Fünf Teams aus dem Bezirk bewarben sich um vier relevante Plätze: Einen Direktplatz in die Regionalliga und drei Qualifikationsplätze. Wir landeten im ersten Spiel einen schweren Arbeitssieg gegen das vermeintlich schwächste Team aus Dutenhofen/Münchholzhausen. Es folgte ein völlig überraschender Sieg gegen die zugegebenermaßen ersatzgeschwächte HSG Lumdatal. Tags darauf zeigte uns die nochmals verstärkte HSG Butzbach die Grenzen auf und sicherte sich vollkommen zurecht das Direktticket. Im letzten Spiel ging es gegen die hoch gehandelten, aber schwach agierenden Gastgeber aus Kleenheim-Langgöns, welche sich mit unfassbar viel Dusel im Spiel gegen Dutenhofen vor dem Aus gerettet hatten um Platz 2. Und wieder überraschte die deutlich jüngere HSG Hungen/Lich mit einem klaren Sieg und holte sich sensationell Rang 2 in der Vorqualifikation. Diese Performance war nach den bedauerlichen 2012er Abgängen von Lea Kolosser (Kirchhof) und -Laetitia -Kawecki (Großwallstadt) niemals zu erwarten, doch die beiden 2013er Zugänge Emma Herzen (Gedern/Nidda) und Laura Hitzel (Kleenheim) konnten flott integriert werden.
Wie im Vorjahr spielte man die Hessen-Qualifikation erneut in der Stadthalle Hungen gegen die vermeintlich leichtesten Gegner. Aber gleich im ersten Spiel ging es gegen Breckenheim/Wallau-Massenheim – quasi die 2013er-Bezirksauswahl Frankfurt/Wiesbaden, welche in der bockstarken Frankfurter Vorqualifikation „nur“ Vierter geworden waren. Nach Anfangsrückstand waren wir zur Pause dran, um danach wieder abreißen zu lassen. Wir schenkten dann das Spiel ab und verloren deutlich. Gegen Maintal starteten wir wieder schwach, holten erneut auf, blieben aber diesmal auf der Überholspur und gewannen am Ende hoch. Nun ging es zum Abschluss im „Endspiel“ um den letzten Direktplatz gegen Baunatal um alles. In Halbzeit 1 führten wir in einem tollen Kampfspiel mehrfach bereits mit vier Toren Vorsprung, ehe Baunatal bis zur Pause auf 9:7 verkürzte. Aber nach dem Wechsel waren die Hu/Li´s nicht mehr zu stoppen und zogen Tor um Tor davon. Die letzten Minuten gehörten den Aushilfen aus der C2, welche auch noch einige Treffer erzielen konnten.
Regionalliga – wir sind wieder da!!!
Das Trainerteam: Hauptverantwortlich wird weiterhin Ulli Will sein. Die Hauptkompetenz von Alex Macht ist das Athletiktraining. Lili von Einem ist seit vergangener Saison dabei und hat sich toll bewährt! Komplettiert wird das Team von Kai Österling, welcher von der WJD eine Altersklasse aufrückt. Erwähnenswert ist unbedingt das hervorragende Torwarttraining auch für die WJC-Mädels durch Betty Stein! ◊
Zum 17. Male qualifizierte sich eine WJC der HSG Hungen/Lich (bzw. zuvor TV 1860 Lich) für Hessens höchste Spielklasse. Diese nannte sich seit der Einführung 2006 18 Spielzeiten lang „Oberliga“ und firmiert seit 2024 als „Regionalliga“. Zuvor räumte 2005/2006 die WJC des TV 1860 Lich u. a. mit Kreisläuferin Katharina Wagner (jetzt Weber/letztjährige Co-Trainerin Damen I) und Trainer Ulli Will sämtliche Meistertitel mit der Südwestdeutschen Meisterschaft als Krönung ab. In der Oberliga-Premierensaison waren Susi Freitag und Manuela Jockel auf der Bank verantwortlich. Mit einer zweijährigen Pause (2022/2023 und 2023/2024) hieß der WJC-Trainer seitdem wieder Ulli Will, der bei 18 Versuchen 16 Mal in der Oberligaqualifikation erfolgreich war. Kein anderer Verein in Hessen war öfter in der Eliteliga vertreten!
Wieder einmal fällt eine Prognose schwer! Aus unserer Sicht sind die HSG Butzbach und die SG 09 Kirchhof hoch zu handeln. Hoof/Sand/Wolfhagen hat Baunatal in der Quali zweimal deutlich besiegt und dürfte auch vor uns einzuordnen sein. Lumdatal macht einen tollen Job und wenn sie wieder komplett sind, dürften sie ebenfalls eine gute Rolle spielen. Kleenheim-Langgöns hat bisher die PS seiner tollen Spielerinnen nicht auf die Platte gebracht – dies dürfte ihnen aber bestimmt gelingen! Vor allem wenn man sich mehr mit sich selber anstatt dem Gegner und dem Schiedsrichter beschäftigt! Diese fünf Teams wollen wir ärgern und möglichst den einen oder anderen Punkt mitnehmen. Kleenheim-Langgöns als auch Kirchhof werden sicherlich von der Kooperation mit ihren WJB-Bundesligateams profitieren. Kleenheim-Langgöns hat mit seiner WJB2 sogar die Regionalliga geschafft (regelkonform, aber mit „Geschmäckle“ was die eingesetzten Spielerinnen betrifft). Baunatal und Bieber/Heuchelheim sind unsere Konkurrenten um Platz 6 – unser Ziel mit einer weitgehend dem jüngeren Jahrgang angehörenden Mannschaft der HSG Hungen/Lich.

