Es war ein sehr kampfbetontes und intensives Spiel. Trotz den zwei roten Karten, welche berechtigt waren, war es keinesfalls ein unsportliches Spiel. Die Gäste haben den Sieg jedoch teuer bezahlen müssen. Marvin Schmied verletzte sich sehr früh im Spiel am Knie und Johannes Kreß kurz nach der Pause mit Verdacht auf Nasenbeinbruch. Die Gäste kamen gut ins Spiel und führten in der fünften Spielminute mit 4:1. Beim Spielstand von 14:10 aus Sicht der Gäste wurden die Seiten getauscht.
Die Pohlheimer kamen im gesamten Spiel nicht über ein Unentschieden heraus. Am Ende gewannen die Männer aus Hungen/Lich mit 25:23. „Das war heute eine unfassbar starke und geschlossene Mannschaftsleistung mit zwei sehr guten Torleuten zwischen den Pfosten. Die Jungs haben alles reingehauen was sie hatten und bis zur letzten Sekunde alles investiert“ so Dannwolf.
„Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, das was die Jungs heute vor allem charakterlich abgeliefert haben war bärenstark“ so Dannwolf weiter. Wir wünschen Marvin und Johannes erst mal alles Gute und hoffen, dass die Untersuchungen nicht die Befürchtungen bestätigen.
Die Gastgeber aus Hungen und Lich, hatten sich beim ersten Heimspiel einiges vorgenommen. Trotz ungewisser Personalsituation wollten die Männer aus Hungen/Lich mit einem Heimsieg in die Saison starten. Die Anfangsminuten waren sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften mussten erst mal ins Spiel finden und so stand es nach 16 Spielminuten 11:11. Die Gastgeber schafften es dann, einen besseren Zugriff in der Abwehr zu bekommen, was man daran merkte, dass man bis zur Pause nur vier Gegentore kassierte. So freute man sich auf Seiten von Hungen/Lich über eine 19:14 Pausenführung.
Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte ganz klar den Gästen aus Kirchhain/Neustadt. Sie kämpften sich Tor um Tor heran und glichen in der 46. Spielminute zum 22:22 unentschieden aus. Alles war wieder offen. Die Antwort der Gastgeber war ein 3-Tore-Lauf durch Neuzugang Alex Faatz (25:22). Am Ende konnten man sich auf Seiten von Hungen/Lich über einen 31:26 Erfolg freuen.
„Zuerst einmal freue ich mich einfach, dass wir heute die zwei Punkte geholt haben, vor allem weil Kirchhain eine sehr junge und gute Mannschaft ist“ so Dannwolf. „Wir müssen noch einige Sachen optimieren. Das wird noch dauern, das war mir aber klar. Ich bin jedoch trotzdem stolz auf die Jungs, wie sie das heute gemacht haben“ so Dannwolf weiter.
Beim letzten von vier Begegnungen des vergangenen Samstags in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle bekam es die erste Männermannschaft mit dem Tabellenprimus der Bezirksoberliga zu tun. Die HSG Linden zog sofort auf 0:3 davon. Damit legten sie im Grunde genommen den Grundstein für den späteren schwer erkämpften Sieg. Die Gastgeber, welche ohne den torgefährlichen Rechtsaußen Paul Dönicke antreten mussten, legten ihre Nervosität ab und kamen ebenfalls zu ihren Erfolgserlebnissen. Im Laufe der ersten Halbzeit wurde seitens der Gäste des Öfteren für den Torwart ein siebter, bei Strafzeiten der sechste, Feldspieler eingewechselt. Durch Ballverlust gab es vier Mal die Möglichkeit für Hungen/Lich über mehr als 30 Meter den Ball im gegnerischen Gehäuse zu versenken. Nur ein einziges Mal erreichte der Wurf sein Ziel. Halbzeitergebnis 10:15.
Während der zweiten Halbzeit ging es ordentlich zur Sache. So wenigstens die Meinung einiger Zuschauer. Thomas Wallendorf, Trainer der HSG Hungen/Lich, meinte nach dem Spiel: „So spielt Linden. Nicht umsonst stehen sie auf Platz eins. Alles normale Härte.“ Dann fragte sich der neutrale Zuschauer, warum es vier Zeitstrafen für Hungen/Lich sowie sechs plus eine Disqualifikation (glatt rot) für Linden gab? Warum unterbrachen die gut leitenden Unparteiischen so oft das Spiel, weil irgendein Spieler mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Hallenboden lag?
Zum weiteren Spielverlauf: Linden erhöhte seinen Halbzeitvorsprung bis zur 45. Minute auf 19:26. Nach 54 Minuten führten die Gäste immer noch mit sechs Toren (24:30). Zu spät wachten die Hausherren auf, denn bis auf drei Zähler konnten sie aufholen, wobei der Jüngste im Kader, Jonathan Will, einen wunderbar vorgetragenen Gegenstoß mit Bravour und tosenden Beifall der heimischen Zuschauer vollendete. Das Aufbäumen kam zu spät, denn die HSG Linden rettete sich mit einem 29:32 hin zum Abpfiff.
HSG Hungen/Lich: Max Krieg (Tor), Niko Berg (Tor); Ben Steffan, Marvin Schmied, Jan Anhäuser, Michel Schäfer, Jannis Pitz, Tobias Koppermann (3), Luca Macht (4/2), Anton Hahn (6/1), Johannes Kreß (7), Niklas Wenzel (8) und Jonathan Will (1).
Zur besten Sendezeit (20:00 Uhr) am Samstagabend empfing die erste Männermannschaft der HSG Hungen/Lich den Bezirksoberligakonkurrenten aus Lollar und Ruttershausen. Es lag eine gewisse Spannung in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle, da das Hinspiel mit viel Emotionen, Zeitstrafen als auch Disqualifikation beim heutigen Gast geführt wurde. Mit 22:23 gewann damals die HSG diese „heiße“ Partie.
Max Wolf seitens der HSG Hungen/Lich eröffnete den Torreigen. Die Gäste aus dem Norden Gießens antworteten sofort, konnten aber nie in Führung gehen. Nach zehn Minuten stand es 6:3 für die Heimmannschaft. Der gut leitende Spielleiter ließ durch klare Regeldarlegungen keine unnötige Härte aufkommen, die seitens einiger Zuschauer im Vorfeld erwartet wurde. Lollar/Ruttershausen kam so gegen die 20. Minute noch einmal fast zum Ausgleich (12:11). Danach beherrschte Hungen/Lich, auch dank eines auftrumpfenden Jan Anhäuser, die gegnerische Mannschaft. Mit 19:16 wurden die Seiten gewechselt.
Den besseren Start in die zweite Hälfte fanden die Gäste. Bis zur 36. Spielminute holten sie den Vorsprung auf und erzielten das 22:22. Bei einem Tempogegenstoß mit erfolgreichem Abschluss in der 40. Minute wurde Anton Hahn so übelst gefoult, dass dem Unparteiischen nichts anderes übrig blieb, den Lollarer Spielmacher für dieses dumme und äußerst unsinnige Foul vom Felde zu verweisen. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel entschieden. Hungen/Lich baute den Torvorsprung immer weiter aus. Mit einem hoch verdienten 41:32 endete schließlich diese Partie. Nach langer Durststrecke blieben wieder einmal beide Punkte auf dem Konto der HSG Hungen/Lich. Alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein.
HSG Hungen/Lich: Maximilian Krieg und Niko Berg im Tor; Johannes Kreß (1), Anton Hahn (5), Niklas Wenzel (6), Michel Schäfer (4), Paul Dönicke (5), Luca Macht (5/2), Ben Steffan (3), Marvin Schmied (4), Max Wolf (2) und Jan Anhäuser (6).
Die HSG Kirchhain/Neustadt nahm von Beginn der Partie das Heft in die Hand. Hungen/Lich, die ohne Linkshänder Niklas Wenzel antreten mussten, glich noch dreimal aus (1:1, 2:2, 3:3). Dann war der Bann gebrochen und die Gäste erspielten sich einen fast über das ganze Spiel andauernden eins bis fünf Tore Vorsprung heraus. Die Hausherren fanden im gegnerischen Torwart ihren Meister. Mit hoffnungsvollen 17:18 wurden die Seiten gewechselt.
Die Ansprache in der Kabine von Chefcoach Thomas Wallendorf brachte nicht viel ein. Seine Schützlinge kämpften zwar weiter, erzielten wunderbare Tore, doch die Gäste fanden immer wieder Mittel und Wege, die Führung zu verteidigen. Zur alles entscheidenden Schlussphase der Partie (56. Min.), beim Stande von noch hoffnungsvollen 30:31, folgte der Auftritt des Mannes im fröhlichen steinhellgrau gekleideten Dress. Innerhalb einer Minute wurden zuerst Ben Steffan und Johannes Kreß zeitgleich wegen einer (!!!) Tätigkeit des Feldes verwiesen. Für Johannes war es dann auch rot (3 x 2 Minuten). Etwas später durfte sich Anton Hahn aufgrund eines Allerweltfouls auch noch zwei Minuten ausruhen. Die verbliebenen drei „HuLi’s“ taten alles, um die Strafzeiten zu überbrücken. Kirchhain/Neustadt erzielte noch einen Treffer. Mehr passierte nicht mehr. Mit 31:33 gewannen nicht nur die Gäste dieses zur Schlussphase merkwürdige Spiel.
Zeitstrafen: Hungen/Lich 6, Kirchhain/Neustadt 2,
HSG Hungen/Lich: Niko Berg und Max Krieg im Tor; Jannis Pitz, Tobias Koppermann (1), Michel Schäfer (2), Ben Steffan (2), Anton Hahn (2), Max Wolf (3), Jan Anhäuser (3), Luca Macht (4/2), Johannes Kreß (6) und Paul Dönicke (8).
Am Samstagabend zur besten Handballzeit kehrten zum Männerspiel in der Bezirksoberliga alte Bekannte in die Schäferstadt-Halle zurück. Carsten Schäfer, langjähriger Trainer der HSG Hungen/Lich, und Alexander Diehl, einstiger Spieler der Gastgeber, wollten beide Punkte für ihren neuen Verein HSG Goßen.-Buseck/Beuern entführen. Dies gelang nicht!
Das ausgerechnet für diese brisante Begegnung nur ein Schiedsrichter anstatt ein Gespann von dem Verantwortlichen des Bezirks eingeteilt wurde, erwies sich als unglücklich. Einige Entscheidungen des Unparteiischen wären durch ein zweites Augenpaar anders ausgefallen.
Zum Spiel: Die erste Viertelstunde verlief für die Hausherren recht vielversprechend. Beim 7:6 durch Marvin „Willi“ Schmied (15. Minute) sah die Handballwelt für die Hausherren noch einigermaßen rosig aus. Doch dann gab es einen Riss im Spielfluss von Luca Macht und Kameraden. Der Torwart der Gäste konnte einige Torwürfe mit tollen Reaktionen entschärfen oder das Ziel wurde weit verfehlt (Test auf Standhaftigkeit der Hallenseitenwand). Dazu gab es zu viele Löcher in der Deckung von Hungen/Lich. Tor um Tor baute Großen-Buseck/Beuern den Vorsprung aus. Beim 13:17 ging es in die Katakomben zur Besprechung.
Wie Thomas Wallendorf, Trainer und Verantwortlicher, seine Jungs wachgeschüttelt hat, wissen nur die Spieler und er. Auf jeden Fall kam die Mannschaft der HSG Hungen/Lich hellwach aus der Kabine. Mit acht Torerfolgen hintereinander, ohne einen einzigen Gegentreffer zu kassieren (auch dank Max Krieg im Kasten), legten die Hausherren zwischen der 31. und 39. Minute den Grundstock zum Erfolg. Die Gäste erholten sich nur schwer von diesem Zwischenspurt, kamen im Laufe der zweiten Halbzeit bis auf zwei Tore Unterschied heran. Dann zog Hungen/Lich wieder auf vier Tore davon. Selbst eine zweifache Unterzahl verwalteten die vier übrig gebliebenen Feldspieler der „HuLi‘s“ durchaus clever und gekonnt. Am Ende siegte die HSG Hungen/Lich verdient mit 32:29.
Zeitstrafen: Hungen/Lich 4, Gr.-Buseck/Beuern 1.
HSG Hungen/Lich: Maximilian Krieg, Nico Berg (n.e.); Tobias Koppermann, Michel Schäfer, Jan Anhäuser, Ben Steffan (1), Marvin Schmied (3), Paul Dönicke (4), Luca Macht (4/1), Anton Hahn (6/2), Niklas Wenzel (7) und Johannes Kreß (7).