Frauen II: Mit knappem Personal Auswärtshürde genommen

Durch berufliche- und krankheitsbedingte Ausfälle konnte Marcus Jung, Trainer der zweiten Frauenmannschaft, am vergangenen Samstag beim schweren Auswärtsspiel in Rabenau bei der HSG Lumdatal II nicht mit vollem Kader antreten. Gerade zehn Spielerinnen, darunter eine Torfrau, standen ihm zu dieser Bezirksliga-Begegnung zur Verfügung. Anders auf Heimmannschaftsseite: Volle Bank.

Diese Tatsache kümmerte die Mannschaft in keiner Weise. Ab Minute eins ging die HSG Hungen/Lich voll konzentriert zur Sache. Erst nach sechs Minuten Spielzeit gelang den Gastgeberinnen der erste zählbare Erfolg (1:3). Die Antwort folgte jedoch sofort von den Gästen (1:4), die mit Simone Walther nach überstandener Krankheit eine wertvolle Verstärkung in ihren Reihen hatten. Lumdatal kam danach besser ins Spiel, konnten aber den Vorsprung der „HuLi’s“ nicht mehr einholen. Im Gegenteil. Im Laufe der ersten Halbzeit führten Leonie Henrich und Co. meist mit vier Toren. Kurz vor der Pause erzielte Simone das im Nachhinein vorentscheidende 12:17. „Trotz der Personalnot ging meine Mannschaft volles Tempo, auch im Rückzug zur anschließenden guten Abwehrarbeit. Dazu stand eine glänzend agierende Nadja Schmalhaus zwischen den Pfosten,“ so die lobenden Worte vom Coach.

Zum zweiten Abschnitt kam Lumdatal ein klein wenig besser aus der Kabine (16:18 – 34. Spielminute). Doch Simone Walther, Marlen Wolf und die ebenfalls frech aufspielende Celine Thiel nahmen dies nicht hin. Spielstand in Minute 37: 18:22. Simona Laurito erhöhte sogar noch auf 18:23, bevor Nadja Schmalhaus im Tor durch einen wuchtigen Kopftreffer für den Rest des Spiels aussetzen musste. Ob der Wurf gezielt oder ungezielt war, bleibt ungeklärt. Die Schützin bekam „nur“ eine Zweiminuten-Zeitstrafe. Für die benommene Torhüterin stellte sich die selbst reaktivierte Anna-Lena Diehlmann zwischen die Pfosten. Und sie erfüllte ihre Aufgabe bestens bis zum Ende der Partie. Hungen/Lich spielte trotz des Ausfalls von Nadja zielstrebig weiter. 15 Minuten vor Abpfiff führten die Bier- und Schäferstädterinnen sogar mit 21:28. Es folgten, so Marcus Jung nach dem Spiel, die obligatorischen typischen 15 Minuten. Die Konzentration ließ etwas nach, sodass Lumdatal noch einmal bis auf vier Tore herankam. Fast mit dem Abpfiff erzielte Simona Laurito das endgültige 26:31.

„Dies war bisher das beste Spiel von meiner Mannschaft in dieser Saison, obwohl sie noch nie so zusammengespielt haben. Alle haben 100% gegeben. Ich möchte eigentlich niemanden zusätzlich loben, doch Simone nach der Verletzung, Simona mit ihrer Erfahrung und das Auge für die Mitspielerin und Celine mit ihren Gegenstößen gehört ein klitzekleines Sonderlob,“ erklärte Marcus Jung sichtlich stolz nach dieser heißen sportlichen Auseinandersetzung.

Für die HSG Hungen/Lich auf der Platte: Nadja Schmalhaus (Tor 1.–38. Minute), Anna-Lena Diehlmann (Tor 39.–60. Minute); Simona Laurito (4), Celine Thiel (7), Julia Schug, Leonie Henrich (6/4), Marlen Wolf (1), Simone Walther (7), Rike Bohn (4) und Maria Kreß (2). Betreuerin: Nina Träger.Zeitstrafen: 2 / 0 (!); Strafwürfe: 5/4 – 4/4 (!)

Stark verbessert und trotzdem keine Punkte – Männer I unterliegen Pohlheim II

Beim erwartet schweren Auswärtsspiel bei der HSG Pohlheim II konnten sich unsere Männer I gegenüber der Abreibung in Heuchelheim deutlich stabiler präsentieren, mussten der Heimmannschaft am Ende beim 30:21 (15:10) aber trotzdem beide Punkte überlassen.

„Wir sind wirklich sehr stark ins Spiel gestartet, mit viel Emotionen, Leidenschaft und der nötigen Aggressivität in der Abwehr. Max Krieg hat zudem am Anfang einige starke Paraden gezeigt (u.a. einen Siebenmeter) und so konnten wir trotz Unterzahl auf 2:5 vorlegen. Mit steigender Spieldauer ist Pohlheim aber immer besser in die Partie gekommen und wir haben dann gut zehn Minuten vor der Halbzeit im Angriff nicht mehr die passenden Lösungen gefunden.“

„Ein ähnliches Bild war dann die zweite Hälfte, in der wir wieder richtige gute Anfangsminuten hatten und auch dank einiger Paraden von Niko Berg (u.a. ein Siebenmeter) uns wieder angenähert haben. Leider war das Aufbäumen nur kurz und wir haben es nicht weiter geschafft, zu verkürzen, sodass Pohlheim den Sieg locker heimfahren konnte,“ war unser Trainer, Florian Großmann, zumindest zufrieden, was das Thema Einstellung und Engagement bei seinen Spielern angeht. „Wir haben uns nicht so hängen lassen wie in Heuchelheim.“

Dennoch konnte auch das deutlich verbesserte Auftreten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für unsere Männer I dieses Jahr eine schwierige Saison werden wird und wir uns nach vielen erfolgreichen Jahren erstmal mit den unteren Tabellenregionen beschäftigen müssen. 

In Pohlheim war zu erkennen, dass die Mannschaft gewillt war, die nächsten Punkte einzufahren, es aber im Angriffsspiel zwischen der 20. und 30. sowie der 50. bis 55. Minute an der nötigen Durchschlagskraft fehlte. „Wir haben heute wirklich gut in der Abwehr gedeckt. Schmerzhaft waren die Ballverluste im Angriff, die Pohlheim gnadenlos im Tempospiel in eigene Tore umgemünzt hat,“ ist unserem Coach bewusst, woran in den kommenden Wochen weitergearbeitet werden muss.

Einen neuen Anlauf für die beiden nächsten Punkte wollen unsere Männer am kommenden Samstag nehmen, wenn die HSG Kirchhain/Neustadt in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle in Lich zu Gast ist.

Unsere Aufstellung: Max Krieg und Niko Berg im Tor, Jonathan Will (1), Jan Anhäuser (3), Tobias Anhäuser (2), Pius Spall (1), Ben Steffan (2), Nico Böhm (1), Tobias Koppermann (4), Anton Frederic Hahn (6), Henry Maris, Bjarne Lierz (1), Jan-Hendrik Engel und Piet Spall.

Frauen I: Derby-Sieg in Hüttenberg

Im Derby der Handball-Regionalliga der Frauen setzte sich die HSG Hungen/Lich mit 26:20 (12:6) beim TV Hüttenberg durch. In der Tabelle festigten die Damen von HSG-Trainer Paul Günther damit den zweiten Tabellenplatz, während der TVH mit nun mehr vier Niederlagen auf Rang neun feststeckt.

Es war wahrlich nicht der Tag vom TVH, der das Spiel bereits in der ersten Halbzeit abgab. Die Gäste legten einen konzentrierten Start hin und nötigten Hüttenbergs Coach Marc Langenbach bereits nach sieben Minuten in seine erste Auszeit. Kurz vorher hatte Hungen/Lichs Annalena Knoblauch zum 4:0 getroffen, doch die Ansprache verpuffte. Die Gäste erhöhten durch Emma Niebergall in der 13. Minute auf 7:0, ehe Lisa Tietböhl kurz darauf der erste Treffer für Hüttenberg gelang.

Die HSG setzte den Gegner mit einer konzentrierten 6:0-Abwehr unter Druck und machte Stress. Der TVH produzierte etliche Fehler, die Hungen/Lich mit gut vorgetragenem Tempospiel in der ersten und zweiten Welle bestrafte. „Hungen/Lich hatte von Anfang an Bock, wir hatten so lala Bock“, erklärte Langenbach. „Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht umgesetzt.“

Bei Hungen/Lich lief es hingegen bis zum 8:2 nach einer Viertelstunde wie am Schnürchen. In der Folge fand Hüttenberg etwas besser ins Spiel und profitierte von einigen Wellen im Spiel der Gäste. „Wir haben zeitweise zu schnell die Entscheidungen gesucht, zu schnell den Ball weggeworfen“, bemängelte Günther. Auf der Mittelposition kam Niebergall für Aimée Mitzkat zum Einsatz, die nach einer Erkrankung noch nicht fit war. Zudem agierte die HSG im Mittelblock erstmals mit Knoblauch und Liska Steinruck. „Das war eine Bauchentscheidung und hat einwandfrei funktioniert“, erklärte Günther. „Ich habe mit einem Rückraum angefangen, der letztes Jahr noch in der A-Jugend gespielt hat.“ Steinrück, Niebergall und Selina Lotz wuppten das Spiel der Gäste – kleine Dellen inbegriffen.

6:12 zur Pause – das hat Langenbach überhaupt nicht gefallen. „Ich habe in der Halbzeit gefragt, ob ich eine andere Sprache spreche. Ich musste erstmal einen Grund finden, warum es nicht läuft.“ In der zweiten Halbzeit konnten seine Damen das Spiel zumindest ausgeglichen gestalten. Hungen/Lich ließ sich von den verbessert auftretenden Hüttenbergerinnen jedoch nicht aus der Ruhe bringen und transportierte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

Und während Günther mit der Leistung seiner Damen zufrieden war, rumorte es in Langenbach. „Mit der Einstellung bin ich echt unzufrieden, keine Körpersprache, das muss man nicht schönreden. Das war einfach nicht für die Regionalliga tauglich. Wir haben das Spiel verdient verloren. Wir waren in allen Belangen die schlechtere Mannschaft.“

TV Hüttenberg: Plutzas; Engel (6/4), Tietböhl (4), Seipp, L. Naumann (6/1), Happel (1), Neidel, Kiethe (1), Lauer, J. Naumann (1), Saul (1), Agirtas, Schicketanz und Braun.

Hungen/Lich: Neuheuser, David; Knoblauch (2), Lotz (4), Schneider (2), Schweiger, Neuheuser, Weber (1), Steinruck (2), E. Nau (3), Niebergall (5/4), Staub, G. Nau (1) und Bohn (6).

Schiedsrichter: Hartmann/Thomsen; Zuschauer: 200; Zeitstrafen: 10:8 Minuten; Siebenmeter: 7/5:4/4.

Männer I kassieren heftige Abreibung bei der TSF Heuchelheim

Nichts zu holen gab es am vergangenen Wochenende für unsere erste Männermannschaft beim Gastspiel in der Sporthalle „Am Schwimmbad“ in Heuchelheim. Zu viele individuelle Fehler, ein über weite Strecken harmloses Angriffsspiel sowie eine an diesem Tag fast nicht vorhandene Abwehr – kurzum zusammengefasst, es war ein Tag zum Vergessen.

Die ersten elf Minuten der Partie verliefen dabei noch vielversprechend, konnte man beim 5:4 für die Gastgeber noch Tuchfühlung halten und hatte bei zwei Abpraller-Gegentoren Pech, dass der abgewehrte Ball über Umwege doch noch bei einem Heuchelheimer Akteur landete. Im eigenen Angriffsspiel ließ man zwar auch die eine oder andere Chance liegen, da aber Heuchelheim ebenfalls einen sehr holprigen Start an den Tag legte, konnten wir dranbleiben. Was danach folgte, sorgte aber bei allen Anwesenden für großes Kopfschütteln und Fragezeichen. Ein ums andere Mal wurden im Angriff leichtfertig Bälle gegen die offensive 5:1-Deckung der Heimmannschaft hergeschenkt, die diese postwenden in Tempogegenstoßtore ummünzte. Ganze 15 Minuten blieben wir ohne Gegentor und spätestens nach dem 10:0-Lauf gegen uns und dem 15:4-Zwischenstand (26. Minute) war die Messe gehalten und für uns ging es nur noch um Schadensbegrenzung.

Das, was man in so einem Fall eigentlich erwartet, nämlich sich mit aller Macht gegen die drohende Demontage zu wehren, konnten unsere Jungs an diesem Tag aber irgendwie nicht abrufen. Auch eine mehrmalige Umstellung der Abwehr von 3:2:1 zuerst Mitte der ersten Hälfte auf die defensivere Variante 6:0, sowie in Halbzeit auf eine 3:3- oder sogar zwischenzeitliche Manndeckung konnte keine Besserung herbeiführen. Der Vorsprung für Heuchelheim wuchs Tor um Tor und erreichte beim 31:12 (50. Minute) den höchsten Zwischenstand. In den letzten Minuten der Begegnung konnten wir zumindest das Ergebnis leicht zu unseren Gunsten gestalten um am Ende trotzdem eine ernüchternde 37:20-Klatsche zu kassieren.

„Wir hatten in den ersten zehn Minuten viele gute Aktionen dabei, haben uns leider nur zu wenig mit Torerfolgen belohnt. Danach kam wie ein Bruch ins Spiel, der für mich so nicht erklärbar ist. Wir verlieren komplett den roten Faden und schaffen es erst gegen Ende des Spiels wieder zurück in die Spur. Wir können uns noch bei Max Krieg im Tor bedanken, der mehrerer freie Bälle abgewehrt hat. Da waren einige Punkte im Spiel dabei, die wir in den kommenden Trainingseinheiten aufarbeiten müssen. In Heuchelheim kann man verlieren, zumal das sicherlich keine Mannschaft ist, mit der wir uns am Ende in der Tabelle messen müssen. Aber das wie ist immer entscheidend – und darüber müssen wir reden,“ so unser Trainer Florian Großmann zu der Partie. Dass das Ganze schnell gehen muss, erkennt man daran, dass am kommenden Sonntag (18:00 Uhr) das nächste schwere Auswärtsspiel bei der hochgehandelten HSG Pohlheim II auf dem Papier steht.

Unsere Aufstellung: Max Krieg und Niko Berg im Tor, Jan Anhäuser (3), Tobias Anhäuser, Pius Spall, Ben Steffan (2), Nico Böhm (4), Bjarne Lierz (3), Jannis Pitz, Benjamin Maris, Anton Frederic Hahn (6/3), Henry Maris, Jan-Hendrik Engel (1) und Tobias Koppermann (1).

Erster Heimsieg für Männer I

Endlich hat es geklappt – unsere Männer I bezwingen in eigener Halle die Gäste vom TV Hüttenberg III mit 27:21 (13:7) und haben sich erstmal im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Dabei überzeugte unsere Mannschaft vor gut 70 Zuschauern mit einer sehr starken Abwehrleistung über 60 Minuten und zwei guten Torhütern. Einzig die zehnminütige Phase zu Beginn der zweiten Hälfte, als wir es den Gästen erlaubten, beim 14:14 auszugleichen, dürfte das Trainerteam zu kleiner Kritik am Spiel der eigenen Mannschaft bewogen haben.

Von Beginn an starteten die HuLis mit viel Engagement in der Abwehr und gerade Jonny Will auf der Eins stellte die Akteure von Trainer Niklas Fischer immer wieder vor Probleme. So konnten wir einige Ballgewinne verzeichnen und in einfache Tempogegenstoßtore ummünzen. Bereits beim 6:3 sah sich Gästetrainer Fischer zur Auszeit gezwungen, sollte dem Spiel seiner Mannschaft aber wenig neue Impulse geben können. Ganz im Gegenteil – dem Anschlusstreffer zum 6:4 ließen unsere Jungs, angerieben vom wieder einmal stark aufspielenden Toni Hahn, einen 5:0-Lauf folgen. In dieser Phase hätte die Führung durchaus noch höher ausfallen können, wurde doch die eine oder andere 100-prozentige freie Torchance vergeben. 

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer dann zunächst ein sehr zerfahrenes Spiel ihrer eigenen Mannschaft und den Gästen gelang es mit einem 1:7-Lauf die Partie wieder ausgeglichen zu gestalten. „In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit war irgendwie der Wurm drinnen. Wahrscheinlich waren wir uns ob des Spielverlaufs schon zu sicher über den Ausgang des Spiels. Aber du darfst dir halt gegen keinen Gegner in der Bezirksoberliga eine Schwächephase erlauben,“ so HSG-Trainer Florian Großmann zum Einstieg in den zweiten Durchgang. Nach ein paar personellen Umstellungen und einer wieder griffigeren Abwehr sowie konzentrierteren Angriffsleistung konnten sich die Männer I wieder auf drei Tore (18:15 und 19:16) absetzen. Nach dem erneuten Hüttenberger Anschlusstreffer war es wieder ein deutlicher 6:0-Lauf zugunsten unserer Jungs, der beim 25:17 (56. Minute) für die Entscheidung sorgten. Zum Ende der Partie gelang Hüttenberg lediglich noch Ergebniskosmetik, was der großen Erleichterung über den ersten Heimsieg aber nicht mehr schaden konnte.

Mit 4:4 Punkten und 103:112 Toren belegen unsere Männer I damit aktuell in einem noch sehr eng beieinander liegenden Tabellenbild den neunten Tabellenplatz. Nach einwöchiger Pause warten dann allerdings erstmal zwei Kracher-Spiele auf unsere Mannschaft, muss man doch erst zu einem der Top-Favoriten (TSF Heuchelheim) und dann einem der Geheimfavoriten (HSG Pohlheim II) reisen und um weitere Punkte kämpfen.

Unsere Aufstellung: Niko Berg und Markus Ahlborn im Tor, Jan Anhäuser (5), Tobias Anhäuser (3), Pius Spall, Ben Steffan, Nico Böhm (2), Jonathan Will (3), Jannis Pitz, Benjamin Maris (3), Anton Frederic Hahn (7/3), Henry Maris, Jan-Hendrik Engel (4) und Piet Spall.

Männer II: Spitzenspiel der „Zu-Null-Mannschaften“ erfolgreich gestaltet

Das letzte Punktspiel vor den Herbstferien bestritt die zweite Männermannschaft in der Schäferstadt-Halle gegen die ebenfalls bisher verlustpunktfreie MSG Florstadt/Gettenau II. Für die 2. Bezirksklasse – Gruppe 2 – beobachteten relativ viele Zuschauer diese handballerische Auseinandersetzung. 

Nach dem anfänglichen Abtasten während der ersten fünf Minuten der Partie (3:3) stellte sich Hungen/Lich auf die erfahrenen Gegenspieler besser ein. Der offene Schlagabtausch wurde durch konzentriertere Deckungsarbeit vorerst beendet. Dazu stand Kai Roth im Gehäuse der Hausherren, der einige Würfe entschärfte. Aus einem vorläufigen Unentschieden entwickelte sich ein kleiner Vorsprung zu Gunsten der HSG. Trotzdem bekamen die Männer um das Betreuer-Drei-Gespann Andre Ihring, Ole Schmidbauer und Maximilian Reinwald die MSG aus dem Nachbar-Landkreis nie richtig in den Griff. Die Chancenauswertung hätte zu diesem Zeitpunkt auch etwas besser sein können. Halbzeitstand: 15:12.

Nach der Pause konnte sich die HSG zunächst nicht weiter absetzen, da die Deckungsarbeit der Gäste etwas härter zur Sache ging. Spätestens ab der 40. Minute war der Bann gebrochen. Tolle Einzelleistungen der U21-Spieler aber auch der älteren Kempen zwangen Florstadt/Gettenau den Weg auf die Verliererstraße zu nehmen. Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, tolle Zusammenspiele, aber auch der Weg, bei dem es eventuell weh tut, zwangen den Coach der Gäste zur Auszeit in der 43. Minute beim Stande von 25:18. Nach dieser kleinen Pause begann erst recht das Spiel der „offenen Scheunentore“. Die „HuLi’s“ erzielten zwei Tore, worauf die MSG mit einem antwortete. Ein Treffer schöner oder gewitzter erspielt, als der andere. Fazit: Mit 39:28 mussten die Gäste ihre erste Saisonniederlage einstecken. 

Erkenntnis 1: Die jungen Männer, welche bei der ersten Männermannschaft teilweise nur wenige Spielanteile erhalten, konnten hier zeigen, was für ein Potenzial in ihnen steckt. Erkenntnis 2: Der Sieg war auch durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überaus verdient.HSG Hungen/Lich: Kai Roth (Tor); Benjamin Heck, Fynn Behle (8), Sebastian Schliwa, Leo Eichenauer (3), Marcel Hensel (3), Ben Steffan (7), Nico Böhm (5/1), Jonathan Will (3/1), Jannis Pitz (5), Piet Spall (2), Lukas Block (1) und Patrick Eckhoff (2).