Männliche Jugend B: Favorit musste sich gewaltig anstrengen

Der erstmalige Ausflug einer männlichen Jugend der HSG Hungen/Lich in Hessens höchste Spielklasse (Oberliga) endete mit einer sehr spannenden und interessanten Partie. Die B-Jugend empfing den Tabellenzweiten aus Dutenhofen und Münchholzhausen. Zunächst verteilten die Hausherren, die unter dem neuen Chef Matthias Platzdasch frischen Wind unter die Schwingen bekamen, keine Gastgeschenke. Der Favorit aus den Wetzlarer Vororten bekam ordentlich Probleme mit dem vermeintlich schwachen Gegner. Die Gäste gingen zwar mit 0:1 in Führung, doch die Hausherren zeigten keinen Respekt. Dank eines wieder genesenen Luca Schmidt zwischen den Pfosten, der einige Torwürfe entschärfte, und geduldig vorgetragenen Angriffen, zeigte die Mannschaft der HSG Hungen/Lich, das Kanonenfutter wo anders herumliegt. Zur Halbzeit führte die Mannschaft um Leon Becker mit 17:15. Es lag eine faustdicke Überraschung in der Luft.

Zehn Minuten in der zweiten Hälfte hielt Hungen/Lich dem zunehmenden Druck der Gäste noch Stand. Dann ließen Konzentration sowie die Kräfte bei den Gastgebern nach. Die Hoffnung auf einen Sieg gegen die Truppe aus Wetzlar zerplatzte wie eine langsam dahingleitende Seifenblase in der Luft. Tor um Tor baute der Gast den Vorsprung aus und gewann trotz Gegenwehr der „HuLi’s“ mit 25:31. Obwohl die B-Jugend der HSG Hungen/Lich das letzte Spiel der Saison in der Oberliga verlor, muss man den Hut vor dieser Mannschaft ziehen. Die Moral und der Spaß am Handballspiel stimmte … wieder. Schade nur, dass die Spielrunde vorbei ist. Es wären noch einige Überraschungen und positive Endergebnisse möglich gewesen.

HSG Hungen/Lich: Luca Schmidt (Tor); Tim Heckmann, German Kasperkowitz, Lasse Schmidbauer (1), Jona Freitag (1), Nico Böhm (2), Jan Machura (2), Jan Bastel (2), Justus Freitag (6/1) und Leon Becker (11).

Frauen II: Kollektive Rückraumschwäche

Ohne die etatmäßige Abwehrchefin und Kreisläuferin Laura Spieker empfingen die Bezirksliga-A-Damen am Samstag in der Schäferstadt-Halle den Tabellennachbarn aus Friedberg. Verstärkt durch einige Nachwuchskräfte aus der weiblichen A-Jugend ging die Mannschaft von Marcus Jung ans Werk. Mit 1:0 ging Hungen/Lich gleich in Führung. Doch dies sollte für lange Zeit die einzige Führung gewesen sein. Die Gäste aus der Nachbarkreisstadt fanden besser in die Anfangsphase der Partie und zogen auf 1:4 davon (6. Min.). Bis zur 14. Minute regierten beide Torfrauen auf der Platte. Acht Minuten fiel kein Tor. Livia Gleim beendete die Torflaute zu Gunsten der Gastgeberinnen. Im Verlauf der restlichen ersten Halbzeit holten nun Steffi Will und Co. Tor um Tor auf. Bei einem vielversprechenden Zwischenergebnis von 9:9 wurden die Seiten gewechselt.

Der bessere Start zur zweiten Hälfte der Begegnung lag auf Seiten der HSG Hungen/Lich (11:9). Danach scheiterten zu viele Angriffsversuche an der Torfrau Friedbergs. Tore waren überhaupt Mangelware. Nach 48 Minuten stand es noch 13:13 unentschieden. Während der letzten zwölf Spielminuten geschah nicht mehr viel, bis auf den Endspurt der Gäste. Beim 15:18 und nach 60 Minuten pfiff der Unparteiische diese Begegnung ab.

Fazit: Eigentlich ganz einfach. 18 Tore in 60 Minuten kassieren ist vollkommen in Ordnung, aber nur 15 selbst erzielen? Dies ist tatsächlich zu wenig. Hier muss sich der Verantwortliche oder Trainer Marcus Jung zu den nächsten Trainingseinheiten etwas einfallen lassen. Denn die Saison 2022/2023 ist noch sechs Spiele lang.HSG Hungen/Lich: Nadja Schmalhaus, Alesia Grieb; Shana Appel, Nina Träger, Mareike Schmied, Katharina Find, Julia Schweiger, Marie Truckenmüller (1), Livia Gleim (2), Leonie Henrich (3), Stefanie Will (4) und Celine Thiel (5/3).

Männer I: Rauschender Zwischenspurt reichte zum Sieg

Am Samstagabend zur besten Handballzeit kehrten zum Männerspiel in der Bezirksoberliga alte Bekannte in die Schäferstadt-Halle zurück. Carsten Schäfer, langjähriger Trainer der HSG Hungen/Lich, und Alexander Diehl, einstiger Spieler der Gastgeber, wollten beide Punkte für ihren neuen Verein HSG Goßen.-Buseck/Beuern entführen. Dies gelang nicht!

Das ausgerechnet für diese brisante Begegnung nur ein Schiedsrichter anstatt ein Gespann von dem Verantwortlichen des Bezirks eingeteilt wurde, erwies sich als unglücklich. Einige Entscheidungen des Unparteiischen wären durch ein zweites Augenpaar anders ausgefallen.

Zum Spiel: Die erste Viertelstunde verlief für die Hausherren recht vielversprechend. Beim 7:6 durch Marvin „Willi“ Schmied (15. Minute) sah die Handballwelt für die Hausherren noch einigermaßen rosig aus. Doch dann gab es einen Riss im Spielfluss von Luca Macht und Kameraden. Der Torwart der Gäste konnte einige Torwürfe mit tollen Reaktionen entschärfen oder das Ziel wurde weit verfehlt (Test auf Standhaftigkeit der Hallenseitenwand). Dazu gab es zu viele Löcher in der Deckung von Hungen/Lich. Tor um Tor baute Großen-Buseck/Beuern den Vorsprung aus. Beim 13:17 ging es in die Katakomben zur Besprechung.

Wie Thomas Wallendorf, Trainer und Verantwortlicher, seine Jungs wachgeschüttelt hat, wissen nur die Spieler und er. Auf jeden Fall kam die Mannschaft der HSG Hungen/Lich hellwach aus der Kabine. Mit acht Torerfolgen hintereinander, ohne einen einzigen Gegentreffer zu kassieren (auch dank Max Krieg im Kasten), legten die Hausherren zwischen der 31. und 39. Minute den Grundstock zum Erfolg. Die Gäste erholten sich nur schwer von diesem Zwischenspurt, kamen im Laufe der zweiten Halbzeit bis auf zwei Tore Unterschied heran. Dann zog Hungen/Lich wieder auf vier Tore davon. Selbst eine zweifache Unterzahl verwalteten die vier übrig gebliebenen Feldspieler der „HuLi‘s“ durchaus clever und gekonnt. Am Ende siegte die HSG Hungen/Lich verdient mit 32:29.

Zeitstrafen: Hungen/Lich 4, Gr.-Buseck/Beuern 1.

HSG Hungen/Lich: Maximilian Krieg, Nico Berg (n.e.); Tobias Koppermann, Michel Schäfer, Jan Anhäuser, Ben Steffan (1), Marvin Schmied (3), Paul Dönicke (4), Luca Macht (4/1), Anton Hahn (6/2), Niklas Wenzel (7) und Johannes Kreß (7).

Weibliche Jugend A I: Souveräner Sieg zum Abschluss der Oberliga-Gruppenphase

Am späten Nachmittag des Samstags (28.1.) überrannte die weibliche Jugend A I zum letzten Spiels in der Gruppe 2 in Hessens höchster Spielklasse die Gastmannschaft. In der Schäferstadt-Halle zu Hungen stand die HSG Rodgau/Nieder-Roden von Beginn der Partie auf der Verliererstraße. Bereits in der achten Minute beim Stand von 8:3 mussten die Betreuer der Gäste eine Auszeit nehmen. Dies half auch nicht viel. In der Folgezeit erzielten die Schützlinge von Tobias Lambmann sechs Tore hintereinander, bevor Rodgau wieder einmal erfolgreich war. Kontinuierlich bauten die jungen Damen um Emma Niebergall ihren Vorsprung aus. Der Seitenwechsel wurde beim Zwischenergebnis von 23:11 vollzogen.

Wie bereits in der ersten Halbzeit gezeigt, spulte Hungen/Lich das ganze handballerische Repertoire auch in der zweiten Hälfte des Spiels ab. Tolle Reaktionen zwischen den Pfosten, eine meist stabile Abwehr, schnelle Gegenstöße, erweiterte Gegenstöße, Spielzüge und Einzelaktionen bekam der einheimische erfreute Zuschauer zu sehen. Endergebnis: 46:22. Das Einzige, was bemängelt werden könnte, ist die Chancenauswertung. Gut und gerne weit über 50 Tore hätten die Gastgeberinnen erzielen können. Der „Schlendrian“ hält gerne Einzug ins Spiel, wenn man die Stärke oder Schwäche der gegnerischen Mannschaft kennt. Handball ist nicht nur ein körperlich betonter Sport, sondern auch Kopfsache. Das wird diese Mannschaft abstellen, wenn es ins Oberliga- Viertelfinale geht. Hier warten die HSG Twistetal, die immer „brennende“ HSG Bensheim/Auerbach II und die HSG Baunatal.

HSG Hungen/Lich: Lilli David (1. bis 30. Min. im Tor) Alesia Grieb (31. bis 60. Min.); Liska Steinruck, Sarah Oymak (1), Rike Bohn (2), Emma Niebergall (2/1), Selina Lotz (5), Leonie Henrich (7), Celine Thiel (7), Meileen Schäfer (10) und Luisa Beyer (12).

Daumen hoch für die HSG am letzten Wochenende

Das überaus erfolgreiche Wochenende der Handballspielgemeinschaft eröffnete am Freitag die männliche Jugend E 1 mit dem einzigen Heimspiel in der Sporthalle der Gesamtschule Hungen. Gegen die im Mittelfeld der Bezirksliga-A-Tabelle angesiedelte HSG Gedern/Nidda wurde der erste doppelte Punktgewinn eingefahren und somit die „rote Laterne“ abgegeben.

Bereits um 10:30 Uhr am Samstagmorgen musste die männliche Jugend C in Friedberg um die Punkte kämpfen. Die Truppe von Kolja Greß und Knut Stieger scheiterten wieder einmal nur knapp am Gegner. Mit 28:25 gewann die TG Friedberg. Mit zwei gewonnenen Spielen, einem Unentschieden und neun Niederlagen zeigt der achte Rang nur eine Tordifferenz von -14 Toren an. Und das in der Bezirksoberliga. Dies muss einmal erwähnt werden.

In Grebenstein, Anpfiff 13:00 Uhr, peilte die männliche Jugend B in der Oberliga, Gruppe 1, ihren ersten doppelten Punktgewinn an. Mit nur sieben Spielern, aber endlich wieder mit Luca Schmidt zwischen den Pfosten, gelang dies auch. Mit 28:30 eroberten die Jungs um den Top-Torschützen Leon Becker beide Punkte und verwiesen die HSG Hofgeismar/Grebenstein auf den letzten Tabellenplatz.

Auch die männliche Jugend D 2 musste auswärts antreten. In Rockenberg wurde die Mannschaft von der HSG Wettertal II empfangen. Mit 11:21 (4:12) hatten die Gastgeber keine Chance. Somit festigte die HSG Hungen/Lich vorerst den ersten Tabellenrang.

Bis nach Kirchhain reiste die männliche A-Jugend, um etwas später die nächsten zwei Punkte mit nach Hause zu bringen. Bei einem für diese Bezirksoberliga-Jugend üblichen „Angriff-ist-die-beste-Verteidigung“-Spiel lautete das Ergebnis: HSG Kirchhain/Neustadt gegen HSG Hungen/Lich – 39:42.

Die weibliche Jugend E (Bezirksliga B – Guppe 1) tat sich in der Weidig-Halle Oberkleen gegen die HSG Kleenheim/Langgöns sehr schwer. Beide Punkte blieben bei den Gastgebern.

Über den Auswärtssieg (16:24) der zweiten Damenmannschaft (Bezirksliga A) in Langgöns gegen die ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen II wurde bereits berichtet.

In der Bezirksoberliga verteidigte die zweite Mannschaft der weiblichen A-Jugend ihren Platz an der Sonne. Austragungsort war die Sporthalle der Brüder-Grimm-Schule in Klein-Linden. Dort gewannen die jungen Damen gegen die HSG Linden deutlich mit 19:31. Herausragende Akteurin war Celine Thiel mit 11/3 „Buden“.

Ebenfalls in Langgöns (siehe 2. Damen) verlor die zweite Männermannschaft (Bezirksliga C – Gruppe 2) gegen die ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen II. Die Mannen um David Rudek unterlagen mit 26:17. Somit verweilt diese Mannschaft weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Einen dürftigen Auftritt legte die erste Männermannschaft in der Weidig-Halle Oberkleen hin. Gegen den Bezirksoberliga-Kontrahenten HSG Kleenheim/Langgöns II gerieten die Schützlinge von Thomas Wallendorf komplett unter die Räder. Endergebnis einer enttäuschenden Partie: 28:20 gegen den Tabellenachten.

Es folgt nun die geballte Frauenpower am Samstag in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle in Lich:

Zunächst besiegte die weibliche Jugend C (9. in der Bezirksoberliga) die TG Friedberg. Völlig zurecht behielten die Mädels gegen den Tabellenachten mit 34:30 die Oberhand. Garant für den Sieg war die junge Frau zwischen den Pfosten. Anna Hoffmann entschärfte viele Torwürfe der Gäste. Somit tauschten die Mannschaften die Plätze.

Weibliche Jugend B, Oberliga, Gruppe 1: Die HSG Hungen/Lich empfing die SG Bruchköbel. Die Heimmannschaft wurde ihrer Favoritenrolle vollkommen gerecht und siegte deutlich mit 39:21. Nach zehn von 14 Spieltagen führt die HSG Hungen/Lich mit weißer Weste die Tabelle an (20:0 Punkte).

Ebenfalls auf Platz eins steht die weibliche Jugend A, die gleichfalls in Hessens höchster Spielklasse (Oberliga) tätig ist. Dieser Spitzenrang wurde in einer torreichen Partie verteidigt. Die TSG Oberursel erwies sich als starker Gegner, den es zu bezwingen galt. Endergebnis nach 60 Minuten Spielzeit: 37:30.

Deutlich, jedoch mit Abschlussschwäche, siegte im letzten Heimspiel des Tages die Landesligafrauenmannschaft der HSG Hungen/Lich gegen die Eintracht aus Frankfurt. Nach einem 16:12 zur Halbzeit hieß es am Ende 31:23. Das Visier beim Torwurf müsste eventuell neu justiert werden. Trotzdem verdient und deutlich gewonnen.

Zwei Heimspiele standen am Sonntag in der nach wie vor unterkühlten Licher Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule auf dem Programm: Zunächst verteidigte die weibliche Jugend D ihren ersten Tabellenplatz gegen die JSG Florstadt/Gettenau. Mit 19:15 wurde der Tabellensiebte bezwungen. Beste Torschützin war mit sechs Treffern Hannah Freitag, vor Leni Rosenkranz (5) und Charlotte Baumbach (3).

Weibliche Jugend B, Bezirksoberliga. Im Spitzenspiel dieser Spielklasse traf anschließend der Tabellenvierte (16:8 Punkte) HSG Hungen/Lich II auf den Tabellenführer (18:2) HSG Dilltal. Während des Spiels schenkte keine Mannschaft der anderen einen größeren Torvorsprung. Das Glück des Tüchtigen ruhte schließlich bei den Gastgeberinnen. 28:27 stand zum Abpfiff auf der Anzeigentafel.