MJE: 15:17 verloren und dennoch knapp gewonnen!
In der Hinrunde hatte sich unsere männliche Jugend E gegen keinen Gegner so schwerer getan, wie gegen die TG Friedberg, gegen die das Hinspiel vor heimischen Publikum denkbar knapp verloren ging. Unsere Jungs wollten sich für diese unglückliche Niederlage revanchieren, um weiterhin Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen zu halten. Doch schon nach wenigen gespielten Minuten in der Halle am Seelbach war erkennbar, dass unsere Mannschaft an diesem Tag nicht ihren besten Tag erwischt hat. Über die gesamte Spieldauer wurden eine Vielzahl klarster Torchancen nicht verwertet und zudem den Gästen im Angriff viel zu viel Raum gestattet (welche teilweise zu sehr einfachen Gegentoren führten).
Die erste und zugleich einzige Führung an diesem Tag erzielte Jan-Philipp Jilg nach wenigen Sekunden. Fortan lief unsere Mannschaft einem Rückstand hinterher, der sich zumeist auf zwei bis drei Tore belief. Bereits in seiner ersten Auszeit, welche Kolja Greß nach sechs gespielten Minuten bei einem Spielstand von 6:3 für die TG Friedberg nahm, versuchte er seinen Jungs Selbstvertrauen und Zuversicht zu vermitteln. Aber der Knoten wollte so Recht nicht platzten, fünf Minuten vor der Pause führte die Heimmannschaft weiter mit drei Toren (9:6, bei einem Torschützen mehr). Beide Trainer wechselten vor der Pause mächtig durch, um die Anzahl der Torschützen nochmals zu erhöhen. Letztlich ging die TG Friedberg mit einer 10:9 Führung in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts, die TG Friedberg nutze ihre Chancen während unsere Jungs zum teils klarste Einschussmöglichkeiten vergaben. Nach 30 gespielten Minuten lag unsere Mannschaft fast aussichtslos mit 11:15 im Hintertreffen, zudem wies der Spielberichtsbogen zu diesem Zeitpunkt zwei Torschützen weniger auf. Nachdem Naim Greß im darauf folgenden Angriff äußerst unsanft zu Boden gestreckt und für wenige Minuten Platz auf der Bank nehmen musste, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Plötzlich waren Selbstvertrauen, Siegeswille und Energie auf dem Feld erkennbar, zudem vernagelte Milan Seliger das Tor und gewährte den Friedbergern bis zur Schlusssirene noch lediglich zwei Treffer. Spielentscheidend sollten jedoch die letzten drei Treffer der Partie sein, die die bis dahin noch torlosen HSG-Spieler Marlon Rauh sowie Ianis Stieger erzielten und wir dadurch einen siegbringenden achten Torschützen zu verzeichnen hatten. Am Ende waren Trainer und Zuschauer über den glücklichen Erfolg erfreut, war dieser doch mit dem vorrücken auf den dritten Tabellenplatz verbunden. Die Mannschaft hat über das gesamte Jahr hinweg eine gute Entwicklung genommen. Auch nach etwas durchwachseneren Leistungen ist sie in der Lage, Auswärtsspiele zu gewinnen.
Tore: Naim Greß (3), Jan-Philipp Jilg (3), Hagen Möller (1), Anton Schliwa (2), Jakob Schliwa (1), Matti-Lou Stauber (2), Marlon Rauh (1) und Ianis Stieger (2/1).
Männer 1: Klarer Heimsieg
HSG Hungen/Lich TV Wetzlar 34:23 (15:9)
Am Ende ein klarer Sieg für den Tabellenführer, der zunächst nicht so recht ins Spiel fand. In den ersten Minuten wurde die Partie ziemlich ruppig geführt, berichtete Hungens Trainer Carsten Schäfer. Die Wetzlarer hielten zunächst gut dagegen und gestalteten die Partie bis zur 20. Minute ausgeglichen. Ab dem Spielstand von 7:7 allerdings setzte sich der Favorit mehr und mehr ab. Nach dem 9:8 (22.) zogen die Gastgeber innerhalb der nächsten sechs Minuten auf 14:8 davon und hatten damit den Grundstein für den Erfolg gelegt.
Im zweiten Durchgang baute die HSG Hungen/Lich den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 42 Minuten führten die Hausherren mit 21:13, und knapp zehn Minuten später betrug der Vorsprung des Spitzenreiters sogar zehn Treffer (27:17). Bis zur Schlusssirene konnte die Führung geringfügig ausgebaut werden.
Tore, Hungen/Lich: Macht (11), Kümpel (5/5), Hahn, Kreß (je 4), Menges (3), Schmied, Diehl (je 2), Anhäuser, Metzger und Dönicke (je 1). Tore Wetzlar: Max Breitfelder (6), Felix Breitfelder, Pohlner, Menger, Johannes Schetzkens (je 3), Michael Schetzkens, Adams (je 2) und Käppler (1).
WJB1: Zum Ligaprimus fehlte nicht viel
Der designierte Hessenmeister ist einen Tick zu stark gewesen. In der Handball-Oberliga hat unsere weibliche Jugend B eine Niederlage kassiert. Die TG Kastel setzte sich in Lich mit 34:30 (16:15) durch und braucht nun nur noch einen Zähler, um den Titel zu holen. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Führung wechselte hin und her. Beim 12:11 lag das Heimteam vorne, beim 14:13 wieder der Gast. Mit 16:15 für den Spitzenreiter ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Beide Mannschaften zeigten Schwächen in der Deckung, allerdings waren es die Wiesbadenerinnen, die sich beim 23:19 einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet hatten. Zwar kam die HSG Hungen/Lich zu zwei schnellen Toren, dennoch lief der Tabellenvierte diesem Rückstand permanent hinterher. Am Ende gewann die TG Kastel um vielleicht ein bis zwei Toren zu hoch mit 34:30.
Eine Analyse ist fast unnötig. 30 Treffer in eigener Halle sollten reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Doch leider ist die Niederlage verdient. Wir waren in der Abwehr nicht präsent, die Abstände im Deckungsverband waren zu groß. So konnte unser Gegner seine Qualitäten im Zweikampf ausnutzen. Ich denke, die Zuschauer haben ein attraktives Spiel verfolgen können. Ich habe heute viele Situationen gesehen, in denen klar geworden ist, dass uns Kastel in manchen Bereichen einfach schon einen Schritt voraus ist, sagte Tim Straßheim, Trainer der HSG Hungen/Lich.
HSG Hungen/Lich: Rika Schneider, Lilli David und Nele Liebich im Tor; Lina Richter (4), Sopha Tapp (1), Leni Nathes (3), Emma Niebergall (7/4), Selina Lotz (3), Meileen Schäfer (4), Gretha Nau (7), Jil Jackl und Livia Gleim (1).