Hallensperren: •

Der designierte Hessenmeister ist einen Tick zu stark gewesen. In der Handball-Oberliga hat unsere weibliche Jugend B eine Niederlage kassiert. Die TG Kastel setzte sich in Lich mit 34:30 (16:15) durch und braucht nun nur noch einen Zähler, um den Titel zu holen. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Führung wechselte hin und her. Beim 12:11 lag das Heimteam vorne, beim 14:13 wieder der Gast. Mit 16:15 für den Spitzenreiter ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Beide Mannschaften zeigten Schwächen in der Deckung, allerdings waren es die Wiesbadenerinnen, die sich beim 23:19 einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet hatten. Zwar kam die HSG Hungen/Lich zu zwei schnellen Toren, dennoch lief der Tabellenvierte diesem Rückstand permanent hinterher. Am Ende gewann die TG Kastel um vielleicht ein bis zwei Toren zu hoch mit 34:30.

Eine Analyse ist fast unnötig. 30 Treffer in eigener Halle sollten reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Doch leider ist die Niederlage verdient. Wir waren in der Abwehr nicht präsent, die Abstände im Deckungsverband waren zu groß. So konnte unser Gegner seine Qualitäten im Zweikampf ausnutzen. Ich denke, die Zuschauer haben ein attraktives Spiel verfolgen können. Ich habe heute viele Situationen gesehen, in denen klar geworden ist, dass uns Kastel in manchen Bereichen einfach schon einen Schritt voraus ist, sagte Tim Straßheim, Trainer der HSG Hungen/Lich.

HSG Hungen/Lich: Rika Schneider, Lilli David und Nele Liebich im Tor; Lina Richter (4), Sopha Tapp (1), Leni Nathes (3), Emma Niebergall (7/4), Selina Lotz (3), Meileen Schäfer (4), Gretha Nau (7), Jil Jackl und Livia Gleim (1).