Die mit nur acht Spielern ausgestattete männliche D2 erreichte in dieser Saison einen guten vierten Platz in der Bezirksliga B – Süd. Mit einer etwas dickeren Personaldecke wäre vielleicht noch ein bisschen mehr drin gewesen, aber die oft guten Leistungen bedeuteten bereits am drittletzten Spieltag den sicheren vierten Platz, und das, obwohl die Spieler häufig in der D1 aushelfen mussten und am Ende der Saison ohne das Mitwirken von etlichen E-Jugend-Spielern gar nicht mehr spielfähig gewesen wäre.

Die Mannschaft des Trainertrios Tom Beck, Marie Gernand und Uli Dietl hat die Spielzeit 2018/2019 bravourös durchgezogen. Mit zwei Siegen gegen Lollar und Marburg war der Saisonstart geglückt, ehe es eine erste Niederlage beim späteren Titelträger aus Södel gab. Wenn die Mannschaft komplett antreten konnte, zeigte sie immer wieder gute Leistungen, und hatte mit Lasse Schmidbauer den besten Siebenmeter-Schützen und mit Julian Hoppe den erfolgreichsten Feldtorschützen der ganzen Liga in ihren Reihen. Zum Glück stießen im Laufe der Saison immer mehr E-Jugendliche im Training zum Team und zeigten auch bei den Spielen an den Wochenenden vollen Einsatz. Vielen Dank an die jungen Nachwuchsakteure und deren Eltern an dieser Stelle ! Denn auch die erste Mannschaft war mit nur sieben Spielern dünn besetzt und forderte immer wieder Hilfestellung aus der D2 an, sodass nach und nach immer mehr Spieler in der D1 festgespielt waren (Paul Gernand, Tim Heckmann, Julian Hoppe, Lasse Schmidbauer), die dann in den letzten Spielen der D2 als Stützen des Teams fehlten. So trat Tom Beck in den Spielen gegen Ende der Saison häufig mit mehr Spielern der Jahrgänge 2008 und 2009 an, als mit Spielern der eigentlichen D-Jugend-Jahrgänge 2006 und 2007. Mit 18:14 Punkten und dem drittbesten Torverhältnis der Liga sowie den spielerischen Entwicklungen sind alle Beteiligten mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden. Nun gilt es in der neuen Saison eine neue D-Jugend aufzubauen, denn bis auf drei Spieler aus dem Jahrgang 2007 wechseln alle anderen Spieler in die C-Jugend.

Im letzten Spiel der Saison ist den Handballern der männlichen D-Jugend (Jahrgänge 2006/2007) die Titelverteidigung geglückt. Mit einem 24:12-Sieg beim Nachbarn aus Fernwald rückten die Jungs um Jan Bastel, Leon Becker und Justus Freitag zum ersten Mal in dieser Spielzeit auf den ersten Tabellenplatz vor – und sind von diesem auch nicht mehr zu verdrängen, denn es war das letzte Spiel der Saison.

Mit einem knappen aber verdienten Sieg am vergangenen Wochenende gegen Hüttenberg hatte die Mannschaft sich einen Matchball erarbeitet, da der direkte Konkurrent aus Södel in Bieber/Heuchelheim patzte. Nun galt es, in Fernwald zu gewinnen, um den erneuten Titelgewinn in der Bezirksoberliga Gießen, der höchsten möglichen Spielklasse, perfekt zu machen. 
Anfangs war die Nervosität noch spürbar und bislang unbekannte Fehler schlichen sich in das Spiel der Nachwuchs-Akteure, sodass Fernwald bis zum 4:4 das Spiel ausgeglichen gestalten konnte. Nun setzte sich aber die Schnelligkeit und Spielstärke der Licher und Hungener Jungs mehr und mehr durch und innerhalb von zehn Minuten wurde der Spielstand auf 15:5 erhöht. In der zweiten Halbzeit gelang unserer Mannschaft kein überragendes Spiel, wie sie es bei den Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten um die Meisterschaft gezeigt hatte, aber alle Spieler konnten mit schönen Aktionen das Spiel bereichern und somit zum 24:12-Sieg beitragen. Die Freude über den deutlichen Sieg und den Titelgewinn war riesengroß und mündete im obligatorischen Jubelkreis. Nun werden in wenigen Tagen die Meister-Medaillen des Handballbezirks Gießen bei einer Siegerehrung übergeben.

Hinten von links: Tim Heckmann, Coach Uli Dietl, Lasse Schmidbauer, Jan Machura, Luca Schmidt, Paul Gernand, Jan Bastel, Coach Marie Gernand und, Justus Freitag; vorne von links: Nico Böhm, Leon Becker; es fehlten: Julian Deda, Elias Franz, Luis Groß, Julian Hoppe, German Kasperkowitz, Bjarne Lierz und Coach Tom Beck.

Die Erfolgsgeschichte der HSG Hungen/Lich wird auch in diesem Jahr fortgeschrieben. Insgesamt nehmen in der laufenden Saison 20 Mannschaften am Spielbetrieb teil und der Zulauf im Kinder- und Jugendbereich ist ungebrochen. Als langjährige Partnerin der HSG stattet die Kanzlei Carlé dieses Jahr die zwei männlichen D-Jugendmannschaften mit neuen Trainingsanzügen aus.

Gerade rechtzeitig zum Weihnachtstraining, das heißt dem abschließenden Training im vergangenen Jahr mit anschließendem gemütlichen Beisammensein trafen die Anzüge ein. „Schade, dass jetzt erstmal Trainingspause ist“, war das einhellige Credo der Jungs, denn so wurden die neuen blau-schwarzen Anzüge erstmal nur im privaten Rahmen getragen. Aber bereits zum Auftakt der Rückrunde im neuen Jahr treten die beiden Mannschaften im neuen einheitlichen Look auf und symbolisieren so auch nach außen, dass sie eine eingespielte Gemeinschaft sind. Und dass die jungen Athleten auch Handball spielen können, kann Gabriela Carlé unter anderem an den bisherigen Ergebnissen ablesen. Die zweite Mannschaft ist in der Bezirksliga B beheimatet und bekleidet dort mit 10:8 Punkten den fünften Rang. Besondere Freude bereitet dem Trainerteam Tom Beck, Marie Gernand und Uli Dietl die Tatsache, dass die individuelle Entwicklung und die mannschaftliche Geschlossenheit jede Woche besser wird und das Team nach dem Tabellenführer die zweitmeisten Tore in der ganzen Liga erzielt hat. Die erste Mannschaft steht aktuell punktgleich mit dem Tabellenführer auf Rang zwei in der Bezirksoberliga (höchst mögliche Klasse in der D-Jugend) und rechnet sich durchaus Chancen auf die Verteidigung des im vergangenen Jahr errungenen Meisterstitels aus. Nach einer Niederlage im ersten Spiel ging es stetig bergauf und auch im letzten Spiel des Jahres konnte der Spitzenreiter aus Södel mit 21:14 besiegt werden. Mit neuem Schwung geht es dann also in der Rückrunde mit den neuen Outfits der Kanzlei Carlé an den Start.

Die D1 besiegte am vergangenen Wochenende die Gäste aus Wettenberg klar mit 37:11. Dabei zeichnete sich die gute Breite im Kader aus, von allen Positionen konnte teils sehenswerte Tore gegen überforderte Gäste erzielt werden. Im schnellen Gegenangriff oder aus dem beweglichen Positionsangriff heraus, immer fanden die Mannen um die Rückraumachse Böhm, Lierz und Becker gute Lösungen, bedienten Bastel und Machura am Kreis oder legten auf die Außenspieler ab, wo Freitag, Groß und Kasperkowitz die Chancen sicher versenkten. Im Tor überzeugte Schmidt wie immer mit gutem Stellungsspiel und starken Reflexen. Alles in allem ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg.

Dieses Wochenende stand mit dem TV Hüttenberg ein deutlich stärkerer Gegner auf dem Parkett. Zwar hat Hüttenberg in dieser Saison noch keinen Punkt geholt, die Spielidee war aber deutlich zu erkennen und die Mannschaft wird sich in der zweiten Saisonhälfte sicher noch weiter nach oben arbeiten. Unsere Jungs vergaben leider früh gute Einwurfchancen und produzierten reihenweise technische Fehler beim Passen, Fangen und im Wurf. Ohne Tempo wurde kein Druck auf die Gegner ausgeübt, das Laufspiel aus dem Rückraum wurde sträflich vernachlässigt, der Torwart agierte glücklos und so stand zur Halbzeit ein verdienter 6:8-Rückstand auf der Anzeigetafel. In der Halbzeitansprache wurden die Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt und nach der Pause waren die Jungs endlich wach. Innerhalb von 90 Sekunden wurde das Spiel gedreht und aus einem 2-Tore-Rücksatnd wurde eine Ein-Tor-Führung. Nun entwickelte sich eine spannende ausgeglichene Partie. Die HSG ging durch zwei Steals von Justus Freitag und anschließendem Tempogegenstoß jeweils mit einem Tor in Front, was aber von den jungen Hüttenberger Nachwuchsstars jeweils ausgeglichen werden konnte. Luca Schmidt zeigte nun seine Stärke im Tor, Bjarne Lierz, Leon Becker und Nico Böhm trieben den Ball jetzt endlich schnell und steil nach vorne, sodass schnelle und schöne Tore erzielt werden konnten. Jan Machura und Jan Bastel machten in den letzten Minuten den Sack zu und sicherten den mit 21:15 –Erfolg in dieser Höhe etwas zu hoch ausgefallenen Sieg ab.

Nach dem Spiel in Södel haben wir erstmals wieder eine schwache Hälfte unseres Teams gesehen, dass sich jedoch selbst in der zweiten Hälfte aus dem Schlamassel gezogen hat und ihre Klasse zumindest phasenweise zeigen konnte. Auch das ist als Fortschritt zu verbuchen, denn manchmal läuft es aus irgendwelchen Gründen nicht und es ist schwer den Schalter zu finden, um endlich ins Spiel zu kommen. Diesmal ist es zum Glück in der zweiten Halbzeit gelungen.

   
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