Männer 1: Hungen/Lich baut Führung aus

Die HSG Hungen/Lich hat die Tabellenführung in der Handball-Bezirksoberliga ausgebaut. In einem vorgezogenen Spiel dieser Klasse setzte sich der Tabellenführer am Freitagabend bei der SG Rechtenbach mit 24:20 (9:10) durch und hat damit die eigene Punktebilanz auf 24:6 ausgebaut, während die Rechtenbacher bei nunmehr 15:15 Zähler weiterhin auf Platz acht zu finden sind.

Lange Zeit stand die Partie in Rechtenbach auf des Messers Schneide. So lagen die Hausherren nach 20 Minuten mit 7:5 vorn, 10:7 hieß es zwei Minuten vor der Pause, ehe die Gäste den Rückstand auf einen Treffer reduzierten. Im zweiten Durchgang verlief die Partie ausgeglichen, bis zur 48. Minute. Da hat unser Torhüter Max Krieg mit vier Paraden den Grundstein zum Sieg gelegt, berichtete HSG-Trainer Carsten Schäfer.

Innerhalb von vier Minuten zogen die Gäste auf 21:17 davon und brachten den Vier-Tore-Vorsprung sicher ins Ziel.

Tore, Rechtenbach: Frosch (5/4), Viehmann (4), Schmidt, Thrun, Molling (je 3) und Diehl (2). Hungen/Lich: Hahn (6), Macht (5), Kreß, Kümpel (je 3), Menges, Diehl, Metzger (je 2) und Stania (1).

Mit freundlicher Genehmigung von Harold Sekatsch

Männer 1: Sieg trotz vieler Ausfälle

HSG Hungen/Lich HSG Linden II 28:24 (13:14):

Carsten Schäfer ist ein Stein vom Herzen gefallen, wie der Trainer der Gastgeber nach der Partie sagte: Wir hatten sieben Ausfälle, berichtete er und hatte angesichts dieses Umstands vor der Partie ein ungutes Gefühl. 50 Minuten lang verlief die Partie ausgeglichen. Danach zog seine Mannschaft unaufhaltsam davon und kam noch zu einem relativ klaren Sieg, der mit der Tabellenführung belohnt wurde.

Auch Lindens Coach Conrad Melle war nicht unzufrieden. Wir haben eine gute Leistung abgeliefert. Diese Vorstellung macht Mut für die anstehenden Aufgaben. Positiv ist zudem zu bewerten, dass einige Langzeitverletzte wieder zurück sind.

Die Lindener kamen besser aus den Startlöchern und lagen nach sieben Minuten mit 5:2 vorn. Zunächst ist es den Gästen gelungen, den Kontrahenten auf Distanz zu halten. Nach 20 Minuten führte Linden II mit 12:8, doch dann kämpfte sich Hungen/Lich heran. Durch Treffer von Timo Metzger, Luca Macht (je 2) und Marvin Schmied drehten die Gastgeber binnen sechs Minuten den Spieß zur 13:12-Führung um, ehe Nils Brockmann und Moritz Rühl im ihren Treffern die Lindener bis zur Pause wieder in Führung brachten.

Nach Wiederbeginn verlief die Partie weitgehend ausgeglichen, ehe Hungen/Lich nach dem 20:20 (47.) binnen zwei Minuten drei Tore hintereinander gelangen. Durch zwei Treffer von Nikolas Adamczyk stellte Linden II bis zur 52. Minute den 22:23-Anschluss her, doch in der verbleibenden Zeit dominierte Hungen/Lich und warf noch einen Sieg mit vier Treffern Differenz heraus.

Tore, Hungen/Lich: Macht (9), Metzger (7), Schmied (4), Kümpel (2/1), Kreß, Hahn und Menges (je 2). Linden II: Adamczyk (7/1), Hirzmann (4), Rühl, Brockmann (je 3), Zammert, Walter, Mastenbroek (je 2) und Weisbrod (1).

Damen I gewinnt Rückrundenauftakt 26:18

Nach der Winterpause und einer intensiven Vorbereitung startete diesen Samstag die Rückrunde für unsere erste Frauenmannschaft. Zum Rückrundenauftakt reisten die Frauen der HSG Herborn/Seelbach nach Hungen. Dies versprach im Vorhinein eine spannende Begegnung zu werden.

Diese Spannung zeichnete sich von Beginn an ab. Die Gäste aus Herborn/Seelbach erwischten den besseren Start und führten nach drei Spielminuten bereits mit 1:3. Die ersten acht Spielminuten gestalteten sich weiterhin sehr offen. Bis zum Spielstand von 4:5 für die Gäste, gelang es keiner Mannschaft sich abzusetzen. Durch ein Fünf-Tore-Lauf der Heimmannschaft drehten die Frauen der HSG Hungen/Lich erstmals den Spielstand und gingen, durch einen Treffer von Carmelina Mulch mit 9:5 in Führung. Grundlage für diesen Lauf, war eine solide Abwehrarbeit, die es ermöglichte, einfache Tempogegenstoßtore zu erzielen. Beim Spielstand von 11:7 in der 19. Spielminute war der Gegner aus Herborn/Seelbach gezwungen eine längst überfällige Auszeit zu nehmen und einige Umstellungen vorzunehmen. Dass dies keine Wirkung haben sollte, zeigte sich schnell. Nach dem Treffer der Gäste zum 11:8 startete das Team der HSG Hungen/Lich einen erneuten 6:0-Lauf und erhöhte den Spielstand auf 17:8 bis zur Halbzeitpause. Hier war es vor allem die Mittelspielerin Lucia Schneider und die Torfrau Anna-Lena Diehlmann, die sich auszeichnen konnten. Durch eine erneut sehr sicher stehende Abwehrarbeit fanden die Gäste kein nützliches Mittel zum Torabschluss.

Die zweite Halbzeit startete direkt mit einem der fünf 7m-Tore von Mareike Schmied. Der Spielstand von 18:8 und die damit verbundene Zehn-Tore-Führung sollte die höchste Führung im Spiel sein. Dennoch gelang es den Gästen im zweiten Durchgang ein besseres Spiel abzurufen. Dadurch gestaltete sich die zweite Halbzeit sehr ausgeglichen und über die Stationen 19:12, 21:13, 24:15 gelang Lucia Schneider in der 52. Spielminute der letzte Treffer der Heimmannschaft, zum 26:16. Die letzten Minuten der Begegnung gehörten den Gästen, hier gelang es ihnen nochmal bis auf 26:18 zu verkürzen.

Am Ende gewinnt die HSG Hungen/Lich völlig verdient und souverän das Heimspiel. Dadurch kämpft sich das Team auf den sechsten Tabellenplatz vor.

Das nächste Spiel gegen den TV Burgsolms findet am 26 Januar um 17:00 Uhr in Burgsolms statt. Diese Mannschaft hat in der Winterpause einen Trainerwechsel vollzogen, daher darf man sich auch gegen den Tabellenneunten auf ein interessantes Spiel freuen.

Gespielt haben:Anna-Lena Diehlmann, Monique Lindner, Ayse Alpkaya, Annalena Knoblauch (2), Mareike Schmied (5/5), Carmelina Mulch (5), Leonie Blümig (2), Julia Schäfer (3), Chiara Schneider (2), Lucia Schneider (5), Laura Spieker (2), Stefanie Dickel, Maria Kreß und Lena Staub.

Damen 1: Kurzer Rückblick und Vorschau

Ein überwiegend neu zusammengesetzter Kader stand im Juni 2019 zum Vorbereitungsauftakt bereit, mit Abgängen bzw. verletzungsbedingt pausierenden Spielerinnen. Insbesondere der Ausfall von Anna-Maria Größer, die mit ihrer Erfahrung dieser jungen Mannschaft eine gewisse Routine verliehen hätte, wog schwer. Rabea Wehrum, ein Garant für einfache Tore aus der Distanz und die top Torschützin der vergangenen Saison, wechselte zur TSG Oberursel und hinterließ eine große Lücke.

Die Mannschaft kämpfte sich sehr geschlossen durch ein aufwendiges Vorbereitungsprogramm, welches sich im physischen Bereich in den Spielen positiv bemerkbar machte. Die Trainingszeiten wurden von anderthalb auf zwei Stunden pro Einheit angehoben, um insbesondere im Kraft- und Athletikbereich zulegen zu können.

Konnte man in den Spielen gegen Herborn, Burgsolms und Vollnkirchen zu Beginn der Saison erfolgreich Punkten, war die Niederlage Zuhause gegen die HSG Mörlen umso enttäuschender, zumal man hier den Sieg in den Schlusssekunden in der Hand hielt. Es folgte eine Niederlage bei der HSG Gedern/Nidda (30:21) bei der man mit einem dezimierten Kader ohne Chance blieb. Die Reaktion der Mannschaft im darauffolgenden Spiel gegen die HSG Butzbach war umso bedeutsamer. Ohne Carmelina Mulch (fehlte berufsbedingt die restliche Vorrunde) und mit einer bereits in der zehnten Spielminute verletzten Chiara Schneider, spielte man sich den Frust von der Seele und entschied dieses Spiel mit 30:22 für sich. Die weiteren Partien zeigten auf was möglich ist. Trotz eines überdurchschnittlich jungen und dezimierten Kaders trat man immer wieder stark auf. Gegen die HSG Wettertal standen mit Lena Staub, Lucie Schneider und Lena Kötter drei letztjährige A-Jugendliche im Rückraum auf dem Parkett und man führte zwischenzeitlich mit vier Toren (14:10). Im Spiel gegen die TSG Leihgestern hielt man die Partie bis in die Schlussminuten offen und gegen die HSG Fernwald konnte man ebenfalls bis zur 50. Spielminute einen 4-Tore.Vorsprung für sich verbuchen, musste mit dem Schlusspfiff ein Remi akzeptieren. Leider fehlte in allen Spielen eine gewisse Abgeklärtheit und Routine zum Punkt- bzw. doppelten Punktgewinn. Abschließend zur Vorrunde konnte man gegen den erstplatzierten aus Marburg erstmals mit einem kompletten Kader antreten. Dieses Spiel spiegelte bis zur 50. Spielminute die Möglichkeiten dieser jungen Mannschaft wieder, indem man ein strukturiertes Angriffsspiel vortrug, auf das die Marburger Spielgemeinschaft wenige Antworten fand. Zwischenzeitlich (46. Spielminute) leuchtete ein Sechs-Tore-Vorsprung (20:14) an der Anzeigetafel auf. Zum Spielende verletzte sich dann Annalena Knoblauch und die fehlende Routine dieser jungen Mannschaft führte zu einem gewissen Leistungseinbruch, welcher Marburg mit der Schlusssirene noch einen glücklichen Punkt bescherte. Eine starke Leistung trotz des abgegebenen Punktes!

Die Mannschaft startete bereits am 6. Januar in eine kurze Vorbereitungsphase (Aqua-Fitness, Spinning, Trainingsspiel und den regulären Einheiten) und wird sich selbstbewusst den Aufgaben der Rückrunde stellen, welche mit einem Heimspiel gegen die HSG Herborn/Seelbach startet. Jetzt gilt es weiter Erfahrungen zu sammeln, um zu wachsen, in der Leistungsbereitschaft und der daraus resultierenden Möglichkeiten. Leistungsbereitschaft und Geduld wird sicher ein entscheidender Faktor sein, die jeder Einzelne für sich, im Training, im Spiel und in der Gesamtentwicklung mit sich führen muss.

Auf das, was da noch kommt !