von Andreas Kümpel | Okt. 15, 2024 | Aktuell, Frauen II
Am frühen Sonntagnachmittag empfing die zweite Frauenmannschaft die Bezirksliga-Konkurrentinnen von der HSG Mörlen. Bevor die Partie überhaupt losging gratulierte die Mannschaft ihrem Hallensprecher zum 66. Geburtstag mit einem Kuchen und brennender Kerze sowie anderen Leckereien. Aus einem externen Lautsprecher klang sogar ein bekanntes Geburtstagslied.
Zum Spiel: Ein einziges Mal führte die HSG Mörlen mit 0:1 und das in der ersten Minute der Begegnung. Danach drückte die ohne Leonie Henrich antretende Mannschaft den Wetterauerinnen ihren Spielstempel auf. Bei voll besetzter Bank, jede Spielposition konnte doppelt besetzt werden, begann das Tempospiel von der ersten bis zur letzten Minute. Mörlen konnte zunächst noch einigermaßen mithalten. Die Gegenwehr bröselte aber bereits nach zehn Minuten Spielzeit beim Stande von 10:5 zusammen. In allen Belangen waren die Gastgeberinnen den Gästen überlegen. Der Coach von Mörlen ahnte fürchterliches, als er bereits nach 15 Minuten beim 15:6 seine Auszeit nahm, um den Spielfluss von Hungen/Lich zu unterbrechen oder zu stören. Dies gelang nicht. Marcus Jung, Teamverantwortlicher, der mit Co-Trainerin Julia Schweiger und Betreuerin Lisa Geller die Geschicke der Mannschaft von der Seitenauslinie verwaltete, gönnte seinen Spielerinnen die eine oder auch andere Ruhepause. Das Aus- und Einwechseln störte in keiner Weise den Spielfluss seiner Mannschaft. Ein Rädchen griff ins andere. Nach 30 Minuten waren die Gäste, die nur mit neun Spielerinnen angetreten waren, beim Stand von 25:8 schon sanft unter die Räder gekommen.
In Abschnitt zwei des Spiels ließ die HSG Hungen/Lich anhand des bereits vorentscheidenden Spielstands die Zügel ein wenig schleifen. Trotzdem bauten Laura Spieker und Kameradinnen den Vorsprung immer weiter aus. Schnelle Gegenstöße, kämpferische Einzelleistungen sowie Spielzüge führten zum Erfolg. Phänomenal dann die Partie ab der 52. Minute, als die Anzeigentafel ein 40:12 anzeigte. Sage und schreibe sechs Minuten erzielte keine der beiden Mannschaften ein Tor. Reihenweise wurden die Chancen, besonders die von den „HuLi’s“, entweder am Gehäuse vorbeigezimmert, oder ungenau platziert, sodass die verständlicherweise lustlos wirkende Torfrau aus Mörlen doch noch einige Würfe parieren konnte. Die Kollegin auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes ließ ebenso nichts zu. Erst zwei Minuten vor Abpfiff erlösten Merit Schweiger und Selina Lotz die Zuschauer von ihren „So-Lange-Torlos-Gesichtern“. Mit einer Tordifferenz von plus 30 Toren, also 42:12, endete die Packung für Mörlen, auch Dank zweier guter Torfrauen im Kasten der HSG Hungen/Lich.
HSG Hungen/Lich: Alesia Grieb (Tor 1.–30. Min.), Nadja Schmalhaus (Tor 31.–60. Min.); Marie Truckenmüller (1), Stefanie Will (7), Simona Laurito (5/1), Luana Schäfer (3), Laura Spieker (5), Julia Schug (1), Kim Laureen Macht, Nina Träger (2), Gretha Nau (4), Liska Steinruck (1), Selina Lotz (3) und Merit Schweiger (10/1).
von Daniela Pieth | Okt. 14, 2024 | Aktuell, Frauen I
Die HSG Hungen/Lich ist in der Handball-Regionalliga der Frauen dank einer guten zweiten Halbzeit an der zweiten Niederlage vorbeigeschrammt. Gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden sicherte sich die Mannschaft von Trainer Paul Günther nach langem Rückstand den 28:24 (10:13)-Sieg.
Nach der Niederlage im Derby vergangene Woche bei der HSG Gedern/Nidda kämpfte die Spielgemeinschaft aus Hungen und Lich in der ersten Halbzeit vor allem mit sich selbst. Gegen die 4:2-Abwehr der Gäste funktionierte der Plan das Spiel breit anzulegen und die Außenspielerinnen und den Kreis in gute Wurfpositionen zu bringen. Woran es haperte, war der Abschluss. „Allein in der ersten Halbzeit haben wir glaube ich sieben Bälle Rechtsaußen verworfen, drei oder vier von Linksaußen und zwei oder drei vom Kreis“, bemängelte Günther. „Damit hast du schon mehr oder weniger die Antwort, warum das in der Halbzeit so ausgesehen hat.“
Denn nach dem 1:0 von Emma Niebergall übernahmen die Gäste das Kommando und warfen in der 16. Minute die 9:5-Führung heraus. Günther hatte seine Damen bereits nach zehn Minuten zur Besprechung an die Seitenlinie beordert, doch die Auszeit verpuffte. Nach dem 12:6 von Weiterstadt ging ein Ruck durch die Heim-HSG. Unterstützt von einer bärenstarken Lilli David im Tor schaffte es Hungen/Lich bis zur Pause auf 10:13 zu verkürzen.
Die Ausfälle von Lina Richter, Katharina Weber und Nele Liebich fing Günther mit drei Spielerinnen aus der A-Jugend auf, was dazu führte, dass der Altersschnitt der Truppe rapide sank. Zudem wurde dadurch in der Abwehr der Mittelblock gesprengt, der sich im Laufe der Partie aber immer mehr fing.
Nach Wiederanpfiff dauerte es nur fünf Minuten, ehe Annalena Knoblauch zum 15:15-Ausgleich traf. Die Gäste legten zwar noch auf 19:17 und 20:18 vor, doch danach war Schluss mit lustig. Rike Bohn traf in der 45. Minute zum 21:20 und in der Folge gab Hungen/Lich die Führung nicht mehr aus den Händen. Auch die 16-jährige Torhüterin Maren Neuheuser bekam ihre Chance und durfte, nachdem sie in der ersten Hälfte bereits einen Siebenmeter entschärft hatte, in den letzten Minuten Spielpraxis. „Sie hat einen sehr guten Job gemacht“, lobte Günther die Jugendspielerin.
In den letzten zehn Minuten, Liska Steinruck hatte per Doppelpack auf 25:20 erhöht, verwaltete die Heim-HSG den Vorsprung und sicherte sich mit einem 28:24 den vierten Sieg im fünften Spiel. Damit bleibt Hungen/Lich in der Tabelle weiter vorn dabei. Es führt die HSG Gedern/Nidda mit 10:2 Punkten, vor der TSG Leihgestern (9:1) und der HSG Hungen/Lich (8:2).
„Man muss den Hut ziehen vor so einer jungen Mannschaft. Die haben nie aufgegeben und nach der ersten Halbzeit gesagt, wir machen gerade mal so weiter. Das war schon imposant“, erklärte Günther.
Hungen/Lich: Neuheuser, David; Mitzkat (7/2), Knoblauch (1), Lotz (2), Schneider, Schweiger, Steinruck (4), E. Nau (4), Niebergall (3/2), Staub (1), G. Nau (4) und Bohn (2).
HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden: Manger; Januschlowtz (2), Weber (2), Hess, Ille (1), L. Lopez (5/2), Susic (4), Krause (7/3), J. Lopez, Kappelar, Pöschl, Bech (3/1) und Lotze.
Schiedsrichter: Betz/Schöppner – Zuschauer: 250 – Zeitstrafen: 6:8 Minuten – Siebenmeter: 6/4:9/6.
von Uli Dietl | Okt. 10, 2024 | Aktuell
Seit mehr als zehn Jahren gab es kein Turnier von „Jugend trainiert für Olympia“ im Handball mehr, bei dem nicht mindestens eine Mannschaft der Dietrich-Bonhoeffer-Schule aus Lich den Kreismeistertitel holen konnte. Diese Dominanz auf Kreisebene untermauerten nun erneut die Mannschaften der Mädchen der Jahrgänge 2010/2011 sowie 2012 und 2013. Beide Mannschaften gewannen alle Spiele und qualifizierten sich somit für die nächste Runde auf Regionalebene.
Hervorzuheben ist, dass diesmal ausnahmslos alle Spielerinnen das Handballspiel bei der HSG Hungen/Lich erlernt haben und dort aktiv in den beiden Mannschaften der C-Jugend und den beiden Mannschaften der D-Jugend aktiv sind.
Bei einem schönen Turnier in Klein-Linden setzten sich die älteren Mädchen (U16) mit zwei Kanter-Siegen gegen die Schulen aus Wettenberg (24:15) und Klein-Linden (26:13) durch. In allen Bereichen war das Licher Team überlegen und überzeugte mit schön herausgespielten Toren, einer sicheren Abwehr mit einer starken Torhüterin und schnellem Gegenstoßspiel. Das war im Vorfeld so nicht zu erwarten, da das Betreuerteam auf manche Spielerinnen verzichten mussten, die in diesen Wochen ihr Betriebspraktikum absolvieren und nicht zur Verfügung standen.
Gegen starke Gegner mussten sich die jüngsten Spielerinnen (U14) der DBS beweisen. Beide Spiele gegen die Gebrüder-Grimm-Schule aus Klein-Linden (11:8) und die Clemens-Brentano-Europa-Schule aus Lollar (15:12) konnten nur knapp gewonnen werden und waren bis wenige Minuten vor Ende immer auf der Kippe. Das DBS-Team überzeugte vor allem durch eine gute Beinarbeit in der Abwehr, vorne wurden aber zu viele klare Möglichkeiten vergeben, um einen höheren Sieg zu erreichen.
Nun geht es im Dezember für beide Mannschaften auf Regionalebene um die Qualifikation zu den Hessenmeisterschaften im neuen Jahr.
Ein Lob geht an die teilnehmenden Schulen aus Wettenberg, Klein-Linden und Lollar. Es ist kaum zu verstehen, dass immer weniger Schulen an den schulsportlichen Wettbewerben (nicht nur beim Handball) teilnehmen und den Kindern somit die Möglichkeiten verweigern, sich auf schulischer Ebene im friedlich-sportlichen Wettkampf zu messen und den Kindern bleibende Erinnerungen und Erfahrungen nicht zu ermöglichen. Wie ist es möglich, dass aus der Stadt Gießen und dem Landkreis Gießen gerade einmal vier Schulen an diesem Wettbewerb teilnehmen wollen?
Für die DBS waren im Einsatz: Lina Freitag, Leia Heck, Anna-Maria Ieva, Emily Novgorodov, Pippa von Einem, Luisa Rickert, Clara Teschner, Emma Weighardt, Anna Walter, Valeska Österling, Alina Bering, Nila Damerius, Joulin Derr, Hannah Freitag, Lilli Richter, Leni Rosenkranz, Mira Stein, Paula Stumpf und Rike Degenhardt. Betreut wurden die Mannschaften von Sophia Wiener, Ulli Will und Uli Dietl.
von Kai Österling | Okt. 8, 2024 | Aktuell, wJD I, wJD II
Am letzten Sonntag standen die letzten beiden Spiele für unsere beiden WJD-Mannschaften auf dem Plan. Beide spielten parallel auswärts. Die D2 war Gast beim TSV Södel und die D1 spielte bei der wJSG Bieber/Heuchelheim.
Spielbericht D2: Da zwei von drei Torhüterinnen ausfielen, musste man mit einem Feldspieler im Tor antreten. Die HuLi’s waren direkt drin im Spiel und konnten sich eine Führung erarbeiten, bis Södel zur Auszeit griff (1:5, nach zehn Minuten). Danach lief es etwas besser für Södel, aber die Mädels aus Hungen und Lich konnten mit einem 3-Tore-Vorsprung (5:8) in die Kabine gehen.
In der zweiten Halbzeit konnte die Führung immer weiter ausgebaut werden, bis am Ende ein 9:16-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel stand.
Spielbericht D1: Die bis zu diesem Spiel punktlose Heimmanschaft machte es zu Beginn den Mädels aus Hungen und Lich schwer, so war bis zur 14. Minute das Spiel ausgeglichen mit wechselnden Führungen, was in einem 8:8 resultierte. Danach legten die HuLi’s einen 6:1-Lauf hin und konnten so mit einer 5-Tore-Führung (9:14) in die Pause gehen.
In der zweiten Halbzeit kam Bieber nochmal auf drei Tore heran (14:17, 25. Minute). Danach konnte hauptsächlich die Mannschaft aus Hungen und Lich sich über Torerfolge freuen und so mit einem verdienten 19:30-Auswärtssieg nach Hause fahren.
Für die D2 war der Start in die Saison schwierig, da man direkt gegen zwei Mannschaften (Hüttenberg 2 a.K. und Florstadt/Gettenau) spielen musste, die um die Meisterschaft in der Liga kämpfen. Da noch Kleenheim/Langgöns zu den Mannschaften auf den ersten drei Plätzen zählen muss, visiert man mit der D2 den vierten Tabellenplatz als Saisonziel an, der bei den gezeigten Leistungen durchaus realistisch ist. Nach den Ferien geht es am 2. November weiter mit dem schweren Auswärtsspiel bei der HSG Kleenheim-Langgöns.
Die D1 hat bereits vier Spiele hinter sich, welche alle gewonnen werden konnten. Besonders der Heimsieg gegen Hüttenberg hat gezeigt, wozu die Mannschaft im stande ist und dass sie in der Bezirksoberliga vorne mitspielen kann. Während der Herbstferien kann man sich bei dem Blick auf die Tabelle freuen, da man als einzige ungeschlagene Mannschaft Tabellenführer ist. Weiter geht es am 10. November mit einem Heimspiel gegen die HSG Linden.
von Andre Zenker | Okt. 7, 2024 | Aktuell, mJC
Am vergangenen Wochenende konnten unsere beiden C-Jugend-Mannschaften erneut mit starken Leistungen überzeugen und wichtige Siege einfahren.
Zweites Heimspiel unserer C1 – 30:27-Sieg gegen die HSG Linden
Am Sonntag, dem 6. Oktober2024, traf unsere C1-Jugend in der Schäferstadthalle Hungen auf die HSG Linden. In einem hochintensiven Spiel gelang es uns, mit einem 30:27 den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren.
Spielverlauf: Von Beginn an war klar, dass die HSG Linden ein starker Gegner sein würde, der uns alles abverlangen würde. Doch unsere Mannschaft zeigte eine geschlossene Teamleistung, besonders in der Verteidigung. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls unseres Mittelmanns Naim Gress in der ersten Halbzeit, rückte Micah Enenkel ins Zentrum und füllte diese Rolle hervorragend aus.
Unsere beste Phase erlebten wir gegen Ende der ersten Halbzeit, als wir – unterstützt durch eine herausragende Torhüterleistung von Vincent Zenker – einen 5-Tore-Vorsprung herausspielen konnten. Die Abwehr stand kompakt und ließ den Gegner kaum zu Abschlüssen kommen.
Besondere Leistungen: Rayk Redetzky mit acht Toren, Alexander Rzesnitzek mit fünf Toren. Insgesamt trugen sich erneut zehn verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein, was die Breite und Tiefe unseres Kaders unterstreicht.
Schlüssel zum Sieg: Letztendlich war es die mannschaftliche Geschlossenheit, die uns den Sieg bescherte. Als es gegen Ende des Spiels noch einmal knapp wurde, bewahrten wir die Ruhe und konnten unseren Vorsprung über die Zeit retten. Ein großes Kompliment an das Team für die Nervenstärke in dieser Phase.
Besonders bedanken möchten wir uns bei unserem Hallensprecher Andreas Kümpel, der mit seiner Unterstützung am Mikrofon unsere Mannschaft zusätzlich motiviert hat. Wir hoffen, dass er auch beim nächsten Heimspiel wieder dabei ist!
Nächstes Spiel: Am 3. November 2024 treffen wir auf den TSV Södel. Wir hoffen, auch dieses Heimspiel erfolgreich gestalten zu können und freuen uns auf Unterstützung von den Rängen!
Auswärtssieg unserer C2 – 34:28 gegen die Jugendspielgemeinschaft Kirchhain/Neustadt/Stadtallendorf
Auch unsere C2-Mannschaft konnte sich am Samstag, dem 5. Oktober 2024, im Auswärtsspiel gegen die Jugendspielgemeinschaft Kirchhain/Neustadt/Stadtallendorf durchsetzen. Mit einem Endstand von 28:34 sicherten sich die Jungs einen verdienten Sieg und knüpften an ihre guten Leistungen aus den letzten Spielen an.
Besondere Leistungen: Fiete Schliwa war mit sieben Toren der treffsicherste Schütze des Teams. Silas Mann steuerte weitere fünf Treffer bei. Insgesamt hatten wir zehn verschiedene Torschützen – ein echtes Highlight, denn das bedeutet, dass jeder unserer Feldspieler getroffen hat. Ein Riesenkompliment an die gesamte Mannschaft für diese mannschaftliche Geschlossenheit und Vielseitigkeit.
Wo können wir uns verbessern? Trotz des Sieges sehen wir noch Potenzial im Angriff. Obwohl wir viele Torschützen hatten, fehlt uns manchmal noch der letzte Druck, um mit mehr Überzeugung zum Abschluss zu kommen. Besonders in der zweiten Halbzeit war hier ein wenig der Zug zum Tor verloren gegangen.
Ausblick: Trotzdem war es insgesamt ein solider Auftritt unserer C2, mit einer sehr guten ersten und einer guten zweiten Halbzeit. Im nächsten Heimspiel am Mittwoch, den 30. Oktober 2024, treten wir gegen die Spielgemeinschaft Wetzlar-Niedergirmes an und hoffen, an unsere Leistung anzuknüpfen und den nächsten Sieg einzufahren.
Diese beiden Siege zeigen, dass unsere C-Jugend-Mannschaften auf einem sehr guten Weg sind. Wir freuen uns auf die kommenden Herausforderungen und danken allen Spielern, Trainern und Unterstützern für ihren Einsatz!
Eure Trainer: Sebastian Schliwa, Bettina Stein, Nadja Schmalhaus und André Zenker
von Daniela Pieth | Okt. 6, 2024 | Aktuell, Frauen I
Im Regionalliga-Derby zwischen der HSG Gedern/Nidda und der HSG Hungen/Lich mussten sich die Gäste mit 20:26 (11:11) geschlagen geben. Der Aufsteiger hielt die Partie lange Zeit offen, scheiterte jedoch an seiner schlechten Chancenverwertung.
Die Beteiligten waren sich hinterher weitgehend einig, was das Pendel zugunsten des Drittligaabsteigers ausschlagen lassen hatte. Nämlich die Umstellung auf eine 6:0-Deckungsformation. Die hatte Gedern/Nidda schon in Hälfte eins vorgenommen. Mit fortwährender Spieldauer und insbesondere in der zum Ende hin agierenden Innenblock-Besetzung mit Jessica Schmeißer und Hannah Niebergallavancierte die Abwehr zu einem echten Bollwerk.
„Gegen die 5:1 haben wir das gut gelöst, erklärte Hungen/Lichs Trainer Paul Günther. „Das war auch das, was ich sehen wollte und was wir über die Woche hinweg trainiert haben. Unser Spiel immer über die halben Positionen in die Breite ziehen und die Außen einbinden.“ Mit der 6:0-Formation hat Gedern/Nidda den Gästen die Tiefe genommen und in den Zweikämpfen immer mehr die Oberhand gewonnen. „Wir haben aufgrund unserer Unerfahrenheit teilweise zu schnell die Entscheidung gesucht, statt gegen die 6:0-Abwehr nochmal weiterzuspielen. Da haben wir zu oft diefalsche Entscheidung getroffen.“
Insgesamt aber attestierte der einstige Zweitligaspieler seiner Truppe „einen Riesenjob, ich bin sehr zufrieden, wie wir das über rund 45 Minuten gemacht haben“. Völlig zu Recht, denn der Aufsteiger bereitete Gedern/Nidda über weite Strecken arge Schwierigkeiten. Gerade gegen die gallige Defensivarbeit in einem System, das zwischen einer 5:1-Deckung und einer Sonderbewachung für HSG-Spielmacherin Niebergall wechselte, hatten die Gastgeberinnen Probleme.
Die daraus resultierende hohe Fehlerrate nutzte Hungen/Lich, kam über Gegenstöße zum 4:2-Vorsprung (9.), führte schließlich nach einem feinem Eins-gegen-Eins der Rückraumlinken Selina Lotz sogar mit 7:4 (17.). Bis zur Pause kämpfte sich Gedern/Nidda zum 11:11 zurück und so blieb das Spiel bis zum 17:17 in der 48. Minute ausgeglichen. Danach schafften es die Wetterauerinnen, dank guter Abwehrarbeit das Spiel auf ihre Seite zu ziehen und legten durch Jana Haas, die in der Jugend bei den Gästen gespielt hatte, auf 23:19 (57.) vor.
Günther setzte in der darauffolgenden Auszeit alles auf eine Karte und ordnete eine offene Deckung an. „Wir haben die Abwehr aufgemacht, weil ich dann gesagt hab, ob man das Spiel jetzt mit einem Tor verliert oder mit fünf oder sechs ist egal. Wir wollten probieren, den einen oder anderen Ball zu klauen, um einfach noch mal ranzukommen. Das hat leider nicht so gut funktioniert.“
Gedern/Nidda erwies sich in den letzten Minuten jedoch als zu erfahren, um sich davon beeindrucken zu lassen und spielte die Partie clever herunter. Am Ende blieb für Hungen/Lich die Erkenntnis eine richtig gute erste Halbzeit gegen einen Absteiger aus der 3. Liga gezeigt zu haben. Aber auch, dass an der Chancenverwertung weiter hart gearbeitet werden darf.
HSG Gedern/Nidda: Hartung, R. Schneider; Xhoni, Schüler (7), Niebergall (1), Kraft, Schmeißer, Haas (8/3), Pfaff (2), Kaiser (1), E. Schneider, Schindler (2), Weitzel (2), Harder (3).
Hungen/Lich: Hoppe, David; Richter, Mitzkat (2), Knoblauch(1), Lotz (5), Weber (1), Steinruck (5), E. Nau (4), Niebergall, Staub, G. Nau (1), Bohn (1/1).
Schiedsrichter: Karsazy/Klöckner, Zuschauer: 500, – Zeitstrafen: 6:4 Minute, Siebenmeter: 4/3:5/1.