Hallensperre

Die DBS Lich ist am 26. und 27. Juni 2019 aufgrund der Abschlussfeier sowie vom 1. bis 18. Juli 2019 wegen Reinigungsarbeiten und am 9. August 2019 geschlossen.
 
Auch die Gesamtschule Hungen ist vom 1. bis 18. Juli 2019 wegen Reinigungsarbeiten gesperrt.
   

von Andreas Kümpel

Wie immer fiel es mir schwer, eine Einleitung zu finden. Sollte ich mit den Jugendmannschaften, oder mit den weniger Erfolgreichen beim ungefähren „Halbzeitstand“ zum Jahreswechsel der Saison 2018/2019 beginnen?

Der Curser auf meinem PC blinkte lange, bis ich mich entschloss, mit dem nicht so Erfreulichem den Rückblick zu eröffnen. Oder sollte ich besser schreiben: … mit den Unglücklichen?

Auf jeden Fall, das bestätigen die Statistiken bzw. die Tabellen, die weibliche Jugend A, hatte es bereits zur Qualifikation in die Oberliga, immerhin die höchste Spielklasse in unserem Bundesland Hessen, nicht einfach. Über mehrere Turniere schafften es die jungen Damen um Trainer Tobias Weiser dann doch noch, sich für diese Liga zu qualifizieren. Das es schwer würde, an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen, war im Vorfeld schon klar. Doch zunächst freute man sich über die Qualifikation. Es kam aber dann anders, als sich die Hauptdarsteller vorgestellt hatten. Gleich das erste Punktspiel gegen Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt in eigener Halle ging mit einem Tor verloren. Der erste Dämpfer. Es folgte Niederlage auf Niederlage, egal wo und wann man auch antrat. Die nächsten Nackenschläge folgten durch teilweise langwierige Verletzungen einiger Spielerinnen. Die Moral beim Rest der Truppe schrumpfte und der gesamte Trainerstab, Rebecca Ohly, Julian Brücher und Tobias Weiser hatten viel zu tun, dies wieder aufzubauen. Obwohl zum Ende der Hinrunde sich einige verletzte Spielerinnen wieder gesund meldeten, konnte der Abwärtstrend nicht aufgehalten werden. Die Hoffnung ruht nun auf der kurzen Rückrunde, die bereits im abgelaufenen Jahr begonnen hat. Auf dem letzten Tabellenplatz (8) und 0:20 Punkten geht es ins neue Jahr. Ein paar Punkte hätte sich diese Mannschaft schon noch verdient. „Wir schaffen das!“ Von wem der Satz stammt, muss ich nicht weiter erläutern.

Das nächste „Sorgenkind“ heißt Frauen I in der Bezirksoberliga. Nachdem die Klasse in der Saison 2017/2018 noch gehalten werden konnte, kreist so langsam das „Abstiegsgespenst“ um die Köpfe der Protagonistinnen, also der Hauptakteurinnen und Heldinnen, herum. Unglückliche aber auch dumme Niederlagen musste die Frauenmannschaft Nummer eins der HSG einstecken. Die handballerischen Ideen eines Kevin Dannwolf, der zusammen mit Heiko Gans die Damen betreute, führten zu einem Sieg und einem Unentschieden. Kurz vor dem Jahreswechsel warf Kevin Dannwolf dann das Handtuch. Er fand keine Mittel mehr, um „den Karren aus dem Dreck“ zu zerren. So kam Ivette Pabst kurzfristig aus dem „Mutterschaftsurlaub“ zurück, um der Mannschaft zusammen mit Heiko moralische und motivierende Unterstützung zu leisten. Das sah beim letzten Heimspiel des Jahres 2018 auch gut aus. Bis zwei Minuten vor Ende der Gesamtspielzeit führten die Frauen I mit einem Tor. Doch dann kam der „Blackout“. Unkonzentrierte Abspiele führten dazu, dass die gegnerische Mannschaft während der Restspielzeit noch zwei Tore erzielen konnte. Somit ging der Jahresabschluss dieser Mannschaft leider „in die Hose“. Was ist nun zu tun, um die Spielklasse zu halten, welches für ein „Aushängeschild“ der HSG sehr wichtig wäre? 1. Ein Motivationskünstler und Fachmann in Sachen Handball muss das Zepter übernehmen und das bei allem Respekt gegenüber Ivette und Heiko. 2. Die Zuschauer müssen diese Mannschaft noch mehr unterstützen. 3. Ein Glücksschwein als Maskottchen muss her. Addieren wir dies, sind die nächsten Punkte im neuen Jahr sicher und der Abstieg kann verhindert werden, denn das handballerische Potential in Form von begabten Spielerinnen ist vorhanden.

Nicht ganz so arg sieht es bei der zweiten Damenmannschaft aus, die immerhin in der Bezirksliga A tätig ist. Mit Marvin Menges, einer der „Goalgetter“ der ersten Männermannschaft konnte ein Übungsleiter verpflichtet werden, der selbst einen athletischen Handball spielt. Seine Erfahrung konnte er bereits den Damen mitteilen. Teilweise zeigte die „Zweite“ bereits nach ein paar Monaten einen flüssigen, mit Spielzügen gespickten Wettkampf. Das nächste Spiel glänzte dann wieder mit vielen Einzelaktionen, die meist nichts einbrachten. Marvin hat noch ein wenig Arbeit, um den erfahrenen Handballerinnen um Michaela Musch die neue Spielkunst beizubringen. Auf jeden Fall ist der Spaß am Spiel vorhanden, auch wenn man eine herbe „Klatsche“ kassieren muss. Rang 8 mit 8:14 Punkten ist nicht schlecht, hätte aber …

Es ist nicht leicht im Männerbereich aus der D-Klasse aufzusteigen. Die Nordgruppe in dieser Klasse ist bei weitem nicht so stark besetzt wie der Süden, in der unsere „Zwot“ nach Punktenjagd. Thorsten Lorey und Dominik Schmidt haben es als Spielertrainer nicht leicht, die Mischung aus erfahrenen Kämpen und jungen Hüpfern zu formieren sowie den Leistungshandball mit „Just-for-fun“ zu kombinieren. Wie bei der zweiten Frauenmannschaft wechseln sich geniale, grottenschlechte und chancenlose (gegen Altherren-Landesligamannschaften) Spiele ab. Trotzdem macht es der Bezirksliga-Reserve Spaß, sich nicht nur im Spiel mit anderen Mannschaften zu messen, sondern auch die „dritte Halbzeit“ zu pflegen. Das ist enorm wichtig. Tabellenmäßig stehen die Jungs momentan auf Rang 4 mit 7:7 Punkten. Nach oben sind da noch ein paar Plätze möglich …

So viele Jugendmannschaften konnte die HSG Hungen/Lich seit Bestehen der Fusion zwischen den Handballabteilungen des TV Lich und dem TSV Hungen noch nie in den einzelnen Altersklassen beim Hessischen Handball-Verband melden. Dies war und ist mit viel Arbeit sowie mächtigen Organisationstätigkeiten verbunden. Leider konnte ich mir persönlich die E- und D-Jugendmannschaft nicht alle irgendwann einmal bei einem Punktspiel anschauen. Somit kann ich nur kurz anreißen, wie es zum Jahreswechsel um die einzelnen „Gruppen“ tabellarisch ausschaut. Und das, was ich da gesehen habe, ist einfach überragend.

Beginnen möchte ich mit der weiblichen Jugend E II. Die Mädchen spielen in der Bezirksliga B, Gruppe 2, und stehen auf Rang 4 mit 8:8 Punkten. Die E I, Bezirksliga A, ebenfalls auf Platz 4 mit 10:8 Punkten. Die weibliche Jugend C II, immerhin Bezirksoberliga, hält im Moment einen guten achten Platz bei 6:14 Punkten. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Leistungen. Mädels, macht weiter so. Auch wenn hie und da einmal ein Spiel verloren geht. Ihr kennt bestimmt den ollen Spruch: „Nach Regen folgt Sonnenschein“. Und so wird es dann auch bei euch sein.

Auf Rang zwei der aktuellen Tabellen, punktgleich (!) wie eins, stehen momentan die weibliche D II (Bezirksliga A, Gruppe 1, 13:5 Punkte), die weibliche D I (Bezirksoberliga, Gruppe 2, 17:1 Punkte) und die männliche Jugend D I (Bezirksoberliga, 12:2 Punkte). Alle Achtung! Trotz dieser Leistung-Spielklassen ein Wörtchen oben mitreden ist bemerkenswert.

Alleinige Tabellenführer, einmal knapp, dreimal ohne Punktverlust (!) stehen sage und schreibe vier Jugendmannschaften. Die Jungs der männlichen Jugend C, die manchmal lieber Tore werfen, als verhindern, stehen in der Bezirksoberliga auf 1 mit 17:3 Punkten. Beide weibliche B-Jugenden (Bezirksliga A, Gruppe 2 und Bezirksoberliga) führen ihre Klassen überragend an. Die II mit 14:0 Punkten und die I mit 16:0 Punkten. Dazu gesellt sich noch die weibliche Jugend C I (Oberliga, Gruppe Nord), die eigentlich schon traditionell nichts anbrennen lässt. 22:0 Punkte sagen alles aus.

Nicht ganz so verheißungsvoll steht es bei der männlichen Jugend E I in der Bezirksliga B. Das Glück, so konnte ich erfahren, haben sie noch nicht gepachtet (Rang 8 mit 0:16 Punkten). Aber hier steht das Wörtchen „noch“ im Vordergrund. Das neue Jahr wird bestimmt noch Punkte bringen. Die Alterskameraden der E II haben in der Bezirksliga D, Gruppe 2, schon drei Spiele gewonnen. Na also, funktioniert doch. Hier stehen Platz 3 mit 7:7 Punkten zu Buche. Mit 8:8 Punkten und Rang 4 weiß die männliche B-Jugend in der Bezirksliga A, Gruppe 2, nicht so Recht, wo sie hingehört. Eigentlich ein paar Plätze höher, denn manchmal zieht der Schlendrian in die Spielweise der Jungs ein. Die Tendenz steht nach oben. Eine positive Zwischenbilanz zeigt die männliche Jugend D II in der Bezirksliga B, Gruppe 2. Mit einem Punktestand von 10:8 liegt die Truppe auf Platz 5.

Auch wenn ein Spiel oder mehrere verloren gehen, bleibt am Ball. Aufgeben oder aufhören tun nur diejenigen, die keinen Charakter haben. Denn verlieren muss man auch können und das nicht nur im Sport.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Übungsleiter und -innen, Betreuer und vielen anderen Freunden des Hungen/Licher-Handballs bedanken. Ihr leistet ganz hervorragende Arbeit. Es ist oft nicht leicht, diese Jugend, oder wie mein alter Herr zu sagen pflegte, „Mittelfrühe“, zu bändigen, motivieren oder beruhigen.

Zum guten Schluss bekommt die erste Männermannschaft noch „ihr Fett weg“. Carsten Schäfer, seit vielen Jahren bei der HSG tätig, wundert sich manchmal über seine Männer. An einem Tag liefern die Burschen Spiele ab, dass man eigentlich nur mit der Zunge schnalzen kann. Zum nächsten Spiel haben sie alles vergessen, was den modernen Handball so zuschauend macht. Selbst ich könnte da manchmal ins Mikrofon beißen. Obwohl verschiedene Ballkünstler den Verein verlassen haben, die Rückkehrer oder „alte Hasen“ leider verletzt sind, behauptet sich die Truppe in der Bezirksoberliga überdurchschnittlich. Dies zeigt der Halbzeitstand in der Tabelle an. Mit 15:13 Punkten stehen die Herren auf Rang 7. Man muss aber auch anmerken, dass in dieser Saison, bis auf eine Mannschaft, alle näher zusammengerückt sind. Eigentlich kann hier jeder jeden schlagen, außer der Tabellenletzte. Somit werden bei jeder Begegnung „die Karten neu gemischt“. Nicht nur hier, sondern auch in den anderen Spielklassen, kann ich nur hoffen, nein, ich wünsche es mir, dass sich keiner unserer Athletinnen und Athleten verletzt.

Für das neue Jahr sende ich die Botschaft an alle Handballerinnen und Handballer: Habt weiterhin viel Spaß bei eurem Sport, gebt alles „auf der Platte“, feiert mit uns, den Zuschauern, eure Erfolge. Lasst den Kopf nicht hängen, wenn der Gegner ein Tor mehr erzielt und … bleibt unserem Verein treu, was ich mir persönlich vor allem anderen wünsche. Hier wisst ihr, was ihr habt. Der Aderlass der letzten Jahre hat uns allen weh getan, konnte aber leider nicht verhindert werden. Die Gründe dazu muss ich nicht nennen. Eines weiß ich aber, dass wir in all den Jahren seit Gründung der HSG etwas geschaffen haben, was in dieser Form nicht zu toppen ist. Jeder kleinste Helfer ist ein Zahnrad im Getriebe des HSG-Motors. Wir dürfen auf keine noch so kleinste Schraube im Gesamten verzichten. Wir können zusammen die verschiedenen Ziele erreichen. Die Verantwortlichen, Trainer, Betreuer, Zeitnehmer, Schiedsrichter und die vielen anderen Helferinnen und Helfer als Motor, Vorstand mit Roland, Suse und Janet als Karosserie und die Sportlerinnen und Sportler als Treibstoff. Starten wir durch! Ab in das neue Jahr 2019! Einen Ferrari können wir nicht darstellen – aber einen Porsche. Und das reicht vollkommen aus.

Viel Erfolg für 2019, bleibt gesund und verliert nie euren Humor!

Euer Andy

   

Die nächsten Spiele  

Donnerstag, 27.06.2019
18:00 Freundschaftsspiel
TSV Södel (WJC... : HSG Hungen/Lich ...

 

   
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