Mit personellen Sorgen zum Tabellenvierten
Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart war die Ausgangslage für unsere B-Jugend vor dem Auswärtsspiel bei der HSG Mörlen natürlich schwierig – gleichzeitig war der Saisonstart in dieser Form auch nicht völlig unerwartet.
Unser Auftaktprogramm hatte es in sich: Alle vier Mannschaften, gegen die wir zu Beginn der Saison antreten, werden sich voraussichtlich auch in der oberen Tabellenhälfte wiederfinden. Mit der HSG Mörlen wartete nun der aktuelle Tabellenvierte auf unsere Jungs.
Zusätzlich zu den bereits bekannten Ausfällen mussten wir kurz vor dem Spiel einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Unser zweiter Kapitän Micah Enenkel musste sich krankheitsbedingt abmelden. Damit konnten wir leider erneut nicht in Topbesetzung antreten.
Gerade in einer ohnehin anspruchsvollen Saison ist das natürlich keine einfache Situation. Umso wichtiger war es, dass die Mannschaft die Herausforderung annahm und versuchte, dem Tabellenvierten Paroli zu bieten.
Erste Halbzeit enger, als es die Anzeigetafel vermuten ließ
Der Start in die Partie war zunächst ausgeglichen. Bis zum 4:4 blieb das Spiel offen, anschließend konnte sich Mörlen allerdings zunehmend absetzen.
Zur Halbzeit stand es 15:9 für die Gastgeber. Auf den ersten Blick ein deutlicher Rückstand – der tatsächliche Spielverlauf war allerdings enger, als es die Anzeigetafel vermuten ließ.
Unser großes Problem lag an diesem Tag vor allem in der Chancenverwertung. Wir spielten uns immer wieder sehr gute Möglichkeiten heraus, konnten diese aber nicht konsequent im Tor unterbringen. Insgesamt blieben inklusive der Siebenmeter etwa acht klare Chancen ungenutzt.
Gerade gegen einen Gegner wie Mörlen müssen solche Möglichkeiten genutzt werden, wenn man über längere Phasen Druck aufbauen möchte.
Technische Fehler verhindern mehr Druck
Hinzu kamen erneut einige technische Fehler im Spielaufbau. Dadurch verloren wir immer wieder den Ball, bevor wir unsere Angriffe konsequent zu Ende spielen konnten.
So entstand eine schwierige Kombination: Wir erarbeiteten uns gute Chancen, nutzten sie aber nicht und ermöglichten dem Gegner gleichzeitig durch eigene Fehler einfache Möglichkeiten.
Trotzdem war gerade in der ersten Halbzeit zu sehen, dass die Mannschaft durchaus in der Lage war, sich gegen den Tabellenvierten gute Situationen herauszuspielen.
Fünf-Tore-Lauf nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel wurde es leider nicht besser. Auch in der zweiten Halbzeit prägten technische Fehler unser Spiel. Mörlen nutzte diese Phase konsequent aus und setzte sich zunehmend ab.
Besonders bitter war dabei der 5:0-Lauf der Gastgeber ab der 34. Minute. Aus einem zunächst noch überschaubaren Rückstand wurde dadurch innerhalb kurzer Zeit eine deutlichere Führung.
Unsere Jungs versuchten zwar weiterhin, dagegenzuhalten, konnten den entstandenen Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen.
Am Ende stand eine 32:19-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Nicht die Köpfe hängen lassen
Auch wenn das Ergebnis deutlich ausfällt, gilt es jetzt vor allem, die richtigen Schlüsse aus dieser Partie zu ziehen. Die Mannschaft muss weiter daran arbeiten, die herausgespielten Chancen konsequenter zu nutzen und die Zahl der technischen Fehler im Aufbau deutlich zu reduzieren.
Gerade gegen die starken Mannschaften der Liga wird es darauf ankommen, über längere Phasen konzentriert zu bleiben und sich auch von Rückschlägen nicht aus dem eigenen Rhythmus bringen zu lassen.
Drei Spiele, drei Niederlagen – das ist momentan die Realität. Gleichzeitig haben wir gewusst, dass uns gerade zu Saisonbeginn vier sehr starke Gegner erwarten. Jetzt gilt es, weiterzuarbeiten, als Mannschaft zusammenzubleiben und die nächsten Wochen zu nutzen, um uns weiterzuentwickeln.
Erst einmal Pause – dann geht es gegen Hinterland weiter
Nach diesem intensiven Saisonstart steht nun eine längere Pause an. Das nächste Spiel unserer B-Jugend findet am 25. Oktober 2026 gegen die HSG Hinterland statt.
Bis dahin bleibt ausreichend Zeit, die bisherigen Spiele aufzuarbeiten und gezielt an den angesprochenen Punkten zu arbeiten.Jetzt heißt es: Kopf hoch, weiterarbeiten und gemeinsam den nächsten Schritt machen!
