Hallensperren: •

Beim Spitzenspiel der Männer-Bezirksoberliga in der Schäferstadthalle Hungen begrüßte die HSG Hungen/Lich einen Meisterschaftskandidaten aus der benachbarten Kreishauptstadt und Elvis-Presley-Metropole die TG Friedberg. Beide Mannschaften hatten bis dato nur ein Spiel in der laufenden Saison verloren. Es deutete sich eine interessante Partie an, da auch die Tribünen von beiden Fangruppen sehr gut besetzt waren.

Zunächst begannen beide Mannschaften mit konzentrierten Deckungsarbeiten, schenkten dem jeweiligen Gegner nichts und hatten sehr gut reagierende Torhüter zwischen den Pfosten. So stand es nach zehn Minuten 4:4 unentschieden. Durch einen kleinen Zwischenspurt der Hausherren fanden sich die Gäste bis zur 18. Minute mit 10:7 im Hintertreffen. Die anschließende Auszeit von Friedberg war die logische Konsequenz und zeigte folglich eine Verbesserung ihrer Spielweise. Drei Minuten später bekam der bis dahin vierfache Torschütze der HSG Niklas Wenzel die rote Karte wegen angeblich groben Foulspiels gezeigt. Die Gemüter auf den Rängen erhitzten sich ein wenig. Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 11:11. Sichtlich geschockt verloren die Schützlinge von Thomas Wallendorf und Michael Kümpel den Spielfaden und gerieten bis zu Minute 25 mit 11:14 in Rückstand. Dank den Toren von Max Wolf (Doppelpack) und Marvin „Willi“ Schmied konnte Friedberg den Vorsprung nicht weiter ausbauen und so trennten sich die Mannschaften zum Pausengespräch mit 14:16.

In der zweiten Spielhälfte konnte sich die TG Friedberg nicht weiter absetzen. Im Gegenteil. Hungen/Lich holte auf und konnte sogar durch einen lupenreinen 4:0 Lauf auf 23:20 davon ziehen. Ein Wechselbad der Gefühle folgte nun. Mitte der zweiten Halbzeit zog Trainer Thomas Wallendorf ein Ass aus seinem T-Shirt. Für den unglücklich agierenden Max Krieg im Gehäuse der HSG wurde Sebastian Balkhaus in die Begegnung geschickt. Diese Einwechslung war „Gold wert“. In der Folgezeit des restlichen Spiels konnte Sebastian einige scharfe Torwürfe der Gegner „entwürzen“, darunter auch einen Strafwurf. Eine seiner Fußspitzen war der Garant dafür, dass sich seine Kollegen auf dem Spielfeld nochmals steigern konnten. Vier Minuten vor Abpfiff dieses Spitzenspiels zeigte die Anzeigentafel 31:28. Friedberg erzielte bis zwei Minuten vor Schluss noch zwei Treffer, konnte aber dann das geduldige „Verwalten“ des knappen Vorsprungs der Hausherren nicht mehr verhindern. Endergebnis einer spannenden Begegnung: 31:30. Der Matchwinner stand im Tor und hieß Sebastian Balkhaus.

HSG Hungen/Lich: Max Krieg (Tor), Sebastian Balkhaus (Tor); Jan Anhäuser (1), Max Wolf (2), Marvin Schmied (1), Ben Steffan, Luca Macht (6/1), Jannis Pitz, Paul Dönicke (7), Michel Schäfer (2), Niklas Wenzel (4), Anton Hahn (4), Johannes Kreß (4) und Benjamin Gorr.