe begegneten sich im ersten Vorqualifikationsspiel die Teams aus Bieber/Heuchelheim und unserem grauen Kollektiv von der HSG Hungen/Lich. Beide Teams kennen sich gut. In der vergangenen Saison weilten zwei Spieler aus Bieber/Heuchelheim via Gastspielrecht in den Reihen der Grauen. In diesem Jahr nehmen zwei Talente der HSG das Recht wahr, um in der C-Jugend der Bieber/Heuchelheimer Oberligaluft genießen zu dürfen. „Derartige Kooperationen“ sind wichtig, um den Bezirk mit einer dritten und vierten Kraft im hessischen Handball konkurrenzfähig zu halten.

Die HuLis gingen etwas konzentrierter ins Spiel und spielten sich in den Anfangsminuten eine Führung heraus. Das Vier-Tore-Polster schmolz jedoch schnell wieder. Bieber/Heuchelheim agierte in der Abwehr konsequenter und konnte über die Außen starke Akzente setzen. In der Abwehr der HuLis erkennen die Trainer zwei drei Muster, die im Training bis zum nächsten Spiel abgestellt werden sollten. Auch im Angriff reicht es nicht, wenn zu wenige Spieler ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellen. Leon Becker traf sechsmal. Nachdem die in Blau spielenden „Biwwerer Jungs“ ihre erste Führung erarbeitet hatten, gaben sie diese bis zur Halbzeit nicht mehr ab.

Nach der Halbzeitpause bot sich ein ähnliches Bild. Bieber/Heuchelheim nutze die Schwächen der HuLis konsequent und baute die Führung binnen zwei Minuten auf vier Tore aus. Ein erster Zweifel konnte einen beschleichen. Eine taktische Umstellung sorgte dann für eine Wende im Spiel der HuLis. Der starke Jonathan Müller wurde mehr und mehr aus dem Spiel genommen. Das Ergebnis waren vermehrt Ballgewinne auf HuLi-Seite, die dann auch in Gegenstoß-Tore umgemünzt werden konnten. Darüber hinaus setzten die HuLis die Vorgaben der Halbzeitpause gut um, indem gerade über die Außenpositionen mehr und erfolgreichere Aktionen verbucht werden konnten.

Besonders spannend wurde das Spiel, als die Bieber/Heuchelheimer den Zweitore-Vorsprung der HuLis fünf Minuten vor Spielende nochmals zum 25:25 ausgleichen konnten. Ein gutes Beispiel für blindes Verständnis im Zusammenspiel lieferten dann J. Will und J. Freitag, die in den folgenden zwei Angriffen den alten Vorsprung wieder herstellten. Mit Besonnenheit und ein wenig Glück, retteten die HuLis das Spiel ins Ziel. Diesen Derby-Sieg hatte sich das graue Kollektiv hart erkämpft. Verdient? „Beide Mannschaften hätten gewinnen können. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen …“, war man sich in beiden Trainerteams einig. Bei allem Kampf in einem bestimmt nicht unintensiv geführtem Match sei die grundlegende Fairness beider Teams herausgestellt. Wo gibt es das, dass beim Stand von –1 Tor ein Spieler die vermeintliche Fehlentscheidung des tadellos pfeifenden Schiedsrichterinnen-Gespanns (Tafferner/Tröller) zu eigenem Ungunsten korrigiert und dem Gegner in einer „Spitz-auf-Knopf“-Situation Ballbesitz ermöglicht? Keinerlei Unmutsbekundungen, diszipliniertes Verhalten von Spielern, Trainern und Schiedsrichterinnen. So macht‘s Spaß in der Halle!

Wir wissen, was uns in den letzten anderthalb Jahren fehlte. Und wir hoffen, dass dies unserem Nachwuchs nie wieder passieren wird.