Hallensperren: •

Die A-Jugend-Handballerinnen der HSG Hungen/Lich sind am Ziel ihrer Träume angekommen: Im Endspiel um die Hessenmeisterschaft setzte sich der Nachwuchs in Mainz-Kostheim gegen die HSG Twistetal mit 33:28 (11:9) durch. „Eine Analyse zum Spiel spare ich mir heute. Glückwunsch an meine Mädels und vielen Dank für die fantastische Unterstützung an unsere Zuschauer, die ein echtes Heimspiel aus dem Finale gemacht haben“, sagte Tim Straßheim, der zusammen mit Rabea Wehrum, Aimée Mitzkat (beide waren übrigens auch schon als Spielerinnen mit dem Verein Hessenmeister) und Torwart-Coach Peter Beuschel die Mannschaft trainiert. Vor knapp 150 Zuschauern, etwa die Hälfte davon aus Hungen und Lich, starteten die Huli‘s nicht gut und ließen reihenweise gute Möglichkeiten aus. Da aber auch die HSG Twistetal mit ihren Nerven zu kämpfen hatte, sah das Publikum zunächst kein gutes Spiel. Beide Teams konnten sich aber auf eine gute Abwehrarbeit verlassen. Die Talente aus Mittelhessen hatten durchaus Probleme, die aggressive (aber faire) Deckung des Kontrahenten zu überlisten. Erst am Ende des ersten Durchgangs lief es besser, etwas glücklich hieß es 11:9 zur Pause.

In der Kabine verlangten die Trainer mehr Mut von der Truppe – und sie lieferte umgehend. Direkt nach dem Seitenwechsel hatte die HSG Hungen/Lich zu ihrem Rhythmus gefunden, spielte nun wesentlich schneller und zeigte vor dem Tor die nötige Entschlossenheit. Nach 35 Minuten hieß es 16:11. Eine Vorentscheidung war das aber noch nicht. Twistetal gab zu keiner Zeit auf und kam wieder auf 19:20 heran (41.). Doch der Ausgleich sollte nicht mehr fallen. Der neue Hessenmeister überstand diese kritische Phase, war beim 25:20 wieder davongezogen und gab diesen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr ab. Nach dem Abpfiff brachen dann alle Dämme. Mannschaft, Eltern und Fans feierten zusammen, ehe nach der Siegerehrung die beiden verletzten Spielerinnen Jill Jackl und Anna-Lena Menne, die so wichtig für dieses Team sind, den Pokal in die Höhe stemmten. „Ich denke, unser Sieg ist aufgrund der zweiten Halbzeit verdient. Wir hatten eine Runde mit Höhen und Tiefen. Umso mehr freut mich dieser Abschluss für die Truppe“, betonte Tim Straßhein.

Hungen/Lich: Lilli David, Nele Liebich und Rika Schneider im Tor; Leni Nathes (4), Marie Truckenmüller, Liska Steinruck (2), Larissa Padberg, Rike Bohn (7/7), Emma Niebergall (1), Gretha Nau (3), Selina Lotz (4), Lina Richter (5), Meileen Schäfer (7) und Livi Gleim. Außerdem waren am Titelgewinn beteiligt: Jill Jackl, Anna-Lena Menne, Rhea Happel und Celine Thiel.