Hallensperren: •

Zum ersten Punktspiel der neuen Saison musste die zweite Damenmannschaft auswärts bei der HSG Linden, einem Meisterschaftsfavoriten, antreten. Bereits vor dem Spiel zur Mannschaftsbesprechung bemerkte Trainer Marcus Jung, dass die Mannschaft zu großen Respekt vor den Gastgeberinnen hatte. Trotz aufmunternden Worten begann die Mannschaft nervös, leistete sich Abspielfehler und konnte den Innenraum des gegnerischen Tores nicht treffen. Dafür stand der Abwehr-Innenblock der „HuLi’s“, gestützt von einer glänzend agierenden Nadja Schmalhaus, hervorragend. Laura Spieker und Julia Schweiger führten eine deutliche Regie in der Deckung. Und das 60 Minuten lang. Nach 12 Minuten stand es bei einer torarmen Partie erst 4:2 für Linden. Dann begann die Aufholjagd. Über ein 4:4 und 6:6 (24. Min.) stand es zur Pause 8:8. Sportliche Hilfe erhielt die Damenmannschaft von zwei A-Jugendlichen, die bestens mitwirkten und am guten Zwischenergebnis beteiligt waren.

In der zweiten Halbzeit konnten die Gastgeberinnen nie in Führung gehen. Stand es einmal Unentschieden, hatte Hungen/Lich eine Antwort in Form von Toren. Die Chancenverwertung hätte trotzdem besser sein können. Sehr oft wurde der Alu-Pfosten und die -Latte auf Haltbarkeit getestet. Ab der 45. Minute konnten sich Mareike Schmied und Kameradinnen auf 11:14 absetzen. Dieser drei Tore Vorsprung bestand auch noch zur 55. Minute (14:17). Anstatt den Deckel auf die Kiste zu legen, wurde wieder oder immer noch das Gestänge des Tores geprüft, aber auch am Kasten vorbei geworfen. Nur Linden konnte in den letzten fünf Minuten der Partie etwas Zählbares „erwerfen“. Und jetzt kommt das Wörtchen „wenn“: Wenn die Chancenverwertung besser gewesen wäre, hätte es am Ende nicht 17:17 gestanden, sondern 17 zu Paarundzwanzig. Dennoch war Marcus Jung sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Torwürfe sowie Freistoßsituationen, die nach der neuen Zeitregelung (vier Pässe) wieder „in“ sein durften, werden jetzt auf dem Trainingsprogramm stehen.

Man kann Achtung vor der gegnerischen Mannschaft haben, aber nicht vor Respekt in die Knie gehen, sondern an die eigenen Stärken fest glauben.

Unterstützung erhielt die Mannschaft von Lisa Geller, Julia Schug, Samantha Winterkorn und Marcus Jung von der Bank.

Es wirkten mit: Nadja Schmalhaus (Tor); Steffi Will (1), Celine Thiel (6/2), Laura Tauchmann, Laura Spieker (2), Kim Laureen Macht, Alesia Grieb, Lea Momberger, Mareike Schmied (1/1), Marie Gernand, Shana Appel (3), Julia Schweiger (1) und Nina Träger (3).