Gemeinsam den nächsten Schritt

Die weibliche A-Jugend der HSG Hungen/Lich schlägt in der kommenden Saison ein neues Kapitel auf. Mit einem neuen Trainerteam, einem verstärkten Kader und großen Zielen möchte die Mannschaft in der Bezirksoberliga gemeinsam den nächsten Schritt gehen. Die knapp verpasste Qualifikation für die Regionalliga war zwar zunächst eine Enttäuschung, hat aber gleichzeitig eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Die Spielerinnen haben sich auf hohem Niveau präsentiert und wichtige Erfahrungen gesammelt, die sie nun mit in den Ligaalltag nehmen möchten.

Ein neues Kapitel beginnt auch auf der Trainerbank. Nach ihrem Engagement in den vergangenen Jahren verabschieden sich Vanessa Gensterblum und Emma Niebergall als Trainerinnen der weiblichen A-Jugend. Die HSG Hungen/Lich bedankt sich herzlich für ihren großen Einsatz und die engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren. Für ihren weiteren sportlichen und persönlichen Weg wünschen wir beiden alles Gute und viel Erfolg.

Mit Marcus Jung als Trainer und Selina Lotz als Co-Trainerin übernimmt ein neues Trainerteam die Verantwortung für die weibliche A-Jugend. Marcus Jung trainierte bis 2025 vier Jahre lang die zweite Damenmannschaft der HSG Hungen/Lich und bringt neben seiner Erfahrung im Aktivenbereich auch eine enge Verbundenheit zum Verein mit. Selina Lotz ist selbst den Weg durch die Jugend der HSG gegangen und gehört heute zum Regionalliga Kader der Damen. Als Eigengewächs kennt sie die Philosophie und Werte des Vereins bestens und kann ihre Erfahrungen aus dem leistungsorientierten Handball authentisch an die Nachwuchsspielerinnen weitergeben. Gemeinsam möchten sie die Mannschaft mit neuen Impulsen weiterentwickeln, die vorhandenen Stärken ausbauen und die Spielerinnen gezielt auf den Übergang in den Aktivenbereich vorbereiten.

Verstärkung erhält die Mannschaft durch die Neuzugänge Lotta Braun, Anni Liebmann, Emilia Döll, Jette Drewes und Leonie Wolf. Mit ihnen gewinnt die weibliche A-Jugend nicht nur an Qualität, sondern verfügt auch über deutlich mehr Möglichkeiten auf allen Positionen. Eine wichtige Rolle übernehmen dabei die beiden Kapitäninnen Lena Witzel und Lia Lintschnig. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Einsatzwillen und ihrer Vorbildfunktion sollen sie die Mannschaft auf und neben dem Spielfeld führen und insbesondere den jüngeren Spielerinnen Orientierung geben. ◊

Die Stärken der Mannschaft liegen vor allem in ihrer hohen Spielstärke, dem schnellen Umschaltspiel und ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Durch die größere personelle Breite verfügt das Trainerteam über mehr Möglichkeiten, flexibel auf unterschiedliche Spielsituationen zu reagieren und Belastungen im Saisonverlauf besser zu steuern. Besonders hervorzuheben ist jedoch der außergewöhn-liche Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Die Spielerinnen unterstützen sich gegenseitig, übernehmen Verantwortung füreinander und haben sich zu einer echten Einheit ent-wickelt. Dieser Teamgeist ist die Grundlage dafür, gemeinsam auch schwierige Situationen zu meistern und in engen Spielen den entscheidenden Schritt mehr zu gehen.

Eine besondere Herausforderung wird die Umstellung nach der Regionalliga Qualifikation sein. Dort wurde mit Harz gespielt, während in der Bezirksoberliga wieder ohne Haftmittel gespielt wird. Gleichzeitig gilt es, die Ideen und Abläufe des neuen Trainerteams kennenzulernen und sich als Mannschaft weiter einzuspielen. Veränderungen brauchen Zeit, bieten aber auch die Chance, neue Impulse aufzunehmen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Mannschaft ist hoch motiviert, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Die Ziele für die neue Saison gehen dabei weit über Tabellenplätze hinaus. Natürlich möchte die Mannschaft attraktiven, schnellen und begeisternden Handball spielen, sich kontinuierlich weiterentwickeln und bis zum Saisonende ein ernstes Wort im Kampf um die Meisterschaft mitreden. Ebenso wichtig ist jedoch die langfristige Ausbildung der Spielerinnen. Bereits jetzt trainieren mehrere A-Jugend-liche regelmäßig in den Damenmannschaften mit und sollen, wenn sich die Möglichkeit bietet, wertvolle Spielanteile in den drei Damenmannschaften der HSG sammeln. So werden sie Schritt für Schritt an die Anforderungen des Aktivenbereichs herangeführt.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Nachwuchsarbeit ist die enge Verzahnung der Jugendmannschaften. Hannah Freitag, die noch der weiblichen B-Jugend angehört, ist bereits fester Bestandteil des Kaders der weiblichen A-Jugend und sammelt dort regelmäßig wertvolle Erfahrungen. Darüber hinaus sollen weitere talentierte Spielerinnen der weiblichen B-Jugend schrittweise an die weibliche A-Jugend herangeführt werden. Neben regelmäßigen Trainingseinheiten werden sie, wenn möglich, auch Spielanteile in der weiblichen A-Jugend erhalten. So entsteht ein fließender Übergang zwischen den Altersklassen, der den Spielerinnen Sicherheit gibt und ihre Entwicklung nachhaltig fördert.

Die weibliche A-Jugend der HSG Hungen/Lich steht damit nicht nur für ambitionierten und attraktiven Handball, sondern auch für eine konsequente und nachhaltige Nachwuchsarbeit. Mit einem motivierten Trainerteam, einem breiter aufgestellten Kader, viel Qualität und einem außergewöhnlichen Teamgeist sind die Voraussetzungen geschaffen, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. Gelingt es der Mannschaft, ihre Stärken konsequent auf die Platte zu bringen, darf sie sich berechtigte Hoffnungen machen, bis zum Saisonende um die Meisterschaft mitzuspielen. Gleichzeitig möchte die weibliche A-Jugend ihrem Anspruch gerecht werden, junge Spielerinnen Schritt für Schritt an den Aktivenbereich heranzuführen und damit den erfolgreichen Weg der HSG Hungen/Lich in der Nachwuchsarbeit konsequent fortzusetzen.