Frauen I: Starke Aufholjagd im ersten Heimspiel bleibt unbelohnt

Im ersten Heimspiel der Saison empfingen die Damen der HSG Hungen/Lich den amtierenden Hessenmeister aus Baunatal. 

Baunatal startete in einer 4:2 Abwehrformation, die die heimische HSG durch 1:1-Aktionen und Durchbrüche zu bespielen versuchte. Daraus erzeugte Chancen wussten die Gastgeberinnen allerdings zu selten zu nutzen. Trotz guter Aktionen blieb die Belohnung aufgrund zu vieler Fehlwürfe aus. Zusätzlich war die erste Halbzeit von einer hohen Anzahl technischer Fehler geprägt. Baunatal nutzte diese konsequent aus und kam dadurch immer wieder zu einfachen Torchancen.

Auch in der eigenen Abwehr fehlte es an der notwendigen Konsequenz. Zwar stemmten sich die HuLi-Frauen mit viel Einsatz gegen die Angriffe der Gäste, konnten Baunatal aber nicht entscheidend vom Tor fernhalten. So gelang es den Gästen immer wieder, zum Abschluss zu kommen und sich einen Vorsprung zu erarbeiten.

Mit einem Fünf-Tore-Rückstand ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Für den zweiten Durchgang hatte sich die heimische HSG einiges vorgenommen: In der Abwehr sollte konsequenter und härter agiert und Baunatal dadurch stärker unter Druck gesetzt werden. Die verbesserte Defensivarbeit sollte anschließend durch mehr Tempospiel, weniger technische Fehler und konsequente Abschlüsse belohnt werden.

Der Plan ging auf. Die HuLi-Frauen kamen deutlich besser aus der Kabine und arbeiteten sich Tor um Tor zurück in die Partie. Der Einsatz und die verbesserte Abwehrarbeit zeigten Wirkung, sodass in der 52. Minute schließlich der Ausgleich gelang.

Doch genau in dieser entscheidenden Phase gelang es den Damen I nicht, sich für die starke Aufholjagd zu belohnen. Immer wieder schlichen sich einfache Ballverluste und Fehlwürfe ein, die einen möglichen Führungswechsel verhinderten. Auf der Gegenseite blieb Baunatal insbesondere durch eine stark aufspielende Paulina Kauffeld erfolgreich.

So musste sich die HSG Hungen/Lich am Ende trotz einer starken zweiten Halbzeit mit 27:29 geschlagen geben. Besonders die Aufholjagd nach dem Fünf-Tore-Rückstand zeigte, dass die Mannschaft Moral und Kampfgeist besitzt. Für einen Punktgewinn fehlte am Ende jedoch die nötige Konsequenz in den entscheidenden Situationen.

Frauen I: Unentschieden im ersten Saisonspiel

Die Damen der HSG Hungen/Lich gastierten am vergangenen Wochenende in Fritzlar und mussten sich nach einem intensiven Spiel am Ende mit einem Unentschieden zufriedengeben.

Der Start in die Partie verlief zunächst alles andere als optimal. Die anfängliche Nervosität war den HuLi-Frauen deutlich anzumerken. Fritzlar wusste die eigenen Stärken gut auszuspielen und stellte die HSG vor einige Probleme. In der Abwehr fehlte zu Beginn die nötige Konsequenz, während im Angriff die notwendige Tiefe und Durchschlagskraft vermisst wurden.

Mitte der ersten Halbzeit fanden die Hungen/Licherinnen jedoch immer besser ins Spiel. Angeführt von den stark aufspielenden Spielerinnen Rike Bohn und Luisa Bayer, die insbesondere mit ihren Würfen aus dem Rückraum immer wieder für Gefahr sorgten, konnte die HSG den Rückstand Schritt für Schritt verkürzen. Bis zur Halbzeit gelang schließlich der Ausgleich.

An diese Leistungssteigerung knüpften die HuLi-Frauen auch nach dem Seitenwechsel an. Die Mannschaft agierte nun deutlich selbstbewusster und konnte dem Spiel zunehmend ihren eigenen Stempel aufdrücken. Besonders in Unterzahlsituationen zeigte die HSG eine konsequente und engagierte Abwehrarbeit. Der Lohn: Zwischenzeitlich konnte sich Hungen/Lich einen Vorsprung von bis zu vier Toren erspielen.

In den letzten zehn Minuten gehörte das Spiel allerdings wieder den Gastgeberinnen. Bei der HSG fehlte in der entscheidenden Phase der letzte Mut und die Überzeugung, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Fritzlar nutzte dies aus und kämpfte sich Tor für Tor zurück ins Spiel.

So stand am Ende ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. Auch wenn angesichts der zwischenzeitlichen Führung sicherlich mehr möglich gewesen wäre, zeigte die Mannschaft insbesondere nach dem schwierigen Start eine starke Reaktion und überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.