Drei Siege am Stück konnte Hungen/Lich zuletzt einfahren und sich mit mittlerweile zehn Pluspunkten von den gefährdeten Plätzen entfernen. Dort, genauer gesagt auf dem drittletzten Platz, steht derzeit der kommende Gegner aus Eddersheim, der bislang sechs Zähler erringen konnte. In der Vorsaison verlor Hungen/Lich in Hattersheim mit 24:29, möchte sich dafür am Samstagabend jedoch revanchieren. „Eine Einschätzung der TSG fällt mir aktuell wirklich schwer. Sie haben oftmals nur knapp gewonnen, waren bei ihren Niederlagen allerdings auch meistens gar nicht so weit weg von Zählbarem. Umso mehr gilt es aber, an unsere letzten Leistungen anzuknüpfen und auf uns zu schauen“, gibt Trainerin Katharina Weber vor und fügt noch an: „Wir haben im Training vermehrt an unserem Abwehrspiel gearbeitet, weshalb ich hoffe, dass wir da weitermachen, wo wir in den letzten Spielen aufgehört haben.“ Unter der Woche fehlten mehrere Spielerinnen erkrankt, sodass der finale Kader Hungen/Lichs erst kurzfristig feststehen dürfte.
Frauenhandball-Regionalligist HSG Hungen/Lich hat früh Nägel mit Köpfen gemacht und die Trainerfrage für die kommende Saison bereits vor dem Jahresende geklärt. So wird Jan-Béla Weinem in der Spielzeit 2026/2027 für den aktuellen Tabellensiebten der höchsten hessischen Handballklasse verantwortlich zeichnen. Nach der Trennung von Paul Günther bilden derzeit Katharina Weber und Rainer Pfaff das Trainergespann und werden ihrer Tätigkeit wie vereinbart auch noch bis zum Ende der laufenden Runde nachgehen.
„Ich habe Jan-Béla bei einer Trainerfortbildung im August kennengelernt und ihn auch coachen sehen, als er mit seiner aktuellen Mannschaft bei unseren Männern gespielt hat. Er ist ein junger Trainer, der sehr strukturiert arbeitet. Er hat auch Probetrainings geleitet und kam bei der Mannschaft sehr gut an. Ich habe den Eindruck, dass er wirklich Lust auf die Aufgabe hat und sich zu 100 Prozent mit uns identifiziert. Daher ist er aus meiner Sicht die beste Lösung für die kommende Saison“, beschreibt Andreas Nau aus dem HSG-Vorstand.
Der 27-jährige Weinem stammt aus Gelnhausen, ist aber schon im dritten Jahr als Trainer der in der Bezirksoberliga beheimateten HSG Mörlen tätig, wo er zudem die weibliche A-Jugend betreut. Darüber hinaus war der B-Lizenz-Inhaber in der Vorsaison als Co-Trainer der Mittelhessen Youngsters in der A-Junioren-Bundesliga aktiv und übt derzeit auch noch die Funktion des Torwarttrainers beim Männer-Regionalligisten HSG Pohlheim aus.
„Für mich war es schon vor Saisonbeginn klar, dass ich nach intensiven Jahren in Mörlen eine neue Herausforderung suchen werde. Ich bin der HSG dankbar für diese Zeit und schätze den Verein“, so Jan-Béla Weinem, der zu seinem künftigen Engagement bei der HSG Hungen/Lich noch anfügt: „Nachdem die ersten Gespräche begonnen hatten, muss ich sagen, dass mich das Umfeld und die Mannschaft von Beginn an überzeugt haben. Alle Verantwortlichen sind mir immer freundlich und energiereich entgegengetreten. Ich habe die Mannschaft bereits in Trainingseinheiten kennenlernen können. Das Team hat enorm viel Potenzial, zudem herrscht ein positives Klima. Daher freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe und bin gespannt darauf, die Mannschaft kollektiv und individuell weiterzuentwickeln.“
„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“, fragte sich einst schon Johann Wolfgang von Goethe. Was im Prinzip auch auf die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Hungen/Lich zutreffen könnte, denn nachdem nach der Trennung von Trainer Paul Günther, Katharina Weber und Rainer Pfaff am letzten Samstag das Coaching im Auswärtsspiel beim TuS Zwingenberg übernommen hatten, wird aus der anfangs angedachten Übergangs- nun eine Dauerlösung. Dies teilte der Vorstand der Handballspielgemeinschaft Anfang der Woche mit.
„Es war wirklich ein gutes Spiel der Mannschaft. Vor allen Dingen hat man ihr aber den Spaß am Handballspielen angemerkt.
„Nachdem bereits mit einem neuen Kandidaten intensivere Gespräche geführt wurden, halten wir es, nicht zuletzt auf Grund der mannschaftlichen Geschlossenheit und der sehr guten Leistung vom vergangenen Wochenende, für die beste Entscheidung, wenn Katharina (Weber) und Rainer (Pfaff) auch weiterhin unser Trainerteam bilden. Sie kennen die Mannschaft aus ihrer bisherigen Tätigkeit sehr gut und ergänzen sich zudem bestens“, berichtete Andreas Nau aus dem Vorstand der HSG Hungen/Lich.
Katharina Weber war im letzten Jahr als spielende Co-Trainerin zu ihrem Heimatverein nach Lich zurückgekehrt und war nach dem Ende ihrer Handballkarriere am Ende der letzten Saison in dieser Spielzeit als Co-Trainerin tätig. Rainer Pfaff kam ebenfalls zur Saison 2024/2025 zur HSG Hungen/Lich und fungierte bislang als Torwarttrainer, war aber auch schon viele Jahre lang als hauptverantworlicher Trainer beispielsweise bei der HSG Gedern/Nidda oder bei seinem Heimatverein HSG Oberhessen aktiv und ist auch im Besitz der B-Lizenz. Nach zuvor zwei Niederlagen in den bisherigen zwei Auswärtsspielen hatte die HSG Hungen/Lich unter der Regie von Weber und Pfaff am vergangenen Wochenende bei Aufsteiger TuS Zwingenberg stark aufgespielt und einen überdeutlichen 36:24-Auswärtssieg eingefahren. Die nächste Bewährungsprobe wartet am kommenden Samstag (25. Oktober), wenn der bislang verlustpunktfreie Tabellenzweite HSG Baunatal in Lich gastiert.
Nach einer kurzen Ferienpause nimmt die Saison in der Frauenhandball-Regionalliga langsam, aber sicher wieder Fahrt. Unsere Damen I reisen zum Aufsteiger nach Zwingenberg.
TuS Zwingenberg – HSG Hungen/Lich (Samstag, 16:00 Uhr, Halle der Melibokusschule Alsbach)
In Spiel eins nach der Trennung von Paul Günther reist Hungen/Lich in den südhessischen Landkreis Bergstraße. Dort wartet mit dem TuS zwar das bislang punktlose Schlusslicht, doch angenehm wird die Aufgabe sicherlich trotzdem nicht, da in der Schulsporthalle in Alsbach keine Haftmittel (Harz) verwendet werden dürfen. „Daher stand natürlich in den Trainingseinheiten, die ohne Harz ausgetragen wurden, im Fokus, sich daran zu gewöhnen. Anfangs sah das wirklich schlimm aus, aber es ist viel besser geworden. Trotzdem wird das aus diesem Grund natürlich eine schwierige Aufgabe“, berichtet Katharina Weber, die in Südhessen gemeinsam mit Rainer Pfaff für das Coaching verantwortlich zeichnen wird, und fügt noch an: „Wichtig ist es natürlich nach den Veränderungen, dass die Mannschaft den Kopf frei bekommt und Spaß am Handball entwickelt!“ Personell fehlen mit Emma Niebergall, Emely Nau und Lisa Wanzek weiterhin drei langzeitverletzte Spielerinnen, der restliche Kader sollte aber zur Verfügung stehen.
Marie Manfraß wechselt mit sofortiger Wirkung von der HSG Kleenheim/Langgöns zu den Huli’s und ist bereits am kommenden Wochenende spielberechtigt.
Mächtig viel Betrieb herrschte am letzten August-Sonntag in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich.Die HSG Hungen/Lich hatte nämlich Sponsoren, Fans, Mitglieder und Interessierte zur großen Saisoneröffnung geladen und diesem Ruf waren mehrere Hundert gefolgt. Diese verbrachten dort viele Stunden in angenehmer Atmosphäre und lernten dabei nicht nur die Handball-Mannschaften, sondern auch den gesamten Verein näher kennen.
„Ich kann nur ein absolut positives Fazit der Veranstaltung ziehen. Sie ist überragend angenommen worden, denn es haben sich bestimmt 700 bis 800 Leute in der Sporthalle eingefunden, weshalb sich der Aufwand, den wir über viele Wochen und natürlich auch am Veranstaltungstag betrieben haben, absolut gelohnt haben. Die Besucherinnen und Besucher haben sicherlich viele schöne und vor allem auch abwechslungsreiche Stunden verlebt“, berichtete der erste Vorsitzende der HSG Hungen/Lich Andreas Nau und fügte noch an: „An dieser Stelle wollen wir uns natürlich auch noch bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei den Sponsoren bedanken, die diesen Tag ermöglicht haben. Zudem geht auch ein Dank an Florian Naß, der viel Spaß bei uns hatte und auch angekündigt hat, wiederzukommen und bei einem Spiel unserer Frauen-Regionalliga-Mannschaft als Hallensprecher zu fungieren.“
Der auch aus dem Fernsehen hinlänglich bekannte Sportjournalist Naß führte durch die Veranstaltung, die gegen 11:30 Uhr begann, und hatte zunächst eine wahre Herkulesaufgabe in Form der Präsentation der Mannschaften vor sich, denn die HSG Hungen/Lich kann aktuell stattliche 23 Teams stellen. Zudem führte der 57-Jährige auch interessante Gespräche mit den Vorsitzenden Matthias Platzdasch und Andreas Nau, mit einer der Organisatorinnen der Veranstaltung, Lucia Schneider, mit Sponsoren sowie mit Jugendwart Sebastian Schliwa. Neben einem HSG-Quiz kam auch das Rahmenprogramm für die Besucherinnen und Besucher nicht zu kurz. Neben „beat the keeper“, bei dem es einem Torhüter zu überwinden galt, konnten bei der „Speed-Goal-Messung“ die Wurfgeschwindigkeiten der Teilnehmenden ermittelt werden. Auch eine Foto-Box stand für Schnappschüsse aller Art zur Verfügung. Aber auch das leibliche Wohl wurde von Seiten des Veranstalters bestens gesorgt.
Die Zeit nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung bot darüber hinaus auch noch die Möglichkeit zum Austausch mit Mitgliedern, Fans und Sponsoren, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Nach einem gemütlichen Beisammensein in entspannter Atmosphäre ging die große Saisoneröffnung der HSG Hungen/Lich am späten Sonntagnachmittag zu Ende und hinterließ neben den hochzufriedenen Vereinsvertretern sicherlich auch viel Hundert Besucherinnen und Besucher, die sich nach vielen schönen Stunden zufrieden auf den Heimweg gemacht haben dürften.