Liebe Leserinnen und Leser,
an der Stelle möchte ich mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist Jan-Béla Weinem, ich bin 28 Jahre alt und werde in der neuen Saison die Frauen I der HSG in der Regionalliga trainieren. In den letzten Jahren habe ich meine B-Lizenz erworben und war als Trainer bei der HSG Mörlen im Aktivenbereich sowohl bei den Damen als auch bei den Herren als Trainer aktiv. Zudem habe ich als Co-Trainer die A-Jugend der Mittelhessen-Youngsters in der A-Jugend Bundesliga betreut. Zudem bin ich als Torhütertrainer bei den Männern I der HSG Pohlheim aktiv und erfülle die ein oder andere Aufgabe im Handballbezirk Gießen.
Ich freue mich enorm auf die Aufgabe bei den Frauen I. Seit November letzten Jahres durfte ich bereits Teil des Trainerteams sein und habe bereits in der Phase gemerkt, wie viel Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt. Jede Spielerin ist individuell gut ausgebildet. Von der ersten Einheit an, habe ich gemerkt, wie viel Teammoral in dieser Mannschaft steckt. Und genau das macht das Team so stark.
An der Stelle auch noch einmal ein großer Dank an Katharina Weber und Rainer Pfaff, die die Mädels in einer unruhigen Phase übernommen haben und die Saison zu einem zufriedenstellenden Ende gebracht haben.
Am Ende der Runde mussten wir uns leider von einigen Spielerinnen verabschieden. Neben Liska Steinruck, die in der kommenden Saison bei unserem Ligakonkurrent HSG Gedern/Nidda auflaufen wird, müssen wir uns von Nina Schoppe (Studium), Gretha Nau (Auslandssemester), Emma Niebergall (Verletzung), Nele Liebich (Studium) und Katharina Weber (Karriereende) verabschieden. Mit diesen Abgängen verliert das Team wichtige Stützen, auf die man sich auf und auch neben dem Platz immer verlassen konnte. Vielen Dank an euch und viel Erfolg auf euren weiteren Wegen!
Bereits vor Vorbereitungsbeginn stellte sich daher für uns eine große Aufgabe: die Abgänge zu kompensieren. Daher freuen wir uns, dass mit Luana Schäfer und Leonie Henrich zwei talentierte Spielerinnen aus den Frauen II zu unserem Team dazu gestoßen sind. Beide haben Jugendbundesliga Erfahrung und werden uns im Rückraum bzw. am Kreis unterstützen. Neben den Frauen I werden beide aber auch weiterhin wann immer möglich das Team der Frauen I in der Bezirksoberliga unterstützen.
Mit Michelle Rolshausen stößt eine Kreisläuferin mit Regionalliga-Erfahrung zu uns. Wir freuen uns sehr, dass Michelle von der HSG Wettenberg zu uns wechselt. Sie bereichert schon jetzt unser Team mit ihrem Spielverständnis. Auch menschlich passt Michelle zu 100% in unser Team.
Zudem wird Marie Manfraß nach ihrem Kreuzbandriss im Laufe der Vorbereitung wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen und voraussichtlich im Laufe der Hinrunde wieder auf der Platte stehen.
Mit Lejla Lemes wechselt eine 20-jährige Rückraumspielerin von der KSG Bieber zu uns. Die Oberliga erfahrene Spielerin zeichnet sich vor allem durch Kreisanspiele aus und wächst grade in der Vorbereitung in ihrer Rolle als Regionalligaspielerin hinein.
Auch wird uns Anja Schreiber von der TuS Kriftel im Rückraum verstärken. Anja hat in den ersten Einheiten vor allem durch ihre Rückraumwürfe überzeugt und passt mit ihren spielerischen Qualitäten sehr gut in unser Team.
Zudem arbeitet Lena Wanzek aktuell an ihrem Comeback nach einem Kreuzbandriss. Während der Zeit, bis Lena wieder auf der Platte stehen kann, unterstützt sie im Training und bei den Spielen als Co-Trainerin das Trainerteam.
Auf der Außenposition stößt Nina Kneupper zu uns. Mit ihrem alten Verein, der SG Bruchköbel, verpasste die 7. beste Torschützin der BOL Offenbach/Hanau letzte Saison nur knapp den Aufstieg in die Oberliga. Nun möchte die 21-jährige Spielerin sich an dem Schritt in die Regionalliga versuchen und ihr Können zwei Klassen höher unter Beweis stellen.
Auch kehrt mit Emely Nau unsere 3. Kreuzband verletzte Spielerin zurück. Emely wird voraussichtlich bereits zu Rundenbeginn wieder auf der Platte stehen können und auf Linksaußen auf Torjagd gehen.
Last but not least unterstützen uns mit Maja Steinmüller von der HSG Fernwald und Sina Franz zwei weitere junge Spielerinnen. Beide kommen frisch aus der A-Jugend und werden schwerpunktmäßig die Frauen II unterstützen. Beide nehmen jedoch am Trainingsbetrieb der Frauen I teil und sollen auch in den Spielen zu einigen Einsatzzeiten kommen.
Als Ergänzung sollen immer wieder Spielerinnen der eigenen A-Jugend am Training der Frauen I teilnehmen, um hier erste Erfahrungen sammeln zu können und den steinigen Weg zwischen Jugend und Aktivenbereich etwas zu ebnen.
Ich freue mich auch sehr, dass Rainer Pfaff weiterhin als Torwart-Trainer Teil des Teams sein wird.
Hier wird deutlich: nicht nur auf der Trainerbank stehen Umbrüche bevor. Ich denke, dass unsere Neuzugänge und Rückkehrerinnen einiges an Qualität in unseren bestehenden, starken Stammkader der letzten Runde bringen und unsere Abgänge gut kompensieren können. Individuell sind wir gut aufgestellt. Die große Aufgabe wird es sein, daraus eine Mannschaft zu formen, die zusammen durch dick und dünn gehen kann.
Genau daran arbeiten wir in der 2. Phase der Vorbereitung. In der 1. Phase standen Athletik und 1-gegen-1 Qualitäten im Vordergrund. Neben vielen Individual- und Kleingruppenübungen standen Kraft-Einheiten, functional Training in Kooperation mit Storck sowie Intervallläufe auf dem Programm. Auf dieser Basis-Arbeit wollen wir in der 2. Phase der Vorbereitung nach einer 3-wöchigen Individualphase aufbauen. Hier wird der Schwerpunkt sein, die Kleingruppen-Fähigkeiten in unser kollektives Angriffs- und Abwehrspiel einzubinden. Ferner soll positionsspezifisch jede Spielerin individuell weiter gefördert werden. Neben der Stabilisierung unserer 6:0-Deckung soll ein weiteres Abwehrsystem trainiert werden. Nicht zuletzt soll das Tempospiel, was seit jeher unser Team auszeichnet, weiter in den Fokus rücken. Das alles soll dann in einigen Testspielen erprobt und verbessert werden. Darunter gegen Ende der Vorbereitung gegen 3. Ligisten, die uns maximal fordern werden. Das wird auch nötig sein, um uns auf unser Auftaktprogramm vorzubereiten. Mit Baunatal und Rodgau/Niederroden habe wir in den ersten drei Spielen direkt den aktuellen Hessenmeister sowie Absteiger aus der 3. Liga vor der Brust.
Es gibt also noch viel zu tun! Aber ich bin sehr optimistisch, dass unser Team zusammenwachsen wird und wir als Mannschaft, aber auch jede Spielerin einzeln in der Vorbereitung Schritt nach vorne gehen wird.
In dieser diesjährigen starken Regionalliga wollen wir uns möglichst schnell etablieren und uns im oberen Mittelfeld festsetzen. Jedoch ist mein größtes Ziel, die Mannschaft als Kollektiv zu verbessern, aber auch jeder einzelnen Spielerin den Rahmen geben, sich weiterzuentwickeln.
Das gesamte Team und ich würden uns freuen, wenn Sie und ihr, liebe Fans der HSG Hungen/Lich, uns auf diesem Weg in der Regionalliga zahlreich bei den Spielen begleitet und uns den lautstarken Rückhalt gebt, auf den wir in den letzten Jahren immer zählen konnten.
Wir können es kaum erwarten, dass die Runde beginnt und wir uns bald in der Schäferstadthalle oder der DBS wieder sehen!
