Mit 39:32 gewinnt die männliche Jugend C das Heimspiel gegen die HSG Wettertal und behauptet sich an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga. 71 Tore in 50 Minuten Spielzeit! Wieder einmal straffrei! Eigentlich ist alles im Lot in diesem Team. Wirklich?

 

Die Frage stellt sich. Und nach Ablauf der ersten Halbzeit sind Zweifel angebracht, ob der Tabellenplatz gerechtfertigt ist. Denn die Jungs in Grau haben sich in dieser Halbzeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Sie trafen zwar 19 Mal in das Tor, was nicht gerade für die Abwehrarbeit des selbstbewusst auftretenden Gegners spricht. Allerdings richten sich 20 Gegentore deutlich gegen die eigene Abwehrleistung, die bis zur Auszeit in der 11. Minute gar nicht statt fand. Immer wieder spazierten L. Feltgen und F. Görlach fast ungehindert durch das Zentrum der grauen Abwehrreihen. Dieses Bild änderte sich auch nach dem TeamTimeout nicht wesentlich, wenngleich die eingewechselten L. Schmidt (TW) und P. Schmischow mehr Stabilität ins Spiel brachten. Zumindest wurde die Frequenz, mit der zu Beginn des Spiels Gegentore fielen, vermindert und das Tore-Werfen etwas intensiviert. Im Gesamten zeigten die Wettertaler unserem Team jedoch so deutlich die Grenzen auf, dass es dem Trainerteam glatt die Sprache verschlug. Dementsprechend wortkarg gestaltete sich die Halbzeitansprache – trainerseitig.

 

In der zweiten Halbzeit stellte sich das Team besser auf den Gegner ein. Die Abwehrarbeit wurde ernster genommen. Dies war letztlich ausschlaggebend dafür, dass die Jungs ihren Gegner zunehmend auf Distanz hielten. Mit einem Vorsprung von sieben Toren gewannen sie zwar deutlich. Ob die eigene Spielweise abwehrseitig jedoch ausreicht, um in zwei Wochen beim Verfolger in Hüttenberg zu punkten, ist eher zweifelhaft. 71 Tore in 50 Minuten bedeuten alle 42 Sekunden ein Tor. Eine Interpretation dieser Quote sei anderen überlassen.

nMit einem 32:19-Sieg beim Tabellennachbarn der HSG Lollar/Ruttershausen setzt sich die männliche Jugend C an die Tabellenspitze der Bezirksoberliga. Im Spiel zeigten sie eine neue Qualität. Sie hielt die Gegentorquote deutlich niedriger als in den vergangenen Spielen.

In der vergangenen Woche wurde das sportliche Training hallenbedingt etwas eingeschränkt. Das Trainerteam entschied sich dazu, die Kritiken der vergangenen Spiele aufzuarbeiten. Es galt den richtigen Ton zu treffen, denn Spieler in diesem Alter sind meist sensibel.

Dass der richtige Ton offensichtlich angeschlagen wurde, konnte man zu Beginn des Spiels vor allem hören. Nach drei Minuten und drei ordentlich ausgespielten Kontern auf HuLi-Seite nahm das Team Lollar/Ruttershausen eine frühe Auszeit. Ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die "Weißhemden" den Nachmittag wohl anders vorgestellt hatten. Die Korrekturen von Trainer Jochen Dietz wurden von den Lollarer Spielern danach gut umgesetzt, wenngleich sie dem Spieltempo, so schien es, recht früh Tribut zollten. Bei Torwart Florian Siegmund, bester Spieler auf dem Feld, konnten sich seine Mitspieler sicherlich bedanken, dass das Spiel den Lollarern nicht schon in der ersten Halbzeit vollends aus den Händen glitt. Schade, dass die offiziellen Statistiken die Leistungen von Torhütern nicht erfassen. Unterbrochen wurde die erste Halbzeit neben den Glanzparaden Siegmunds von Verletzungen, die ohne gegnerischen Einfluss zwei Lollarer Spieler zur Aufgabe zwangen. Wir wünschen ihnen gute Genesung. Mit einem Vorspung von fünf Toren gingen die HuLis in die Kabine.

Der weitere Spielverlauf sollte sich derart gestalten, dass alle12 Spieler eine Spielzeit erhalten, wenn das Ergebnis gesichert sei. Zehn Minuten drückten die HuLi-Jungs danach noch einmal auf das Gaspedal und spielten einen größeren Vorsprung heraus. Eine weiterhin disziplinierte und ballorientierte Abwehrarbeit ließ den Lollarer Spielern kaum Zeit und Raum zur Entfaltung. Ihre körperliche Überlegenheit konnten sie daher nur selten nutzen. Da half auch die "Unterstützung" aus dem Publikum eher wenig. Die ersten Wechsel wurden dann bei den HuLis planmäßig vorgenommen. Zum Ende des Spiels wurde dann sogar das Spiel mit zwei Kreisläufern getestet.

Fazit: Mit einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg setzt die männliche Jugend C in der Bezirksoberlia ein Ausrufezeichen, das wir nicht nur auf den Tabellenplatz, sondern auch auf die Straffreiheit bezogen sehen wollen (keine Verwarnungen, keine Zeitstrafen!). Leider gibt es dafür zum Saisonende keinen Preis …

Nach dem doch unerwarteten Sieg in der vergangenen Woche galt es für unsere mJC wieder den Alltag anzunehmen. Die Jungs gewannen das Spiel gegen K/P/G/Butzbach zwar mit 35:28. Das Ergebnis täuscht aber ein wenig. Das Trainerteam sah sich zur Halbzeitpause gezwungen, den Matchplan abzuändern.

Den Tabellenplatz aus dem Kopf kriegen und das Spiel sofort aktiv in die Hand nehmen. Spielpraxis für die Spieler schaffen, die in der vergangenen Woche nicht oder nur kurz zum Einsatz kamen. In den ersten Minuten des Spiels schien dieser Ansatz aufzugehen. 13:6 stand es in der 15. Spielminute. Die ersten Wechsel waren schon vollzogen. Auch in der Torschützenliste zeichnete sich ein etwas anderes Bild ab, als in der vergangenen Woche. Aber in den folgenden Minuten bis zur Halbzeit ging die Dominanz verloren. Die Abwehrarbeit funktionierte zunehmend weniger. Ein ums andere Mal standen Butzbacher Jungs allein am Kreis und ließen sich diese einfache Möglichkeit zum Torerfolg dann auch nicht nehmen. Mehr oder weniger ratlos ging das Team mit einem 15:15 Unentschieden in die Halbzeitpause.

Deutliche Worte und den Matchplan modifizieren, weil sonst das Spiel vollends außer Kontrolle gerät. So lautete die Devise der Halbzeitansprache. Neu zusammengestellt spielten die Hulis dann zwar wieder mit der zu Beginn des Spiels gezeigten Souveränität. Es fällt jedoch auf, dass gegnerische Spieler auch weiterhin wenig Gegenwehr bei ihrem Eintritt in die 9-Meter-Zone fürchten müssen. Die löchrige Abwehr scheint das Trainerteam in den nächsten Wochen wohl weiterhin zu beschäftigen. So kamen die Butzbacher Spieler Mitte der zweiten Halbzeit wieder auf vier Tore heran, mussten jedoch gegen Ende des keineswegs temporeichen Spiels wieder einen 7-Tore-Rückstand hinnehmen. Die HuLis gingen nach dem Spiel nicht mit breiter Brust in die Kabine, sondern mit der Gewissheit, wieder einmal viele unnötige Gegentore zugelassen zu haben. Die Stimmung war also nicht euphorisch. Zudem war es ärgerlich, dass sich die Einsatzzeiten für alle Spieler zu unregelmäßig verteilten. Das war so nicht geplant. Nächste Woche geht es zum Auswärtsspiel nach Lollar.

Weiterhin ohne Niederlage bleiben die Jungen der männlichen C-Jugend. Gegen das Team der MJSG Linden erkämpften sich die HuLis einen sehr glücklichen 33:32-Sieg. Dies sah bis zur 40. Spielminute wahrlich nicht danach aus. 

Die Jungs aus Linden stehen in unserer "Rangliste" vor unserem Team, nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass ihre Spieler überwiegend dem Jahrgang 2004 entstammen und Trainer Andreas Schmeel eine sehr homogene Mannschaft führt.

Zum Spiel: Die Defensive beider Mannschaften war löcherig wie ein Schweizer Käse. Es fielen Tore hüben wie drüben. Zur Halbzeit stand es 18:18 unentschieden – 36 Tore in 25 Minuten!


In der Kabine wurde vor allem das Abwehrverhalten der Außendefensive korrigiert.

Nach der Halbzeit fielen aus diesen Positionen jedoch weiterhin zu viele Tore. Linden erspielte sich einen Vorsprung, der langsam größer wurde. Die HuLis wirkten Mitte der zweiten Halbzeit zunehmend unsicher. Einige klare Chancen scheiterten am guten Torhüter Alex Pelz. Pässe wurden nicht exakt plaziert. Ein Ansatz hängender Köpfe ist eine völlig neue Erfahrung. Dazu gab es keinen Grund. Das HuLi-Team schaffte es, den Wirkungskreis von Jorik Eichhorn weitgehend einzugrenzen. Das gelingt nicht jeder Mannschaft in der Bezirksoberliga. Es reicht allerdings nicht, nur einen Spieler durch kooperierende Abwehrarbeit auszuschalten (so gut es eben geht ...). Dazu ist besonders das Lindener Team zu ausgeglichen besetzt.

Trainer U. Will und I. Deubner mussten eine Menge an Motivationsarbeit leisten, damit der Mut nicht vollends in den Keller rutschte. Aber als dann der Vorsprung der Lindener gegen Ende des Spiels langsam schmolz, wurden neue Kräfte geweckt. Eine 2-Minuten-Strafe infolge eines Wechselfehlers zwang Linden beim Stand von 30:31 in der 47. Minute zum Unterzahlspiel. Dies nutzen die HuLis, um dem Spiel die entscheidende Wende zu geben und mit einem Tor in Führung zu gehen. Eindrücklich wurde in der Auszeit von Trainer Ulli Will noch einmal auf besonnenes Handeln in den verbleibenden 30 Sekunden hingewiesen. Diese Empfehlung setzte das Team abgebrüht um.

Wieder einmal konnten die Zuschauer in der Hungener Stadthalle ein sehr spannendes und schnelles Heimspiel unserer C-Jugend verfolgen. Die Verriegelung der Abwehrlücken dürfte bei beiden Teams auf dem Trainingsplan der nächsten Wochen stehen. Mit je einem 7-Meter, je einer Verwarnung und einer 2-Minuten-Strafe verdienen sich beide Teams das Prädikat "Absolut Fair".

Und die 4K? Naja: Kraft, Konzentration, Kopf und ... Klück :)

   
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