von Andreas Kümpel | Nov. 12, 2023 | Frauen II
Dass die zweite Frauenmannschaft der HSG Hungen/Lich nicht in die niederen Regionen der Bezirksliga-A-Tabelle gehört, bewies sie eindrucksvoll am letzten Spieltag. Durch Erkältungskrankheiten stark geschwächt – es fehlten u.a. Shana Appel oder Laura Spieker – aber mit Maria Kress von der ersten Frauenmannschaft und Leonie Henrich (weibl. A-Jugend), die auch erkältet war, gestärkt, empfingen die motivierten Damen die HSG Butzbach zu einem immer wieder interessanten Derby.
Nach anfänglichem Abtasten, beiderseits guten Torhüterleistungen, erzielte Marie Truckenmüller in der 3. Minute das 1:0. Um vorweg zu nehmen: Die Gastgeberinnen gaben diese Führung während der laufenden Partie nicht mehr ab. Die neue Abwehrchefin Maria Kress organisierte die Deckung, Torfrau Nadja Schmalhaus stand sicher zwischen den Pfosten und in der Offensive spielte die Mannschaft geduldig aber druckvoll bis zum Erfolg. Technische Fehler hatten Seltenheitswert. Mit einem überaus verdienten 11:7 wurden die Seiten gewechselt.
Der zweite Abschnitt des Spiels sollte dann ganz anders gestaltet werden. Tore fielen fast im Minutentakt. Die von Shana Appel, Julia Schweiger und Marcus Jung betreuten „HuLi’s“ legten im Schnitt zwei Tore vor, kassierten dafür aber nur eines. Kontinuierlich bauten die überragende Steffi Will mit ihren Mannschaftskameradinnen den Vorsprung aus. Es stand eine Mannschaft auf der Platte, die sichtbar den Willen zeigte, diese Begegnung mit aller Macht gewinnen zu wollen. Als Nadja Schmalhaus einen Strafwurf entschärfte, ging zusätzlich ein Ruck durch die Mannschaft. Das Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte fast vorzüglich. Einige Gegenstöße konnten gesetzt werden, da die Butzbacherinnen im Laufe der zweiten Halbzeit merkten, dass heute und hier nichts zu holen war. Mit einem deutlich verdienten 28:17 nach 60 Minuten feierten die Damen ihren zweiten doppelten Punktgewinn der noch jungen Saison. Mit dieser Einstellung kann es weiter gehen.
HSG Hungen/Lich: Nadja Schmalhaus im Tor; Marie Menne, Kaja Lück, Kim Laureen Macht (1), Julia Schug (1), Maria Kress (3), Leonie Henrich (3/1), Marie Truckenmüller (4/1), Nina Träger (4), Helen Toews (4) und Steffanie Will (8).
von Andreas Kümpel | Nov. 10, 2023 | wJA I
Am Sonntag, dem 5. November, gab die HSG Twistetal als Mitfavorit zur Gruppenmeisterschaft (Gruppe 2) in der Oberliga der weiblichen Jugend A ihre Visitenkarte ab. Mit nur einem Minuspunkt (7:1) auf dem Konto versprach die Begegnung beim verlustpunktfreien Tabellenführer HSG Hungen/Lich in der DBS sehr interessant und spannend zu werden. So war es dann auch. Aber nur bis zur 50. Spielminute.
Zum Spielgeschehen: Zunächst konnte sich keine Mannschaft absetzen. Nach anfänglicher Führung der Heimmannschaft egalisierte Twistetal den Torestand und ging sogar bis zur 15. Minute mit 8:11 in Führung. Ein Zwischenspurt von Selina Lotz und Co. wendete das Blatt. Sechs Tore in Folge, ohne jeglichen Gegentreffer, ließen Hungen/Lich ins Spiel zurück finden (14:11 – 22. Minute). Es begannen nun die schwachen acht Minuten der HSG Hungen/Lich. Es gelang nichts mehr. Dafür erzielten die Gäste noch drei Treffer. Zwischenergebnis nach 30 Minuten: 14:14.
In der zweiten Halbzeit konnte sich zunächst keine Mannschaft besonders in den Vordergrund rücken. Hungen/Lich führte zwischenzeitlich mit drei Toren, musste zwischen Minute 38 und 50 viermal einen Anschlusstreffer hinnehmen. Beim Spielstand von 23:22 übernahmen dann die Bier- und Schäferstädterinnen endgültig das Kommando. Sage und schreibe sieben Tore in Folge während der letzten zehn Minuten erzielte die von Tobias Lambmann trainierte Truppe. Bis auf einen einzigen Treffer in der letzten Spielminute konnte Twistetal nichts gegen den Torhunger des alten und neuen Tabellenführers unternehmen. Endergebnis nach ordentlicher Gegenwehr der Gäste: 30:23.
Mit gestärktem Selbstvertrauen kann die Reise am kommenden Wochenende zum nächsten Spitzenspiel der Oberliga zur HSG Baunatal, neuer Tabellenzweiter, gehen. Danach erwartet die wJA im dritten und letzten Vorrundenspiel der A-Jugend-Bundesliga den HC Erlangen.
HSG Hungen/Lich: Anna Czwak oder Alesia Grieb (Tor); Marlen Wolf, Julie Baumbach, Celine Thiel (1), Liska Steinruck (2), Rike Bohn (2), Merit Schweiger (3), Luisa Beyer (4), Luana Schäfer (5), Leonie Henrich (5) und Selina Lotz (8).
von Andreas Kümpel | Nov. 9, 2023 | mJA
Pünktlich am Sonntag, 16:00 Uhr, pfiff das Schiedsrichtergespann die Oberligapartie der männlichen A-Jugend gegen die HSG Hochheim/Wicker an. Ort der Begegnung: Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle in Lich.
Ohne den Langzeitverletzten Justus Freitag wollten die jungen Männer unbedingt diese zwei Punkte erringen. Die Chancen standen gut, da die Gäste ebenfalls mit Null Punkten am Tabellenende standen.
Es begann auch sehr gut. Mit der 1:0 Führung gaben die Hausherren die Führung im Laufe der ersten Halbzeit auch nicht mehr ab. Einen kleinen Durchhänger mussten Leon Becker und Co. überstehen, als Hochheim/Wicker zwischen der 21. (13:8) und 25. Minute drei Tore hintereinander erzielte, ohne dass Hungen/Lich irgendeine Antwort parat hatte. Eine Auszeit seitens der Gastgeber durch den Mannschaftsverantwortlichen Sascha Präger stoppte den Torhunger der Gästemannschaft. Die „HuLi’s“ trafen wieder. Über ein 14:11 bis zum 16:13 bei Halbzeitpfiff retteten die Mittelhessen diesen Drei-Tore-Vorsprung.
Die HSG Hochheim/Wicker kam nach der Pause besser ins Spiel (18:18 – 35. Minute). Jonathan Will und Kollegen hatten ihre liebe Mühe mit dem auftrumpfenden Gegner. Nach der Hälfte der zweiten Spielzeit stand auf der Anzeigentafel ein 22:22. Es blieb spannend. 50. Spielminute: 25:25. Die Gäste erhielten in der 52. und 55. Minute jeweils eine Zeitstrafe, was zweimal Leon Becker sowie Niklas Dörsam und Nico Böhm ausnutzten. Zwei Tore erzielte Hochheim/Wicker noch, bevor Pius Spall den Schlusspunkt setzte. Endergebnis in einer durchaus spannenden Partie: 30:27.
HSG Hungen/Lich: Pius Schelter (Tor), Luca Schmidt (Tor); Piet Spall, German Kasperkowitz, Jan Machura, Jonathan Will (2), Nico Böhm (2), Niklas Dörsam (3), Benjamin Metze (3/3), Pius Spall (4), Leon Becker (8/2) und Ole Kneissl (8).
von Andreas Kümpel | Nov. 6, 2023 | Aktuell
Es fing schon damit an, dass der Heimspiel-Hallensprecher an beiden Spieltagen mit Abwesenheit glänzte. Ein Vorteil für die Gastmannschaften, die diese Spielbegleitung nicht gewöhnt sind.
Zunächst fing der Samstag recht vielversprechend an. Um 11:00 Uhr wurde die erste Begegnung in der Sporthalle der Gesamtschule Hungen angepfiffen. In der Bezirksliga A, Gruppe 1, der weiblichen Jugend C traf die HSG, die in dieser Klasse mit der zweiten Mannschaft außer Konkurrenz antritt, auf den VfB Driedorf. Deutlich mit 26:14 mussten die Gäste nach Abpfiff den Heimweg antreten.
Die nächste Spielpaarung hieß wieder HSG II gegen den VfB Driedorf, aber bei der weiblichen Jugend D (Bezirksliga A, Gruppe 1). Bei einem torarmen Kräftemessen entführten die Gäste beide Punkte mit 5:10 (3:6).
Eine Stunde später trat die wJD I in Friedberg gegen die heimische TG an. Ganz knapp konnten die Gastgeberinnen beide Punkte erringen. Mit 20:18 (10:9) verloren die Mädchen um die neunfache HSG-Torschützin Leni Rosenkranz dieses Spiel in der Bezirksoberliga.
Zurück in die Sporthalle der Gesamtschule. Ebenfalls in der Bezirksoberliga tätig: Die männliche Jugend C. Die HSG Pohlheim entführte als Gastmannschaft beide Punkte bei einer Partie der „offenen Scheunentoren“. Mit 32:43 endete der Torrausch nach 50 Spielminuten.
Noch eine Mannschaft, die in der höchsten Spielklasse ihrer Altersstufe (BOL) im Bezirk Gießen auf Punktejagd geht: Die weibliche Jugend A II. Zu Gast: TV Hüttenberg. Die Mannschaft aus der „Handkäs‘-Metropole“ ließ sich die Wurst nicht von der Stulle nehmen und gewann zu deutlich mit 26:37. Alle Feldspielerinnen der HSG trugen sich in die Torschützenliste ein, aber es reichte nicht.
Zur gleichen Zeit, nur auswärts, traten die Landesliga-Damen in der Landeshauptstadt gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden an. Nach mäßigem Start erinnerten sich Aimée Mitzkat und Kolleginnen an ihr handballerisches Können und besiegten den Tabellenletzten sicher mit 20:31.
Große Personalprobleme begleiten die Männer II (Bezirksliga C, Gruppe 2). Auch in der Großsporthalle Bieber gegen die KSG Bieber II traten die Schützlinge von Trainer Michael Kümpel ohne die erfahrenen Kempen an, aber mit A-Jugendlicher Unterstützung. Mit 24:17 blieben beide Punkte im Norden Gießens.
Letzte Partie des Samstags in Friedberg. Männer I – Bezirksoberliga – TG Friedberg vs. HSG Hungen/Lich. Verlustpunktfreier Tabellenführer gegen den Dritten in der aktuellen Tabelle. Der Favorit aus der Wetterauer Hauptstadt behielt die Übersicht und gewann deutlich in Höhe von 37:25.
Sonntag. Sporthalle der Gesamtschule Hungen. 9:00 Uhr. Weibliche Jugend E II gegen die HSG Gedern/Nidda II (Bezirksliga B, Gruppe 4). Die jungen Damen aus dem Osten der Wetterau verkrafteten das sonntägliche frühe Aufstehen besser und entführten beide Punkte.
Die männlichen Alterskameraden (mJE II – Bezirksliga B, Gruppe 2) konnten danach ihren Gegner, den TSV Eintracht Stadtallendorf, in die Schranken verweisen. Beide Punkte blieben in den heimatlichen Gefilden.
Neuer Spielort: DBS. Anpfiff 10:45 Uhr. MJD II gegen die HSG Pohlheim II. Die außer Konkurrenz in dieser Spielklasse tätigen Pohlheimer gewannen mit 15:23, was in diesem Augenblick kein „Beinbruch“ bedeutet, sondern eher ein Freundschaftsspiel mit Erfahrungs-Sammel-Wert.
Zurück in die Sporthalle der GesaHu. Die männliche Jugend D I traf auf die Mannschaft der HSG Kleenheim/Langgöns (Bezirksliga A). Auch bei diesem Spiel konnten die Hausherren keinen Blumentopf gewinnen. Beide Punkte nahmen die Gäste mit nach Hause.
Halle am Seebach, Friedberg. Die weibliche Jugend E der TG Friedberg empfing in der Bezirksliga B, Gruppe 2, die Alterskolleginnen der HSG zum absoluten Spitzenspiel. Die HSG behielt die weiße Weste und gewann verdient mit 0:2.
DBS. Im Derby gegen die HSG Butzbach behielt die weibliche Jugend C der HSG Hungen/Lich die Oberhand und beendete diese Begegnung in der Bezirksoberliga mit 16:13. In der Halbzeit lagen Hannah Freitag und Co. noch mit 7:9 zurück. Hut ab vor dieser Leistungssteigerung!
Sporthalle GesaHu. Die Bezirksoberliga der männlichen Jugend D stand auf dem Spielplan. HSG gegen die HSG Mörlen. Nach einem 9:18 in der ersten Halbzeit konnten sich David Bender und Freunde ein wenig steigern und gewannen die zweite Halbzeit mit 16:15. Gesamtergebnis trotzdem zu Gunsten der Gäste: 25:33.
DBS: Die weibliche A-Jugend, die wieder in der Oberliga unterwegs war, besiegte im Spitzenspiel die HSG Twistetal, nach anfänglichen Schwierigkeiten aber einer „guten zweiten Hälfte der zweiten Hälfte“, deutlich mit 30:23. Verlustpunktfreier Tabellenführer: Hungen/Lich.
Sporthalle der Theodor-Koch-Schule, Grünberg. Die zweite Damenmannschaft (Bezirksliga A) durfte zum Derby gegen die HSG Grünberg/Mücke antreten. Ohne Laura Spieker u.v.a. aber mit hochkarätiger regelgerechter Verstärkung aus der ersten Frauenmannschaft blieb den Schützlingen von Trainer Marcus Jung der Erfolg versagt. Mit dem knappsten Ergebnis aller Ergebnisse (23:22) freuten sich die glücklichen Vorvogelsbergerinnen über beide Punkte.
Das letzte Spiel des Wochenendes bestritt die mJA (Oberliga) gegen die HSG Hochheim/Wicker in der DBS. Die nicht gerade erfolgsverwöhnten jungen Männer um Jonathan Will wollten endlich die ersten richtigen Punkte einfahren. Dies gelang, zwar knapp, aber trotzdem. Mit einem 30:27 im Gepäck, keinen Punkten, mussten die Gäste den langen Nachhauseweg antreten.
Bilanz: 18 (!) Mannschaften der HSG Hungen/Lich gingen am Wochenende auf Punktejagd. Welcher andere Verein im mittelhessischen Raum kann eine solch große Mannschaftszahl nachweisen? Sieben Spiele konnten gewonnen werden, jedoch elf Begegnung eben nicht. Dies ist im Grunde genommen auch nicht schlimm. Für die Verlierer des Wochenendes kann es nur heißen: Mund abwischen, weiter fleißig trainieren, die Trainingsfaulen zum mit Üben animieren, um dann bei der nächsten Partie wieder alles zu geben – und zu gewinnen.
von Andreas Kümpel | Okt. 24, 2023 | Aktuell
A: „Schmeckt dir eigentlich dein Schnitzelbrötchen noch, nach dem nicht so erfolgreichen Sonntag hier in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle?“
W: „Na klar. Nach dene verlorene‘ drei Spiele‘ brauch‘ de‘ Geist un‘ de‘ Körper ‚was Handfestes un‘ e’ gut‘ Fläschje Bier zum spüle‘.“
A: „Na denn! Packen wir das Paket von Anfang an auf. Frauen II gegen den Tabellenführer ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen. Deine Meinung zum Spiel ist gefragt!“
W: „Was heißt’n eigentlich ESG? Eishockey-Schütze‘-Gesellschaft?“
A: „Nein! Erwachsenen-Spiel-Gemeinschaft!“
W: „Achso, die hawwe kei‘ Kinner für e‘ HSG, weil die bei uns spiele‘! Nee, Spass bei Seit‘. An so Abkürzunge‘ muss me sich erst e’mal gewöhne‘. Also … die zwot Fraue‘ hawwe sich tapfer gewehrt gege‘ die Favorite‘. Mit e‘ bissi mehr Glück war mehr möglich. Irgend so’n schlaue Kopp hat e’mal gesacht ohne Fleiß kein Preis. Damit sprech‘ ich die Torfrau an. Die is‘ wirklich gut, hat sogar e’n Siwwemeter gehalte‘. Die wär‘ noch viel besser, wenn s’e ab un‘ zu mal ins Training ging. Un‘, was ganz wichtich is‘, das fördert den Manschaftsgeist un‘ de‘ Zusamme’halt.“
A: „Woher weißt du denn das schon wieder?“
W: „Tja, me hat so sei‘ Quelle‘! Ich weiß fast alles, ich kümmer‘ mich a’ch d’rum.“
A: „Sozusagen bist du die Dorftratsche in männlicher Form“.
W: „A-Loch, beinah‘ hätt‘ ich was Böses gesacht.“
A: „Na gut. Die zweite Männermannschaft hat gegen die MSG Florstadt/Gettenau mit fünf Toren Unterschied verloren.“
W: „Da fehle‘ die wichtige‘ Männer. Rudek, Müller, Roth un‘ wie s’e all heiße‘, sin‘ verletzt, hawwe annere Probleme oder war’n net im Training. Die Kerle müsse‘ sich a’ch e’mal am Rieme‘ reiße‘. Wer awwer frische‘ Wind ins Spiel gebracht hat, war’n die Bursche‘ aus de‘ A-Jugend. Vom Karl sei’m Zahnarzt die Bube‘ un‘ de‘ quirlige Will sin‘ wie e‘ Frischzell‘kur für die Zwot. Da wehte e’n annern Wind – besonners in de‘ zwot Halbzeit.“
A: „Du nimmst aber kein Blatt vor den Mund!“
W: „Kritik muss a’ch e’mal sein. Ich kann doch net alles in de‘ siebte Himmel lobe‘. Besser jetz‘ am Anfang von de‘ Rund‘, als nach dem ganze‘ Trubel. Dann bringt’s nix mehr!“
A: „Nach langer Zeit haben die Landesliga-Frauen ein Spiel zu Hause verloren. Was hat nach deiner Meinung zum doppelten Punktverlust geführt?“
W: „Die Einstellung der Gastmannschaft aus‘m Wetzlarer Hinnerland. Defensiv‘ Deckung, da s’e mittlerweil‘ wisse‘, dass mir mit richtiche Rückraumknaller unnerbesetzt sin‘. Die Wuselerinne‘ hawwe gege‘ e‘ 6-0 Deckung weniger e‘ Möglichkeit, sich durchzuwurschteln. Awwer a’ch de‘ schnelle Rückzug der Gäst‘ hat sei‘ Wirkung gehabt. Was m’r a’ch uffgefalle is‘, dass m’r zu viel Treffer von auße‘ kassiere‘. Das Problem hawwe awwer net nur die Fraue‘, da habert’s üwwerall.“
A: „Die gegnerischen Außenspieler haben aber auch ihr Handwerk gelernt. So kannst du nicht argumentieren!“
W: „Es is‘, wie’s is‘! Awwer lieber jetz‘ e’mal verliere‘, als später in de‘ Saison.“
A: „Der große Lichtblick am Sonntag war dann zum Schluss die erste Männermannschaft.“
W: „Da gibt’s bis auf e‘ paar Kleinigkeite‘ nix zu meckern. Die Mannschaft hat gewonne‘. De‘ Koppermann un‘ de‘ Faatz war’n in Topform. Den kleene Macht konnte‘ die Anner‘n ziemlich aus ’em Renne‘ nemme‘. Awwer haste die Aufwärmklamotte‘ von de‘ Raubritter geseh’n? Buntisch wie de‘ Papagei vom Husemann’s Werner aus de‘ Rathausgass‘. Das war e’mal was anneres, wie das Alltagsrot-blau-schwarz.“
A: „Jetzt fehlt nur noch dein Gesamtfazit.“
W: „Joo, ähm, ich weiß nur net, wie ich’s saache soll! Wie kann einer die Üwwersicht behalte‘, wenn er nur uff de‘ eine Außenlinie fünf Meter ruff un‘ fünf Meter runner schleicht. Was uff de‘ anner Seit‘ passiert, sieht der doch garnet. Dann, durch die neue Regeln seit e‘ paar Jahr’n, is‘ das Spiel noch schneller gewor’n. Viele müsse‘ unbedingt lerne‘, bis vier zu zähle‘ oder uff die Langeweile zu achte‘. Dann, jo, un‘ dann bleiwe a’ch die Maulhelde‘ unner de‘ Zuschauer ru’iger. Un‘ unser‘ Fans könnte‘ anners e‘ bissi aktiver wer’n. Bis die e’mal die Mannschafte‘ durch Anfeuerungs-Klatsche‘ unnerstütze‘, muss erst die Halle’deck runnerfalle. So – ‘s reicht. Ich muss heim, die Alt‘ wart‘!“A: „Deutliche Worte. Mach’s gut!“