von Tobias Weyrauch | Apr. 1, 2025 | Aktuell, Frauen I
Eine starke Premierensaison in der Frauenhandball-Regionalliga liegt nun fast schon hinter der HSG Hungen/Lich. Nach einem 10:2-Punkte-Start waren Abstiegssorgen von Beginn an kein Thema, lange Zeit hielt sich der Neuling auf einem bärenstarken dritten Tabellenplatz. Auch wenn große Personalprobleme in der Rückrunde dafür sorgten, dass der Neuling in der Tabelle ein wenig abrutschte, herrschte bei den Vereinsverantwortlichen große Zufriedenheit über das Auftreten der jungen Mannschaft. Weshalb der Club auch gerne weiterhin mit Trainer Paul Günther, der vor der Saison von der HSG Wettenberg kam, zusammenarbeiten will. Deshalb wurde der Vertrag mit dem 47-Jährigen auch bereits verlängert.
„Ich bin jemand, der gerne frühzeitig Planungssicherheit für die nächste Saison hat, weshalb die Gespräche mit Paul auch dementsprechend frühzeitig stattgefunden haben. Wir waren uns schnell einig, die Zusammenarbeit fortzuführen, wissen aber, dass mit der zweiten Saison in der Regionalliga eine ganz schwere Aufgabe auf uns wartet. Da wird Paul gefordert sein, die Mannschaft voranzubringen und weiterzuentwickeln, aber dass ihm das gelingen wird, davon bin ich auch wegen seiner großen Erfahrung ziemlich sicher“, benennt HSG-Abteilungsleiter Andreas Nau die Gründe für die Vertragsverlängerung mit dem aktuellen Trainer.
„Die sportliche Perspektive, die hier absolut gegeben ist, ist ja nur eine Seite. Wenn eine Mannschaft wächst und mit Aufstiegen den nächsten Schritt macht, muss auch das Umfeld mitwachsen. Das ist ganz wichtig. Und auch das ist hier in Hungen und Lich absolut gegeben. Ich kann Andreas Nau hier nur lobend hervorheben, denn er ist extrem rührig und nimmt einem viel ab. Daher waren die Gespräche, die wir schon Ende letzten Jahres geführt haben, auch keine wirklichen Gespräche. Innerhalb von einer halben Minute waren wir uns einig, dass wir diesen Weg zusammen weitergehen wollen“, betont Günther.
Den künftigen Weg wieder mitgehen werden auch zwei Spielerinnen, die schon viele Jahre lang das Trikot der HSG Hungen/Lich getragen haben. Zudem handelt es sich dabei um gleich zwei Linkshänderinnen, denn neben Meileen Schäfer, die vom Liga-Kontrahenten HSG Kleenheim-Langgöns zurückkehrt, schließt sich auch die derzeit noch für den Oberligisten HSG Wettenberg spielende Luisa Bayer ihrem Ex-Verein wieder an.
von Marc Steinert
von Daniela Pieth | Apr. 1, 2025 | Aktuell, Frauen I
Im letzten Heimspiel der Saison hat sich die HSG Hungen/Lich in der Regionalliga der Frauen mit 29:24 (12:11) gegen die HSG Kleenheim-Langgöns durchgesetzt. Die Gastgeberinnen waren ersatzgeschwächt ins Derby gegangen, aber „das letzte aus dem Tank geholt“, wie Trainer Paul Günther betonte.
„Drei saßen nur als Dekoration auf der Bank“, erklärte Günther, der mit nur acht einsatzfähigen Feldspielerinnen gegen vollständig angereiste Gäste aufwarten konnte. Die ersten fünf Spielminuten verliefen eher zäh und Kleenheim konnte durch einen Doppelpack von Franziska Dietz mit 2:0 vorlegen. In der Folge kam Hungen/Lich immer besser ins Rollen und erarbeitete sich aus einer kompakten Deckung heraus die 7:2-Führung durch Gretha Nau in der zwölften Minute. Abwehr und Tempospiel funktionierten und so versuchte Gäste-Coach Lucky Cojocar den Lauf von Hungen/Lich mit einer Auszeit zu bremsen.
Die Taktik ging auf. Kleenheim fing sich, robbte sich Tor um Tor heran und hatte beim 11:11 von Elena Schuch (26.) den Ausgleich erzielt. So ging es nach wellenförmigem Spielverlauf mit einer knappen 12:11-Führung für Hungen/Lich in die Kabine. Und die Günther-Sieben kam gut in die zweite Halbzeit. Nau sorgte in der 37. Minute für die 17:13-Führung, die Hungen/Lich bis zum 22:19 von Selina Lotz halten konnte.
Doch Kleenheim blieb durch das 20:22 von Franziska Dietz dran und hatte aufgrund einer Zeitstrafe von Hungens Rike Bohn (52.) die Chance, weiter Druck zu machen. Stephanie Klug verwandelte den mit der Zeitstrafe einhergehenden Siebenmeter zum 21:22. In dieser wichtigen Phase gelang der angeschlagenen Liska Steinruck der so wichtige Treffer zum 23:21 für die Gastgeberinnen. „Wenn wir in der Unterzahlsituation das Unentschieden kassiert hätten, wären wir untergegangen“, erklärte Günther. „Aber so ist noch mal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Wir haben uns dann wirklich mit Mann und Maus gewehrt. Das war eine überragende kämpferische Leistung, auch wenn die letzten zehn Minuten handballerisch nicht mehr so schön waren.“
Ohne viele Wechselmöglichkeiten machte Hungen/Lich sein Tempospiel, ließ den Ball im Positionsangriff schnell laufen und zog Kleenheim-Langgöns kontinuierlich den Zahn. Spätestens nach dem 28:24 von Steinruck in der 59. Minute war der Sieg für die Gastgeberinnen in Sack und Tüten, ehe Leonie Henrich nach dem Schlusspfiff einen fälligen Siebenmeter zum 29:24 ins Netz beförderte.
HSG Hungen/Lich: Liebich, David; Wehrum, Mitzkat, Knoblauch, Lotz (4), Schweiger, Weber (7), Steinruck (6/1), Niebergall (2), Henrich (1/1), Nau (3) und Bohn (6).
HSG Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann; F. Dietz (9), Bachenheimer (2), Schuch (1), A. Dietz (3), Klug (3/1), Schäfer (2), Hickel (1), Andermann (2), Pfeiffer, Pontoles und Schön (1).
Stenogramm / Schiedsrichter: Markovic/Rohs; Zuschauer: 500; Zeitstrafen: 4:6 Min.; Siebenmeter: 4/2:2.
von Florian Großmann | März 26, 2025 | Aktuell, Männer I
Außer Spesen nix gewesen. So könnte man den Auftritt unserer Männer I am vergangenen Wochenende beschreiben. Hatten wir uns doch vorgenommen, die unnötige Niederlage aus dem Hinspiel mit einem Auswärtssieg im weit entfernten Kirchhain wieder wettzumachen, so mussten wir nach einer über weite Strecken enttäuschenden Partie mit einer 27:23-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.
„Wie so oft in unseren Spielen, haben wir uns leider wieder eine zweimalige Schwächephase über 2 x 10 Minuten gegönnt, die Kirchhain am Ende gereicht hat, um den Sieg nach Hause zu fahren,“ so unser Coach Florian Großmann nach dem Spiel. Seine Enttäuschung konnte man mit dem Blick auf den Spielverlauf in der ersten Viertelstunde verstehen, vergaben seine Schützlinge doch mehrfach beste Einwurfchancen oder leisteten sich einfache technische Fehler im Spielaufbau oder im Tempospiel. „Kirchhain hat das routiniert runtergespielt, obwohl ihr Durchschnittsalter nochmal deutlich unter dem unserer Mannschaft gelegen hat.“
Unsere Gastgeber stellten die Weichen schnell auf Sieg und führten nach 15 Minuten bereits mit 7:3. „Bei Kirchhain hat auch nicht alles geklappt, aber wir haben heute unsere schwächste Phase leider direkt an den Anfang des Spiels verlegt und kein Kapital aus unseren Chancen gezogen,“ so Großmann weiter. Bis zur Pause sollte sich am Gesamtbild wenig ändern, auch wenn mit der Einwechslung von Nico Böhm etwas mehr Schwung ins vorher eher statische Angriffsspiel unserer Männer kam. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch mit Anton Hahn ein wichtiger Eckpfeiler unseres Spiels und wird mit der zweiten größeren Verletzung in dieser Saison für den Rest der Runde ausfallen. An dieser Stelle gute Besserung an Toni.
Nach dem Seitenwechsel konnten wir zwar schnell einige Tore verkürzen, sahen uns beim 18:12 (40. Minute) aber weiter deutlich auf der Verliererstraße. Doch nun folgte die beste Phase in unserem Spiel. In der Abwehr wurde im Verbund gearbeitet und Ballgewinne erzielt, die vor allem im Tempospiel zu einfachen Toren genutzt wurden. Mit einem 7:0-Lauf wurde die Begegnung gedreht und plötzlich schien der so wichtige doppelte Punktgewinn in greifbarer Nähe. Auch beim 19:20 (Paul Döncke, 49. Minute) sah alles danach aus, als könnten wir den ominösen Bock umstoßen, denn Kirchhain wirkte in dieser Phase wie ein angeschlagener Boxer. Einfache Fehler im Angriff, mangelnde Konsequenz im Abwehrspiel und eine zur Unzeit erhaltene Zeitstrafe sollten aber binnen fünf Minuten alle vorher erarbeiteten Hoffnungen zunichte machen. Kirchhain legte einen eigenen 6:0-Lauf aufs Parkett und war drei Minuten vor Schluss auf 25:20 enteilt – die Vorentscheidung. Auch wenn wir nochmal alles versuchten und die Abwehr für Ballgewinne öffneten, gelang uns lediglich eine leichte Ergebnisverbesserung.
Unsere Aufstellung: Markus Ahlborn und Max Krieg im Tor, Jan Anhäuser (1), Tobias Anhäuser, Paul Dönicke (7), Ben Steffan, Nico Böhm (4), Jonathan Will (2), Jannis Pitz, Tim Anhäuser (1), Tobias Koppermann (5), Anton Fredric Hahn (1), Luca Macht und Jan-Hendrik Engel (2).
von Daniela Pieth | März 24, 2025 | Aktuell, Frauen I
HSG Hungen/Lich geht auf der Zielgeraden in der Regionalliga der Frauen die Puste aus.
Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison musste sich die HSG Hungen/Lich in der Regionalliga der Frauen bei der TSG Eddersheim mit 24:29 (15:15) geschlagen geben. Damit ist das Ziel dritter Tabellenplatz wieder ein Stück weiter in die Ferne gerückt. Zwei Punkte fehlen zur HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden, die in den verbleibenden zwei Partien noch aufgeholt werden müssten.
TSG Eddersheim – HSG Hungen/Lich 29:24 (15:15)
Für die Mannschaft von Trainer Paul Günther ging es mit trüben Vorzeichen nach Eddersheim. Der angeschlagene Kader war auf elf Spielerinnen inklusive Torhüterinnen geschrumpft. Davon gingen drei kränklich ins Spiel. „Die laufen auf der letzten Rille. Das ist jetzt auch nicht unbedingt förderlich, dass sie da spielen, aber ist halt so“, sagte Günther.
Unter diesen Vorzeichen lieferten seine Damen noch eine sehr ordentliche erste Halbzeit ab. Zwar lag man nach fünf Minuten mit 1:3 hinten, drehte aber die Partie und legte durch Liska Steinruck in der zwölften Minute auf 8:4 vor. Dem 10:6 von Selina Lotz (15.) folgte jedoch der erste Einbruch. Vor allem in der Abwehr hakte es zunehmend. Eddersheim räumte von Linksaußen überzeugend bis auf die andere Seite ab, wo mit Miriam Reitel eine sichere Schützin unterwegs war.
„Wir hätten ein bisschen aggressiver in der Abwehr zupacken und das Tempospiel konsequent durchziehen müssen“, erklärte Günther. „Von der Einstellung her, so wie die Mannschaft aufgetreten ist, war das alles in Ordnung. Am Ende haben die Frische und die Kraft gefehlt. Und uns haben die Alternativen haben gefehlt.“ Und dieses Ende begann bereits in der ersten Halbzeit. Eddersheim holte Tor für Tor aus, übernahm die Führung und Hungen/Lich rettete ein 15:15-Unentschieden in die Pause.
Nach Wiederanpfiff machte Eddersheim weiter Druck und nutzte die Schwächen des Gegners gnadenlos aus. Selbst fünf Zeitstrafen konnten die Gäste nicht nutzen, um sich besser zu positionieren. „Eddersheim hat das einen ticken mehr gewollt“, so Günther. „Die haben die zwei Punkte auch noch mal gebraucht, damit sie hinten raus nicht in Schwierigkeiten kommen, je nachdem, was da abstiegsmäßig noch läuft.“
Hungen/Lich spielte im Angriff zu fehlerbehaftet und auch die 4:2-Deckung in der Schlussphase verhalf den Gästen nicht mehr zum Punktgewinn. Eddersheim machte aus dem 26:23 ein 29:24 und sicherte sich zwei wichtige Punkte.
Eddersheim: Thiel, Kuptschitsch; Gottfried (2), Schink, Noetzel (3), Schneider, Breitenfelder (1), Lützkendorf (8/4), Reitel (7), Braun, Schink, Schweikart (3), Neumann (2) und Becker (3).
Hungen/Lich: Liebich, David; Mitzkat (2), Lotz (4), Schweiger (5/1), Weber (3), Steinruck (6), Niebergall (1), Henrich, Nau (2) und Bohn (1).
Schiedsrichter: Minwegen/Rautschka; Zuschauer: 90; Zeitstrafen: 10:2 Min.; Siebenmeter: 4/4:3/1.
von Uli Dietl | März 23, 2025 | Aktuell, Jugend
Als letztes Team der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich war die Handball-Mädchenmannschaft der Jahrgänge 2010 und 2011 noch im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ dabei. Gespickt ist das Team mit zahlreichen Spielerinnen der WJC I und II der HSG Hungen/Lich, hinzu kommen zwei Spielerinnen der benachbarten HSG Fernwald.
Nach zwei ungefährdeten Turniersiegen auf Kreis- und Regionsebene starteten die Mädchen nun bei den Hessenmeisterschaften uns mussten sich dort mit den besten Schulmannschaften des Bundeslandes messen. Dabei gelangen in vier Spielen drei Siege.
Zunächst musste das Trainerteam Sophia Wiener und Ulli Will auf drei krankheitsbedingte Absagen reagieren. Dennoch gelang im ersten Spiel ein 16:14-Sieg gegen die Werratalschule aus Heringen, die mit zahlreichen Spielerinnen des Regionalligazweiten aus Schenklengsfeld angereist waren. Im zweiten Spiel gelang den Mädchen um Lilli Richter, Leni Rosenkranz, Klara-Lotta Wolff und Hannah Freitag dann ein starkes Spiel gegen das favorisierte Team des Alten Kürfürstlichen Gymnasiums aus Bensheim. Schnell und sicher wurde der Ball durch die eigenen Reihen gespielt und in schön herausgespielte Tore umgemünzt. Mira Stein machte im Tor einige Großchancen der Bundesliga-Nachwuchsspielerinnen aus Bensheim zunichte und so leuchtete am Ende ein viel umjubelter 13:11-Sieg von der Anzeigetafel. Nun galt es im dritten Spiel gegen die Dreieichschule aus Langen den Matchball zu verwandeln und mit einem Sieg oder Unentschieden ins Halbfinale einzuziehen. Leider konnte das Team nicht an die herausragende Leistung des Bensheim-Spiels anknüpfen, der dünne Kader zeigte schon deutliche Kräfteverluste und so ging das Spiel mit 12:16 verloren. Nach den Ergebnissen in den anderen Partien standen nun drei Mannschaften mit 4:2 Punkten punktgleich an der Tabellenspitze. Leider wiesen unsere Mädchen mit -2 das schlechteste Torverhältnis auf, sodass es abschließend ins Spiel um Platz 5 ging, anstatt im Halbfinale weiter um den Traum des Hessenmeistertitels und der damit verbundenen Teilnahme am Bundesfinale in Berlin zu spielen. Nachdem die erste Enttäuschung darüber sich gelegt hatte, wurde die Weidigschule aus Butzbach sicher mit 21:12 nach Hause geschickt und damit Platz 5 gesichert.
„Mit 4:2 Punkten in der Vorrunde auszuscheiden ist wirklich sehr bitter. Letzenendes belegen wir mit drei Siegen aus vier Spielen „nur“ Rang 5. Die Mädchen haben vor allem gegen Bensheim eine tolle Leistung gezeigt, aber in solch einem engen Turnier mit einer hohen Leistungsdichte muss halt alles passen, um noch weiter vorne zu landen. Letztendlich sind wir mit dem Abschneiden über alle drei Turniere aber sehr zufrieden und die Mädchen können stolz auf eine tolle Schulhandballsaison sein“, so dass Trainerduo einstimmig.
von Florian Großmann | März 17, 2025 | Aktuell, Männer I
Mit dem Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen die HSG Pohlheim II haben sich unsere Männer I wieder etwas mehr Luft im Tabellenkeller verschafft und den Anschluss an das hintere Mittelfeld hergestellt. Mit nun 14:26 Punkten und somit sieben Punkten Vorsprung auf den aktuell ersten Abstiegsplatz, ist der Klassenerhalt zwar rechnerisch noch nicht geschafft, aber doch ein großes Stück nähergekommen.
Bis der 29:25-Heimsieg gegen die Regionalliga-Reserve allerdings unter Dach und Fach war, mussten die Zuschauer mal wieder durch ein Wechselbad der Gefühle gehen. „Wir kommen wieder richtig stark in die Partie, spielen eine gute Abwehr und setzen das gewünschter Tempospiel hervorragend um. Nach dem 9:6 hat uns aber wieder einer den Stecker gezogen und wir gehen mit einem unnötigen Rückstand in die Halbzeitpause. In Halbzeit zwei dann das zu erwartende Spiel auf Augenhöhe mit dem besseren Ende von uns, weil wir es in den letzten zehn Minuten diesmal sehr routiniert und clever gespielt haben,“ so das zusammenfassende Fazit unseres Trainers, Florian Großmann.
In der Tat erwischten die HuLi’s einen Start nach Maß und lagen beim 2:0 durch Nico Böhm schnell in Führung. Ausschlagegebend dafür war der konsequente Drang zum Tor und das in der ersten Viertelstunde gut funktionierende Umschaltspiel. Pohlheim II war beim 7:4 (Jan-Hendrik Engel, 7. Minute) bereits zur ersten Auszeit gezwungen. Zunächst fruchtete die Ansprache von Gäste-Trainer Dirk Schwellnus nicht so recht, behielten unsere Männer doch bis zum 9:6 die Oberhand. „Danach gönnen wir uns aber wieder unsere zehn Minuten Schönheitsschlaf und Pohlheim kann das Spiel auf 11:13 drehen. Das hat mich dann schon geärgert, weil wir in dieser Phase wieder zu viele einfache Fehler machen,“ so Großmann zur schwächsten Phase seiner Mannschaft in diesem Spiel. Immerhin gelang Nico Böhm kurz vor der Pause noch der 14:15-Halbzeitstand.
Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer dann zunächst das gewohnte Bild vom Anfang der Partie. Den Gastgebern gelangen zwei schnelle Tore und ab dem 18:17 behauptete die Heimmannschaft die Führung bis zum Schluss. Pohlheim II gelang lediglich noch mehrfach der Ausgleich, doch die Jan Anhäuser & Co. spielten ihre Angriffe clever und mit der nötigen Präzision zu Ende. Hinten zeigte Max Krieg in vielen Situationen seine Klasse und machte immer wieder frei Chancen der Gäste zunichte. Im Verbund mit der ordentlich zupackenden Abwehr und einem über weite Strecken fehlerfreien Rückzugsverhalten waren diese Aspekte die Garanten für den am Ende verdienten Heimsieg, der die Männer I ein Stückchen näher an den Klassenerhalt gebracht hat.
„Diese Momentaufnahme ist sehr schön und ich bin total stolz auf meine Mannschaft, dass Sie dieses wichtige Spiel so routiniert gestaltet hat. Ein großer Dank geht auch an die Aushilfen vom Wochenende. Jetzt gilt es allerdings diese Leistung in Kirchhain zu bestätigen und damit den fast schon sicheren Nichtabstieg einzutüten,“ blickt Großmann bereits auf die kommende schwere Auswärtsaufgabe im nördlichen Teil des Bezirkes.
Unsere Aufstellung: Niko Berg und Max Krieg im Tor, Jan Anhäuser (3), Tobias Anhäuser, Nico Böhm (7), Marcel Hensel, Ben Steffan, Jannis Pitz (1), Tim Anhäuser (3), Tobias Koppermann, Anton Fredric Hahn (7/4), Bjarne Lierz (2), Jan-Hendrik Engel (5) und Oliver Marek (1).