Die mJC gewinnt das "Endspiel" beim Tabellenvierten Kirchhain/Neustadt mit 33:29 und sichert sich die Bezirksmeisterschaft. Damit steht fest: Erstmals in der Vereinsgeschichte schmückt sich eine mJC mit dem Titel "Bezirksmeister". In der Hinrunde verloren die HuLis gegen Kirchhain/Neustadt daheim. Insofern waren Spieler und Trainer unsicher und auch ein wenig nervös, ob ... die greifbar gewordene Meisterschaft nicht doch noch im letzten Spiel vergeben würde. 

In der ersten Halbzeit sah es teilweise danach aus, denn Kirchhain spielte auf Augenhöhe. Einen überlegenen Gegner gab es jedoch nicht. Im Gegensatz zu den anderen Spielen, die gegen die vermeintlichen Mitfavoriten gewonnen wurden, konnten sich die Kirchhainer in der ersten Halbzeit nicht deutlich absetzen. Dies lag an der disziplinierteren Abwehrarbeit der HuLis. Offensichtlich erledigten diese ihre Hausaufgaben, denn sie hatten den starken Rückraum der Jungs aus Kirchhain und Neustadt gut im Griff. Mit einem Tor Vorsprung ging es in die Pause.

"Das Tempo möglichst hoch halten und vor allem Ruhe bewahren!" Das war der deutliche Appell an das Team in der Pause. Dies wurde dann gut umgesetzt. Ab der 35. Spielminute setzten sich die HuLis langsam ab. In der "Crunch-Time" ab Minute 40 mehrten sich die technischen Fehler bei den Krichhainern/Neustädtern, sodass fünf Minuten vor Ende ein Fünf-Tore-Vorsprung für die HuLis ein beruhigendes Polster darstellten.

Ein Time-Out sollte die Gemüter beruhigen, um die letzten Meter bis zur Meisterschaft mit klarem Kopf anzugehen. Der Kopf war bei einigen nicht ganz so klar, wie gewünscht. Diese Schwächen glichen die Teamkollegen jedoch klug aus. 30 Sekunden vor Schluss durfte sich die Bank erheben und das Team feiern. Nach dem Abpfiff gab es dann faires Shake Hands – beide Teams sind das gewohnt. Die Glückwünsche ließen nicht einmal Zeit für Bilder. Die anschließende Kabinenparty blieb dann den HuLis vorbehalten.

Nach kleinen Startschwierigkeiten gewinnt die MJC das erwartet schwere Heimspiel gegen Hüttenberg II mit 33:27. Das Team kann nun nächste Woche in einem "Endspiel" in Neustadt die Bezirksmeisterschaft erringen. Die in den letzten Spielen auffällig träge Startphase unseres Teams zeigte sich auch in diesem vorletzten Saisonspiel gegen den einstigen Titelaspiranten aus der Handballhochburg. Dabei trat vor allen eine geschlossene Mannschaftsleistung in den Vordergrund, die in der vergangenen Woche stärker eingefordert wurde.


Pius Spall mit starker Leistung über rechts-außen 

In Gang kamen die HuLis durch einen 6:0-Lauf in den zweiten fünf Minuten des Spiels. Ab dann behielten sie leichtes Oberwasser, auch wenn die "Hüttenberger" zwischendurch noch einmal ausgleichen konnten.

In der zweiten Halbzeit wurde das Polster jedoch langsam ausgebaut. Ein nach dreiwöchiger Auszeit wieder voll genesener J. Will, ein stabiler Rückraum (Felsinger/Pleier/Schmischow) und die beiden Außen (P. und P. Spall) zogen ein gutes Angriffsspiel auf. Einziger Mangel: Es werden doch viele Chancen nicht verwertet. Abwehrtechnisch war ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen, wobei Luca Schmidt sich im Tor besonders auszeichnete. "Im defensiven Bereich haben die Jungs immer noch viel Luft nach oben", meint Trainer Ulli Will.

Dass das Team zusammenrückt, zeigt sich nicht zuletzt an den zusätzlichen Athletikeinheiten, die von den Spielern auf freiwilliger Basis besucht werden können. Sofern Krankenstand und Spielplan es zulassen, treffen sich bis zu 15 Jungen freitags. Wie gesagt: Freiwillig! Das Angebot steht.

Nächste Woche spielt das Team in Neustadt um den Titel. Spielen sie mindestens Unentschieden, winkt für viele die zweite Medallie in Folge. Der Co gibt sich vorsichtig zuversichtlich. "Unentschieden ist selten eine gute Option. Wir wollen natürlich die Saison mit einem Spielgewinn abschließen. Und außerdem haben wir gegen Kirchhain/Neustadt noch eine kleine Rechnung offen ...".

Mit einem knappen Sieg beim Tabellenletzten aus Wettertal verteidigt unsere MJC die Tabellenspitze. Das Spiel bestätigte unsere oft geäußerte Meinung: In der Bezirksoberliga kann in diesem Jahr jeder jeden schlagen. Dementsprechend waren unsere Jungs vorgewarnt. Und sie begannen mit einer wirklich guten Abwehrleistung. Den lediglich 11 Gegentoren in Halbzeit eins standen zwölf geworfene Treffer gegenüber. Eine überraschend dürftige Quote für den besten Angriff der Liga. Dies lag jedoch weniger am Unvermögen oder an einem schlechten Tag, als an einer ebenso guten Abwehrleistung der Wettertaler Jungs, die durch eine sehr gute Torhüterleistung ergänzt wurde. 

In der zweiten Halbzeit kamen die HuLis etwas wacher aus der Kabine, jedoch konnten die Wettertaler immer wieder den Anschluss herstellen. Gegen Ende erlebten die Zuschauer ein spannendes Finish. Mit zwei Toren Vorsprung beenden die HuLi-Jungs ein Spiel, das vor allem beim eigenen Anhang für ein deftiges Durchschnaufen gesorgt hat. Warum das Wettertaler Team sein Dasein auf dem letzten Platz der Bezirksoberliga fristet, können wir uns nach wie vor nicht erklären.

Mit 35:28 weniger deutlich, jedoch letztlich souverän, gewinnt die MJC das Heimspiel gegen die HSG Lollar/Ruttershausen. Ungefährdet behaupten sie damit die Tabellenspitze in der Bezirksoberliga, in der sich der Kampf um den Titel auf nunmehr zwei Teams fokussiert. Der Dritte im Bunde (TV Hüttenberg II) verabschiedete sich aus der Gruppe der heißen Titelaspiranten mit einer Niederlage gegen den neuen Tabellenvierten aus Heuchelheim/Bieber. Dritter ist nun Kirchhain/Neustadt.


Dänen ... denen ... Dehnen!

Dabei ließen die Jungs zu Beginn im Abwehrverhalten wieder einmal die wichtige Kommunikation vermissen und verschliefen daher die Zeitpunkte, um ihre Gegenspieler entscheidend zu attackieren. Eine schwierige Phase durchliefen die HuLis vor allem nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von J. Will. Gute Besserung an ihn. Glück, dass die Lollarer Spieler sich daraus ergebende Chancen nicht besser nutzten.

Im Angriff scheiterten die HuLi-Jungs weniger oft am gut aufgelegten Florian Siegmund (als im Hinspiel). Dennoch: Er ist eine Stütze für sein Team und hält die HSG Lollar/Ruttershausen immer wieder im Spiel. So gingen die Teams beim Stand von 16:12 in die Kabinen – kein sicheres Polster für die HuLis.

Dennoch hatte man als Außenstehender nicht das Gefühl, dass die Jungs um das Trainergespann Will/Deubner irgend etwas hätten anbrennen lassen. Besonders positiv: Wieder einmal kamen alle Spieler zum Einsatz. Leider konnten die, trotz häufiger Anspiele, ihre Chancen nicht mit Torerfolgen belohnen. "Daran arbeiten wir ...", lautet die Antwort. Ebenso wie am Umstand, dass sich mehr Spieler in die Torschützenliste eintragen können. Erste Ansätze waren an diesem Tag zu erkennen.

Nun geht es vor der spannenden Endphase der BOL-Saison in die kleine Narrenpause.

   
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