Frauen III: Verdienter Heimsieg nach einem tollen Spiel

In der Schäferstadt-Halle in Hungen begrüßte am Sonntagnachmittag die dritte Damenmannschaft der HSG Hungen/Lich die zweite Riege vom VfB Driedorf. 

Die Mannschaft aus dem hessischen Westerwald hatte sich fest vorgenommen, den „HuLi’s“ ein Bein zu stellen. Doch die Gastgeberinnen, betreut von Julia Schweiger und Lisa Geller, ließen sich von der jungen Gästemannschaft nicht beeindrucken. Den viel zu wenigen Zuschauern (zur gleichen Zeit spielte die erste Damenmannschaft beim TV Hüttenberg) wurde eine Partie von beiden Mannschaften geliefert, die mit der 2. Bezirksklasse nichts zu tun hatte. Mindestens zwei Klassen höher hätte der neutrale Zuschauer diese Begegnung einstufen können.

Nina Träger zeichnete mit ihrem 1:0 den Weg zum Sieg, zumal beim Gegenangriff der erste Strafwurf von Alesia Grieb im Tor entschärft wurde. Das 2:0 durch die überragende Steffi Will deutete bereits an, welchen Tempohandball die Gastgeberinnen spielen wollten und auch taten. Driedorf konterte und machte es Hungen/Lich schwer, sich weiterhin abzusetzen. Erst nach der Hälfte der ersten Halbzeit konnten die Hausherrinnen den Spielverlauf noch besser gestalten. Über ein 12:6 in Minute 20 durch Samantha Winterkorn bis hin zum 14:8, erzielt von Marie Truckenmüller, sah es nach einer Vorentscheidung aus. Aber nein, Driedorf holte etwas auf, da die Konzentration und die Chancenauswertung (Kreistore) bei Hungen/Lich ein wenig nachließ. Zum Pausengespräch stand es dann nur noch 15:13.

Driedorf ließ sich auch anfangs bis Mitte der zweiten Halbzeit nicht abschütteln.

Erst nach 50 Minuten Spielzeit schaffte es die HSG Hungen/Lich die Gäste konditionell nieder zu laufen (24:21). Jetzt gelang Driedorf nicht mehr viel. Sie mussten dem Tempohandball ein wenig Tribut zollen. Hungen/Lich zog davon und baute den Vorsprung immer weiter aus. Auch Dank zweier guter Torfrauen, die so manchen Torwurf locker entschärften. Lisa Fuhr war es dann acht Sekunden vor Abpfiff des gut leitenden Unparteiischen vorbehalten, den Schlusspunkt in Höhe von 29:23 zu setzen. Zwei verdiente Punkte für die HSG Hungen/Lich III nach einem rassigen Spiel.

Für die HSG Hungen/Lich erfolgreich: Alesia Grieb und Lisa Ritterhoff im Tor; Lisa Fuhr (1), Steffi Will (9), Laura Tauchmann (1), Kim Laureen Macht (1), Lara Kehm (1), Leonie Henrich (4), Jeanette Schilling (2), Kaja Lück, Marie Menne (1), Marie Truckenmüller (3/2),  Nina Träger (2) und Samantha Winterkorn (4).

Zeitstrafen: 1 – 3; Strafwürfe: 2/2 – 4/2

Frauen II: Mit knappem Personal Auswärtshürde genommen

Durch berufliche- und krankheitsbedingte Ausfälle konnte Marcus Jung, Trainer der zweiten Frauenmannschaft, am vergangenen Samstag beim schweren Auswärtsspiel in Rabenau bei der HSG Lumdatal II nicht mit vollem Kader antreten. Gerade zehn Spielerinnen, darunter eine Torfrau, standen ihm zu dieser Bezirksliga-Begegnung zur Verfügung. Anders auf Heimmannschaftsseite: Volle Bank.

Diese Tatsache kümmerte die Mannschaft in keiner Weise. Ab Minute eins ging die HSG Hungen/Lich voll konzentriert zur Sache. Erst nach sechs Minuten Spielzeit gelang den Gastgeberinnen der erste zählbare Erfolg (1:3). Die Antwort folgte jedoch sofort von den Gästen (1:4), die mit Simone Walther nach überstandener Krankheit eine wertvolle Verstärkung in ihren Reihen hatten. Lumdatal kam danach besser ins Spiel, konnten aber den Vorsprung der „HuLi’s“ nicht mehr einholen. Im Gegenteil. Im Laufe der ersten Halbzeit führten Leonie Henrich und Co. meist mit vier Toren. Kurz vor der Pause erzielte Simone das im Nachhinein vorentscheidende 12:17. „Trotz der Personalnot ging meine Mannschaft volles Tempo, auch im Rückzug zur anschließenden guten Abwehrarbeit. Dazu stand eine glänzend agierende Nadja Schmalhaus zwischen den Pfosten,“ so die lobenden Worte vom Coach.

Zum zweiten Abschnitt kam Lumdatal ein klein wenig besser aus der Kabine (16:18 – 34. Spielminute). Doch Simone Walther, Marlen Wolf und die ebenfalls frech aufspielende Celine Thiel nahmen dies nicht hin. Spielstand in Minute 37: 18:22. Simona Laurito erhöhte sogar noch auf 18:23, bevor Nadja Schmalhaus im Tor durch einen wuchtigen Kopftreffer für den Rest des Spiels aussetzen musste. Ob der Wurf gezielt oder ungezielt war, bleibt ungeklärt. Die Schützin bekam „nur“ eine Zweiminuten-Zeitstrafe. Für die benommene Torhüterin stellte sich die selbst reaktivierte Anna-Lena Diehlmann zwischen die Pfosten. Und sie erfüllte ihre Aufgabe bestens bis zum Ende der Partie. Hungen/Lich spielte trotz des Ausfalls von Nadja zielstrebig weiter. 15 Minuten vor Abpfiff führten die Bier- und Schäferstädterinnen sogar mit 21:28. Es folgten, so Marcus Jung nach dem Spiel, die obligatorischen typischen 15 Minuten. Die Konzentration ließ etwas nach, sodass Lumdatal noch einmal bis auf vier Tore herankam. Fast mit dem Abpfiff erzielte Simona Laurito das endgültige 26:31.

„Dies war bisher das beste Spiel von meiner Mannschaft in dieser Saison, obwohl sie noch nie so zusammengespielt haben. Alle haben 100% gegeben. Ich möchte eigentlich niemanden zusätzlich loben, doch Simone nach der Verletzung, Simona mit ihrer Erfahrung und das Auge für die Mitspielerin und Celine mit ihren Gegenstößen gehört ein klitzekleines Sonderlob,“ erklärte Marcus Jung sichtlich stolz nach dieser heißen sportlichen Auseinandersetzung.

Für die HSG Hungen/Lich auf der Platte: Nadja Schmalhaus (Tor 1.–38. Minute), Anna-Lena Diehlmann (Tor 39.–60. Minute); Simona Laurito (4), Celine Thiel (7), Julia Schug, Leonie Henrich (6/4), Marlen Wolf (1), Simone Walther (7), Rike Bohn (4) und Maria Kreß (2). Betreuerin: Nina Träger.Zeitstrafen: 2 / 0 (!); Strafwürfe: 5/4 – 4/4 (!)

Männer II: Spitzenspiel der „Zu-Null-Mannschaften“ erfolgreich gestaltet

Das letzte Punktspiel vor den Herbstferien bestritt die zweite Männermannschaft in der Schäferstadt-Halle gegen die ebenfalls bisher verlustpunktfreie MSG Florstadt/Gettenau II. Für die 2. Bezirksklasse – Gruppe 2 – beobachteten relativ viele Zuschauer diese handballerische Auseinandersetzung. 

Nach dem anfänglichen Abtasten während der ersten fünf Minuten der Partie (3:3) stellte sich Hungen/Lich auf die erfahrenen Gegenspieler besser ein. Der offene Schlagabtausch wurde durch konzentriertere Deckungsarbeit vorerst beendet. Dazu stand Kai Roth im Gehäuse der Hausherren, der einige Würfe entschärfte. Aus einem vorläufigen Unentschieden entwickelte sich ein kleiner Vorsprung zu Gunsten der HSG. Trotzdem bekamen die Männer um das Betreuer-Drei-Gespann Andre Ihring, Ole Schmidbauer und Maximilian Reinwald die MSG aus dem Nachbar-Landkreis nie richtig in den Griff. Die Chancenauswertung hätte zu diesem Zeitpunkt auch etwas besser sein können. Halbzeitstand: 15:12.

Nach der Pause konnte sich die HSG zunächst nicht weiter absetzen, da die Deckungsarbeit der Gäste etwas härter zur Sache ging. Spätestens ab der 40. Minute war der Bann gebrochen. Tolle Einzelleistungen der U21-Spieler aber auch der älteren Kempen zwangen Florstadt/Gettenau den Weg auf die Verliererstraße zu nehmen. Schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, tolle Zusammenspiele, aber auch der Weg, bei dem es eventuell weh tut, zwangen den Coach der Gäste zur Auszeit in der 43. Minute beim Stande von 25:18. Nach dieser kleinen Pause begann erst recht das Spiel der „offenen Scheunentore“. Die „HuLi’s“ erzielten zwei Tore, worauf die MSG mit einem antwortete. Ein Treffer schöner oder gewitzter erspielt, als der andere. Fazit: Mit 39:28 mussten die Gäste ihre erste Saisonniederlage einstecken. 

Erkenntnis 1: Die jungen Männer, welche bei der ersten Männermannschaft teilweise nur wenige Spielanteile erhalten, konnten hier zeigen, was für ein Potenzial in ihnen steckt. Erkenntnis 2: Der Sieg war auch durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überaus verdient.HSG Hungen/Lich: Kai Roth (Tor); Benjamin Heck, Fynn Behle (8), Sebastian Schliwa, Leo Eichenauer (3), Marcel Hensel (3), Ben Steffan (7), Nico Böhm (5/1), Jonathan Will (3/1), Jannis Pitz (5), Piet Spall (2), Lukas Block (1) und Patrick Eckhoff (2).

Frauen II: Deutlicher Sieg gegen HSG Mörlen

Am frühen Sonntagnachmittag empfing die zweite Frauenmannschaft die Bezirksliga-Konkurrentinnen von der HSG Mörlen. Bevor die Partie überhaupt losging gratulierte die Mannschaft ihrem Hallensprecher zum 66. Geburtstag mit einem Kuchen und brennender Kerze sowie anderen Leckereien. Aus einem externen Lautsprecher klang sogar ein bekanntes Geburtstagslied.

Zum Spiel: Ein einziges Mal führte die HSG Mörlen mit 0:1 und das in der ersten Minute der Begegnung. Danach drückte die ohne Leonie Henrich antretende Mannschaft den Wetterauerinnen ihren Spielstempel auf. Bei voll besetzter Bank, jede Spielposition konnte doppelt besetzt werden, begann das Tempospiel von der ersten bis zur letzten Minute. Mörlen konnte zunächst noch einigermaßen mithalten. Die Gegenwehr bröselte aber bereits nach zehn Minuten Spielzeit beim Stande von 10:5 zusammen. In allen Belangen waren die Gastgeberinnen den Gästen überlegen. Der Coach von Mörlen ahnte fürchterliches, als er bereits nach 15 Minuten beim 15:6 seine Auszeit nahm, um den Spielfluss von Hungen/Lich zu unterbrechen oder zu stören. Dies gelang nicht. Marcus Jung, Teamverantwortlicher, der mit Co-Trainerin Julia Schweiger und Betreuerin Lisa Geller die Geschicke der Mannschaft von der Seitenauslinie verwaltete, gönnte seinen Spielerinnen die eine oder auch andere Ruhepause. Das Aus- und Einwechseln störte in keiner Weise den Spielfluss seiner Mannschaft. Ein Rädchen griff ins andere. Nach 30 Minuten waren die Gäste, die nur mit neun Spielerinnen angetreten waren, beim Stand von 25:8 schon sanft unter die Räder gekommen.

In Abschnitt zwei des Spiels ließ die HSG Hungen/Lich anhand des bereits vorentscheidenden Spielstands die Zügel ein wenig schleifen. Trotzdem bauten Laura Spieker und Kameradinnen den Vorsprung immer weiter aus. Schnelle Gegenstöße, kämpferische Einzelleistungen sowie Spielzüge führten zum Erfolg. Phänomenal dann die Partie ab der 52. Minute, als die Anzeigentafel ein 40:12 anzeigte. Sage und schreibe sechs Minuten erzielte keine der beiden Mannschaften ein Tor. Reihenweise wurden die Chancen, besonders die von den „HuLi’s“, entweder am Gehäuse vorbeigezimmert, oder ungenau platziert, sodass die verständlicherweise lustlos wirkende Torfrau aus Mörlen doch noch einige Würfe parieren konnte. Die Kollegin auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes ließ ebenso nichts zu. Erst zwei Minuten vor Abpfiff erlösten Merit Schweiger und Selina Lotz die Zuschauer von ihren „So-Lange-Torlos-Gesichtern“. Mit einer Tordifferenz von plus 30 Toren, also 42:12, endete die Packung für Mörlen, auch Dank zweier guter Torfrauen im Kasten der HSG Hungen/Lich.

HSG Hungen/Lich: Alesia Grieb (Tor 1.–30. Min.), Nadja Schmalhaus (Tor 31.–60. Min.); Marie Truckenmüller (1), Stefanie Will (7), Simona Laurito (5/1), Luana Schäfer (3), Laura Spieker (5), Julia Schug (1), Kim Laureen Macht, Nina Träger (2), Gretha Nau (4), Liska Steinruck (1), Selina Lotz (3) und Merit Schweiger (10/1).

Männer II: Drittes Spiel – dritter Sieg

Die zweite Mannschaft des TV Wetzlar, die genau wie die „Zwot“ der HSG Hungen/Lich mit 4:0 Punkten in der Tabelle der 2. Bezirksklasse – Gruppe 2 – stand, gastierte am Sonntag, dem 29. September, in der Schäferstadt-Halle Hungen.

Die von dem „Dreiergestirn“ Marcel Hensel, Andre Ihring und David Rudek betreuten Gastgeber begannen erst einmal zurückhaltend. Wetzlar konnte sogar mit 0:1 in Führung gehen. Mehr ließ Hungen/Lich aber nicht zu. Nico Böhm, Jonathan Will und Neuzugang Fynn Behle zeigten den Gästen, wer in der Schäferstadt-Halle das Sagen hat. 5:2 nach neun Minuten. Im Laufe des ersten Abschnitts baute die HSG den Vorsprung immer weiter aus, dank einer guten Deckungsarbeit, einem glänzend agierenden Kai Roth im Gehäuse und guter Chancenverwertung im Angriff. Nach 30 Minuten war die Vorentscheidung quasi schon gefallen – 20:12.

Nach der Halbzeitpause gab es keinen Einbruch der Heimmannschaft zu verzeichnen. Im Gegenteil. Auf einen Treffer der Gäste hatten die Mannen um Kapitän Paddy Eckhoff immer eine Antwort. Entweder durch geduldiges Angriff-Spiel oder Tempogegenstöße. Hier teilten sich Fynn Behle und Jonathan Will die Laufarbeit. Besondere Körperbeherrschung zeigte der bereits genannte „Joni“ Will, wenn er beim schnellen Gegenstoß seine Wurfakrobatik durch eine „Rolle rückwärts“ abfing. In der 57. Minute gelang der HSG Hungen/Lich die erste Führung mit zehn Toren Unterschied durch den in dieser Phase des Spiels gut aufspielenden Jannis Pitz. Am Ende der Partie stand ein deutliches 34:23 zu Buche. Mit diesem Sieg beförderte sich die zweite Männermannschaft zum Tabellenprimus – zumindest für eine Woche.

HSG Hungen/Lich: Kai Roth (Tor); Johannes Kullbach, Leo Eichenauer, Max Mitzkat, Benjamin Heck, Peter Leipold, Lukas Block (1), Ben Steffan (2), Nico Böhm, Piet Spall (je 3), Jannis Pitz (5), Patrick Eckhoff (6/4), Fynn Behle (6) und Jonathan Will (8).