HSG Wettertal – HSG Hungen/Lich 28:28 (12:19)
Was für ein bitteres Ende für unsere weibliche A-Jugend! Nach einer richtig starken ersten Halbzeit und einer komfortablen 19:12-Führung müssen wir uns am Ende mit einem Punkt zufriedengeben.
Unsere Mädels starteten konzentriert und mit viel Tempo in die Partie. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bekamen wir das Spiel immer besser in den Griff und konnten uns bis zur Pause einen Sieben-Tore-Vorsprung erarbeiten. Mit viel Bewegung, schönen Kombinationen und einer guten Einstellung gingen wir verdient mit 19:12 in die Kabine.
Doch nach dem Seitenwechsel kam leider ein völlig anderes Bild. Wir verloren zunehmend unsere Linie, wurden im Angriff statischer und ließen vor allem die nötige Lauffreudigkeit vermissen. Anstatt weiter Druck auf die Abwehr auszuüben, fehlte immer häufiger die Bewegung ohne Ball. Dazu kamen zahlreiche vergebene Chancen, durch die wir es versäumten, den Vorsprung weiter auszubauen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden.
Besonders ärgerlich war auch unsere Ausbeute von der Siebenmeterlinie. Von neun zugesprochenen Strafwürfen konnten wir lediglich vier verwandeln. Gerade in einer solchen Partie sind das Chancen, die wir unbedingt konsequenter nutzen müssen.
Auch kämpferisch konnten wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen. Wettertal nahm den Kampf immer mehr an, während wir es nicht schafften, mit der gleichen Leidenschaft dagegenzuhalten. Die Gastgeberinnen kämpften sich Tor um Tor zurück und plötzlich wurde aus einer eigentlich komfortablen Führung eine enge Schlussphase.
Dabei hatten wir den Sieg trotzdem noch selbst in der Hand. Beim 28:26 lagen wir knapp drei Minuten vor dem Ende weiterhin vorne. Doch Wettertal verkürzte, wir konnten nicht mehr nachlegen und 16 Sekunden vor dem Ende fiel tatsächlich der Ausgleich zum 28:28.
Der Schlusspfiff war entsprechend bitter. Nach einer ersten Halbzeit, in der wir gezeigt haben, was in dieser Mannschaft steckt, geben wir einen Sieben-Tore-Vorsprung aus der Hand.
Zusätzlich mussten wir an diesem Tag auf Lena Witzel, Anni Liebmann und Lotta Braun verzichten, die im vergangenen Spiel noch mit starken Leistungen überzeugt hatten. Gerade in einer solchen Phase hätten uns die drei sicherlich weitere Möglichkeiten und Alternativen gegeben.
Trotz aller Enttäuschung müssen wir dieses Spiel jetzt abhaken und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Die erste Halbzeit hat gezeigt, dass wir Handball spielen und Spiele dominieren können. Jetzt müssen wir es schaffen, diese Leistung über 60 Minuten abzurufen. Mehr Bewegung. Mehr Konsequenz. Mehr Kampf. Und vor allem: füreinander einstehen, wenn es schwierig wird.
