Hallensperren: •

Spätestens seit Samstagabend, etwa 20:20 Uhr, ist klar: Die weibliche Jugend A der HSG Hungen/Lich sollte man niemals abschreiben. Der Handball-Nachwuchs setzte sich am letzten Oberliga-Spieltag gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellenführer HSG Twistetal zu Hause mit 31:24 (17:15) durch und hat nun wieder die Chance, am Final Four um die Hessenmeisterschaft teilzunehmen. Nun wartet (mindestens) ein Entscheidungsspiel gegen den TV Idstein. Beide Mannschaften sind mit 7:3 Punkten Tabellenzweiter. Wann die Partie oder die Duelle stattfinden, steht noch nicht fest.  

„Es war ein besonderes Spiel. Die Mädels hatten Druck, haben diesem aber toll standgehalten“, freute sich Tim Straßheim, der zusammen mit Aimée Mitzkat, Rabea Wehrum und dem neuen Torwart-Trainer Peter Beuschel für das Team verantwortlich ist. Die zahlreichen Zuschauer sahen zu Beginn einen offenen Schlagabtausch. Das Heimteam führte mit 12:10, beim 13:12 hatte der Ligaprimus den Spieß umgedreht. Nach einer Auszeit war Hungen/Lich wieder am Drücker und lag verdient (wenn auch „nur“ mit zwei Toren) vorne.

Nach dem Seitenwechsel schafften die Gastgeberinnen in der Abwehr noch einmal eine Steigerung, was ausschlaggebend für den wichtigen Sieg war. Beim 28:22 knapp sieben Minuten vor dem Ende war die Entscheidung gefallen. „Es war eine tolle Stimmung in der Halle. Vielen Dank dafür“, sagte Tim Straßheim, der noch ein Sonderlob für seine Torhüter parat hatte: Wie diese drei Mädels sich gegenseitig unterstützen und im Training Gas geben, obwohl leider zu Beginn immer nur eine spielen kann, habe ich in dieser Form noch nicht erlebt. Das ist einzigartig.“

HSG Hungen/Lich: Nele Liebich, Rika Schneider und Lilli David im Tor; Lina Richter (4), Marie Truckenmüller, Leni Nathes (5), Emma Niebergall (5), Selina Lotz (2), Meileen Schäfer (4), Gretha Nau (9), Livi Gleim (1), Rike Bohn (1/1), Larissa Padberg und Celine Thiel.