von Andreas Kümpel | Jan. 22, 2024 | wJB
Am frühen Sonntagabend vor angenehmer Zuschauerkulisse empfing die weibliche Jugend B die TSG Oberursel zum Oberligaduell. Die Mannschaft aus der zweitgrößten Stadt des Hochtaunuskreises hatte sich fest vorgenommen, etwas Zählbares nach dem Spiel mit zurück in die Heimat zu nehmen.
Der Spielbericht ist eigentlich schnell geschrieben, denn von der ersten Sekunde an übernahmen die jungen Damen der HSG, die von Ulli Will und Alex Macht betreut werden, die Initiative. Über ein 3:0 ging es weiter zum 10:4 in der 11. Minute und 17:9 zur Pausenbesprechung und -getränk. Besonders erwähnenswert die Torhüterinleistung von Maren Neuheuser im Gehäuse der HSG Hungen/Lich. Einige gute Torchancen der Gästespielerinnen konnte sie entschärfen.
Die zweite Hälfte der Begegnung begann, wie die Erste endete. Hungen/Lich übernahm sofort wieder das Kommando. Jana Büschel, Luana Schäfer und Kameradinnen ließen es nicht zu, dass Oberursel die Zwischenergebnisse verbessern konnte. Im Gegenteil. Die „HuLi’s“ führten sogar nach insgesamt 37 Minuten mit zehn Toren (26:16). Nun bekamen nacheinander die beiden anderen Torfrauen der HSG noch die Chance, mit guten Taten zwischen den Alu-Pfosten zu glänzen. Dies gelang leider nur begrenzt, da beide einen schlechten Tag erwischten und unglücklich agierten. So konnte Oberursel eine richtige „Schlappe“ vermeiden. Dazu ist zu bemerken, dass die letzten vier Tore der Begegnung in Folge von den Gästen erzielt wurden. Beim Abpfiff stand ein sicheres 33:28 auf der Anzeigentafel.
HSG Hungen/Lich: Im Tor: Maren Neuheuser, Sophie Knott oder Emelie Rende; Nia Büchner, Luna Mattig, Annika Reihhart, Sophia Kauder (1), Amelie Knoblauch (1), Fabienne Will (3), Sina-Marie Franz (3), Julie Baumbach (3/1), Luana Schäfer (6), Merit Schweiger (8/3) und Jana Büschel (8).
von Andreas Kümpel | Jan. 22, 2024 | wJC I
Am frühen Nachmittag empfing die weibliche Jugend C (Bezirksoberliga) in der nach wie vor sehr unterkühlten Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle im Spitzenspiel (3. gegen 1.) den TSV Södel als Tabellenführer. Nur mit einem Sieg konnten die jungen Damen ihre Chance auf den Meistertitel wahren. Drei Minuspunkte trennten vor Spielbeginn die angetretenen Mannschaften. Vorweggenommen: Die HSG nutzte diese Möglichkeit.
Die Gastmannschaft aus Södel startete etwas besser als die HSG in die Partie. Einen eins bis zwei Tore Vorsprung konnten sie bis zur zehnten Spielminute herausspielen. Dann erzielte Charlotte Baumbach zum ersten Mal einen Ausgleichstreffer (5:5). Beim 7:7 nahmen die Betreuerinnen der HSG-C-Jugend ihre Auszeit, um den Spielverlauf weiter zu verändern. Die Mädchen nahmen die Tipps und Hinweise von Aimeé Mitzkat und Mitbetreuerinnen an. Sie drehten die Zwischenergebnisse total um und führten völlig verdient zur Halbzeitpause mit 15:12.
Die Körpersprache der HSG-Spielerinnen deutete darauf hin, dass sie dieses Spiel mit aller Macht gewinnen wollten. Tatsächlich: Sie gaben die Führung während der zweiten 25 Minuten Spielzeit nicht mehr ab. Södel kam zwar zwischenzeitlich auf ein Tor Unterschied heran, aber Lena Witzel und Co. hatten immer wieder eine passende Antwort auf die Tore der Gegnerinnen. In der 35. Minute wurde beim Spielstand 20:17 noch einmal eine Auszeit von den geballten Frauenpower-Trainerinnen/Betreuerinnen genommen. Sicher und mit Selbstvertrauen baute die HSG weiter den Vorsprung aus. Beim Stande vom 27:22 (47. Min.) war die Partie entschieden und die Konzentration lies bei der HSG ein wenig nach, sodass Södel ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte. Endstand nach einem sehenswerten Spiel: 28:24.
Jetzt trennt den Tabellenführer Södel (19:5 Punkte) und die HSG (18:6) nur noch ein einziges Pünktchen. Die HSG Butzbach spielt auch noch um die Meisterschaft mit und steht in der Tabelle mit ebenfalls 18:6 Punkten zwischen Södel und Hungen/Lich.
Es bleibt also weiterhin sehr spannend in der Bezirksoberliga der weiblichen Jugend C. Die Besuche mindestens der Heimspiele und Unterstützung (nicht) nur dieser Mannschaft müssten eigentlich Pflicht sein.
Hungen/Lich: Anna-Marie Hoffmann (Tor); Tonia Bastel, Noemi Bender, Lilli Richter (1), Annika Lierz (1), Matilda Solan (2), Livia Goll (2), Charlotte Baumbach (3), Lia Lintschnig (4), Hannah Freitag (6/1) und Lena Witzel (9).
von Andreas Kümpel | Jan. 22, 2024 | mJC
Wer hätte das gedacht, dass der Tabellendrittletzte HSG Hungen/Lich dem Primus der Bezirksoberliga mJSG Heuchelheim/Bieber im Heimspiel in der kühlen Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle alles abverlangte. Andreas Nau, neuer Chef des Teams, und Kolja Greß hatten ihre Jungs hervorragend auf die schwierige Aufgabe eingestellt.
Nach dem 1:0 für die HSG (Jakob Schliwa) zeigten die Gäste, dass sie nicht umsonst auf Rang 1 der Tabelle stehen. Über ein 2:5 in der fünften Spielminute und 6:11 (11. Minute) stand es in der torreichen Partie 9:17 nach 18 Minuten. Trotz des zwischenzeitlich hohen Rückstands gaben die Jungs um die Schliwa-Brüder nie auf. Immer wieder konnten sie durch gutes Zusammenspiel oder auch Einzelleistungen die gegnerische sehr offensive Deckung durchbrechen und einnetzen. Mit einem immer noch deutlichen 15:21 endete die erste Halbzeit nach 25 Spielminuten.
Geduldig sowie nicht überhastet startete und spielte die HSG in der zweiten Spielhälfte. Tor um Tor holten Silas Mann und Co. auf. Dazu steigerte sich Michel Böcher zwischen den Pfosten der Hausherren. Einige gute Einwurf-Möglichkeiten der Gäste konnte er entschärfen. Nach 38 Minuten stand es auf einmal 28:28 durch ein Tor von Anton Schliwa. Eine Überraschung lag in der Luft. Heuchelheim/Bieber erholte sich. Ihre körperliche Überlegenheit nutzten sie in den letzten Minuten der Begegnung. Leider gelang der HSG in diesen letzten sechs Minuten des Spiels kein Treffer mehr. So gewann der Favorit aus Heuchelheim und Bieber mit 30:36. Im Hinspiel gab es noch eine 44:29 Klatsche.
Hut ab vor der Moral dieser HSG-Mannschaft. Aufgeben oder den Kopf in den Sand stecken gibt es für diese Truppe nicht!
HSG Hungen/Lich: Michel Böcher; David Bender, Benedikt Peltzer, Aaron Stieger (1), Tom Ritsch (1), Bent Stieger (1), Naim Greß (2), Richard Hildebrand (2), Jakob Schliwa (3), Kilian Morys (3), Silas Mann (7) und Anton Schliwa (10).
von Andreas Kümpel | Jan. 22, 2024 | wJA I
Die Schäferstadt-Halle in Hungen war Austragungsort des ersten Punktspiels im neuen Jahr für die HSG Hungen/Lich. Die weibliche Jugend A I durfte den zweiten Teil der Saison 2023/2024 in der Bundesligapokalrunde 1 gegen den TuS Komet Arsten eröffnen.
Vor gut besuchten Rängen erwischten die Gäste aus dem Südwesten Bremens den besseren Start. Erst in der sechsten Minute gelang der HSG der erste Treffer durch Liska Steinruck (1:3). Danach legten die Gastgeberinnen ihre Nervosität ab und konnten mithalten. Während die Gäste immer wieder durch die Außenspielerinnen zum Erfolg kamen, antworteten die Schützlinge von Tobias Lambmann mit Einzelleistungen gegen die massive 6:0-Deckung von Arsten. In der 19. Minute gelang der HSG Hungen/Lich der Ausgleich durch einen verwandelten Strafwurf (8:8 – Merit Schweiger). In der Folgezeit wurden die Angriffe der Heimmannschaft zu überhastet abgeschlossen, wobei die TuS aus Arsten auch einige Torchancen ausließ. Mit einem knappen 13:14 zu Gunsten der Gäste wurden die Seiten gewechselt.
Die offensive Deckungsweise der HSG Hungen/Lich spielte erst recht in der zweiten Halbzeit der TuS Komet Arsten in die Karten. Bis zu vier Toren konnten sie ihren Vorsprung ausbauen, da die Abwehr teilweise ordentliche Lücken aufwies. Erst in der 46. Minute kam die HSG durch einen weiteren Treffer von Merit Schweiger in Tuchfühlung (19:21). Der Gästetrainer nahm eine Auszeit, um seiner Mannschaft den richtigen Weg zu weisen. Die Ansprache wirkte. Konzentriert baute Arsten den Vorsprung aus. Selina Lotz und Kameradinnen hatten nicht mehr viel dagegen zu setzen. Teilweise wurden gute Möglichkeiten zum Einnetzen einen halben Meter am gegnerischen Kasten vorbei befördert. Letztendlich gewann der TuS Komet Arsten vollkommen verdient mit 24:29.
Schnelle Analysen direkt nach dem Spiel lauteten einheitlich, dass eine defensivere Deckungsweise der HSG besser getan hätte, da Arsten eine sehr ähnliche Spielweise auf das Feld legte wie die Hausherrinnen. Dazu kam die Formkrise einiger wichtiger Spielerinnen und die schlechte Chancenverwertung. „Hätte, hätte, Fahrradkette“. Was aber auch noch kritisiert werden muss, dass die Herren mit der Pfeife oft nur bis drei zählen konnten. Die Vier, und damit ein Regelverstoß, gab es nicht.
HSG Hungen/Lich: Anna Czwack, Alesia Grieb; Marlen Wolf, Celine Thiel, Julie Baumbach, Rike Bohn (1), Leonie Henrich (1), Selina Lotz (2), Luana Schäfer (2), Luisa Beyer (3), Jana Büschel (4), Merit Schweiger (5/4) und Liska Steinruck (6).
von Andreas Kümpel | Dez. 17, 2023 | wJA I
Ein paar Plätze auf den Tribünen in der Schäferstadt-Halle Hungen waren noch frei, als das erste Spiel der weiblichen Jugend A in der Bundesliga-Pokalrunde gegen die Jugendspielgemeinschaft (JSG) LIT 1912 von den Unparteiischen angepfiffen wurde. Trotzdem herrschte gute Stimmung, da die Gäste aus Lübbeke, Nettelstedt und anderen kleinen Orten aus dem Nordosten von Nordrhein-Westfalen einige Schlachtenbummler mit guter Laune und Lärminstrumenten mitbrachten.
Die erste Viertelstunde der Partie gehörte ganz klar der HSG Hungen/Lich. „Vom Lärmpegel in der Halle beeindruckt“, so die Mutter einer LIT-Spielerin, fanden die Gäste nicht zu ihrem Spiel. In Minute zehn nahm bereits der LIT-Verantwortliche beim Stande von 8:4 seine erste Auszeit. Die Anweisungen fruchteten jedoch noch nicht, denn die HSG baute den Vorsprung bis zur 15. Minute sogar auf 11:6 aus.
Es begann auf einmal die schlechte Spielphase der Einheimischen. Abspiel- und technische Fehler häuften sich, was bisher den Gästen vorbehalten war. Die Spielerinnen aus Nordrhein-Westfalen hatten sich akklimatisiert und holten Tor um Tor auf, wobei sie oft den schnellen Gegenstoß, eigentlich die „Waffe“ der HSG Hungen/Lich, einsetzen konnten. Zur Halbzeitpause, in der von den Unparteiischen bisher gut geleiteten Partie, stand es 17:17.
In der zweiten Halbzeit schenkten sich beide Mannschaften gegenseitig erst einmal nichts. Erst als das Schiedsrichtergespann kurz hintereinander zweimal zwei Minuten Zeitstrafe gegen Spielerinnen der HSG austeilte, ohne überhaupt einmal eine Verwarnung ausgesprochen zu haben, kam wieder Verunsicherung in die von Tobias Lambmann betreute Truppe. Er war es auch, der nach 42 Spielminuten beim Nachhinein vorentscheidenden 21:26 eine Auszeit nahm. Hungen/Lich bekam die nächste Zeitstrafe und den nächsten Gegentreffer von der 7-Meter-Linie.
Trotz Unterzahl, die sich in den weiteren Spielminuten wiederholte (eine Zeitstrafe bis dahin für die Gäste), ließen sich Merit Schweiger und Co. nicht beeindrucken und erzielten die Anschlusstreffer zum 27:28 (Jana Büschel – 50. Min.) und zum 30:31 (Selina Lotz – 57. Min.). „Das schaffen wir noch!“, rief ein Zuschauer mit der Hoffnung auf die spannende Wiederholung der Schlussminuten des Erlangen-Spiels.
Leider wurde das Wunschdenken von diesem einen und vielen anderen heimischen Spielbeobachtern nicht erhört. Die JSG LIT 1912 behielt die stärkeren Nerven, erzielte in den verbliebenen drei Minuten noch einen Treffer und entführte beide Punkte (30:32) aus der Schäferstadt-Halle. Dass die HSG überhaupt nur so knapp verlor, lag auch an den Torhüterinnen Anna Czwack und Alesia Grieb, die beide mehrere 100%ige Einwurfmöglichkeiten der Gästespielerinnen durch tolle Reaktionen auf der Linie verhinderten.
Die Statistik zum Spiel: Gelbe Karten 0/0, Zeitstrafen: 5/2, 7-Meter: 4/7.
Fazit zum Spiel: LIT war nur zwei Tore besser als die HSG.
Die mitgereisten Fans und der LIT-Trainer bedankten sich nach dem Spiel bei Vorstands-Mitglied Roland Macht und Hallensprecher Andreas Kümpel für die faire und überaus freundliche Begrüßung als auch Behandlung vor, während und nach der Partie. „So etwas sind wir nicht gewöhnt“, lautete die Wertschätzung mehreren mitgereisten Anhängern der JSG LIT 1912.
HSG Hungen/Lich: Anna Czwack und Alesia Grieb (Tor); Marlen Wolf, Emilie Unger, Celine Thiel, Rike Bohn, Jana Büschel (1), Leonie Henrich (1), Luana Schäfer (2), Liska Steinruck (2), Luisa Beyer (4), Julie Baumbach (4), Selina Lotz (7) und Merit Schweiger (9/4).